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/Jul/2007

Von Anpassungsproblemen beim Online-Poker

Von: docpoker @ 22:06 (CEST) / 5913 / Kommentar ( 45 )

Die 5 Tage in Kroatien direkt am Mittelmeer waren wirklich einsame Spitze, Erholung total. Die gemietete Villa war zwar etwas spartanisch ausgestattet, dafür lag der Wohnzimmerbalkon keine 20 Meter Luftlinie vom Wasser entfernt. Aber schon am zweiten Tag brach der kleine Workoholic in mir wieder durch. Als ich so auf das Meer blicke, kommt langsam der Gedanke in mir auf, dass ich doch eben mal ein paar Gedanken zum neuen Buchprojekt zu Papier bringen könnte. Mein Erstlingswerk „Living on the Edge“ ist ja seit dem 23. Juli im Handel erhältlich. Während sich dieses Buch hauptsächlich um meine Lebensgeschichte, Anekdoten aus 13 Jahren Herumreisen mit dem internationalen Turnierzirkus und allgemeine strategische Poker-Ratschläge dreht, wird das neue Werk ein Gemeinschaftsprojekt. Zusammen mit Katja Thater, Sebastian Ruthenberg, Thomas Bihl und Stefan Kalhamer wollen wir ein Pokerlehrbuch auf den Markt bringen, dass (hoffentlich) nicht nur von der Quantität her Brunsons Supersystem schlägt. Mein Part in dem Buch ist eine Abhandlung über die „Psychologie des Pokerspiels“. Aus der Absicht, ein paar Gedanken zu Papier zu bringen, sind dann letztlich 4 bis 5 Stunden pro Tag geworden. In die Versuchung auf ein paar Runden Onlinepoker bin ich gar nicht erst gekommen. Meine einzige Internetverbindung war die Handykarte und diese Verbindung war so langsam und instabil, dass es keinerlei Sinn gemacht hätte.

Als ich am Samstag wieder heimische Gefilde erreichte, juckte es dann doch etwas in den Fingern und das erste Mal seit Anfang Mai spielte ich wieder Poker, ohne physische Karten in der Hand zu halten. Normalerweise spiele ich online hauptsächlich Potlimit Omaha, meistens vier Tische gleichzeitig. Ich wollte es zu Beginn etwas ruhiger angehen, suchte mir zwei Tische mit $ 1/2 Blinds und einen Tisch mit $ 2/4 aus. Während der ersten Stunde war ich völlig überfordert. Ich hatte spürbare Schwierigkeiten, mich wieder an das im Vergleich zum Livegame wahnsinnig hohe Tempo anzupassen und konnte schnell feststellen, dass ich einen Fehler begann, den ich beim Pokern absolut hasse: Ich reagierte, anstatt selbst zu agieren, ich spielte passiv. Zugegebenermaßen, die Tische waren mit 7, 5 und 3 Spielern eher shorthanded, aber das hatte mir vor 3 Monaten auch keine Probleme bereitet. Logische Konsequenz war, dass ich mich von einer Partie verabschiedete und nur noch an 2 Tischen spielte. Erst als ich dort das sichere Gefühl hatte, dass ich wieder alles unter Kontrolle hatte und halbwegs vernünftiges Poker spielte, machte ich erneut einen dritten Tisch auf. Nach vier Stunden beendete ich die Sitzung und fühlte mich, als ob ich 12 Stunden ununterbrochen in einer Livepartie gesessen hätte. Insgesamt kam zwar ein Gewinn von knapp 750 $ dabei heraus, aber ich hatte trotzdem das Gefühl, dass ich online von meiner eigenen Leistungsfähigkeit her schon wesentlich bessere Tage erlebt habe.

Aber im August läuft es ohnehin etwas ruhiger, so dass mir vermutlich genügend Zeit bleiben wird, um auch im Onlinepoker wieder den Anschluss zu finden.

Euer Michael

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