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ivodonev blog

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<font face="Verdana" size="2">Bregenz - für mich eine der gemütlichsten kleinen Städte in Zentraleuropa. Sie liegt am Bodensee, geschützt von wunderschönen Bergen, sauber und freundlich, eine Perle im deutschsprachigen Raum. </font>

<font face="Verdana" size="2">Hier im Casino Austria habe ich vor zehn Jahren meine ersten Pokerschritte gemacht. So war, ohne Übertreibung, das Casino Austria in Bregenz wie eine Art Pokermama für mich. Darum spiele ich auch seit meinen Anfängen fast alle (ich beschränke mich hauptsächlich auf Hold'em) Pokerturniere, die im Casino Bregenz durchgeführt werden. Sogar im Sommer fahre ich oft zum Casino Bregenz mit dem Fahrrad, weil ich nur vier Kilometer vom Casino entfernt wohne! </font>

<font face="Verdana" size="2">Die Turnierwoche (2. bis 7.12.08) hatte dieses Jahr sehr gut begonnen. Ich hatte beim ersten Turnier mit €500 Buy-in sehr schnell verdoppelt (mit QQ gegen Alex Levievs AK) und konnte bald das Kommando als Chipleader übernehmen. In dieser Situation war es für mich nicht sehr schwer (da ich einen großen Stack hatte!), den Finaltisch zu erreichen. Dort habe ich dann auch sehr aggressiv gespielt und schließlich ... das Turnier gewonnen ( http://www.pokerpages.com/tournament/result23615.htm).</font>

<font face="Verdana" size="2">Eigentlich möchte ich euch aber nicht von meinem Turniergewinn, sondern von einigen interessanten Händen bei dem €1.000-Turnier berichten. </font>

<font face="Verdana" size="2">Die Fakten: Buy-in: 1.000 Euro, Startchips: 8.000, Leveldauer: 1h; das erste Level: 25/50 </font>

<font face="Verdana" size="2">Level eins: Ich war am Button (Platz 6) mit . Alle foldeten bis zu Vito Branciforte (ein extrem looser und aggressiver Italiener), der auf 150 raiste. Nur ich callte. Der Flop brachte - wow! Ein sehr guter Flop für mich. Vito machte sofort einen Contibet auf 250, ich callte gelassen. Da ich Position und noch dazu einen ziemlich guten Flop erwischt hatte, befand ich in dieser Situation einen Call für das Beste. Der Turn brachte eine Acht, Vito war nicht zu stoppen, er setzte 800. Jetzt dachte ich daran zu raisen, und zwar mit folgenden Begründungen: </font>

<font face="Verdana" size="2">a) Ich habe die beste Hand und mache ein Value-Raise. </font>

<font face="Verdana" size="2">b) Ich raise mit der Intention, sofort den Pot zu gewinnen. Falls er callt, kann ich mich eventuell am River mit zehn Outs verbessern. </font>

<font face="Verdana" size="2">c) Vito kennt mich gut und hat Respekt vor meiner Spielweise. Darum kann ich den Pot am Turn wahrscheinlich gewinnen, da er vermutlich denkt: "Ivo hat vor dem Flop mein Raise gecallt, am Flop meinen Bet gecallt und am Turn meinen Bet geraist. Also, alles klar, Ivo hat eine starke Hand." </font>

<font face="Verdana" size="2">Darum raiste ich jetzt, und zwar nur auf 1.800, um meine Linie (eine starke Hand zu repräsentieren) fortzusetzen. </font>

<font face="Verdana" size="2">Offensichtlich war Vito aber nicht mit meiner Gedankenfolge einverstanden und reraiste ganz wenig auf 3.600. Jetzt brauchte ich, um mich zu verbessern mit meinen zehn Outs (acht für eine Straße und zwei für einen Drilling), Potodds von circa  4:1 oder besser. Im Pot lagen (25 + 50 + 150 + 150 + 250 + 250 + 1.800 + 3.600) 6.275 und ich sollte 1.800 nachzahlen. Das gab mir Potodds von über 3:1. Dazu hatte ich Position und die Möglichkeit, mich zu verbessern. Falls er am Bluffen war (bei Vito ist jederzeit ein Bluff möglich), war mein Call am Turn ein Signal, dass er sich einschränkt mit seinen Fantasien ... </font>

<font face="Verdana" size="2">Der River brachte eine Zehn. Jetzt erwartete ich von Vito einen Check oder, falls er wirklich sehr stark war, wieder eine Wette. Ohne mit den Wimpern zu zucken schob er seinen gesamten Stack in die Mitte (etwa 4.000). Na ja, wenn er so viel in Level eins (25/50!) riskierte (nämlich seinen gesamten Stack!), musste ich wohl aufgeben. Und so foldete ich enttäuscht. In diesem Moment sprang Vito vor Freude auf und zeigte stolz seine Karten: - wow! Ich gebe zu, dieses Mal hatte er mich voll überspielt. Aber man muss auch dazu sagen, dass er alle Risikogrenzen bei einem Turnier bereits in Level eins (!) überschritten hat. </font>

<font face="Verdana" size="2">In Level zwei (50/100) limpten vier Spieler mit je 100, Vito raiste auf 600, nur Thomas Wolfer am Button callte, alle anderen Limper waren in Sekundenschnelle verschwunden. Der Flop brachte , Vito contibettete (bei Vito ist ein Contibet zu 99 % wahrscheinlich) 1.200,  Thomas Wolfer raiste auf 3.600 und Vito annoncierte ohne eine Sekunde zu überlegen sein All-in! Wow, offensichtlich wollte Vito ein großes verdecktes Paar repräsentieren. </font>

<font face="Verdana" size="2">Nach kurzer Überlegung callte Thomas (er wurde sogar Zweiter bei diesem Turnier!) und dreht um. Vito schüttelte seinen Kopf und zeigte . Es kam keine Hilfe am Turn und River und so war dies das Ende in Level zwei für den aggressiven Italiener. Trotz dieses Unfalls möchte ich sagen, dass dieser loose-aggressive Stil von Vito (sozusagen eine nicht ganz perfekte Kopie von Gus Hansen) sehr erfolgreich beim Turnierpoker sein kann! Es dauerte nicht lange und bald erwischte es auch mich. </font>

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<font face="Verdana" size="2">Die Geschichte dazu: Falls jemand zufällig diese Hand beobachten konnte, musste er denken: Mensch, der Ivo ist verrückt! Er ist mit einem Shortstack mit all-in gegangen, bei einem Flop von gegen seines Gegners. Somit ist er doch mit Recht ausgeschieden. </font>

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<font face="Verdana" size="2">Die Analyse: </font>

<font face="Verdana" size="2">Wieder in Level zwei war ich mit under-the-gun. Ich raiste auf 800. Mein linker Nachbar (ein mir unbekannter Schweizer mit einem Chipcount um die 9.000) reraiste auf 2.500. Ich denke, dass mit zu reraisen, under-the-gun Raiser , ein Fehler ist! (AQ ist gegen AA, KK, QQ oder A K – die warscheinlichsten UTG-Raise-Hände – großer Underdog!) Alle foldeten zu mir. Ich hatte in diesem Moment 4.600 Chips. Für mich mit meinem Stack weit unter Average war es klar, dass ich mit bis zum Ende gehen würde. </font>

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<font face="Verdana" size="2">Ich habe in solchen Situationen generell zwei Optionen: </font>

<font face="Verdana" size="2">a) All-in-Reraise, um auf diese Weise den Positionsnachteil zu neutralisieren. Weil der Gegner wahrscheinlich callt (da er gute Potodds hat und wahrscheinlich eine gute Hand, wenn er den UTG-Raiser reraist) und wir beide alle fünf Karten sehen würden ohne die Möglichkeit zu haben, mehr zu betten.  </font>

<font face="Verdana" size="2">b) Call und ein All-in am Flop. In dieser Variante kann ich die Position von einem Nachteil in einen Vorteil umwandeln. Es ist gut möglich, dass meinem Gegner der Flop trotz der guten Potodds nicht gefällt und er am Flop foldet. </font>

<font face="Verdana" size="2">Jetzt musste ich schätzen: Wo hatte mein Gegner die bessere Fold Equity, wenn ich vor dem Flop all-in (2.100 mehr) reraiste oder war die Fold Equity besser, wenn ich am Flop 2.100 setzte? Ich dachte, dass Variante b) besser wäre. Mein Gegner hatte gleiche Potodds in beiden Varianten, aber in Variante b) konnte er einige Hände folden, die er vor dem Flop nie würde folden können. Und so habe ich es dann auch gemacht: Call. </font>

<font face="Verdana" size="2">Der Flop brachte . Ich pushte 2.100 all-in. Jetzt sieht man, mit welcher starken Hand mein Gegner ein Problem gehabt hätte, nach einem solchen Flop zu callen </font><font face="Verdana" size="2">–</font><font face="Verdana" size="2"> . Leider callte mein Gegner sofort und drehte um. Ich bekam keine Hilfe und so war ich raus aus dem Turnier. </font>

<font face="Verdana" size="2">Euer Ivo – The Chess Master </font>

<font face="Verdana" size="2">Hier die einige Ausblicke aus meinen  Zimmern in den verschiedenen Städten, in denen ich Turniere gespielt habe. Meine Frage: Wer kann die Ausblicke den verschiedenen Städten zuordnen? </font>

<font face="Verdana" size="2">1)</font><font face="Verdana" size="2"> </font><font face="Verdana" size="2">London; 2) Lochau bei Bregenz; 3) Dublin; 4) Goldstrand; 5) Las Vegas; 6) Budapest</font>

<font face="Verdana" size="2">A)</font>  <font face="Verdana" size="2">B)</font>

<font face="Calibri"> </font>

<font face="Calibri">C)                     </font>

<font face="Calibri">D)</font>

<font face="Calibri">E)               </font>

<font face="Calibri"> F)</font>

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