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ivodonev blog

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Hallo alle miteinander,

im folgenden zweiten Teil möchte ich euch von meinen Erlebnissen bei der EPT Deauville erzählen. 
                                                        

                                                                  Benjamin, Ivo und Michael vor dem Start der EPT

                                            
In Level 7
sind dann endlich die Asse zu mir geflogen und ich raiste aus mittlerer Position auf 1.100 (die Blinds: 200/400,  Ante: 50). Nur ein Spieler (ein junger Franzose) im Small Blind callte, nach dem Flop  entwickelte sich dann eine interessante Hand. Der Small Blind checkcallte meinen Conti-Bet von 1.500 Chips und nach der am Turn spielte er plötzlich 1.500 in den ca. 6.000 Chips großen Pot. Ich dachte, er hatte:

a) drei Damen gemacht

oder

b) zwei Paare, falls er etwas wie A 8 in seiner Hand hielt.

Um mehr Infos zu erhalten, entschied ich mich zu einem Miniraise auf 3.000, falls er mich noch einmal reraisen sollte, wäre ich einfach fertig mit meiner Hand gewesen. Sogar wenn er eine Dame in seinen Holecards gehabt hätte, hätte er Angst davor haben können, dass ich eventuell A Q hatte, da ich der Preflop-Raiser war. Der SB callte, dadurch wurde mir klar, dass ich dringend Hilfe am River brauchte! Der River brachte den . Jetzt checkte der SB und selbstverständlich checkte ich wenig erfreut hinterher. Ich wusste jetzt, dass ich geschlagen war, und tatsächlich: Mein Kontrahent drehte zum Drilling um! Schlussendlich bin ich zufrieden, dass er am River checkte und ich den Showdown gratis hatte.

Der WSOP-2008-Champ P. Eastgate spielte bei der EPT Deauville auch mit

                                       
Trotzdem blieb ich ruhig und nur eine Hand später bekam ich die Chance, auf die ich gewartet hatte, und zwar genau gegen einen Spieler, der ein typischer Vertreter der bereits erwähnten Weihnachtsmänner war. Ich raiste diesmal mit in früher Position auf 1.000 und der Small Blind (im Moment klarer Chipleader am Tisch mit über 70.000 in Chips) reraiste mich auf 2.200.
Wow! Im Heads-up out-of-position ein so kleines Reraise? Wenn dies von einem Profi kommt, muss ich ihm hier eine sehr große Hand zutrauen, aber der unerfahrene französische Spieler (ich hatte ihn noch nie bei einem Turnier gesehen) konnte alles haben. Na ja, dachte ich, hier muss ich vor dem Flop nicht viel gambeln, weil ich noch um die 24.000 Chips und Position habe. Darum callte ich nur.
Der Flop brachte , ich traf ein As und nachdem zu mir gecheckt worden war, legte ich einen "Fischköder", einen Bet von 2.200 Chips. Mein Weihnachtsmann biss (wie ein Fisch) an und packte daraufhin den Hammer aus: Reraise auf  30.000, was mein All-in bedeutete! "I have a big hand, Sir", sagte ich. Er, offensichtlich sehr zufrieden über meine Aufregung, verschränkte seine Arme, als wollte König Louis der XVI. zu mir sagen: "Die Sonne, das bin ich!" Ich dachte, vermutlich hat er auch A K, denn es ergab für mich keinen Sinn, dass er andere Paare (z. B.  K K, Q Q, J J ) oder sogar Set (A A, 5 5 , 3 3) auf eine solche Art und Weise spielen sollte.
"I call". Der Small Blind drehte Pocket-Neunen um, ich klatschte meine Karten in die Mitte und - meine Hand hielt! Der Turn brachte eine und der River eine . Es gab also keine böse Überraschung und peng! Ich hatte die Chance genutzt und hielt nun um die 53.000 Chips vor mir – plötzlich war ich Bigstack!  

In Level 9 (Blinds: 400/800, Ante: 100) kam ich an einen neuen Tisch, an dem auf Platz 5 die bekannte Profispielerin Isabelle Mercier saß, die meiner Meinung nach gut spielt, aber nicht besonders gefährlich.
                       

Isabelle Mercier

                                          
Ich spielte eine Zeitlang tight und beobachtete jeden Move von Isabelle. Ich merkte dabei, dass sie fast immer in später Position raiste. Jetzt war ich im Big Blind (800), und sie raiste wieder am Cut-off, Standard-Raise auf 2.200. Ich sah meine erste Karte: ! Na ja, dachte ich mir, jetzt raise ich zurück, sodass sie in Zukunft nachdenkt, bevor sie meinen Blind angreift. Mir genügte ein As, um sie zu reraisen, außerdem war es gut möglich, dass sie mit jedem Blatt im späterer Position raiste.
Brumm … Reraise auf 7.200. Falls sie callte (oder reraiste), konnte meine Beikarte zu meinem As auch gut sein, oder? Sie dachte lange nach, schaute mich an und versuchte mich anzusprechen, um Infos zu bekommen, aber ich blieb cool und war wie eine in Bronze gegossene Statue. Schließlich foldete sie und ich strich den Pot ohne Flop ein! Nice!
Ach so, ihr wollt wissen, was genau meine Karten waren? Bevor ich meine Karten in den Muck schmiss, schaute ich beide an: Es waren und … .
                     

Blick von der Casino-Terrasse

                                     
Am zweiten Tag des EPT-Turniers Deauville spielte ich von Beginn an sehr aggressiv und hatte meinen Tisch absolut unter Kontrolle. Mein Chipstapel war angefüllt mit 122.000 in Chips und meine Tischkollegen hatten begonnen, vorsichtig gegen mich zu spielen.

In Level 10 (Blinds: 500/1.000, Ante: 100) raiste ich vor dem Flop auf 2.300. Der Brasilianer Ricardo Milani war im Big Blind, er war der einzige Spieler, der etwas gegen mein Raise hatte. Der Flop brachte dann und Ricardo checkte. Leider war der Flop gar nicht freundlich zu meinen Karten (), aber ich hatte nur einen Gegner, der zu mir checkte. Ich wollte wissen, wo ich stehe, und machte einen Conti-Bet von 2.000 Chips. Der junge Brasilianer war mit diesem Angebot einverstanden. Nach der am Turn checkte er zu mir und ich war mit dieser Entscheidung auch zufrieden, darum checkte ich auch. Am River drehte der Dealer die um. Diesmal plötzlich setzte Ricardo 5.000. "Wow!", eine ziemlich große Wette in dem ziemlich gefährlichen Board! Ich dachte mir, entweder hat er eine Bombenhand (Slowplay) oder er hat seinen Pik-Flush verpasst und versucht jetzt, einen hoffnungslosen Bluff durchzuziehen. Nach kurzer Überlegung kam ich zu der Schlussfolgerung, dass ihm die kleinen Karten am Flop kaum geholfen haben und callte mit meinem As hoch!

"Don’t bluff me", sagte ich zu Ricardo, der seine Hand muckte. So erhielt ich großen Respekt von meinen Gegnern am Tisch und es hat in der nächsten Zeit keiner mehr versucht, mich zu bluffen. Leider wurde dieser für mich schöne Tisch sehr bald aufgelöst.

 

Fortsetzung folgt!                                     

Hier die Antworten zum Rätsel (von Intelli-Leser MasterK18 richtig gelöst!):

A. Der italienische Pokerstar Alessio Isaia trägt eine Punk-Frisur.

B. Der französische Fußball-Superstar Vikash Dhorasoo (Vizeweltmeister 2006) spielt jetzt aktiv große Pokerturniere.

C. Der dänische Double-Bracelet-Gewinner (2008) Jesper Hougaard bevorzugt eine Kahlrasur.

D. Der Finne Jani Sointula, der Gewinner bei den Monte Carlo Millions 2004, hat vermutlich die längsten Haare von allen Pokerspielern, die ich je gesehen habe.

Euer Ivo – The Chess Master

PS: Am Freitag, dem 30. Januar, hat es endlich geklappt, dass ich ein kleines Turnier gewann: Mit €150 Buy-in, unbegrenzten Rebuys in den ersten zwei Levels und 53 Teilnehmern war ich im Casino Bregenz erfolgreich. Mein Gewinn lag knapp über €6.000. Meine Kosten lagen zwangsweise bei €750 (durch drei Rebys und ein Add-on).

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