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ivodonev blog

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<font size="3">Hallo alle miteinander,</font>

<font size="3">Zuerst möchte ich euch erklären, warum meine Beiträge nicht sofort nach dem Turnier erscheinen. Ich brauche immer etwas Zeit, um die von mir gesammelten Infos während der Turnierwoche zu systematisieren und bearbeiten. Erst dann, sortiere ich und schneide die interessantesten Fotos aus und ausschließlich schreibe den Bericht. Und erst nach einer detailierten Kontrolle landet der fertige Beitrag bei dem Leser. Mein Motto: Qualität vor Quantität!</font>

<font face="Calibri" size="3">Das zweitgrößte Turnier in Amsterdam war das dreitägige €2.500-Buy-in-NL-Hold'em-Event, mit 212 Spielern am Start. Die Levels waren eine Stunde und der Stack ziemlich deep, mit 7.500 Startchips und einer Runde Blinds von nur 25/25! Also alle Voraussetzungen, um den Glücksfaktor zu minimieren. Mir persönlich macht es riesige Freude, solche Turniere im Deepstack-Format zu spielen. An meinem Tisch saßen viele loose Holländer und der einzige für mich bekannte Spieler war Ed De Haas. Nach etwa 5 min bekam ich UTG. Ich raiste ziemlich hoch, nämlich auf 175. Meine Idee war, am Anfang das Risiko, ein Suck-out zu bekommen, zu minimieren. Ich wollte einfach die Blinds bekommen oder im Maximum einen Caller haben. Leider ist mein Plan sozusagen in die Hose gegangen. Ed am Button callte und dasselbe machten auch die beiden Blinds.</font>

<font face="Calibri" size="3">Der Flop brachte rainbow. Ich wettete ziemlich schnell 275 in den Pot und Ed sowie der Big Blind callten! Wow, jetzt wusste ich, dass ich in Schwierigkeiten bin. Die nächste Karte war , ich checkte sofort, aber Ed hat etwas im Flop gefunden, denn er wettete jetzt 800 in den Pot, der Big Blind foldete und ich callte mit Schmerzen im Bauch. Der River brachte eine Drei. Ich checkte wieder, aber er war leider gar nicht damit einverstanden und wettete wieder, diesmal ziemlich hoch, 2.200. Ich dachte einige Zeit nach, fand aber keinen Grund für ein Lay-down. „Falsch!“. Ich callte also und sah offsuit, Ed hatte eine Straße gefloppt! Das Ergebnis bei einem Blind von 25/25: -3.175!!! Was habe ich von dieser Hand gelernt? Dass es eine Ausnahme von der Regel gibt: mit großen Händen einen großen Pot aufbauen! Es ist keine schlechte Idee, am Anfang einer Turnierphase mit Tophänden, in früher Position und an einem loosen Tisch nur zu limpen (da man das Feld nicht minimieren kann und die loosen Spieler sowieso callen) und den Pot out-of-position klein zu halten, mit der Absicht, falls jemand raist, zu reraisen!</font>

<font face="Calibri" size="3">Nach diesem Unfallstart hatte ich fast die Hälfte meines Stack verloren, aber ich habe es trotzdem geschafft, mit 5.500 in Level 2 weiterzumachen. Ich schreibe mir während eines Turnier einige Details, wie meinen Chipstand nach jedem Level, Schlüsselhände usw., auf. Hier meine Chipstandentwicklung: nach Level 1: 5.500, nach Level 2: 7.900, Level 3: 8.000, Level 4: 11.000, Level 5: 12.000, Level 6: 12.700, Level 7: 19.500, Level 8: 23.500, Level 9: 40.600, Level 10: 44.700, Level 11: 53.000 ... Level 12: 16.100</font>

<font face="Calibri" size="3">Nach diesem Eigentor habe ich mich wieder zusammengerissen und nach circa elf Stunden hartem Kampf Tag 2 mit einem sehr guten Chipstand von 53.300 beendet. Mit diesem Chipstack war ich deutlich über Average und sogar an neunter Stelle von den verbliebenen 44 Spielern, die Tag 2 überlebten.</font>

<font face="Calibri" size="3">Zur Stärkung wurde gegen Mitternacht Kaviar von einer schönen Holländerin serviert...</font>

<font face="Calibri" size="3">...und anschlißend mit meinem französischen Pokerkollegen Paul  beim Sauerstofftanken </font>

<font face="Calibri" size="3">Ab Level 11 (500/1.000, Ante: 500) hat irgendwie meine Konzentration nachgelassen und es passierte Folgendes: Ich mit UTG raiste auf 3.300, alle foldeten bis zum Small Blind (ein sehr guter Spieler aus Schweden), der sofort alle seine Chips, circa 14.000 (all-in) in die Mitte schob. Ich dachte nach (hat er zwei Overcards oder ein Paar, und wenn er ein Paar hat, wie hoch ist es?). Es gab sieben Underpairs und fünf Overpairs zu meinen . Schließlich entschied ich mich zu folden und er zeigte mir sehr stolz ein Paar Fünfen!</font>

<font face="Calibri" size="3">Dann kam Level 12 (600/1.200 mit Ante von 200), die Spannung stieg, weil in diesem Moment der Floorman per Mikrofon die Info durchgab, dass noch 29 Spieler geblieben waren und ab jetzt Hand für Hand gespielt werden würde. Es ist allgemein bekannt, dass die meisten Spieler tight spielen, bevor die Bubble platzt (wonach alle im Geld landen). Es waren genau 28 Preise (der erste €174.900 und der 28. €2.500) und ich wollte diese Situation ausnutzen.</font>

<font face="Calibri" size="3">Alle foldeten zu mir am Button. Ich sah in meiner Hand . In der Mitte waren 3.400 Chips, die jemand abholen sollte. Ich raiste logischerweise, also auf 3.300, und nach dem Small Blind, der schnell foldete, callte der Big Blind (ein holländischer Freizeitspieler) in gleicher Geschwindigkeit.</font>

<font face="Calibri" size="3">Der Flop brachte , Bingo, ich hatte ein Toppaar und mein Gegner checkte. Also hatte ich höchstwahrscheinlich die bessere Hand und ich setzte 3.300. Mein Gegner callte. Der Turn brachte eine Zehn. Wow, ich hatte jetzt ein Paar und eine Open-ended-Straße. Plötzlich setzte mein Gegner 6.000. Ich fragte mich, wie diese Karte meinem Gegner helfen konnte. Bei ihm war alles möglich ... O</font><font face="Calibri" size="3">hne lange zu grübeln (leider) raiste ich auf ... 18.000 (zu diesem Zeitpunkt war mein Stack 40.000 Chips groß und etwa denselben Chipstand hatte auch mein Gegner). </font>

<font face="Calibri" size="3">Ich habe nur mit zwei Entscheidungen meines Gegner gerechnet:</font>

<font face="Calibri" size="3">a)</font> <font face="Calibri" size="3">Er foldet. Da er denken musste, dass ich der Raiser vor dem Flop war, wettete ich am Flop und raiste ihn auf dem Turn … So spielt man, wenn man im Minimum ein Overpair oder mehr hat!</font>

<font face="Calibri" size="3">b)</font> <font face="Calibri" size="3">Er callt. Und ich hoffte, mich am River mit meinen 13 Outs zu verbessern. Da, falls er callte, mein Paar Neunen mit Bube als Kicker nicht gut genug war.</font>

<font face="Calibri" size="3">c)</font> <font face="Calibri" size="3">Leider vergaß ich die dritte Möglichkeit, nämlich dass er over-the-top mit einem Reraise all-in gehen kann. Und genau das passierte! Für mich war dadurch sein Reraise-All-in wie eine kalte Dusche. Mein Blut gefror mir plötzlich in den Adern. Ich traute meinen Augen nicht, dass dieser Spieler das ganze Turnier an der Bubble riskierte. Das Problem war, dass, falls ich callte, der Verlierer dieses Duells als Bubbleboy ausscheiden sollte. Nach einigen Minuten des Überlegens habe ich schließlich diese Hand aufgegeben. Mein Gegner drehte stolz um! So sind mir nur noch um die 20.000 Chips (als Shortstack) geblieben, aber ich blieb im Turnier.</font>

<font size="3"><font face="Calibri">Ich gebe zu, ich habe einen großen Fehler in einer Schlüsselhand gemacht, was sehr teuer wurde! </font></font>

<font face="Calibri" size="3">Falls ich nur am Turn gecallt und mich am River verbessert hätte, hätte ich einen großen Pot gewinnen und sehr gute Chancen für den Final Table haben können.</font>

<font face="Calibri" size="3">Nach nur 5 min platzte die Bubble dann, und zwar erwischte es William Thorson, er hat etwas riskiert und verloren.</font>

<font face="Calibri" size="3">Als Shortstack entschied ich mich, die erste gute Hand aggressiv zu spielen. Bald schmolzen meine Chips runter auf 15.000 und so bekam ich in früher Position endlich spielbare Karten: . Na ja, im Pot waren schon 3.200 (600 + 1.200 + 7 x 200 Ante). Der Tisch war auch nur noch mit sieben Spielern besetzt und so pushte ich all-in. Alle bis zum Small Blind (ein Schwede mit über 80.000 Chips) foldeten.</font>

<font face="Calibri" size="3">Er callte nach langem Überlegen und zeigte . Fast die gleichen mathematischen Erwartungen (er war mit 56 % zu 44 % Favorit), ich bekam keine Hilfe am Board und schied als 28. mit einem Preisgeld von €2.500 aus. Natürlich war ich enttäuscht, da ich als Neunter in Chips in Tag 2 gestartet und dann doch als 28. ausgeschieden ware, aber das ist Poker, manchmal ist es eben sehr, sehr hart!!! Ich habe keinen grausamen Bad Beat bekommen, sondern einige Fehler gemacht, und dafür bin ich nur selbst verantwortlich! Für mich ist es aber sehr wichtig, diese Fehler zu erkennen (entdecken) und zu analysieren, um den richtigen Weg zur Verbesserung zu finden.</font>

<font face="Calibri" size="3">Zum Abschluss hier noch einige interessante Fotos von Amsterdam:</font>

<font face="Calibri" size="3">Ein Spieler mit einer besonderen Frisur, die mich an das Logo eines Onlinecasinos erinnert</font>

<font face="Calibri" size="3">Die Masseurin heißt Suki und massiert saugut!</font>

<font face="Calibri" size="3">Alle Finalisten wurden von Musik und schönen Engeln zum Finaltisch begleitet</font>

<font face="Calibri" size="3">Liebe Leser, sollte jemand von euch mich einmal bei einem Turnier sehen, würde es mich ganz besonders freuen, von euch angesprochen zu werden, um euch persönlich kennenzulernen.</font>

<font face="Calibri" size="3">Euer Ivo D - The Chess Master</font>

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