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/Okt/2009

EPT London - Die neue EPT-Struktur ist SUPER!

Von: ivodonev @ 13:32 (CEST) / 1 / Kommentar ( 31 )

Hallo liebe Leser,

am Wochenende (unmittelbar vor der EPT London) habe ich mit Nikolai Senninger das Bregenzer Rebuy-Turnier gespielt. Leider bin ich dort kurz vor dem Finaltisch ausgeschieden. Der Grund: die von Niko waren gut genug, meine zu schlagen.

Nikolai Senninger - ein großes Pokertalent !

Letztendlich hat Nikolai dieses Turnier auch gewonnen. Am Ende des Abends redete ich mit Niko und machte ihm klar, dass er in Topform sei (zwei Siege in den letzten beiden Turnieren!) und wir zur EPT in London gehen sollten. So sind wir zusammen ins EPT-Hotel Hilton eingezogen und haben uns für Tag 1 eingetragen.

Zum ersten Tag und zur neuen EPT-Struktur:

Startchips: 30 000 (!), Levels: 60 min (ab Tag 2 hatten die Levels 75 min!), Level 1: 50/100. Wow, wunderbar, man startet mit 200 M! Das ist eine gute Voraussetzung für geduldige Pokerspieler mit Disziplin! Mein Tisch war ziemlich stark.

 

Ich saß auf Platz 8 und hatte so eine gute Position und einen guten Überblick über das starke Trio: Auf Platz 3 hatte sich Ivan Demidov eingefunden, auf Platz 4 Liz Lieu und auf Platz 5 saß Mihai Manole.

Es war genau 12 Uhr mittags, in der ersten Hand war ich am Button. Nur sechs Spieler (die anderen waren noch nicht eingetroffen) saßen am Tisch. Es wurde zu mir gefoldet und ich raiste mit auf 275. Nur der SB callte, der Flop war , er checkte und ich verlangte viel, um die Turn-Karte zu sehen, nämlich 650. Das konnte ihn nicht erschrecken und er callte. Aha, dachte ich, er hat entweder einen Flushdraw oder einen schlechten König. Turn: , er checkte, ich war beunruhigt von dem dritten Kreuz und checkte mit. Dieser Check in einer solchen Situation hat folgende Vorteile:

a) Ich spare Geld, falls mein Gegner seinen Flush vervollständigt.

b) Falls er keinen Flush, sondern einen schwachen König hat, wird er bestimmt am River wetten, da er mich nie auf zwei Paare setzen wird.

Am River erschien der , diese Karte machte die Action komplett tot, außer wir beide hatten einen großen Flush. Mein Gegner checkte wieder und ich war einverstanden. Er drehte um. So schlug er mir einen Zahn aus. Kopf hoch, Ivo, du hast noch 31 Zähne, dachte ich in diesem Moment.

 

Level 3, Blinds: 100/200, Ante: 50. Liz Lieu, eine bekannte Highstakes-Spielerin, raiste UTG auf 600, ich callte in später Position mit , der Flop kam mit , sie contibettete 1.000, ich wollte mehr über ihre Hand wissen und verlangte 2.400. Liz callte ohne zu zögern, der Turn war ein , am River wurde die umgedreht, beide Male checkten wir und ich gewann den Showdown, weil Liz nur vorzuweisen hatte. Vielleicht hätte ich am River 3.000 wetten sollen, sie hätte mich auf einen Bluff setzen und callen können!

Level 5, Blinds: 150/300, Ante: 25. Jetzt möchte ich euch von einer Hand erzählen, die jedoch nicht von mir gespielt wurde. Sie hat mir aber in Level 8 bei einer Entscheidung geholfen. Liz Lieu war im Big Blind mit genau 4.800. Ein Spieler in früher Position raiste auf 1.100, alle foldeten bis zum Button. Der verlangte, um den Flop zu sehen, 4.500. Jetzt war Liz mit ihrem Shortstack dran. Und wisst ihr, was sie machte? Sie ging tatsächlich mit 4.800 all-in! Oho, dachte ich, sie hat ein Monster! Weil die ursprünglichen Raiser und der Reraiser mehr als das Zehnfache des Liz-Stacks hatten, wurde der Call durch die beiden einfach Pflicht. Der Flop war . Beide Spieler hatten vorsichtig gecheckt und jetzt war ich gespannt auf dem Showdown. Um Zeit zu sparen, drehte Liz ihre Karten () als Erste um und so hatte sie verdreifacht!

Ich war innerlich darüber erstaunt, wie man nach Raise und Reraise mit das gesamte Turnier riskieren kann. Ich wollte die Meinung von anderen Topspielern wissen. Mein guter Freund Chad Brown hat mir einfach geantwortet: "Ich verstehe diesen Zug von Liz gut. Sie ist eine sehr gute Spielerin! Offensichtlich wollte Liz entweder ein Triple-up erreichen oder ausscheiden und Cashgame spielen."

Irgendwie hat mir diese Erklärung aber nicht gepasst. Später war ich im Fitnesscenter, wo ich einen anderen Topspieler, nämlich Surinder Sunar, fragte. Er sagte mir klar: "Ivo, als Shortstack nach einem Raise und Reraise würde ich sogar JJ folden und niemals mit KJ callen oder all-in gehen."

Was ist eure Meinung, liebe Leser?

 

Level 8, Blinds: 400/800, Ante: 75. Liz Lieu limpte UTG mit 800. Ein looser Player aus Frankreich (derzeit mit circa 65.000) raiste auf 2.700, ich callte in Position mit (ich war zurzeit Zweiter in Chips mit rund 60k). Nach langem Überlegen und Hin und Her zählte Liz langsam ihre Chips. Schlussendlich ging sie mit 10.300 all-in. Der ursprüngliche Raiser wurde dadurch offensichtlich mit einer schwachen Hand erwischt und foldete schnell. Ich erinnerte mich an den verrückten Zug mit und berechnete die Odds: BB 800 + SB 400 + Ante 675 + 2.700 + 2.700 + 10.300 = 17.575

Also musste ich nur 7.600 geben, um einen Pot von 17.575 zu gewinnen, das waren Potodds von mehr als 2,3 zu 1. Also brauchte ich eine Hand, die mir im Minimum eine 30%ige Gewinnchance geben würde. Schauen wir, wie ich gegen die schlimmen möglichen Hände AK oder KK abschneiden sollte: gegen = 29 % zu 67 %, gegen = 32 % zu 67,5 %.

Nur gegen AA wäre mein Call ein Fehler gewesen! Aber bei Liz musste ich aufgrund meiner vorherigen Beobachtungen die Range von Händen natürlich viel mehr erweitern. In diesem Fall wäre, falls sie irgendein Paar zwischen 22 und 99 hätte, ein Fold von mir auch ein Fehler gewesen! Warum? Weil ich in einem solchen Fall exzellente Potodds gehabt hätte ( gegen ein niedriges Paar liegt hinten mit nur 47 % zu 52,5 %, also Potodds von fast 1 zu 1). Außerdem ist bei solchen Entscheidungen die Stackgröße der beiden Spieler von großer Bedeutung - sie hatte 10.300 und ich 60.000.

Nach kurzer Überlegung callte ich und ich lag richtig! Sie drehte ein Babypaar um, nämlich . Meiner Meinung nach hat ein solcher Zug mit kleinem Paar (Reraise-All-in) nur einen Sinn, wenn die Fold Equity sehr hoch ist. Denn beim Showdown hat ein Babypaar meistens Schwierigkeiten!

Das Board war mit zwei Herzen, 1 am Flop und 1 am Turn (Frage: Wie viele Outs hatte ich jetzt zu gewinnen?) und am Ende leider einer schwarzen Zwei. Jetzt war ich ein wenig sauer und sagte: "Wow, Liz, did you think I would fold with these pot odds und my big stack? Sorry i don’t like 'banana play'!" Sie antwortete stolz: "You think wrong, I limped under the gun and reraised all-in, so I have a big hand …"

Trotzdem konnte ich Tag 1 mit nahezu einem Averagestack beenden.

Fortsetzung folgt.

Euer Ivo "The Chess Master"

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