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ivodonev blog

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<h2>Hallo ihr Alle!</h2> Mein Terminkalender war in der letzten Zeit mit Turnieren vollgestopft. Zuerst hatte ich beim traditionellen 300-Euro-NL-Holdem Turnier (am 12.03) im Casino Bregenz den dritten Platz erreicht.
Danach bin ich am nächsten Tag nach Wien angereist, dort war mein Hauptziel die Teilnahme am Main Event (16 -19.03) mit 3.000 Euro Buy-In.  Dieses Turnier hat eine wunderbare Struktur (20.000 Startchips, der erste Level 25/50, die Levels dauern sage und schreibe 90 Minuten!). Die Level-Steigerung ist also ganz langsam, das fördert natürlich die gute Spieler, die somit viel Spielraum zur Verfügung haben, um ihr Können zu beweisen!   Die Teilnehmerzahl war nicht so sehr groß mit 78 Teilnehmern, dafür aber die Qualität der Spieler! Ich persönlich hatte mir <i>alle von mir in diesen vier Tagen gespielte Hände mitnotiert, um diese später analysieren zu können und glauben sie mir ,dass macht mir immer grosse Freude.</i> Auch wollte ich natürlich Euch einige interessante Hände mitteilen. Am ersten Tag war es mein Plan, ziemlich „tight“ zu spielen, weil die Blinds extrem niedrig im Vergleich zum Start-Stack waren. Dadurch haben die Spieler mit soliden Starthänden regelmäßige Vorteile gegenüber den loose Spielern, die sich mehr am Gamblen erfreuen.   Hier ein Beispiel: Level 6, 150/300 + 25 Ante, UTG raist ein junger Ungare auf 800. Ich sitze in früher Position, reraise mit auf 2.400, alle folden sofort bis zum Button (ein anderer junger aggressiver Ungare), der wie von Wespen gestochen All-In für 19.000 heraus brüllt! Der UTG-Raiser foldete sofort. Ich dachte, na ja, meine gegen diesen extrem loosen Spieler (der seine Hände oft over-bettete) haben gute Chancen und callte. Er drehte ein Paar um und war aus dem Turnier ausgeschieden, weil das Board ihm nicht geholfen hatte. Ich beendete Tag 1 mit 69.200 und den Tag 2 sogar mit 185.000 Chips.   Hier ein Kunststück an Tag 2: Level 9 (400/800 + 75 Ante), ich finde UTG und verlange 2.200, um den Flop zu sehen. Niemand nahm mein Angebot an, ausgenommen der Big Blind Jose de la Guardia, ein Bluff-Liebhaber aus Panama. Wir sahen zu Zweit den Flop , er checkte, ich ebenfalls, am Turn kam noch eine , er checkte wieder wie ich auch. River: ,  na ja, jetzt wurde der Pot geteilt. Gehen wir einmal in die Details. Während dieser Hand standen hinter mir zwei Kiebitze, die sich unterhalten hatten. Einer fragte den Anderen: <i>Flop:</i> ,,Aber warum checkt Ivo am Flop, ich glaube, er hat ein Ass und will Fische angeln." Der andere sagte ,,pst, Ivo hat Angst, dass sein Gegner vielleicht eine Dame in seinen Karten hat." <i>Turn:</i> Ein Kiebitz: "aber jetzt muss Ivo setzen, wenn sein Gegner zweimal checkt." Kiebitz zwei: "Leise, er wird schon wissen, was er macht." <i>River: </i>"Nach der vierten Dame am River lagen die Nuts auf dem Board - .Leider ist meine Hand jetzt nur noch so viel Wert wie Klopapier. Showdown: Ivo , De la Guardia , der Pot wurde geteilt, weil jeder beteiligte Spieler mit den Boardkarten gespielt hatte – Quads Damen plus Ass als Kicker!" Beide Kiebitz schüttelten enttäuscht die Köpfe über meine komische Spielweise. Es ist sehr, sehr schwer, während einer Hand die Gedanken eines Spielers zu lesen. Darum war für viele Zuseher meine Checkerei in Position unerklärlich. Ich kenne De la Guardia von dem Turnier im Bregenz (Februar 2009) und habe einen Beitrag geschrieben: Banana aus Panama - http://ivodonev.intellipoker.de/index.php/2009/03/04/capt-bregenz-banana-aus-panama/. Dieser Spieler ist wie viele junge Internet-Kids, ein  Bluff-Liebhaber. Ich fand am Flop mit meinen Top Paaren keinen Grund, ihm nicht eine freie Karte zu geben, da ich sicher war, dass, wenn ich wetten würde, er foldete, und wenn ich checkte, er das als Schwäche interpretieren würde Der Turn war super für mich. Ich hatte ein Full House mit und dachte, wenn ich betten würde, foldet er alles, außer er hätte auch ein Ass zur Pot-Teilung. Durch meine zwei Checks am Flop und Turn steigerten sich die Chancen enorm, dass er am River seine Lieblingswaffe auspacken würde: Einen Bluff. An diesen River hatte ich noch nicht einmal im Traum gedacht, die vierte Dame vernichtete meinen Plan vollkommen. Jetzt hoffe ich, dass die meisten der Spieler meine Checkerei als ,,geplatzte Bombe“ verstanden haben!   <i>Frage</i><i>: Wie viel Nuts-Kombinationen von fünf Karten sind am Bord möglich? Also niemand von den beteiligten Spieler kann mit den eigenen Karten das Bord verbessern!

</i> Hier eine solch seltene Situation beim National Heads-Up zwischen Kristi Gazes und Chat Brown, in der sogar einer der beiden Spieler das Board falsch gelesen hatte!!!   Nach drei Tagen harter Arbeit war ich als Chipleader mit 346.000 an den Final Table gegangen. Wir waren noch neun Spieler, der erste Preis war 68.000€ der 9te 9.000€. Ich war sehr optimistisch eingestellt und nach zwei Eigentoren wurde ich als Achter nach Hause geschickt. Alles war wie ein Alptraum gelaufen.   Nasr El Nasr El Nasr El Nasr !!! Level 14, 1200/2400+200 Ante: Ich fand am Cut off und wollte die toten 5.400 Chips in der Mitte einsammeln, darum verlangte ich 5.600. Der Button und der Small Blind leisteten keinen Widerstand, der Big Blind Nasr El Nasr jedoch brachte die Latte hoch: 18.200. Alle wissen, wer Nasr El Nasr ist: Ein extrem guter und erfolgreicher NL Profi aus Deutschland. Er hat einen so zu sagen flexiblen Stil, er spielt viele Pots, er macht viele Bewegungen, er raist und reraist oft und hat einen teuflischen Instinkt zum Spiel. Trotzdem, obwohl ich das ja am Tisch nicht zeigen kann, habe ich innerlich großen Respekt vor solchen Spielern! Nasr el Nasr wird zukünftig bald viele große Erfolge beim NL Turniere haben, schätze ich! Ich schaute seinen Stack an (circa 170.000) und dachte. „Na ja, jetzt sind vier Spieler mit kleinerem Stack vor ihm, und wenn ich ihn All-In pushen würde, würde er wahrscheinlich folden, außer er hatte oder .Wenn ich aber selber A K habe wird somit die Warscheinlichkeit,dass mein Gegener oder hat um 50% reduziert! Gedacht getan. Er aber war überhaupt nicht über meinem Angriff erschrocken und callte sofort! Show-Down! Er:  Flop Wow! Ich hatte nun 14 Outs – 2 Overcarten und Nuts Flush Draw,also 50%. Leider dann zwei Blanks: , und plötzlich war ich mit circa 200.000 leicht über Average und Nasr Chipleader mit circa 350.000   Leider hatte ich die Situation nicht gut eingeschätzt, aber während der drei gespielten Tage hatte Nasr el Nasr so oft Reraises mit einem großen breiten Spektrum an Händen gemacht, dass gegen ihn wie ein Monster ausgeschaut hatte.   Jetzt hatte ich einen Gang zurückgeschaltet. In den nächsten zwei Stunden hatte ich vorsichtig gespielt und plötzlich bekam ich wieder meine ,,Traum-Hand“:  UTG. Mittlerweile waren wir schon im Level 15 (1500-3000 + 300 Ante). Ich raiste auf 8.000. Hinter mir hörte ich für meine Ohren schlechte Musik. Reraise auf 21.000 von einem soliden Spieler namens Hila Dan, der momentan second Chipleader mit über 300.000 war. Alle foldeten, ich callte diesmal  mit Bauchschmerzen. Mein Plan war: Wenn ich den Flop verpassen würde, dann Check und Fold. Also gab ich meinem Gegner eine große Hand, darum wollte ich sehr gut am Flop treffen. Der Flop dann: Wow, Bingo, dachte ich. Jetzt aber hatte ich den Flop zu gut getroffen. Mein Gehirn kochte und ich war so begeistert, dass ich von meinem Plan geführt sofort gegen den Aggressor 28.000 wettete. Er seinerseits wiederholte wie ein Bulldozer seinen Preflop-Leader-Reraise mit 70.000. Jetzt war ich nicht mehr zu bremsen, impulsiv schob ich meine restlichen Chips in die Mitte All-In mit 200.000. Er callte sekundenschnell, Jetzt war ich plötzlich wie aus einem Alptraum wach geworden, da mein Gegner mich mit seinen   hat kalt gemacht hatte, also ich war klinisch tot. Die zwei Outs () waren nicht gekommen, und ich sagte mir: ,,Na super Ivo, so was hast du noch nie geschafft - als Chip Leader 8ter am Final-Tisch zu werden"... De La Guardia war schon früher schon als 9ter ausgeschieden. Vermutlich lag in dieser letzten Hand ein gewisses Pech, aber auch schlecht von mir gespielt bzw. die gegnerische Hand schlecht gelesen!   Man kann die letzte Situation auch von 3 verschiedenen Levels Spieler so vorstellen: a) Unerfahrener Spieler , raist 8.000, Dan reraiset 21.000, rereraist 208000 all in, Dan callt b) Erfahrener Spieler raist 8.000, Dan reraist 21.000, Call. Nach dem Flop passiert eine ähnliche Aktion wie bei mir, und das Geld geht in die Mitte, egal mit check raise oder bet raise, reraise. c) Top Spieler: Ich bin sicher, ein Superprofi wie Daniel Negreanu hätte sich aus einer solchen Situation mit einem Minimum an Verlusten gerettet. Vielleicht nach einem Bet von 28.000 und Raise von 70.000 Fold?! Oder check, call am Flop und danach  check, fold am Turn...   Was meinen Sie?

Schlussendlich haben Dan, Nasr und Mathias Kurtz den ersten Platz in diesem Turnier geteilt! Herzlichen Glückwunsch!   Euer Ivo

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