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ivodonev blog

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/Sep/2010

BREGENZ- Geplatzte Träume, trotz Heimvorteil

Von: ivodonev @ 12:53 (CEST) / 16 / Kommentar ( 6 )

Hallo liebe Poker Freunde!
  Wie die meisten wohl wissen bin ich seit vielen Jahren Stammgast im Casino Bregenz . Zur einen Seite wohne ich  nur 4 km vom Casino entfernt – das sind nur ein paar Minuten mit dem Drahtesel bis dorthin - und  von der anderen Seite wegen der  musterhaften Poker Führung  (hier ein dickes Lob an Edgar Stuchly, Joe Fuchshofer, Ivo Mayerhofer und alle weiteren Mitarbeiter), dadurch hat sich das  Casino Bregenz  auch einen guten Namen aufgebaut und sich viele Stammgäste verdient. Wie jedes Jahr am Ende des Sommers: Das Bodensee Poker Festival im Bregenz.  Das Main Event 1500€ buy- in, 99 Player, 10 000start Chips, 60min Levels. Noch in Level 1 bekam  ich ein Geschenk von Manfred Hammer (Small Blind). Vor dem Flop zahlt er mein Reraise mit :. Der Flop brachte , er geht direkt All in, ein kräftiges  Overbet!  Mit meinen  hatte ich keine sehr schwere Entscheidung zu callen und  gewann somit einen hübschen Pot.  So war mein Stack mit zusätzlichen 6000 höher getürmt. Ein wenig Info über die Final Table Situation ( hier das Final Table  Video) : Total Chips 990 000 im Turnier. Ich war Chip Leader mit 280 000, Vito second  Chip Leader mit 240 000. Alle anderen Spieler standen zwischen 30 000 und  100 0000. Zuerst ein bisschen Licht über Vito, meinen gefährlichsten Gegner am Final Tisch. Er  ist ein extrem looser, aggressiver Player und dadurch gefährlich. Die Wahrscheinlichkeit, dass Vito in einen Pot involviert ist, liegt um die 80%. An Tag 1 hatte ich von einem Pokerfreund folgende Hand erzählt bekommen, die mich zum Nachdenken gebracht hatte. Irgendwann in früherer Turnierphase ist Fabrizio im Big Blind mit . Der einzige aktive Spieler an seinem Tisch war Vito der in früherer Position auf drei BB raiste. Fabrizio callte und beide sehen den Flop Ass mit 2 Baby Kreuz Karten. Fabrizio checkte sein Top Paar, Vito Bet, Fabrizio Raise und ist so mit fast der Hälfte seiner Chips in den Pot involviert. Vito aber ohne mit der Wimper zu zucken ging All-in. Fabrizio callte. Beim Showdown öffnete Vito (!) und vervollständigte zum Schluss sein Flush draw. Diese Information hat mein Bild über Vito, meinen gefährlichen italienischen Gegner bestätigt, nämlich extrem loose aggressiv und unberechenbar! Das bedeutete für mich, wenn ich mit ihm den Flop sehe und es ein Draw gibt (Flush oder Strasse), ganz vorsichtig zu sein wegen der ,,Explosions"- Gefahr! Level 13 - Blinds 2000/4000, Vito raiste UTG 8500. Vito ist schwer zu schätzen, denn er kann von jeder Position mit allen beliebigen Karten ( bis off) raisen. Ich bin UTG+3. Ich callte mit meinem Poket Paar , weil ich gegen einen wilden second Chipleader ganz vorsichtig sein muss! Alle hinter mir foldeten brav, und  wir sehen zu zweit den Flop. - Wow  Bingo  - Volltreffer. Ein Set zu treffen ist schwer (1 zu 8), und eine solche vorteilhafte Situation am Final Table ist besonders wichtig weil: a) mein Gegner ist extrem loose-agressive b) ich bin in guter  Position c) ich bin Chipleader gegen den second Chipleader, und wir beide hielten mehr als 50% der gesamten Chips im Umlauf! Vito Bet (Conti Bet bei Vito = 99%)  auf 10500. Ich raiste auf 33 000, er schießt  wie von einer Pistole geschossen - All-in für circa 240 000. Gehen wir in meine Gedanken hinein. Falls er oder in seiner Hand hielte würde er fast sicher nie All-in spielen um mich zu verscheuchen!  Ich war sicher er hat a) etwas wie AK, A8 oder AQ b) Flush Draw Vermutlich dachte er: Na ja, Ivo hat wahrscheinlich etwas wie A Q, AJ und will ihn durch meinen Move verjagen! Ich habe mit meinem Top Paar und Flush Draw sehr viele Outs. Falsch! Wenn ich Ax hätte würde ich nur callen, um den Pot klein zu halten und in Position den Turn billig zu sehen! Ich dachte, er wird so etwas über mich denken und darum raiste ich nur auf das  3fache von seinem Bet, also 33 000. So hatte ich ihm die Chance gegeben, einen Fehler zu machen. Ich konnte nicht glauben was ich hörte: Ein neues italienisches Lied: Ich bin All-in. Mit diesem weich gesagt risikoreichen  Move könnte er von mir 33 000 gewinnen oder ... 240 000 verlieren (die so genannte Hebelwirkung!). Liebe Leute versteht mich bitte nicht falsch. Man kann so spielen, aber a)  wenn du verlierst wirst du als Second Chipleader den 9. Platz = 3100€ belegen.  Somit werden sich mehrere Short Staks freuen. b) wenn du denkst dass die Fold Equity bei deinem Gegner sehr hoch ist Von meiner Seite wenn ich sicher bin, dass meine Hand vorne liegt – ist der Call Pflicht, und tatsächlich ich bin Favorit 70% zu 30% für den wichtigsten Pot in diesem Turnier!  Am Turn und River kommen leider 2 Herzen und ich verliere diesen gigantische Pot. So gewinnt Vito  über 500 000 Chips, also mehr als die Hälfte der Chips die im Lauf sind! (990 000 Chips Total) Manche können sagen: von den drei mögliche Optionen Ivo hat nicht das Beste ausgewählt!   a) Call : Falls man am Flop nur callt, dann werde ich am Turn vermutlich ein größeres Bet callen müssen. Und am River werde ich vermutlich keine Chips mehr investieren, nach dem vier hässliche Herzen vom Board mich auslachen.. b) Raise auf 33 000 so habe ich gespielt c)Raise All in: Vermutlich hätte ich den Pot sofort gewonnen... Na ja, nachdem man die Karten beider Gegner und die Karten am Flop Turn und River weiß, ist es leichter aufzurechnen, was besser wäre. Eines ist aber sicher: Mathematisch gesehen, wenn ein Spieler bei Holdem Geld in eine vorteilhafte Situationen investiert, dann hat er auf lange Sicht positive Erwartung! Diese Situation war wie ein Schock für mich. Stellen sie sich vor auf meinen Platz zu sein. Ich komme als großer Chipleader an den Final Table, nach dem ich an Tag 1 ein sehr gutes Poker gespielt hatte und mein Stack konstant aufbauen konnte. Nach etwa 10 min. Spielzeit am Final Table bekomme ich dann eine supergute Situation, meinen loosen Gegner auf dem falschen Fuß zu erwischen. Und die gesamte Kohle geht rein. Und was passiert? Vom Chipleader werde ich zum short Stack am Final Table. Aus und vorbei, alle meine Träume zerplatzten in Sekunden wie Seifenblasen!
Hofentlich gibt es bald so eine Bar im Bregenz,damit ich umgehend meinen Kummer loswerden kann! Danach konnte ich mich noch bis zum 5. Platz über Wasser halten. Als wir zu fünft geblieben waren, passierte folgendes. In Level 14 (3000/6000+Ante 500) war ich  klares short Stack mit circa 40 000 im Big Blind und mit einer Hand . UTG Bernt Wolf  limpte (!) Vito limpte als auch der Small Blind. Ich dachte, diese Limper hätten keine besonders gute Hände und versuchte, die sogenannte ,,Squeeze" zu machen - Raise All-in. Leider ein  Fehler! Meine Hoffnung war, die Chips in der Mitte ohne Showdown einzustreichen. Leider zeigte der erste Limper Bernt Wiederstand. Er callte zügig mit seinen Damen und schickte mich logischerweise nach Hause. Schlussendlich   beendete ich als 5. Platz für 11 000€ das Turnier. Vito gewinnt den 1. Platz mit 40 000€. Trotzdem möchte ich am Ende Vito herzlich gratulieren zu seinem tollen Erfolg. Und dazu möchte ich noch einfügen: Meiner Meinung nach kann sein looser Stil (es ist schwer loose zu spielen!) mehr ihm Turnierpoker als im Cash-Game Erfolg bringen.  Aber auf alle Fälle wird Vitos Poker Stil mehr Erfolg haben, als der tighte Stil der meisten Pokerspieler. Vielleicht hören wir bald von neuen Erfolgen des Vito Branciforte!   Euer Ivo,,The Chessmaster"Donev

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