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/Mai/2010

Card Room Crawl London - Teil 1

Von: davinadarr @ 12:00 (CEST) / 4667 / Kommentar ( 10 )

Dies ist Teil 1 meines Card Room Crawls in London. Den Prolog findet ihr hier.

22/05/2010
- ein langer Tag

Um 8 Uhr verließ ich meine Wohnung und als ich vor die Haustür trat und auf das Taxi zuging, konnte ich es nicht fassen: Es war sommerlich warm! Ich fuhr zum 30 Minuten entfernten Flughafen. Der Nebel, der die letzten Tage über der Isle Of Man hing, hatte sich zum Glück aufgelöst und mein Flugzeug startete pünktlich um 9.30 Uhr.
Den gesamten Flug schaute ich aus dem Fenster. Nicht häufig ist der Himmel so wolkenlos und man kann England von oben betrachten.
Um 10.40 Uhr kam ich in Gatwick an. Auf dem Rollfeld roch es nach Blumen und die Luft war angenehm warm.
Nach ca. 20 Minuten hatte ich meinen Koffer und war bei den Express-Zügen angekommen. Ich hatte schon im Vorfeld per Internet ein Ticket für den Gatwick Express gekauft und brauchte mich somit um nichts weiter kümmern, als das Gleis zu finden. Leichter gesagt, als getan. Ich wusste, ich musste zum Victoria Bahnhof, aber leider war das nicht ganz so gut ausgeschildert. Ich fand dann doch irgendwann einen Monitor, auf dem stand, dass der nächste Zug nach Victoria um 11.20 Uhr von Gleis 1 fuhr.

Reisetipp: Wenn man den Gatwick Express nimmt, ist es ratsam, das Ticket vorher online zu kaufen und sich die Referenznummer aufzuschreiben oder die Bestätigung auszudrucken. Man kann zwar ohne Aufschlag auch Tickets im Zug kaufen, aber online spart man 10%.

Nach nur 30 Minuten kommt man am Victoria Bahnhof an. Ich freue mich immer, wenn ich merke, dass ich mich an einem Ort schon auskenne. Als würde ich dies regelmäßig machen, ging ich zielstrebig durch die Halle zum Underground. Aber hier hörte es auch schon auf, unkompliziert zu verlaufen. Man bedenke, ich hatte einen riesen Koffer, eine Laptop-Tasche und Handtasche dabei, es war warm und die Stadt ist immer voller Menschen. Als ich mit Sack und Pack die Stufen runter gegangen war und versuchte, meine Oyster Card zu benutzen, merkte ich, dass kein Guthaben mehr drauf war, also drängelte ich mich durch die Menschenmenge wieder zurück, fand einen Automaten zum Aufladen und ging zum Bahnsteig.

Reisetipp: Wer öfter nach London reist, sollte sich eine Oyster Card besorgen. Diese Karte braucht man nur an einen Sensor an den Durchgängen halten und es wird über den Tag immer der günstigste Tarif berechnet. Auf diese Weise braucht man sich nicht um Tageskarten etc. kümmern.

Als nach einiger Zeit immer noch keine Circle Line kam, wurde ich stutzig. Irgendwas stimmte nicht. Dann kam eine Durchsage, dass einige Linien an diesem Wochenende geschlossen sind. Na super! Genervt nahm ich wieder meine 7 Sachen und begab mich zurück in die Haupthalle. Ich musste zum Paddington Bahnhof und sollte doch eigentlich einen Zug nehmen können. Leider war die Schlange am Ticketschalter unendlich lang und ich war genervt und wollte nur in mein Hotel. Also ging ich zum Taxistand. Der Taxifahrer machte keine Anzeichen, dass er mir mit dem Gepäck behilflich sein würde, wie ich das aus Deutschland, Irland, New York oder auch der Isle Of Man und überhaupt dem Rest der Welt kenne. Daher hiefte ich mein Gepäck allein in die Fahrgastkabine und warf mich beleidigt auf den Rücksitz. Nach nur 10 Minuten waren wir einmal quer durch die Innenstadt bei meinem Hotel angekommen. Endlich!
Die Belegschaft des Hotel Rhodes begrüßte mich sehr freundlich und half mir, mein Gepäck in den 4.Stock zu tragen. Als ich das Zimmer betrat, fiel mir wieder ein, wie unangenehm klein die Hotelzimmer in London normalerweise sind. Aber egal. 70£ die Nacht. Was soll's?!

Reisetipp: In London lohnt es sich oft, auf einschlägigen Hostel-Seiten wie Hostelbookers nachzusehen, was es so im Angebot gibt. Am besten ist es, sich 3-4 Kumpels zu schnappen und sich zusammen ein Zimmer in einem Hostel zu nehmen. da kommt man auch mit 12£ z.B. davon und hat noch etwas Action und Entertainment mit andern Leuten.

Im Zimmer angekommen fiel ich erstmal auf's Bett und brauchte ne Auszeit. Eine Stunde lag ich einfach flach da und sammelte Energie.
Um 14 Uhr fuhr ich zur Liverpool Station. Mir wurde empfohlen, zum Shoppen in die Brick Lane zu gehen. Es gefiel mir hier. Ich schlenderte herum, kaufte ein Kleid, ging beim Thailänder essen und fuhr dann zum Piccadilly Circus.
Wie ich vorher online recherchiert hatte, befinden sich nämlich gleich 4 Poker-Möglichkeiten rund um den Piccadilly Circus und Leicester Square. Als erstes wollte ich um 20 Uhr ein Turnier im Golden Nugget spielen. Dafür hatte ich noch etwas Zeit und beschloss, mich etwas im angrenzenden Trocadero Center umzusehen. Als ich als Teenager öfter in London war, war dies mein Lieblingsort. Das hat sich leider auch geändert - alles nicht mehr ganz so aufregend wie damals. Ich ging in einen Schmuckladen, kaufte ein paar Sachen und lies mir Ohrlöcher stechen....
Dann, einmal um das Gebäude rum, kommt man zur unscheinbaren Eingangstür des Golden Nugget.
  Von außen entsteht der Eindruck, dass es sich gerade mal um eine Spielhalle handelt, wie man sie aus Deutschland kennt.
Ohne Registrierung kann man dann in den 2. Stock fahren oder gehen. Man muss allerdings seine Einkäufe an der Rezeption lassen. 
Im Casino-Raum ist es dann vergleichsweise chic und was mir zuerst auffiel, war die Tatsache, dass es fast nur Asiaten gab. Ich kaufte mich für das 75£-Turnier ein und sah solange den Spielen zu, bis es los ging. Es gab z.B. eine Pai Gow Poker Variante ohne Karten und dafür mit einer Art großer Domino-Steine. Ziemlich verwirrend das Ganze.
Das Turnier ging pünktlich los mit 30 Spielern, 10.000 Startchips und 20-Minuten Blindleveln. Ich war im gesamten Turnier-Verlauf kartentot. Machte 2-3 Versuche, einen Pott ohne entsprechende Hand zu erbeuten, scheiterte aber jedes Mal. Hauptsächlich lag es daran, dass mit den Asiaten am Tisch große Gambler dabei waren, die einfach gern mal guckten, was die nächste Karte sein würde.
Hier mal eine Beispielhand, wie es mir dann doch mal gelang, einen Pott zu gewinnen. Ich saß im Small Blind bei Blinds 200/400. UTG machte einen Minraise und bekam 4 Caller, inklusive mir. Ich hielt . Der Flop brachte :3:h. Ich checkte und wartete auf die aggressiven Asiaten, auszubetten. Wie erwartet kam ein Bet und ein Call und ich musste nun überlegen. Raus kriegen tu ich die Leute nur mit nem Push. Und schon vorher hatte ich gesehen, dass mit den kleinsten Draws alles bezahlt worden war. Und hier lag eindeutig ein Flush-Draw. Ich schob meine Chips in die Mitte und war ehrlich gesagt froh, dass alle foldeten.  Somit war ich wieder ungefähr auf Startstack.
Während der 80er-Jahre-Musik-Mix aus den Lautsprechern klang, blindete ich wieder kräftig runter. Ich bekam keine Karten und auch keine Steal-Gelegenheiten. Dann bekam ich endlich eine Push-Hand: - ja, ich weiß, nix Dolles, aber das beste, was ich seit geraumer Zeit gesehen hatte. Ich pushte und der Gambler am Tisch fing an zu überlegen. Er hatte schon vorher auf die wildeste Art und Weise Spieler von Tisch genommen durch die übelsten Suck-Outs. Er callte, drehte um. Flop war ok. Ich schloss die Augen...Turn...keine Geräusche vom Tisch...River... "OOOOOOOh, WOW!". Ich öffnete die Augen und sah eine auf dem River. Wie hätte es auch anders sein sollen?!
Schmollend verließ ich das Casino und ging zum nächsten. Das "G", was zum Grosvenor's Casino (Vic) gehörte, sollte mein Ziel sein...

...darüber berichte ich dann im nächsten Teil.

Christin aka Davina Darr

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