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/Dez/2010

EPT Prag: Kurz und schmerzlos - aber lehrreich!

Von: ivodonev @ 22:02 (CET) / 4040 / Kommentar ( 2 )

Hallo alle miteinander,

  Nach dem deep run in the Main Event in Amsterdam hatte ich mich entschieden, als letztes für 2010 das große EPT-Turnier in Prag zu spielen. Bluff gegen die Taxifahrer in Prag Da ich nicht wusste wann ich zurück nach Hause gehen würde - abhängig von meinem Weiterkommen beim Main Event - entschloss ich mich mit dem Zug nach Prag zu fahren. Ein tschechischer Freund hatte mich informiert, dass das Hotel Hilton nicht sehr weit von dem Hauptbahnhof (etwa 1 km) ist und am Bahnhof immer mit der Taxi ,,Mafia" verhandelt werden müsse.   In Richtung Taxistand gehend kam sofort ein Taxifahrer (sprechend mit russischem Akzent ) freundlich auf mich zu und bot mir eine Taxifahrt zum Hotel Hilton um 990 Kronen (circa 40 Euro) an. Ich war skeptisch und lehnte ab. Nach einigen Minuten kam ein anderer Taxifahrer, dieses Mal ein Tscheche, der mir einen Sonderpreis für nur 600 Kronen anbot (etwa 24 Euro). Ich war überrascht, wie schnell der Preis herunterfallen konnte. Dann bluffte ich wie ihm Poker. Ich drehte mich um und wollte zur Toilette gehen. Da rannte ein dritter Taxifahrer hinter mir her. Er bot mir die Fahrt für nur 250 Kronen (10 Euro) an. Ich konnte einfach nicht nein sagen und war in sieben Minuten im Hotel Hilton. Das EPT - Main Event Ich hatte mich wieder für Tag 1 A angemeldet in der Hoffnung, einen guten Tisch erwischen zu können, weil der größte Teil der Poker Pros an Tag 1A anreist um dann an Tag 1B zu spielen. Meine Erwartungen waren richtig. An Tag 1 A waren nur wenige Spieler, nämlich 199, an Tag 1B über 300 und auch viel weniger bekannte Namen. Es hatte mich nicht überrascht, dass an meinem Tisch keine bekannten Spieler waren, und wir mussten sogar die ersten zwei Level Short Hände zu sechst (!) spielen wegen der späten Registration.   Der einzige LAG (loose aggressive Spieler) war ein Franzose mit WINMAX-Logo und war rechts von mir auf Platz 5, ich saß auf Platz 7. Er raiste oft und machte große Overbets, ich hatte dies dreimal gesehen, und zwar am River mit großer Hand. Es hatte mich nicht gewundert, dass er nach kurzer Zeit klarer Chipleader am Tisch war. Big laydown oder Fehler? Level 2 75/150, er raiste von UTG+2 auf 350, ich fand und entschied mich, den LAG zu isolieren, also Reraise auf 975. Auf der anderen Seite wollte ich ihm sagen, dass er seine Bananen Karten nicht unendlich oft spielen könne. Mein Plan war erfolgreich, weil der einzige ungläubige der sogenannte Franzose war. Der Flop brachte . Rainbow.Der LAG checkt erwartungsgemäß und ich fand den Flop super, um ein Conti Bet zu machen mit 1200. Mein Gegner nahm das Angebot an und so sahen wir zu zweit die wunderbare Turn Karte . Der Franzose checkte sofort und ich fand keinen Grund hier zu wetten.   a) Ich hatte Top Paar mit super Kicker im Heads up b) Mein Gegner war sehr loose, und wenn ich checkte, versuchte er wahrscheinlich, am River zu bluffen   So weit so gut. Der River brachte leider eine schlimme . Mein Gegner packte seine schwere Artillerie aus. Boom, 5900 in der Pot 4350! Hm. Ich erwartete seine Wette am River aber in vernünftigen Grenzen um den halben Pott 2 000 bis 2 500. Jetzt begann ich tief zu grübeln. Hm, diese Wette kostete mir schon in Level zwei 20% von meinem Stack! Normalerweise bedeutete es in solchen Situationen ein Overbet am River eine Big Hand oder Bluff! Für mich könnte er haben: a) Drilling 9 oder Full Houes (z.B.  oder in seiner Hand) b) AK c) Luft Falls er A mit schwächerem Kicker wie , ... hätte, gab es keinen Sinn für ein solches Overbet am River!   Jetzt war mir die Hand Historie in meinem Gedächtnis zu Hilfe gekommen. Mein Gegner hatte zweimal in Level 1 ein Overbet am River gemacht und war gecallt geworden, nachdem er eine große Hand gezeigt hatte. Aus diesem Grund hatte ich mich zum Fold entschieden und foldete offen meine . Warum offen? So könnte ich eventuell Infos von meinem Gegner bekommen. Ich schaute meinen Gegner an, um Infos zu erhalten und sah, dass er nicht glücklich über meine Entscheidung war - er muckte seine Karten verdeckt! Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass in solchen Situationen, wenn jemand einen Bluff erfolgreich gemacht hatte, er seine Karten öffnete um zu zeigen, wie großartig er gespielt hatte!!! Verhexte Nach ein paar Minuten raiste ein tschechischer Spieler UTG auf Platz sechs auf 350. Ich fand unmittelbarer nach ihm sitzend und wollte gerne einen größeren Pot gewinnen – 1000 war der Preis, um den Flop zu sehen. Nur der junge Tscheche nahm mein Angebot an. Der Flop war mehr als freundlich zu mir: . Mein Gegner checkte erwartungsgemäß, und ich fand keinen Grund, meine Topp- 2 Paare slow zu spielen, weil jede Dame und jeder Bube unangenehm für mich bei diesem Bord sein könnte. Ich wette 1500 und war total überrascht über die schmutzigen Pläne meines Gegners-Raise auf 4500. Ich hatte keine Ahnung, was er haben könnte, aber ich könnte  nicht zwei Topp Paare in Position folden. Nach meinem schnelle Call sahen wir den Turn: . Er checkte und ich nahm gerne die freie Karte an, um Pot Kontrolle zu haben. River: Eine . Mein Gegner checkt wieder. Hm, was hatte dieses junge Internet Kid, fragte ich mich. Ich versuchte seine Züge zu analysieren, aber fand keinen Sinn in seiner Spielweise und war fast sicher, dass ich den Pot einstreichen würde, trotzdem checkte ich. Was für eine Überraschung war das für mich, als er für gefloppte Straße umdrehte. Jetzt verstand ich seine Spielweise besser, am Flop logisch mit dem Nuts zu raisen, am Turn das Paar des Bordes das ihm nicht geschmeckt hatte und am River das dritte Pik hat ihn total erschreckt! Nur etwas hatte ich nicht verstanden, warum er UTG mit so einem schwachen Blatt raiste und den Call out of Position, das Reraise auf 1000? So geriet er garantiert in eine schwere Situation: Dominiert out of Position, aber wie man sieht, manchmal hat so ein Risiko ein Happy End! Die Hammer Hand In Level 3 war es bei mir Schlag auf Schlag gegangen und meine Talfahrt war nicht zu stoppen. Nach zwei Händen war ich im Big Blind und alle foldeten zum Cut off zu einem jungen Deutschen, der sich online qualifiziert hatte und relativ wenig Hände passiv bis jetzt gespielt hatte. Er raiste am cut- off auf 400 und zu mir wurde gefoldet. Ich traute meinen Augen nicht, na endlich im Big Blind und nur einen unerfahrenen Gegner. Jetzt aber versuche ich einen großen Pot zu gewinnen- Reraise auf 1300. Auf der einen Seite wollte ich meinen Gegner nicht verscheuchen und andererseits wollte ich den Pot aufbauen und Action bekommen. Mein Gegner biss sofort wie ein Fisch an, der nach langer Zeit einen dicken Wurm gefunden hatte!   Der Flop , was nun? Mein Gegner hatte wahrscheinlich bei so einem Flop nichts getroffen, darum konnte ich ruhig eine frei Karte geben. Check! Auf der einen Seite könnte keine Over Karten zu meinen kommen und andererseits, könnte mein Gegner mich auf setzen und den Pot zu stehlen versuchen. Er aber checkt mit. Turn , jetzt aber war es Zeit, den Pot weiter auszubauen - Bet 2000. Diese Wette hatte mein Gegner schnell akzeptiert. Alles klar, dachte ich, er hatte die getroffen oder hatte ein anderes Paar in seiner Hand, aber hoffentlich nicht . Der River ein ! Der dritte Bube am Bord machte es fast unwahrscheinlich, dass mein Gegner Bube hält! Wow, jetzt hatte ich Full House, also second Nuts. Ich sah, dass in diesem Moment mein Gegner um die 15 000 Rest hatte und im Pot schon 6825 lagen. Ich dachte, dass eine 5000-Wette ein vernünftiges Angebot für meine jungen Gegner war, weil er wahrscheinlich mit Full Haus (vermutlich ) sicher callen würde. Mein Plan war wie ein Haus auf Sand gebaut, da für meinen Gegner mein Angebot viel zu wenig war. Er verlangte plötzlich alles, All-In für 15 000.   Wow. Das konnte doch nicht wahr sein!!! Jetzt stand ich entweder gegen Poker Jacks oder Full House. Ich fand keine Kraft, meine Nuts Full zu folden. In diesem Moment  stand neben mir Constantin Maier, und ich sagte ihm spontan: Constantin, schau mal wie ich wahrscheinlich meine Asse verliere, und callte mit Bauchschmerzen. Mein Gegner zeigte mir das, was ich nicht sehen wollte, nämlich offsuitet für Vierling Buben. Ich habe einen großen Fehler gemacht. Am River war offensichtlich, dass mein Gegner Poker Buben hatte, darum hätte ich nicht callen und die restlichen wertvollen 10 000 ersparen sollen. Die Situation war eigentlich so einfach zu lesen...schade! Aber trotzdem ist es schwer Nuts Full House gegen Poker am River zu folden. Dann war ich tief in den Keller gefallen, oder um es besser zu sagen, wurde ich in die erste Klasse zum Wiederholen (mit meinem armen Stack um die 4000) geschickt. Limpen mit im multiway Pot
Es war Level 4, 150/300, und ich blutete ohne Ende, war klar der kleinste Stack am Tisch. Meine Laune war unbeschreiblich, aber trotzdem hatte ich Hoffnung, dass ich höher klettern und mein Stack bald aufbauen würde.   Bald bekam ich auch eine gute Hand wie ein Licht im Dunkeln in früher Position. Der UTG-Spieler limpte für 300. Was nun? Mit einer solchen Hand und meinem Stack wollte ich gerne einen großen Pot spielen. Aber wenn ich beispielsweise auf 800 raisen würde und jemand mich reraiste, müsste ich vermutlich callen. Mir gefiel aber das andere Szenario, wenn jemand auf 800 raisen würde, und ich dann All In für 4000 ginge. Auf diese Weise könnte ich eventuell vor dem Flop den Pot gewinnen, da die Fold Equity bei meinem Gegner ziemlich hoch wäre. So weit so gut, aber es raiste keiner, sondern nach mir limpten noch drei Spieler und die Blinds gaben einen freien Flop: . Ok, wenn niemand vor dem Flop geraist hat, hat auch wahrscheinlich niemand ein vernünftige Paar. Nach dem Check von BB und dem UTG Limper checke auch ich, aber ein Opa hinter mir wettete 500, und auf diese Weise verjagte er die ganze Kundschaft. Ich dachte, er könne nicht sehr stark sein, da er als Dritter vor dem Flop limpte und ich  im schlimmste Fall zwei Overkarten habe, wenn er eventuell ein mittleres Paar hat ... ich raiste auf 3700 All In. Nach kurzer Überlegung hatte er mit schüttelnden Kopf und gedehnten Lippen gecallt. Ich war fast vom Stuhl gefallen, als er umdrehte. Das war die letzte kalte Dusche - fertig aus.   Schnell und schmerzlos, ja sogar chancenlos hatte ich meine letzte EPT für 2010 beendet.   Aber ich gebe nicht auf, es gibt wieder so viele schöne Turniere im Jahr 2011.   Viel Glück für Euch, gute Karten und ganz schöne Feiertage wünscht Euch,   Euer Ivo ,,The Chessmaster“ Donev

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