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/Feb/2008

Poker Nations Cup 2008

Von: docpoker @ 18:49 (CET) / 121 / Kommentar ( 146 )

 Kaum ein TV-Format löst in der Pokergemeinde bereits im Vorfeld so viele Diskussionen aus wie der Nations Cup, der 2008 zum dritten Mal in Folge ausgetragen wird. Termin ist der 6. bis 10. April, Ort des Geschehens ist das Produktionsstudio von Presentable Ltd. in Cardiff.

Das Format ist mit einem single table Sit`n Go zu vergleichen. Jeweils 6 Spieler aus 6 eingeladenen Nationen spielen in 6 Vorrundenheats um Punkte für das Finale. Wie bei der Premier Leaque gibt es für die Reihenfolge des Ausscheidens unterschiedliche Punkte. Die Punkte werden dann in Chips umgewandelt und so starten die einzelnen Nationen mit zum Teil beträchtlich unterschiedlichen Stacks in der Endrunde. Von jeder Nation sitzt immer nur ein Spieler am Finaltisch, aber während des Turnierverlaufs können und müssen einzelne Spieler ausgewechselt werden. Welche Nationen eingeladen werden, entscheidet die Produktionsfirma zusammen mit dem Sponsor des Events, PartyPoker. In diesem Jahr werden Holland, Großbritannien, Irland, USA, Schweden und Deutschland antreten. Klar, dass jedes Land versuchen wird, eine möglichst starke Truppe nach Cardiff zu schicken, denn dort spielt man schließlich nicht (nur) fürs Geld, sondern man repräsentiert auch sein Land.

Zum dritten Mal in Folge bin ich auch wieder als Captain des deutschen Teams nominiert worden und als ich vor ein paar Tagen in einem Interview die Zusammensetzung des deutschen Teams bekannt gab, kamen natürlich gleich wieder die berechtigten Fragen auf, warum nicht dieser oder jener Spieler nominiert sei, hauptsächlich aber die Frage, warum Katja Thater nicht im Team vertreten ist.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich hatte Katja unmittelbar nach meiner Nominierung ins Team eingeladen. Sie hatte sich auch riesig auf den Event gefreut, da der erste Poker Nations Cup 2006 einen Meilenstein in ihrer Erfolgskarriere darstellte. Aber Pokerstars verbot ihr die Teilnahme, da der Event von PartyPoker gesponsert ist und kein Spieler mit einem Werbelogo am TV-Tisch sitzen darf. Diese Regel gilt natürlich für alle Spieler, gleich welcher Firmenzugehörigkeit oder Nationalität. Das Verbot erscheint mir, gelinde gesagt, etwas unverständlich und wahrscheinlich sind nicht nur Katja und ich, sondern auch eine ganze Menge Pokerfans in Deutschland traurig über diese Entscheidung.

Wer von den vier Teammitgliedern für Katja nachgerückt ist, wird von mir aus verständlichen Gründen nicht veröffentlicht, aber es ist mir eine Ehre, Euch die deutsche Mannschaft in alphabetischer Reihenfolge vorzustellen:

Thomas Bihl

Der WSOPE-Bracelet Gewinner 2007 würde sich wahrscheinlich selbst am Ehesten als Sit`n Go Spezialisten bezeichnen. Neben den 40.000 bis 50.000 single tables, die er online gespielt hat, ist er seit Jahren regelmäßiger Stammgast bei den unterschiedlichsten hochkarätigen internationalen Liveturnieren und weist dort konstante Erfolge auf.

Benjamin Kang

Der „Chef“ von Hochgepokert.tv und Poker Today ist wohl das ideale Bindeglied zwischen einer eher konservativ geprägten Spielstrategie der alten Garde an Liveturnierveteranen und den so genannten „jungen Wilden“. Ben kann blitzschnell zwischen beiden Welten hin und her wandern. Seine eindrucksvolle Performance sowohl während der „German Open“ als auch bei den „German Stars of Poker“ im November 2007 beweisen seine Qualifikation für das Format.

Andreas Krause

Es wird wohl niemand geben, der die Aufstellung von dem Sieger der letztjährigen europäischen Rangliste in Frage stellen kann. Andreas besitzt eine langjährige Liveerfahrung und saß bereits im Jahr 2000 an einem Finaltisch bei der WSOP, als in Deutschland noch die meisten Leute dachten, Texas Hold’em sei eine Immobiliengesellschaft in Amerika. Was ich an ihm ungeheuer bewundere, ist sein gnadenloser Kampfgeist und Siegeswille.

Sebastian Ruthenberg

Der EPT Dritte von Dortmund 2007 und WSOOP Runner Up ist in seiner Kompetenz ebenfalls unumstritten. Ein von der Struktur her sehr ähnliches Format, die „German Open 2006“, konnte er bereits gewinnen. Sebastian analysiert Spielsituationen in einer phänomenalen Geschwindigkeit und besitzt einen ausgeprägten „Killerinstinkt“.

Mit Sicherheit gäbe es in Deutschland noch 5 bis 10 weitere Kandidaten, die aufgrund ihrer pokertechnischen Skills, Erfahrungen und Erfolge jederzeit zu Recht einen Platz im Team beanspruchen könnten, aber es sind (leider) nur vier Plätze vorhanden, die auch besetzt werden können. Mit allen nominierten Spielern habe ich schon in der Vergangenheit zusammen in Teamwettbewerben antreten dürfen und alle verbindet eine unerlässliche Eigenschaft: Obwohl Poker eher ein höchst individuelles Spiel ist, sind sie jederzeit dazu in der Lage und auch bereit, ihre persönlichen Ambitionen zurückzustellen und teamstrategischen Entscheidungen unterzuordnen.

Wie hat es Sebastian so schön in seiner letzten Email an mich formuliert? „Hurra Deutschland!“

Euer Michael

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