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/Dez/2008

Nations Cup in Bregenz

Von: docpoker @ 20:52 (CET) / 1 / Kommentar ( 54 )

Der Flop mit sah zwar alles andere als günstig aus, aber immerhin lagen wir noch knapp vorne. Sebastian Ruthenberg hatte preflop mit 4.200 Chips all-in gepusht. Die Blinds lagen mittlerweile bei 400/800 und unsere Luckbox saß UTG. Wir „Railbirds“ vom zweiten (oder ersten) deutschen Team wussten alle, dass dieser Move jetzt fällig war, bevor unser kleiner Stack am Finaltisch des Nations Cups kaum noch als Bedrohung aufgefasst werden konnte. Was wir zu diesem Zeitpunkt alle noch nicht ahnten: Sebastian hatte wirklich eine Hand! Pocket Queens für unser erstes All in ist im Grunde genommen eine Hand, mit der man in unserer Position dann doch ganz gerne ein Call sieht. Team Türkei tat uns den Gefallen und schob 4.200 Chips über die Linie. Heads Up drehte er um und murmelte ein anerkennendes „nicht schlecht, nicht schlecht!“ als er Sebastians sah. Der Turn in Form der gab unserem türkischen Mitspieler noch mal zwei Outs zu den bereits vorhandenen 11 und eine weitere am River ließ die Chips in Richtung Türkei wandern. Ein etwas enttäuschender 5. Platz ist das Resultat für die statistische Auswertung. Was mit diesem Score jedoch überhaupt nicht wieder gegeben werden kann, ist die annähernde Beschreibung der Emotionen und des Spaßfaktors, die in diesem Turnier involviert waren. Der Ablauf der vergangenen drei Tage bewies einmal mehr, dass die Vorplanung völlig richtig war. Mit Katja Thater, Jan von Halle und Sebastian Ruthenberg hatte ich drei ausgezeichnete und live-erfahrene Mitstreiter, die allesamt den Teamcharakter dieser speziellen Turnierform perfekt verinnerlicht hatten. Egotrips waren nicht einmal im Ansatz erkennbar und jeder Einzelne hatte stets bei seinen Entscheidungen die Verantwortung gegenüber dem Rest der Gruppe vor Augen. Danke Leute, ich bin mächtig stolz auf Euch, auch wenn das Ergebnis auf dem Papier nicht das widerspiegelt, was wir uns alle erhofft hatten!

Was mich ebenfalls sehr beeindruckt hatte, war das außergewöhnlich hohe Spielniveau aller nominierten Teams und wenn ich „alle“ schreibe, dann schließe ich damit ausdrücklich auch diejenigen Spieler mit ein, die bisher auf internationalem Parkett noch nicht so sehr in Erscheinung getreten sind. Wenn an einem Finaltisch drei verschiedene Pokervarianten gespielt werden und angesichts des Chip-Blind Ratio spätestens beim Potlimit Omaha nicht das sonst übliche Turniergemetzel in dieser Variante stattfindet, müssen zwangsläufig alle Spieler sehr genau wissen, was sie tun. Und wenn nach 7 gespielten Levels nur ein einziges Team ausgeschieden ist, unterstreicht dies nochmals die Stärke des „Skill-Levels“ in der Partie.

Natürlich geht in diesem Zusammenhang auch mein besonderer Dank an die Organisation des Nations Cup rund um Edgar Stuchly und Joe Fuchshofer, die im Rahmen des Möglichen alles gegeben haben, um dem hohen Prädikat der Veranstaltung gerecht zu werden.

Glückwunsch an das Team aus der Schweiz zum Sieg! Ihr habt bravourös gekämpft; aber wie Ihr selbst wisst: Wenn bei irgendeiner Form eines Wettkampfs nahezu gleichwertige Gegner aufeinander treffen, entscheidet am Ende die Tagesform in Verbindung mit einer gesunden Portion an Glück.

Auf eine baldige Revanche hofft

Euer Michael

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