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/Jul/2007

Velden am Wörthersee: Summer in the City!

Von: docpoker @ 22:56 (CEST) / 32 / Kommentar ( 44 )

Wie bereits angekündigt, hatte ich am vergangenen Montag nur schnell den Koffer gewechselt, mich ins Auto gesetzt und ab ging es nach Velden. Den Jetlag habe ich dank Melatonin (Nahrungsergänzungsmittel, kein Medikament!) sehr gut im Griff.

Velden empfing mich mit prächtigstem Sommerwetter, in Österreich wurde der heißeste Tag des Jahres gemessen. Dank der vier Wochen klimatischen Abhärtung in der Wüste war ich allerdings optimal angepasst und natürlich zog es mich am nächsten Tag auf den Golfplatz. Allerdings muss ich zugeben, dass es letztlich bei nur einer Runde Golf geblieben ist. Auch wenn es nur knapp 40° C sind, relaxen am See mit einem regelmäßigen Sprung zur Abkühlung in das klare Wasser war die reizvollere Alternative.

Turniertechnisch interessierten mich eigentlich nur 3 Events: Das 500 € Nolimit Hold’em am Mittwoch, natürlich das 1.500 € Limit 7-Card Stud und der 2.000 € Main Event im Nolimit Hold’em.

Im ersten Turnier überlebte ich ungefähr die Hälfte des Feldes, ohne jedoch in irgendeiner Art und Weise Chips zu machen. Schließlich kam ich etwas in „Gamblelaune“, provozierte einen Coinflip und verlor. Ab ging es ins Cashgame, Potlimit Omaha war angesagt und hier wurde ich dann auch für meinen schnellen Turnierausstieg entsprechend belohnt. Der Tagesgewinn entsprach ungefähr dem Preisgeld des 4. Platzes im Turnier.

Im Stud wollte ich es dann aber wissen und zugegebenermaßen war die Erwartungshaltung an meine Performance seitens des Starterfeldes ziemlich hoch. Aber man kann speziell in einem Limitturnier nur dann nach vorne kommen, wenn man hin und wieder einen Showdown gewinnt. Ich will Euch hier nicht mit irgendwelchen Bad Beat Stories langweilen, aber ich konnte wirklich keine einzige Hand gewinnen und so musste ich als einer der Ersten das Feld räumen. Wieder ging es ins Cashgame und wieder lief es extrem gut für mich. Potlimit Omaha wird mittlerweile von mehr und mehr „neuen“ Spielern entdeckt und die Action an den Tischen war zeitweise unbeschreiblich gut. Dabei setzte ich mich nicht in die höchste Partie mit Blinds von 20/40, weil mir hier das Teilnehmerfeld nicht sonderlich interessant erschien. Angetan war ich von der zweithöchsten Partie, die mit 10/20 Blinds immer noch mehr als genug Raum für große Pots ließ. Einmal kamen immerhin 27.000 € in die Mitte!!!

Der Main Event startete dann am Samstag mit ca. einstündiger Verspätung. 180 Teilnehmer hatten sich angemeldet und der Sieg in dem Turnier sollte mit 95.000 € belohnt werden. Gleich in der zweiten Hand raise ich in mittlerer Position mit das dreifache Big Blind, treffe gegen 2 Mitspieler ein Set und verliere am Ende gegen einen Flush, der sich einfach nicht vertreiben lassen wollte. Super Start!!! Nach nur zwei Händen und sechs Minuten Turnierdauer hatte ich schon die Hälfte meines Stacks verloren. Ich schaltete auf ultra-tight um, ließ mich runter blinden und nach 2 Stunden 40 Minuten gelang mir ein Double up mit Pocket Damen gegen . Eine weitere Aufdoppelung folgte kurze Zeit später und jetzt war ich endlich im Spiel. Während der nächsten 6 Stunden machte ich zwar jede Menge Action, hatte allerdings nur 2 Showdowns. Beim ersten Mal raiste ich mit aus MP2 den dreifachen Big Blind auf 3.600 und der BB cold callt mich. Der Flop kommt runter mit :10c . Er checkt, ich spiele 10.000 an und er raist mit insgesamt 28.600 All-in. Ich besitze 60.000 an Chips und mit den typischen Magenschmerzen im Bauch calle ich ihn. Er zeigt . Aber für mich selbst überraschend hält meine 60 % Chance und ich gewinne den Pot.

Der zweite Showdown war bewusst provoziert, als ich am Turn die Nuts Straight machte und danach mit kleinem Anspiel noch ein paar Chips aus meinem Gegner saugen wollte. Tag 1 des Turniers beendete ich als massiver Chipleader mit 181.000 (Schnitt 60.000) bei noch 30 verbliebenen Spielern.

Tag 2 ging ähnlich erfolgreich weiter. Ich hatte so gut wie keine Showdowns und insbesondere kurz vor Beginn des Finaltisches konnte ich noch mal kräftig an Chips zulegen. Als wir schließlich zu Zehnt waren, standen 380.000 vor mir, was etwas mehr als 20 Prozent aller Turnierchips entsprach. Die short Stacks fackelten nicht lange und pushten sofort preflop all-in. Meine bisher so wirksame Taktik zeigte jetzt erste Schwächen. Man kann zwar mit prima raisen, nur ein all-in zu callen ist nicht unbedingt immer sinnvoll. Ich übte mich also im geduldigen Warten auf einigermaßen vernünftige Hände, die sich aber nur höchst selten einstellen wollten. Meine Rolle am Tisch wurde zusehends passiver. Einer nach dem anderen musste das Feld räumen und als wir noch zu Dritt waren, hatte ich kaum mehr Chips als zu Beginn des Finaltisches. Ein mir bis dato unbekannter Italiener entwickelte zwischenzeitlich einen mächtigen Lauf und hielt mit 900.000 mehr als doppelt so viele Chips wie ich. Der Online Sit’n Go Spezialist Stefan Oberholzer aka Oberon war ebenfalls noch dabei und  besaß rund 540.000. Plötzlich, wie aus heiterem Himmel, schlug der Italiener einen Deal für das Preisgeld vor, der fast auf eine Teilung hinauslief. Angesichts meines Chipcounts wollte ich mir das extrem lukrative Angebot nicht entgehen lassen und willigte genau wie Stefan ein. Um 2:30 Uhr morgens wurde das Turnier abgebrochen und die Plätze 1 bis 3 nach Chipcount vergeben.

Velden war also nicht nur von der Lebensqualität her erneut eine Reise wert! Mittlerweile bin ich schon weiter nach Kroatien ans Mittelmeer gedüst. Ich habe hier eine kleine Villa direkt am Meer gemietet und für die nächsten 5 Tage werde ich mit Sicherheit keine einzige Spielkarte anfassen.

<font size="3">Euer Michael </font>

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