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/Okt/2010

Fantastische Turniere im Montesino-Casino in Wien

Von: ivodonev @ 15:38 (CEST) / 12 / Kommentar ( 3 )

<sub> Hallo liebe Leser
Das wunderschöne Ambiente des Casinos Montesino in Wien hat mich schon immer begeistert, aber diesmal wurde wirklich voll ins Schwarze getroffen:
 
Ein einmaliges Erlebnis: Für nur 550€ Buy-In ein dreitägiges super Deep Stack Turnier zu spielen - Wow!!! Es ist kein Wunder, dass solche Deep Stack Turniere natürlich massiv besucht werden - 505 Teilnehmer pokerten mit der Absicht, in die Preisränge zu kommen: 1 Stunde Levels; 1 Level 50-100 und jeder Spieler startete mit sage und schreibe 50 000 Chips! Unglaublich! Beim Main Event WSOP im Vergleich dazu sind die Levels auch ab 50-100,aber man startet dort mit 30 000 Chips,und man muss i Las Vegas das fette Buy-in von 10 000$ hinblaetern.Also:Das war das ,,Deepste" Poker Turnier mit dem niedrigsten Buy-in,das ich je gespielt habe.Man koennte es auch so ausdruecken:Preiss-Leistung ausgezeichnet!
Kommen wir nun zum Turnier selbst: Mein Tisch war kunterbunt gemischt, rechts von mir war Michael Cango (ein bekannter Wiener), links von mir ein Deutscher und einige ungarische junge Internet Kids, die gerne Raise-Orgien veranstalteten. Mein Stack begann sich allmählich aber sicher aufzubauen. Level 10, die Blinds 700/1400 + Ante 200: ich hatte schon um die 210 000 bei einem Average von 80 000 (die letzten 184 Spieler)! Dann passierte das Unvermeidliche - ich überzog eine Hand und verlor um die 40% meiner Chips. Alle foldeten zu mir am Button, und ich sah . In solchen Situationen gibt es bei mir nur zwei Optionen: Fold oder Raise. Weil ich momentan Chipleader am Tisch war könnte ich mir den Luxus leisten, die Blinds in Position zu attackieren. So raiste ich auf 4400. Ich bekam nur einen Kunden, der mit diesem Betrag einverstanden war, nämlich der Big Blind (mit circa 90 000 Chips) Janos Toth, ein sehr looser junger ungarischer Spieler. So hatten wir zu zweit den Flop gesehen. Mein wilder Gegner,, Lead" ohne mit der Wimper zu zucken um die 4500. Offensichtlich hatte mein Gegner keine Pokerbücher gelesen, weil dort überall steht, dass man normalerweise gegen Preflop Raiser out of Position checken sollte! Aber egal, denken wir nach, was eine solche Wette out of Position höchstwahrscheinlich bedeuten könnte. a) Er hat 2 Paare wie ein kleines Pocket-Paar in seiner Hand wie 22, 33,44 oder 55 oder die 6 getroffen und will somit seine Hand schützen b) Er hat eine Draw Hand wie Strassen- oder Flush Draw c) Er hat <i>wahrscheinlich</i> keine getroffen, ansonsten checken in solchen Situationen die meisten Spieler das Monster. Nach kurzer Zeit hatte ich mich zu einem Raise entschlossen und zwar mit 12 000, um große Stärke zu zeigen und den Pot eventuell sofort einzustreichen. Leider war mein junger Opponent nicht mit meiner Idee einverstanden und callte mit offensichtlichem Frust. Diese Tells hatten meine Gedanken verstärkt, dass er Maximum zwei Paare (die 6) haben könnte. Somit hatte ich mit meinem Flush Draw und einer Overcard, die Dame, eventuell 12 Outs. Der Pot war jetzt auf 35 700 gewachsen, und leider kam am Turn keine von meinen 12 Hoffnungsträgern - Herz oder Dame. Also der Turn . Janos war scheinbar lernfähig und wettete nicht mehr gegen den Aggressor sondern checkte. Ich sah mir sein Stack an: Um die 60 000. Was nun? Ich sah drei vernünftige Möglichkeiten: a) Checken und die Freikarte mit meiner Drawing Hand zu nehmen b) Um die Potgröße zu wetten (35 000) und so eine starke Hand (wie Overppair) zu repräsentieren. Aber was machte ich, wenn er All-In reraiste? c) 60 000 spielen um meinen Gegner All-In zu setzen und auf diese Weise maximalen Druck auszuüben. Nach kurzer Zeit habe ich mich für die Variante c) entschieden. Ich hatte gehofft, dass mein junger Gegner nicht sein Turnierleben mit einem verdächtigen Paar aufs Spiel setzen würde. Leider vergeblich. Er stand auf, zog seine Jake an und sagte einfach ...OK - Call. Wir drehten die Karten um, ich und er . Wow Hut ab, ein sehr guter Call am Turn! Am River tauchte eine unbedeutende schwarze 2 auf, und der fette Pot ging Richtung...Ungarn. Dadurch hatte sich Janos erholt und sogar am Final Table den 4. Platz gemacht! Nach dem Spiel war alles klar: a) Vor dem Flop kann man raisen oder folden b) Nach dem Flop kann man callen oder raisen. c) Nach dem Turn - hier ist der Fehler! Klar die beste Entscheidung war zu checken und die freie Karte zu nehmen FAZIT: Nach dem Spiel, wenn man die Karten des Gegners und das Bord gesehen hat ist, es leicht zu erkennen, wo man besser hätte spielen können! Nur weniger Minuten später bekam ich noch einen empfindlichen Rückschlag. Der UTG Spieler aus Italien raiste auf nur 3800, zwei Spieler waren mit diesem bescheidenen Betrag einverstanden und ich fand keinen Grund, meine zu folden. So sahen wir zu viert den Flop mit . Nicht schlecht, dachte ich. Der UTG Raiser wettete 8000, und den beiden Mitläufern wurde dies zu heiß und sie verschwinden von dem Schlachtfeld. Ich fragte, wie viele Chips mein Gegner hat: Um die 60 000 Total war die Antwort. So, wenn ich jetzt normal raisen würde (um die 24 000) mit meinem Nuts Flush Draw und Gut Shot (Bauchschuss Strassendrow) Straßen Draw (also 12 Outs), und mein Gegner over the Top all-in gehen würde, gab es keinen Weg mehr zum Rückzug. Mathematisch war es offensichtlich, dass ich gegen jedes Overpair ( A A - Q Q) genug Outs hatte, um maximalen Druck ausüben zu können. Nur wenn er ein Set hätte ( oder ) läge ich bei 66%-33% (Odds 2 zu 1) hinten. Gedacht, getan. Ich raiste auf 60 000, und er war sofort mit meinem Angebot einverstanden: Er callte und drehte für ein Set um. Na ja, jetzt brauchte ich Hilfe, weil ich das schlimmste Szenario erwischt hatte. Leider war der Turn tödlich , und somit war ich Drowing Dead. Mein Stack schrumpfte innerhalb von kurzer Zeit vom Chipleader am Tisch zum Short Stack zusammen, und so beendete ich den Tag 1 für mich. An Tag 2 war ich klar unter Average, und mit gewaltigen Mühen hatte ich mein Stack um die 80 000 gehalten. Level 16, Blinds 3000/6000, Ante 500, eine Runde kostet mir somit 13 000. Ich fand in später Position . Alle foldeten zu mir, und ich wollte gerne die Blinds zu meinem Stack vereinen, also raiste ich ca. 15 000, nur ein Spieler am Button mit fast dem doppelten Stack wie meines hatte mich mit diesem Betrag unterstützt. Der Flop . Ich checkte vorsichtig, und er wettete ein extrem kleines Bet von 8000. Ich hatte mit diesem Spieler selten am gleichen Tisch gespielt und hatte auch momentan keine Ahnung, was diese kleine Wette bedeuten würde. Zu diesem Zeitpunkt waren nur noch gegen 90 Spieler (bei 63 Preisen) geblieben, und ich war eines der kuerzesten Stacks. Ohne mich zu verdoppeln könnte ich nie im Preisgeld landen. So dachte ich, dass diese Wette eher Schwäche als Stärke bei meinem Gegner zeigte, und wenn ich All-In puschte, könnte die Fold Equity hoch sein. Dazu hatte ich vier Outs für eine Straße und auch kleine Prozente für ein Back Door Flush. Gedacht getan: All- in! Mein Gegner war offensichtlich überrascht und begann zu sprechen: „Ivo, du ich habe K Q, hast du wirklich A K?“ Ich hielt es nicht mehr aus und sagte ohne zu überlegen, dass ich eine gute Hand hätte und ich sie ihm gerne zeigen werde, egal ob er callte oder foldete. Nach kurzer Zeit callte er, und somit war ich weit hinten. Am Turn tauchte ein wenig Hoffnung, eine auf, aber der River war tödlich mit , und somit war ich kurz vor dem Geld ausgeschieden. Mein Gegner hatte mir dann einen super Tipp gegeben: ,,Ivo, wenn du nicht geredet hättest, hätte ich meine K Q nach dem Flop gefoldet!" Ich weiß, nicht ob er wirklich gefoldet hätte, aber eines ist sicher: Jede Information, die man während des Spiels von sich gibt, könnte fatale Folgen haben, besonders wenn man blufft oder semi blufft!


Ich am Turnierdesk mit Melina und Katharina.

Weil das Casino Montesino wirklich supergute Turniere durchführt und ein Ambiente mit gut erreichbaren Hotels rundum bietet , bei dem man sich sehr wohl fühlt, wasich ebenfalls für sehr wichtig halte, habe ich nun geplant, sowie die Drei-Länder-Poker-Tour, Grand Finale mit 500 000 Euro garantiert Pricespool vom 8. bis 11. Dezember als auch die World Poker Tour im März 2011 dort zu spielen. Mal sehen, ob es dort dann besser läuft!<font color="#000000">Das Montesino hat sich eine Aktion einfallen lassen bei der Schnellentschlossene und Gruppenreisende , Ermäßigungen erhalten: </font><font color="#0000ff"><font color="#000000">leon@montesino.at</font></font><font color="#000000"> .</font>
Euer Ivo,,The Chess Master"
    <font color="#000000">
</font>
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