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/Okt/2009

EPT London, Teil 2 - und die $10.000-Wette …

Von: ivodonev @ 13:38 (CEST) / 325 / Kommentar ( 20 )

Liebe Leser,

ich habe sehr viel von der EPT London zu berichten, mehrere Teile mit vielen Seiten reichen dafür eigentlich nicht. Ich werde mich darum bemühen, nur einige der interessantesten Hände und Situationen auszuwählen, die ich bei diesem mehrtägigen Turnier erlebt habe. Es macht mir immer großen Spaß, ein so starkes Deepstack-Turnier wie die EPT London zu spielen, denn dort hatte ich die Möglichkeit, mehrere Stunden  mit mindestens drei bis vier Weltklassespielern an einem Tisch zu sitzen. Wenn man öfters mit diesen "Big Boys" (so nenne ich die Topprofispieler) spielt, lernt man und entwickelt und verbessert sich und seine Skills viel effektiver …

Die $10.000-Wette

An Tag 2 habe ich einen sehr abwechslungsreichen Tisch erwischt, rechts von mir (ich war auf Platz 6) saßen einige bekannte Spieler, wie Roland de Wolfe (Platz 2), Lex Veldhuis (Platz 3), Ross Boatman (Platz 4) und Justin "Boosted" Smith (Platz 5). Das Lustigste an diesem Tisch war, dass Roland ständig jemanden suchte, um Wetten abzuschließen. Schlussendlich hat er es geschafft, mit Justin Smith während des Turniers folgende Wette einzugehen: Roland zog aus seiner Tasche eine vorbereitete leere Europakarte (ohne Namen der Länder) und gab diese Justin Smith. Justin sollte die drei Länder Mazedonien, Moldawien und Andorra finden und kennzeichnen.

Falls er richtig traf, sollte er $10.000 bekommen, falls er aber einen Fehler machte, sollte er $10.000 verlieren. Nach einigen Minuten wurden die Länder von Justin markiert, er verlor $10.000, weil er Mazedonien mit Albanien verwechselt hatte. Ihr müsst dabei in Betracht ziehen, dass Justin Amerikaner ist und nicht alle Ecken Europas perfekt kennen kann. ;-)

Dieser Tisch hat mir auch im Spiel gutgetan, denn ich konnte hier verdoppeln.

Level 11, Blinds: 800/1.600, Ante: 200. Ich raiste in früher Position mit auf 4.400, Roland im Small Blind callte, aber Lex im Big Blind war squeezesüchtig (er hatte schon vorher einige Male erfolgreich ein Squeezeplay durchgeführt) und pushte für ca. 33.000 all-in. Ich callte und Roland foldete offen . Damit hatten wir Lex auf dem falschen Fuß erwischt, denn der konnte gegen meine Damen nur mit aufwarten und war somit ausgeschieden.

Von Tag eins bis Tag drei habe ich mich mit einem Stack im Average und oft auch unter Average bewegt.

Level 15, Blinds: 2.000/4.000, Ante: 500. Ich hatte um die 55.000 bis 56.000 und saß diesmal an einem brutalen Tisch mit mehreren Pokersuperstars. Ich beobachtete meine Gegner ganz genau. Gegenüber von mir saß ein anderer Shortstack, der bekannte Erik Seidel, der meinen Chipstack eingehend musterte. Ich habe mir dies gut gemerkt und diese Info war mir bald bei einer Entscheidung hilfreich. Ich war im Big Blind und in Erwartung, dass mein Blind wie immer geraist würde. Der erste und der zweite Spieler foldeten, aber der dritte, nämlich Seidel, entschied sich, meinen Blind kräftig zu attackieren, nämlich mit allem, was er hatte: 44.000 wanderten all-in. Erik ist Respekt zu zollen, denn er ist einer der besten Spieler der Welt. Wenn er in früher Position so kräftig raist, dann fliegen die Karten der anderen Spieler meistens schnell in den Muck. Jetzt stand ich ihm plötzlich allein gegenüber, ich sah meine Karten an mit den Gedanken: Bitte ein Monster oder eine ganz schlechte Karte! Denn so hätte ich eine einfache Entscheidung gehabt. Und was sah ich da, ein Paar, , kein Monster, aber auch keine schlechte Hand. Wow, sagte ich mir. Jetzt muss ich einen Coinflip spielen oder … folden.

a) Wahrscheinlich hatte Erik zwei große Karten, z. B.: AK, AQ oder

b) Erik hatte ein Paar – es gab vier Overpairs und acht Underpairs oder

c) Erik hatte meine Stacksize gut geschätzt und gesehen, dass ich sehr verwundbar war. Falls ich jetzt verlor, wären mir um die 11.000 bis 12.000 übriggeblieben. Theoretisch konnte er mich mit einer viel schwächeren Hand als meine attackieren.
Wenn jemand in späteren Turnierphasen als Shortstack all-in geht, ist der Hauptgegner zumeist der Big Blind, weil der Big Blind meistens gute Potodds bekommt (hohe Blinds und Antes). Auf diese Weise kann der Blind nicht unbedingt nur mit Tophänden callen, im Gegensatz zu den anderen Spielern, die noch nichts in den Pot investiert haben.

Nach langer Überlegung und mit Bauchschmerzen callte ich. Mit der Hoffnung, dass er einen Move mit irgendeiner schwächeren Hand gemacht hatte, da er sich ja zuvor meinen Stack genau angesehen hatte und vermutlich aufgrund meines kleinen Stacks so hart attackierte, drehte ich mein Paar, die , um. Erik deckte seinerseits ... auf! Ich war sehr erstaunt … Gegen diese Karten war ich ja großer Favorit! Erik bekam keine Hilfe vom Board und schied aus, ich dagegen war wieder gut im Rennen.

Meine Begegnung mit Aaron Gustavson

An Tag 3 wurde ich zum fünften Mal an einen neuen Tisch umgesetzt, dieser Tisch war ziemlich bunt: Ich auf Platz 9, auf Platz 1 Aaron Gustavson, auf Platz 3 Tobias Reinkemeier, auf Platz 6 Karim Bennani, auf Platz 7 Jeff Lisandro sowie ein französischer Gegner ohne … Gesicht (siehe Foto).

 

FORTSETZUNG FOLGT

 

Euer Ivo - "The Chess Master"

 

 

<font size="3">EricStoner69 fragte: </font>

<font size="3">Gut, Nikolai Senninger konnte seinen Lauf weiter ausspielen und hat einen großen Gewinn erzielt. Was ist aber nun richtig? Soll man seinen Lauf spielen, mit der Gefahr komplett broke zu gehen? Oder soll man lieber vernünftiges Bankroll-Management betreiben, um auch noch in einigen Jahren der Pokerszene anzugehören?    </font>

<font size="3">Meine Antwort:</font>

<font size="3"> Ich denke, Niko spielt trotz seiner erst 19 Jahre auf einem sehr hohen Level Poker. Die Zukunft wird zeigen, ob ich richtig liege … Am letzten Wochenende hat er wieder das €150-Rebuy-Turnier im Casino Bregenz gewonnen. Er sagte mir, dass das sein siebter Final Table in Folge gewesen sei!!! Herzliche Gratulation zu dieser großen Leistung! Wir fliegen am 20. Oktober beide zur EPT Warschau.</font>

<font size="1"> </font>

 

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