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ivodonev blog

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Wie geplant bin ich am 8. Juni in Las Vegas angekommen und am 11. Juni habe ich dann hier mein erstes WSOP-Turnier im Jahr 2008 gespielt. Es war das 5.000-No-Limit-Hold'em-Turnier, bei dem wir mit 10.000 Chips starteten. An meinem ersten Tisch waren sehr starke und aggressive Spieler. Eines der bekanntesten Gesichter an diesem Tisch war Barney Boatman (von The Hendon Mob), er hat extrem loose gespielt wie ein Spieler, der schon einiges getrunken hat.
Ich denke, dass dieser loose Spielstil bei einem Deepstack-Turnier nicht zum Erfolg führen kann, denn die Blinds sind sehr klein und das Spielen mit marginalen Händen führt zu großem Risiko. Barny hat fast jede zweite Hand gespielt und versuchte, den gesamten Tisch zu beherrschen. Hier ein Beispiel: Er hatte UTG geraist und wurde von einem soliden Spieler am Button gecallt. Schließlich kam ein Flush-Kreuz am River, aber sein Gegner hatte das höhere Flush-Kreuz in der Hand, wodurch Barny einen großen Stack verlor. Nach circa zwei Stunden hatte er nur noch 4.000 in Chips und bei Blinds von 200/400 ging er UTG mit all-in, woraufhin er von einer besseren Hand gecallt und natürlich eliminiert wurde. Bei mir ist es ein bisschen besser gelaufen und ich konnte mich mehrere Stunden mit einem Average-Stack halten.

Nach sechs Stunden Spielzeit wurde ich dann an einen anderen Tisch gesetzt, wo auf Platz zehn sofort der Maniac zu erkennen war, Eli Elezra. Er war klarer Chipleader am Tisch und spielte fast jede Hand, meistens mit einem kleinen Raise. So habe ich UTG ein paar Buben bekommen (ich saß auf Platz drei) und habe gelimpt, die Idee war (mein Stack war zu diesem Zeitpunkt unter Average), dass ich, wenn jemand raisen sollte (z. B.: Eli Elezra), reraise und den Pot gewinne. Leider kam es nicht dazu und nach mir limpten zwei Personen, inklusive Eli Elezra (am Button). Der Flop war , die Blinds checkten, ich checkte auch und nur Eli  hat gewettet, und zwar um die Potgröße. Alle foldeten, auch ich, und er zeigte stolz und , ein kompletter Bluff! Nach zehn Stunden Spielzeit waren von 731 Spielern nur noch um die 180 geblieben und ich war, ziemlich shortstacked, mit 8.000 noch im Rennen. In diesem Moment raiste Eli Elezra erneut und ich ging mit meinen letzten 8.000 Chips mit all-in. Alle foldeten und Eli callte mit einem Paar Buben. Leider bekam ich keine Hilfe am Board und so schied ich aus diesem Turnier aus.

 

Nach diesem missglückten Start habe ich mich entschieden, eine vorläufige Pause bei den WSOP-Turnieren einzulegen und die Deepstack-Turniere im Venetian zu spielen.

Deep Stack Extravaganza III vom 29. Mai bis 16. Juli im Venetian: http://venetian.com/venetianeng/assets/files/DSE_JJ.pdf

Dies sind Turniere mit einer sehr langsamen Struktur und mit einem sehr guten Chipkapital am Start, z. B. 10.000 Startchips mit Blinds von 25/50, wobei jeder Level eine Stunde dauert. Eine solche Struktur haben auch sehr viel teurere Turniere wie die EPT, WPT und WSOP.
Bei diesen Turnieren ist man mit gutem Können überlegen! Ich persönlich liebe diese Turniere und habe dabei so viel Spaß wie bei keinem anderen Turnier.
Selten findet man gute Deepstack-Turniere mit so kleinen Buy-ins wie im Venetian. Zur WSOP kommen tausende von Spielern aus der ganzen Welt, bei einem Buy-in von beispielsweise $1.500 kann man jedoch nur 3.000 Startchips bekommen. Scheitern diese Spieler bei den WSOP-Turnieren mit viel investiertem Geld, können sie Deepstack-Turniere in Venetian oder Cesars Palace mit moderaten Buy-ins von $220 bis $1.060 spielen. Deepstack-Turniere sind generell zu empfehlen, wenn man sich die großen Spiele nicht leisten kann/will.

Fazit: Je mehr Startchips man (beim Deepstack) im Vergleich zu den Blinds hat, desto mehr sinkt der Glücksfaktor und umgekehrt.

Und nun zur Fortsetzung des Themas „Poker-Musik

Musik während des Pokerspiels ist für mich ein aktives und bewährtes Mittel zur Beruhigung, Entspannung und zum Aufputschen, aber auch zur Erholung. Es gibt viele Musikrichtungen, angefangen bei der klassischen Musik über Pop, Jazz, Country, Electronic, Disco und lateinamerikanische Musik, Opern, Kirchenmusik bis zur Filmusik.

Welche Musik soll man hören? Das kommt auf den momentanen emotionalen Zustand an. Außerdem hat jeder Mensch andere Musikbedürfnisse.

Spielt man Musik über den Kopfhörer, ist man auch etwas isoliert und hört nicht die Gespräche am Tisch. Das kann aber auch Nachteile haben, da man Informationen verpasst. Ich selbst traue da aber mehr meinen Augen zur Beobachtung.

Kommt man in Phasen, in denen man aggressiv spielen muss, ist für mich das Abspielen von Smooth Jazz am vorteilhaftesten, diese Musik passt sehr gut zu mir.

Diesem Begriff wird meist instrumental orientierte Musik zugeordnet, die Pop und Jazz miteinander verbindet. Dabei ist die Tendenz zur Popmusik stark ausgeprägt, Jazz spielt dabei eine eher zweitrangige Rolle. Der Begriff wurde in den 1980er-Jahren in den USA entwickelt, von jungen Leuten wird diese Musik meist nicht so richtig verstanden.

Hier meine Favoriten aus dem Smooth-Jazz-Bereich, deren Musik ich gern höre: Jan Garbarek, Richard Elliot, Mindi Abair, Candy Dulfer, Kenny G, David Sanborn, Grover Washington Jr., George Benson, Pat Metheny, Lee Ritenour, Stanley Clarke, Marcus Miller, George Duke, Peter White, Brian Culbertson, Chris Botti, Boney James, Fourplay, Wayman Tisdale, ...

Mein nächster Beitrag wird auch aus Las Vergas kommen, ich bin dort bis zum Main Event - meinem Hauptziel.

Euer Ivo Donev - The Chess Master

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