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/Nov/2010

Card Room Crawl Las Vegas 2010 – Tag 5 bis 7

Von: davinadarr @ 11:51 (CET) / 1 / Kommentar ( 0 )

Hi!

Ich weiß, dass es viel zu lang gedauert hat, aber ich werde jetzt endlich den Vegas-Blog vollenden. Nach der Umstrukturierung etc. habe ich nun endlich wieder ein wenig mehr Zeit, mich meinen literarischen Ergüssen zu widmen.

Dies ist die Fortsetzung meines Card Room Crawls Las Vegas 2010.
Tage 1 & 2 findet ihr hier. Und Tag 3 gibt es hier zu lesen und Tag 4 befindet sich hier.

29/06/2010 – Tag 5

Etwas irritiert wachte ich um 14.30 Uhr auf. Zum "Mittag" traf ich Hanno im Rainforest Café im MGM zum Mittag/Abendbrot.


Sein Kumpel Moritz traf uns dort und wir fuhren zusammen ins Venetian.
Ich setzte mich wie meist an den $1/$2-Tisch, während Hanno und Moritz in die Omaha-Ecke verschwanden.
Mein Tisch trug die Nummer 23. Meine Glückszahl! Und tatsächlich fand ich nach nur ein paar Händen Asse im SB. Alle folden bis zum Button, welcher auf $12 raiste. Ich re-raiste auf $25. Der BB foldete und der Button ging all-in. Ich callte natürlich und machte sogar noch Quads gegen seine . Darauf folgte noch ein kleinerer Pott mit und dann bekam ich wieder Asse und verdoppelte. Da ich vorher laut angekündigt hatte, dass 23 meine Glückszahl ist und sich alle vorsehen soltlen, hatten nun alle Angst und keiner wollte mehr mit mir spielen. Es ist manchmal schon beeindruckend, wie abergläubisch Poker-Spieler sein können.
Einige meiner Kollegen holten mich aus dem Poker-Room ab ab, um im Carnevino essen zu gehen. Dieses Restaurant im Venetian hat angeblich die besten Steaks der Stadt.
Als ich allerdings die Preise gesehen hab, entschied ich mich, bei einer Vorspeise zu bleiben und Cola Light. Der Kellner machte sich über mich lustig, weil ich nur so wenig bestellte. Die anderen hatten riesige Steak-Portionen und teuren Wein und blätterten pro Kopf $200 auf den Tisch. Sowas geht mir einfach zu weit und ich bezahlte zufrieden und trotzdem gesättigt von meinen Gniocchi $50.
Außerdem war ich so schon ziemlich mies drauf, da dieses Parfüm, das im Venetian überall versprüht wird, im Restaurant stärker war als normalerweise (wahrscheinlich, weil die Luft hier nicht so in Bewegung und so verbraucht war wie im Casino-Bereich). Da ich allergisch auf viele Parfums regiere, war ich im Restaurant nur am Husten und Schniefen und beschwerte mich bei dem Chef-Kellner darüber. Eins steht fest: da gehe ich nicht wieder essen.
Wir gingen auf ein paar Drinks ins Mirage und um 2 Uhr, nachdem ich noch etwas Büro-Arbeit erledigt hatte, war ich im Bett.

30/06/2010 – Tag 6

Um 9 Uhr stand ich auf und begab mich nach unten in den Poker-Room im Imperial Palace. Ich verdoppelte schnell mit mit geflopptem Flush und ging dann etwas später ins Flamingo. Eigentlich wollte ich Hanno treffen, um mit ihm zu einer Poker-Diskussions-Runde zu gehen. Hatte sich spannend angehört, aber Hanno hatte leider zu lange gepennt und somit sagte er mir ab. Wir trafen uns dann etwas später im Venetian und spielten eine lustige Partie FL Omaha Hi/Lo. Dabei tranken wir Cocktails und die Stimmung war super. Was ein Spaß!
Als wir um 4.30 Uhr morgens gerade gehen wollten nahm mich ein Mann zur Seite, erzählte mir, er wäre aus Texas und dass er an den Highstakes-Tischen hinten gerade Omaha spielt. Er fragte mich, ob ich ihm dabei Gesellschaft leisten wollte und ob ich das Hotel-Zimmer mit ihm teilen wollte.
Völlig perplex bedankte ich mich freundlich, lehnte ab und ging wieder schnell zu Hanno und Moritz. Tja, und so hab ich zum ersten Mal in meinem Leben ein Angebot eines reichen Texaners abgelehnt...lol. Aber ich so eine bin ich halt nicht...

01/07/2010 – Tag 7

Ich hatte Anfang des Jahres dummerweise den Fehler gemacht, mich wieder in eine Abnehmwette zu verwickeln. 2009 war ja eine gut für mich ausgegangen. Dieses mal allerdings hatte ich keine Chance gegen meinen ehem. Kollegen Alex von der Isle Of Man. Nach 2 Monaten hatte ich 9 Kilo abgenommen und somit 10%. Was ja nicht schlecht ist....allerdings hatte Alex Sage und Schreibe 19 Kilo abgenommen und das waren dann mal 17% für ihn. Und so musste ich in den sauren Apfel beißen, und ihn in das $1000-WSOP Event am heutigen Tage einkaufen. Da ich selbst als Verlierer 10% von seinen eventuellen Gewinnen abbekommen würde, fuhr ich ins Rio, um ihn etwas zu railen. Er saß direkt am Nachbartisch von Chris Ferguson, der immer eine beeindruckende Erscheinung ist. Nach einer Weile wurde mir bewusst, dass Alex lieber ohne Railbirds spielt und so verabschiedete ich mich und wünschte ihm Glück. Ich flanierte etwas durch die heiligen WSOP-Hallen und traf zufällig den verrückten Dealer Gregg, den ich Tage zuvor am Poker-Tisch im Imperial Palace kennengelernt hatte. Wir gingen zum WSOP-Shop und ich kaufte nur einen Koffer-Adress-Anhänger, weil sonst alles ziemlich langweilig war. Gregg nutzte seinen Mitarbeiter Bonus von 20% auf meinen Einkauf von $4...lol.
Wir aßen in der Poker Kitchen und anschließend fuhr ich zum Perücken-Laden. Ja, zum Perücken-Laden. Noch in Hamburg hatte ich beschlossen, in Vegas mal einen Tag in die Rolle einer Blondine mitsamt des Blondinen-Images zu schlüpfen.
Das Taxi setzte mich am Laden ab und ich sprach mit der Verkäuferin. Sie sagte mir allerdings, dass die Perücken hier so ca. $300 kosten würden und dass ich doch lieber in den Outlet-Store gegenüber gehen sollte. Sie zeigte quer über den Parkplatz auf einen kleinen Laden. Ich bedankte mich und machte mich auf den Weg. Die 700m waren eine Tortur. Während mir die Sonne erbarmungslos auf Scheitel und Nasenspitze brannte, wurde mir wieder einmal bewusst, dass ich ja mitten in der Wüste war und dass ich besser immer Sonnencreme benutzen sollte, wenn ich das Hotel verlasse...man weiß ja nie...
Im kleinen Laden angekommen, fröstelte es mich, da die Klimaanlage natürlich auf Eiszeit gestellt war.
Die Verkäuferin half mir, eine Perücke zu finden, anzupassen und ich bekam auch noch falsche Wimpern angeklebt. Der gesamte Spaß kostete mich $80.
Dann allerdings wollte ich ein Taxi rufen. Und leider bestätigte sich wieder einmal, was so oft erzählt wird. Sobald ein Taxi irgendwo abseits des Strips gerufen wird, kommt es einfach nicht. Ich wartete geschlagene 45 Minuten und es war komisch, die Strip-Hotels so nah zu sehen. Aber keine Chance, dass ich diese Strecke zu Fuß zurücklegen könnte, ohne umzufallen. Zum Glück bekamen andere Kunden im Laden das mit und boten mir an, mich am Strip abzusetzen. Ich nahm dankend an. Die Amerikanerin und ihre 70-jährige Mutter fuhren mich zum Strip und ich war froh, die bekannten Gebäude wieder zu sehen.
Im Hotel brezelte ich mich auf, wie sich das für eine echte Blondine gehört und wartete auf Freunde, die mich abholen wollten. Wir lachten herzlich als sie mich so sahen. Ein Foto werde ich hier nicht posten, aber wer mit mir auf Facebook befreundet ist, kann selbst Zeuge werden, dass ich ne echt heiße Blondine bin...lol
Als erstes ging es zum Hard Rock Casino. Wir spielten Blackjack und Pai Gow Poker. Darauf hin ging es zur Ghost Bar oben im Palms. Leider hatte irgendein Idiot beschlossen, das DJ-Pult genau vor die schöne Aussicht zu stellen. Aber egal. Vegas ist und bleibt atemberaubend bei Nacht.



Bis 4 Uhr morgens sahen wir uns noch Durrr-Challenge-Videos auf dem Hotelzimmer an und dann ging es ab ins Bett.

Der letzte Teil dieses Card Room Crawls folgt hoffentlich in den nächsten Tagen.

Christin aka Davina Darr



 


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