javascriptNotEnabled

Home \ Community \ Blogs \

ivodonev blog

ivodonev blog
Send PM

<font face="Calibri">Hallo liebe Pokerfreunde, </font>

<font face="Calibri">nach dem erfolgreichen H.O.R.S.E.-Turnier bei der WSOPE bin ich sofort nach Hause geflogen, um eine kurze und erholsame Pokerpause vor der Poker-EM im wunderschöne Baden bei Wien (5. bis 12. Oktober) einzulegen. </font>

<font face="Calibri">Mein Plan war klar: Ich wollte nur die drei großen Turniere (€2.000, €2.500 und €4.000) spielen, weil … </font>

<font face="Calibri">a)</font> <font face="Calibri">… alle drei im Deepstack-Format (10.000 Startchips, einstündige Levels) geplant waren, </font>

<font face="Calibri">b)</font> <font face="Calibri">… bei den Terminen am 5., 7. und 10. Oktober Pausen zwischen den Turnieren lagen, wodurch ich dann genügend Zeit zum Erholen haben würde. </font>

<font face="Calibri">c)</font> <font face="Calibri">… ich täglich eine Massage nehmen konnte, auch konnte ich mit meinen Pokerfreunden Alex Kravchenko oder Fabricio Leonardi in der römischen Therme Schwimmen gehen.                 
</font>

<font face="Calibri">d)</font> <font face="Calibri">… es an den Turniertagen vor den Turnieren keine Cashgames geben würde und ich somit sofort nach den Turnieren ins Bett würde gehen können. </font>

<font face="Calibri">e)</font> <font face="Calibri">… bei mir die Tagesform und der Schlaf vor den Turnieren von gigantischer Bedeutung sind! Es kam beispielsweise sogar schon zu folgendem Vorfall: Ich bin zu einer Turnierwoche gegangen und hatte schlecht geschlafen. Am nächsten Tag fühlte ich mich nicht richtig gut, mit der Folge, dass ich das geplante Turnier gestrichen habe! Mittlerweile hat sich das erheblich gebessert, da mich mein persönlicher „Fitness-Boss“, Hans Schulz, Mitarbeiter von „Pokerblatt“, dermaßen gut trainiert hat, dass ich bedeutend besser schlafe und auch die Turniere gut überstehe! </font>

<font face="Calibri">                              
</font>

<font face="Calibri"> </font><font face="Calibri">    </font><font face="Calibri"></font>

<font face="Calibri">                   
</font>

<font face="Calibri">Hier kurz zusammengefasst die Ergebnisse: </font>

<font face="Calibri">a) 5. Oktober: CAPT NL Hold'em Baden; €2.000 Buy-in – chancenlos; schnell im dritten Level ausgeschieden </font>

<font face="Calibri">b) 7. Oktober: Seven-Card-Stud-EM; €2.500 Buy-in – hart gekämpft, aber trotzdem als 22. Spieler ausgeschieden </font>

<font face="Calibri">c) 10. Oktober: NL-Hold'em-Europameisterschaft (164 Teilnehmer – über €600.000€ Preispool) €4.000 Buy-in </font><font face="Calibri">–</font><font face="Calibri"> Hier erreichte ich endlich wieder den Final Table! </font>

<font face="Calibri">Die NL-Hold'em-EM hatte von den drei Turnieren die beste Struktur, weil die Levels am langsamsten anstiegen. Ich spielte in den ersten zwei Levels kaum, weil ich keine gute Karten bekommen hatte, und die Blinds waren im Vergleich zu den Stacks so klein, dass es hat sich kaum gelohnt hätte, mit schlechten Karten mitzugehen oder zu bluffen. Glaubt mir, dass  jeder Spieler während eines Turniers früher oder später gute Karten (oder einen sogenannten Lauf) bekommt, um dann solche Situationen optimal ausnutzen zu können. </font>

<font face="Calibri">Irgendwann im dritten Level habe ich im Cut-off bekommen. Alle foldeten zu mir und ich dachte: Na ja, die Blinds haben Respekt vor meinem bis jetzt soliden Spiel, und so raiste ich auf drei BB. Hinter mir am Button saß ein bekannter, sehr gute Spieler: Mads Andersen (der Gewinner der EPT Kopenhagen 2006). </font>

<font face="Calibri">Er hat mich kurz misstrauisch angeschaut und callte dann. Der Blind foldete, wie ich erwartet hatte. Jetzt war mir klar, dass ich Hilfe vom Flop brauchte, weil Mads auf jeden Fall viel bessere Karten als mein -hoch hatte. Der Flop war eine Bombe: . Wow! Ich traf meine Straße, normalerweise einer von circa 100 gesehenen Flops!!! Jetzt war es meine Hauptaufgabe, wie ich  ein Maximum an Geld mit dieser Hand gegen den schlauen Mads gewinnen konnte. Zuerst dachte ich: Falls ich checke, wird er wohl mit großer Wahrscheinlichkeit anspielen, weil… </font>

<font face="Calibri">a) … er bestimmt eine starke Hand hat, mit der er meinen Preflop-Raise callen kann und weil … </font>

<font face="Calibri">b) … er ein aggressiver Spieler ist und fast immer anspielen wird, wenn er Schwäche bei seinem Gegner spürt. </font>

<font face="Calibri">So checkte ich ruhig und zu meiner Freude schob Mads sofort ein Drittel seiner Chips in die Mitte. Jetzt hatte ich meiner Meinung nach nur zwei gute Möglichkeiten: entweder ruhig zu callen und am Turn zu checken, mit dem Hoffnung, dass er seinen gesamten Stack am Turn in die Mitte schieben würde, oder hoch zu raisen, und zwar sogar all-in zu gehen, mit dem Absicht, eine Draw-Hand zu repräsentieren (z.B. einen Flush- oder Straightdraw mit einer Zehn in der Hand). </font>

<font face="Calibri">Nach kurzer Überlegung schob ich meinen gesamten Stack in die Mitte. Mads schüttelte mit dem Kopf, ging mit der Bemerkung: "I hope you dont have a made hand and you are at the draw" ebenfalls all-in und drehte um. </font>

<font face="Calibri">Ich drehte meine um, also die kleine Straße, und meine Hand hielt. So konnte ich früh verdoppeln und hatte dadurch in den nächsten paar Levels ein etwas leichteres Leben. </font>

<font face="Calibri">Die Spannung war enorm gestiegen, sobald es nur noch drei Tische gab, wo jeder den Geruch des Preisgeldes (der 16. Preis war nette €5.200 wert, aber der erste Preis lag bei über €170.000) schon in der Nase hatte. </font>

<font face="Calibri">Die Blinds lagen bei 500/1.000  mit einer Ante von 100 und ich saß mit circa 70.000 im Big Blind. Alle foldeten, bis auf Otto Guter (ein ambitionierte Freizeitspieler aus Augsburg, der oft seine Karten falsch einschätzt), der vom Small Blind (zu der Zeit mit etwa 40.000 Chips) auf 3.000 raiste. Ich schaute meine Karten an: . Na ja, dachte ich mir, Potodds besser als 2:1, heads-up mit Position gegen einen nicht sehr erfahrenen Spieler. Im Heads-up mit suited liegt man mit über 50 % gegen zwei beliebige Karten, also reichten für die die Potodds von 1:1, was bedeutet, dass in so einer Situation ein Call mathematisch richtig ist. </font>

<font face="Calibri">Flop: . Mein Gegner checkte vorsichtiger. Ich dachte, dass etwas bei diesem Flop gefehlt hatte, also die "freie Mahlzeit". Ich wettete 3.000, mit der Hoffnung, dass ich sofort gewinnen würde. Leider callte er ziemlich schnell. Es ist vernünftig, den Pot aufzugeben, wenn der Preflop-Raiser am Flop callt und man nichts hat! Der Turn war eine Dame. Oops, es wurde immer besser … Mein Gegner checkte. Huh, sollte ich weiter Druck ausüben oder eine freie Karte nehmen? Solche Situationen bekommt man oft während eines Pokerturniers und das richtige Timing ist entscheidend! </font>

<font face="Calibri">Manchmal schießt du eine zweite Wette am Turn hinterher und dein Gegner gibt auf. Im anderen Fall bekommst du ein Raise und kannst den River nicht mehr sehen und verlierst ein Maximum an Chips. Es sind so viele Faktoren in so viele kritische Entscheidungen involviert, dass man oft alles richtig einschätzen können muss, und sogar dann sind die Entscheidungen "Check" oder "Bet" millimeternah. Mein Tipp: In Position eine frei Karte mit irgendwelchem Draw zu nehmen, ist eine gute Idee. Ich checkte also. River = Bube. Wow! Aus dem grausamen Flop, wo ich die arme Ten-hoch hatte, war am River plötzlich eine Straße geworden! Mein Gegner checkte wieder. Jetzt barchte ich eine große Wette in den Pot, so um die 11.000. </font>

<font face="Calibri">Viele Spieler in meiner Situation hätten am River einen kleineren Einsatz gebracht, weil sie unbedingt etwas mit der Straße von ihrem Gegner hätten verdienen wollen. Aber ich denke, dass eine große Wette in solchen Situationen am River einen besseren Wert habben kann. Warum? Weil dies zuerst, wenn auf den ersten Blick man das Setzmuster sieht (kleine Wette am Flop, Check am Turn und große Wette am River), wie ein Bluff aussieht! Mein Gegner callte sofort und drehte stolz sein verdecktes Paar Damen um, also ein Set Damen. Wow, wie wichtig war mein Check am Turn gewesen, wo ich mich vor einem Checkraise gerettet hatte! Ich deckte meine für die Straße auf und so gewann ich einen großen Pot bei den letzten 20 verbliebenen Spielern. </font>

<font face="Calibri">Nach diesem Eigentor war mein Gegner wütend und voll auf Tilt. Es wurde Hand für Hand gespielt und einige Shortstack-Spieler bissen die Zähne zusammen, um zu überleben und den Finaltisch zu erreichen. </font>

<font face="Calibri">Am Schluss, knapp vor dem Final Table, hat Casagrande, der zu der Zeit Chipleader war, UTG  geraist, alle anderen Spieler foldeten, und zwar zu Otto, der im Big Blind war. Zur Freude einiger Shortstacks hat er ohne zu zögern, offensichtlich wütend, all-in gespielt. Dazu war auch sein Stack wesentlich kleiner als der des UTG-Raisers, der sofort callte. Der UTG-Raiser drehte um und Otto lag weit hinten mit seinen offsuited. Otto bekam keine Hilfe vom Board und so schied er als Zwölfter (€5.920) aus. Es hatte nicht lange gedauert und das Spiel wurde unterbrochen, weil der extreme Shortstack, der nur Chips für 2,5 BB hatte, Daniel Biro, all-in gegangen war und ausgeschieden war. So stand gegen Mitternacht die Besetzung des Final Tables fest. </font>

<font face="Calibri">Hier die Chipcounts und die Platzverteilung für den Final Table am 13. Oktober </font>

<font face="Calibri">1 Rapp, Stefan (A) 93.000
2 Wallnöfer, Michael (A) 190.000
3 Parsian, Manutscher (A) 38.500
4 Riedmann, Robert (A) 148.500
5 Naujoks, Sandra (D) 243.500
6 Kravchenko, Alexander (RUS) 177.500
7 Casagrande, Harry (A) 352.500
8 Donev, Ivo (A) 207.500
9 Motschmann, Cecil (D) 52.500
10 Fasching, Werner (A) 144.000 </font>

<font face="Calibri">Fortsetzung folgt.  </font><font face="Calibri">
</font>

<font face="Calibri">Ivos Rätsel vom letzten Beitrag, „Pokern in der Höhle der Löwen“: Die bekannten Superstars Ivey, Hansen und Antonius spielen Chinese Poker und zwar um sehr viel Geld. Darum sitzt der Floorman in der Mitte, der alles aufschreibt, später beteiligten sich auch einige Topspieler, die keine Geduld hatten, nach dem Turnier Cashgame zu spielen. Für mich persönlich waren die Pausen dazu da, mich zu entspannen und zu erfrischen, es ist mir ehrlich gesagt zu viel Poker, wenn ich an einem solchen Tag nonstop Turniere und Cashgames spiele! </font>

<font face="Calibri">Am vergangenen Freitag hatte ich wieder das €150-NL-Hold'em (mit Rebuys) im Casino Bregenz gespielt. Und dieses Mal mit Erfolg! Ich konnte das Turnier gewonnen, dank des Gewinns eines großen Pots an letzten zwei Tischen. Könnt ihr euch vorstellen, gegen wen? Gegen unseren bereits bekannten Spieler aus dem oben erwähnten Beitrag, Otto Guter. Ich war mit im BB, Otto UTG limpte, vier weitere Spieler folgten ihm. Ich war sehr froh, dass ich mit meiner schwache Hand den Flop billig sehen durfte. Ich checkte. Flop: . Wow, Volltreffer! Ich checkte. Otto spielte ziemlich hoch um die Potgröße. Alle foldeten zu mir und um jetzt mein Spiel (mit vermutlich gewinnbringender Hand) zu optimieren, fragte ich mich, mit welchen möglichen Händen Otto UTG limpen würde. Wahrscheinlich mit zwei Arten von Händen: </font>

<font face="Calibri">a) mit Big-suited- Karten (wie AJs, ATs, KQs usw.), die ihm einen Flushdraw geben würden oder </font>

<font face="Calibri">b) mit einem mittleren Paar </font>

<font face="Calibri">Also suchte ich nach einem Plan, mit dem ich gegen den unerfahrenen und besonders aggressiv gegen mich spielenden (ich erinnere hier an das, was mit seinem Set Damen im SB gegen meine im BB passierte ...) Otto Guter die besten Chancen hatte. In dieser Situation dachte ich, dass eine Massage (so nenne ich ein kleines verlockendes Raise) des Pots am besten funktionieren würde. Ich raiste ihn ganz vorsichtig – ein wenig mehr als eine Verdoppelung seines Einsatzes. Otto explodierte und schob wie ein Blitz seine Chips in die Mitte. Ich callte und öffnete meine . Er war echt überrascht und zeigte für seinen Nutflushdraw. Es ist kein Wunder, dass meine Karten gehalten hatten, da ich in diesem All-in-Moment weit vorn lag, und zwar mit 76 % gegen 24 %. So konnte ich einen Schlüssel-Pot und später das „kleine“ (56 Teilnehmer) Turnier mit dem Hauptpreis von €6.250 gewinnen. </font>

<font face="Calibri">Euer Ivo </font><font face="Calibri">– </font><font face="Calibri">The </font><font face="Calibri">Chess Master </font>

<font face="Calibri"> </font>

<font face="Calibri"> </font>

<font face="Calibri">PS: Liebe Leser, ich möchte mich entschuldigen, dass ich nicht mehr Fragen beantworten konnte, aber in Zukunft werde ich Fragen, die am interessantesten sind, beantworten. Darum werde ich am Ende meiner Beiträge eine spezielle Spalte haben: „Pokerleser fragen – Ivo antwortet“! </font>

<font face="Calibri">
</font>

<font face="Calibri"></font>

In order to comment, you must login or register
Quiz
Neu hier? Nimm an unserem Einstufungstest teil und starte so deine Pokerausbildung.
Schon Mitglied? Melde dich hier an
javascriptNotEnabled
Lerne Von Einsteiger- bis zu Expertenstrategien
Trainiere Verbessere dein Können mit Hilfe unserer Trainer
Gewinne! Etabliere dich als Gewinner