javascriptNotEnabled

Home \ Community \ Blogs \

ivodonev blog

ivodonev blog
Send PM
/Mai/2009

EPT Monte Carlo - das Mega-Main-Event

Von: ivodonev @ 10:27 (CEST) / 200 / Kommentar ( 100 )

Hier fand die EPT Monte Carlo statt

              
Das teuerste EPT-Turnier (€ 10 600 buy-in) von allen in Monte Carlo hatte eine sehr gute Struktur - 30.000 Startchips, 60-Minuten-Levels und es begann mit Blinds von 50/100. Ein gigantisches Feld von 935 Pokerbegeisterten trat zu diesem Wettkampf an! Ab Level 9 wurde die Zeit sogar auf 75 min pro Level verlängert. Diese Struktur war tief genug, um an Tag 1 einen tighten Stil zu spielen.

Noch in Level 2 bekam ich mehrere gute Hände, die ich aber ... leider verlor.
               

Mein Tisch - Tag 1

                       
Ich war am Button mit , alle foldeten zu mir, ich raiste auf drei Big Blinds, der Small Blind entschied sich zu einem Call. Der Big Blind foldete. Der Flop brachte , der SB checkte, ich contibettete den halben Pot, er war einverstanden. Der Turn und River brachten je eine Blank und wir beide checkten. Mir war klar, dass er, wenn er bei diesem Flop out-of-position callte, mindestens ein As hatte. Und tatsächlich: Beim Showdown deckte er auf. Ein wenig später raiste ich wieder in später Position mit , aber der Button (eine alter Hase aus London) callte. Der Flop war wunderbar: Rainbow. Ich gab gern eine freie Karte, weil …

a) er das als Schwäche interpretieren und eine Wette bringen könnte.

b) er am Turn eine Karte kaufen konnte, die ihm zur zweitbesten Hand verhelfen konnte, z. B.: wenn er KQ hielt und am Turn ein K auftauchen würde, würde er zwei Toppaare machen.

c) der Pot, falls er auch ein As in der Hand hatte, sowieso ganz groß werden würde und es egal war, ob ich wettete oder checkte. 

Mein Gegner checkte ebenfalls. Der Turn brachte eine , ich wettete zwei Drittel der Potgröße. Mein Gegner callte sofort. Wow - jetzt vermutete ich, dass auch er ein As in seiner Hand hatte. Der River brachte wieder eine . Jetzt hatte ich Second Nuts. Ich wettete sehr hoch, fast Potgröße, mein Gegner ging sofort all-in. Ich callte, um zu sehen, wie er stolz umdrehte und die Hälfte des fetten Pots (fast 60.000 ) kassierte.

Level 3, 100/200, ich bekam in später Position und raiste auf drei BB (600), Cut-off und der Button sowie der Small und Big Blind callten. Wir sahen zu fünft einen extrem gefährlichen Flop mit . Die beiden Blinds checkten freundlicherweise und ich hatte nichts dagegen, den Pot klein zu halten. Der Cut-off war einverstanden, aber der Button (der alte Engländer) brachte aus irgendwelchen Gründen einen dicken Bet in die Mitte, nämlich 2.000. Die beiden Blinds verschwanden sofort und ich folgte meiner Politik, weiter den Pot klein zu halten – Call! So sahen wir dieses Mal nur zu zweit den Turn mit .Wow, eine der schrecklichsten Karte für mich. Falls mein Gegner auf einen Flushdraw aus war, jetzt war er fertig. Falls er auf einem Straightdraw war, reichte ihm nur eine Neun in seiner Hand, um mich zu besiegen. Ich checkte wieder vorsichtig. Er war aber nicht zu stoppen und bombardierte mich mit einer neuen kräftigen Wette: 5.000. Ich hatte eine Overpair und einen Second-Nuts-Flushdraw, war aber out-of-position gegen einen aggressiven Spieler, der momentan mehr Chips als ich hatte.

Jetzt stand ich vor einer sehr schwierigen Entscheidung - sollte ich raisen, callen oder folden?

Wenn man die Karten des Gegner sehen könnte, wäre es einfach zu entscheiden. Oder wenn man seinen Gegner gut kennt und eine ungefähre Vorstellung hat, was er haben könnte … Aber ich stand erst am Anfang des Turniers und hatte momentan kaum Infos über die eventuelle Hand meines unbekannten Gegners. Er konnte einen fertigen Flush, eine Straße oder ein Set, zwei Paare, ein Overpair, nur ein Paar mit einem Flushdraw haben oder sogar (provoziert von meinen beiden Checks) einen reinen Bluff gemacht haben. Wenn ich jetzt raiste oder callte, konnte es sein, dass ich mein Turnierleben schon in Level 3 riskierte.

Nach langem Grübeln entschied ich mich zu folden.

Es folgte eine lange Durststrecke und so beendete ich nach acht Levels den Tag mit 23.000.

Es kommt hier natürlich die Frage auf: Ist es nur Pech, dass man ein Turnier mit 30.000 startet und nach acht Stunden Spielzeit mit 23.000 den ersten Tag beendet, oder wurden falsche Entscheidungen getroffen?

Ich denke, dass es in diesem Fall eine Mischung aus beiden Komponenten war, sozusagen eine Verkettung von kleinen Fehlern und Pech.
                     

Mein Tisch - Tag 2

                 
Tag zwei begann ich sehr skeptisch. Die Spieler an meinem neuen Tisch waren nicht besonders stark, aber trotzdem hatte ich mit Abstand den kleinsten Stack. Nach mehr als drei Stunden "trockener Wüste" war mein Stack auf rund 18.000 geschmolzen. In Level 11 (800/1.600; Ante: 200) saß ich im Small Blind mit und alle foldeten zum Button (ein Australier), der mindestens die dreifache Chipmenge wie ich hatte. Er raiste ab und zu besonders hoch und tat dies aus später Position. Jetzt foldeten alle zu ihm und er brachte erwartungsgemäß 4.000 in die Mitte. Das war meine erste Gelegenheit, mit einer vernünftigen Hand zurückzuschlagen – all-in mit 18.000! Hier war die Chance, dass meine Gegner foldeten, sehr hoch, meine Hand schnitt also gegen die mögliche Range Hände vom Button sehr gut ab! Der Big Blind verschwand, eingeschüchtert von dieser Aktion, aber der Button unterstützte mich nach langer Überlegung bei meiner Entscheidung: Call und er deckte auf.

In dieser Situation kam es nun zu einem Coinflip: gegen = 48 % gegen 52 %. Das Ende war kurz und schmerzlos: Keine Hilfe vom Board und so war ich, sehr enttäuscht, als 310. draußen.

Als kleinen Trost nahm ich am letzten Tag der EPT am Side-Event mit €1.000-Buy-in (250 Spieler) teil, wo ich einen neuen Stil ausprobierte: einen Mix aus tight, loose und aggressiv. Diesmal hatte ich nach Tag eins einen Stack über Average und erreichte schlussendlich nach dem Verlieren bei drei (!) Coinflips in Folge den 16. Platz. Der Trostpreis war immerhin doppelt so hoch wie das Buy-in.
                  

Auf dem Markt: Tomaten helfen, die Konzentration zu steigern!

                 
Antwort zum vorigen Rätsel: 

Wer ist dieser Top-Online-High-Limit-Pokerspieler, so jung und doch schon Pokerlegende?

Antwort: Sami Kelopuro, 22 Jahre alt und schon Poker-Superstar aus Finnland, aka "Larsluzak". Er spielt meistens unter diesem Namen online Highstakes-Pot-Limit-Omaha.

PS: Ich habe dieses Mal versucht, bei den Fotos eine bessere Qualität zu erreichen, ich hoffe, es hat geklappt.                           

Auf der Promenade sah ich die Fußabdrücke des bekannten Fußballstars

In order to comment, you must login or register
Quiz
Neu hier? Nimm an unserem Einstufungstest teil und starte so deine Pokerausbildung.
Schon Mitglied? Melde dich hier an
javascriptNotEnabled
Lerne Von Einsteiger- bis zu Expertenstrategien
Trainiere Verbessere dein Können mit Hilfe unserer Trainer
Gewinne! Etabliere dich als Gewinner
/beliebt/
Hand der Woche – Queen-Ten sui... In der neusten Pokerhandanalyse der Woche geht es um Dame-Zehn suited ...
Mehr