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/Okt/2009

EPT London, Teil 3 - Call mit Q-hoch am River ...

Von: ivodonev @ 15:35 (CEST) / 1 / Kommentar ( 10 )

Meine Begegnung mit Aaron Gustavson

Zu diesem Zeitpunkt war Aaron Chipleader am Tisch, er hatte schätzungsweise mehr als das Doppelte meines Stacks. Bald spürte ich, dass er sehr aggressiv spielte und wenn alle folden und ich im Small Blind limpte, raiste er zu 90 %. So konnte ich fast keinen Flop im Kampf Small Blind gegen Big Blind sehen.

Darum habe ich mein Spiel zurückgeschraubt mit der Hoffnung, irgendwann eine günstige Situation zu bekommen. Und bald schon hatte sich meine geduldige Smallball-Strategie ausgezahlt.

  Sehr kuriose Konstellation - eine All-in-Situation vor dem Flop: Aaron G. (Platz 1) mit gegen Tobias R. (Platz 3) mit .  Wow! Am Ende ein Splitpot

Level 19, Blinds: 5k/10k, Ante: 1.000. Aaron raiste UTG auf den zweifachen Big Blind (20k). Alle foldeten bis zum Small Blind, dieser füllte nach. Ich fand im Big Blind ein Paar () und war mit diesem Betrag einverstanden. So sahen wir zu dritt den Flop: . Der Small Blind feuerte sofort 25.000 ab. Jetzt war ich an der Reihe mit meinem Stack, der leicht über 100.000 lag. Ich dachte, links von mir sitzt der aggressive Preflop-Raiser, der wahrscheinlich Action macht, falls er mit einem Overpair geraist hat. Falls er mit Blackjack-Karten (das sind Asse mit großen Kickern ab der Zehn aufwärts) geraist hat, wird er vermutlich nur callen. So oder so, es ist wohl am besten für mich, nur zu callen.
Wenn am Turn eine Bildkarte auftauchte, konnte es zudem sein, dass der Raiser oder der Small Blind so die zweitbeste Hand machen würde. Ich callte und in diesem Moment hörte ich angenehme Musik in meinen Ohren - Aaron hatte das Lied "I am all-in" gesungen. Der Small Blind verschwand sofort und ich war mit dem All-in-Gesang einverstanden. So befand ich mich in einer Situation, in der ich zu ca. 88 % Favorit gegen Aarons war. Es gab keine Hilfe für Aaron und ich konnte verdoppeln.

Call mit Q-hoch am River

Genau in der nächsten Hand hatte ich im Small Blind -offsuited und alle foldeten zu mir. Jetzt spürte ich, dass Aaron ein wenig auf Tilt war, nachdem seine JJ geknackt worden waren. Also callte ich vorsichtig und er checkte freundlich. Der Flop brachte nur Mist, . Ich checkte und er machte wie ein programmierter Computer einen Bet um 11.000. Ich wollte prüfen, ob er wirklich etwas getroffen hatte, und raiste auf 27.000. Nach kurzer Überlegung unterstützte mich Aaron mit diesem Betrag. Am Turn () checkten wir beide. Jetzt war ich mir fast sicher, dass er einen Flushdraw hatte. Der River brachte . Ich fand keinen Grund mehr zu wetten, denn wenn er einen verpassten Flushdraw hatte, musste er wetten, um den Pot einzustreichen. Ich checkte, er aber war nicht zu bremsen, 40.000 wurden gebettet. Normalerweise ist in einer solchen Situation der erste Gedanke: folden, weil ich nur eine Q-hoch vorzuweisen hatte. Dann aber begann ich länger zu grübeln und je länger ich nachdachte, desto mehr kam ich zu der Schlussfolgerung, dass mein Gegner seinen Flushdraw verpasst haben musste. Schlussendlich callte ich und sagte: "I only have Q-high". Er traute seinen Augen nicht und foldete. Später sagte Aaron zu mir, dass er gehabt hatte.

Endlich die Asse

Level 22, Blinds: 10k/20k, Ante: 2.000. Wir waren kurz nur sechs Spieler am Tisch (ein Spieler war Rauchen gegangen, ein anderer war gerade ausgeschieden). Ich schaute in mittlerer Position meine erste Karte an, ein As, und ohne die zweite zu sehen (denn es ist viel leichter, mit einem As und einem ungesehenen Kicker zu raisen als mit einem As und einer gesehenen kleinen Beikarte) raiste ich auf 44.000. Alle foldeten, aber ich bekam den Pot nicht. Der Grund - der Spieler auf Platz 1, ein US-Spieler, reraiste all-in, was der Dealer bestätigte. Ich sah seine Karten nicht (ich saß auf Platz 9 und er auf Platz 2), er hatte nur verbal sein All-in annonciert, ohne einen Chip über die Linie zu bewegen. Jetzt brauchte ich Hilfe, denn sein All-in war sehr kräftig, um die 400.000, fast in Höhe meines Stacks. Ich schaute vorsichtig meine zweite Karte an und ich sah, oh was für eine Freude, ein weiteres As! Jetzt schob ich meinen gesamten Stack über die Linie und deckte mein -Paar um. Mein Gegner drehte sein Paar Damen um. Auf dem Board tauchte keine Q auf, somit war mein Gegner ausgeschieden. Mein Gegner aber war doppelt sauer auf mich. Einerseits war er kurz vor dem großen Geld ausgeschieden und andererseits war er der Meinung, ich hätte meine Asse zu langsam aufgedeckt (also Slowroll)! Ich aber hatte lediglich die beiden Karten separat angeschaut und überhaupt keine Absicht gehabt, meinen Gegner zu ärgern. Ich habe schon manchmal in bestimmten Situationen mit nur einer gesehenen Karte geraist, aber es ist mir noch nie passiert, dass mich jemand all-in reraiste und ich als zweite Karte ein As fand!

So konnte ich Tag 3 mit einem Stack über Average von 1.062.000 erfolgreich beenden.

 

Fortsetzung folgt!

Euer Ivo - "The Chess Master"

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