javascriptNotEnabled

Home \ Community \ Blogs \

ivodonev blog

ivodonev blog
Send PM
/Mär/2008

NL-Hold'em-Strategie für Rebuy-Turniere – Teil 1

Von: ivodonev @ 18:24 (CET) / 396 / Kommentar ( 364 )

Jetzt möchte ich von einigen strategischen Ideen erzählen, mit denen ich in den letzten zwölf  Monaten bei vielen NL-Hold'em-Rebuy-Turnieren im Casino Bregenz konfrontiert war.

Wie allen bekannt ist, führt das Casino Bregenz seit ca. einem Jahr jeden Freitag die beliebtesten NL-Hold'em-Turniere (http://www.casinos.at/content.aspx?muid=ba9601ef-0c8e-4b18-95d0-048998aad6c2) mit unlimited Rebuys in den ersten 60 Minuten durch. Weil ich nur vier km vom Casino Bregenz entfernt wohne (im Jahr 1998 habe ich dort meine ersten Pokerschritte gemacht!), bin ich hier sowohl beim Cashgame als auch bei Turnieren Stammgast. Wie fast immer war das Freitagsturnier in der letzten Woche ausverkauft (nur fünf Tische je elf Spieler). Während der Rebuy-Phase hatten nur zwei Spieler von der langen Warteliste Glück und konnten noch in das Turnier einsteigen.
Um die Casinos-Austria-Rangliste im Jahr 2007 zu gewinnen, habe ich um die 15 Final Tables bei den Casinos-Austria-Turnieren gespielt und sehr viel Erfahrung bei den vielen NL-Rebuy-Turnieren gesammelt.

1) Das Buy-in – €150 – ist relativ klein und zugänglich für viele neue und unerfahrene Spieler. In den ersten zwei Levels (je 30 Minuten) kann man unbegrenzt Rebuys machen (für €150 – 2.000 Chips), vorausgesetzt, man hat weniger als 2.000 Chips.
Nach Level zwei darf man ein Add-on machen, für €150 bekommt man dann 4.000 Chips, also das Doppelte der Rebuys!

2) Die Struktur ist ziemlich schnell. Man startet mit 2.000 Chips und die Levels eins (25/50) und zwei (50/100) sind je 30 Minuten lang.
Dann kommen Level drei (100/200), vier (150/300), fünf (200/400) usw. Erst ab Level acht (400/800) wird eine Ante von 100 in Chips zugeschaltet.

3) Preise gibt es nur sechs, aber das Spiel am Final Table startet mit elf Spielern.

Das sind die wichtigsten Punkte, die man kennen sollte, bevor man diese Turniere spielt! Auf der Basis der oben genannten Informationen habe ich mir folgende strategische Gedanken gemacht:

a) Bei solchen Rebuy-Turnieren muss man bereit sein, mehrere Rebuys zu tätigen! Das oberste Ziel ist, nach der Rebuy-Phase einen sehr guten Stack zu haben! Was bedeutet das genau? Man muss bei Level drei ein M (M bezeichnet das Verhältnis meines Stacks in Bezug zur aktuellen Gesamtsumme der Blinds und Antes; siehe Harrington, Band zwei) von mindestens 30 haben! In unserem Fall beginnt also Level drei mit 100/200, wobei M = 30 einen Stack von 9.000 in Chips bezeichnet. So kann man einen überdurchschnittlichen Stack haben, um Druck gegen die schwächeren Stacks auszuüben.
Dieses Ziel ist nicht sehr schwer zu erreichen, weil man, falls man ein Rebuy sofort vor der ersten Hand macht, 4.000 Chips hat. Wenn man solide spielt und bis zum Ende des zweiten Levels seine 4.000 in Chips behält, kann man dann ein Add-on (noch einmal 4.000) tätigen und hat so einen Stack von 8.000.

b) Es gibt viele junge Spieler, die bei diesen Turnieren einfach Freeze-out (ohne Rebuy!) spielen möchten. Sie sagen oft: "Wenn ich Glück habe, schaffe ich es nur mit den 2.000 Startchips bis zum Final Table." Andere möchten gern Turniere mit Rebuys spielen, können sich aber einfach nicht mehrere Rebuys leisten!

c) Es ist offensichtlich, dass die Spieler, die bereit sind, mehrere Rebuys zu tätigen, einen Vorteil gegenüber den Spielern haben, die keine Rebuys machen!

d) Meine Strategie in der Rebuy-Phase war es, loose zu spielen, um mehrere Flops zu sehen. Besonders in der Rebuy-Phase steigt der Wert von Suited Connectors, weil oft Multiway-Pots entstehen. Ich kann die Drawing-Hände aggressiv spielen (z. B. jeden Flush- und Straightdraw), und zwar mit folgenden Ausgängen:

– Ich vervollständige meinen Draw und verdopple.

– Falls ich den Draw nicht vervollständige und verliere, kann ich für €150 ein Rebuy machen und weiter im Turnier bleiben.

– Es ist jedoch unrentabel, sehr viele Rebuys zu tätigen (z. B. acht Rebuys + ein Add-on + ein Buy-in = €1.500), da es (meistens) nur sechs Preise gibt und der sechste Preis um die €1.200 liegt.

Mit diesen Gedanken habe ich letzten Freitag (21.03.2008) das Turnier begonnen.
(http://www.pokeraction.info/poker/news/einzelner-news-eintrag/article/ivo-donev-gewinnt-wochenturnier-in-bregenz-1.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=15&cHash=300d048cfb)

Fortsetzung folgt.

Euer Ivo Donev – The Chess Master  www.ivodonev.com

In order to comment, you must login or register
Quiz
Neu hier? Nimm an unserem Einstufungstest teil und starte so deine Pokerausbildung.
Schon Mitglied? Melde dich hier an
javascriptNotEnabled
Lerne Von Einsteiger- bis zu Expertenstrategien
Trainiere Verbessere dein Können mit Hilfe unserer Trainer
Gewinne! Etabliere dich als Gewinner