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/Jul/2010

From WSOP Las Vegas to CAPT Velden

Von: ivodonev @ 15:00 (CEST) / 1732 / Kommentar ( 8 )

Hallo liebe Leser,   bevor ich euch mit einigen interessanten Händen versorge möchte ich euch zum Abschied von der WSOP-Zeit noch einige schöne Fotos von Las Vegas zeigen.
 
In Las Vegas ist es nicht selten, dass man auf so stark tätowierte Frauen trifft
  Den besten Blick auf Las Vegas hat man von dem Dach des Hotels Rio. Ivo und Christian Oswald
  So hat bei mir jeder Tag begonnen – eine Stunde Fitnesstraining
  Im Bellagio gibt es sogar einen Botanischen Garten, was ich noch nie zuvor in einem anderen Casino gesehen habe! Toll!   Dieses Jahr hat sich leider das Main Event bei der WSOP (05.07 bis 17.07) mit der Turnierwoche in Velden (10.07 bis 18.07) stark überschnitten. Nachdem ich im ersten Monat bei meinem Las Vegas Aufenthalt nicht besonders gut abgeschnitten hatte entschied ich mich, das Main Event nicht zu spielen sondern nach Velden am Wörtersee zu fahren, um dort Urlaub und Poker zu kombinieren. Ich spiele jedes Jahr und sehr gerne die CAPT Turniere in Velden, denn hier kann man wunderbar einen Urlaub am Wörtersee mit dem Pokern im Casino Austria verbinden, besonders heuer hat uns die Sonne mit einem wunderbaren Badewetter verwöhnt. Die Organisation war wie immer tadellos und sehr professionell geleitet vom Casino Austria Poker Manager Edgar Stuchly und Casino Velden Poker Manager Gerald Golker. Schon in meinem ersten Turnier No Limit Holdem 600€ Buy- in hatte ich es geschafft, die letzten beiden Tische zu erreichen. Es war kurz nach Mitternacht und es war Bubble Time. Es gab nur 16 Preise für die gestarteten ca. 150 Spieler. Zu diesem Zeitpunkt (3000/6000+Ante 500) war Julian Herold mit etwa 290.000 klarer Chipleader. Er spielte sehr aggressiv und raiste oft vor dem Flop extrem hoch. Das einzig Gute in dieser Situation war, dass ich zwei Plätze hinter ihm saß und somit Position über den aggressiven Chipleader hatte.
Mein Stack dagegen war ziemlich mager mit etwa um die 63.000, aber trotzdem lag ich in der Mitte von den verbliebenen 17 Spielern. Mit anderen Worten: Wenn ich in der nächsten Zeit keine Hand spielen würde, landete ich sicher im Preisgeld. Dann passierte folgendes: Alle foldeten bis zum Button Julian-,,Mr. All-in", der sein Lied wiederholte ,,I am All-in“. Der Small Blind foldete, und ich fand im Big Blind zwei Damen. Hm, in so einer Situation bei der WSOP, wo der Bubble über 20.000 bekommt, hätte ich gefoldet, aber hier ist der Unterschied zwischen Bubble und dem 16.Platz mit 770€ nicht sehr groß. Falls ich gewinnen würde läge ich über Average und hätte somit gute Chancen, den Finaltisch zu erreichen. Call! Ich drehte meine um, er . Der Rest ist Geschichte. Er gewann mit Assen full und ich war der Bubble-Boy. Ehrlich gesagt, es gefällt es mir gar nicht, so als Bubble auszuscheiden, aber so ist es nun mal beim Poker. Nach diesem großen Gewinn hatte Julian noch einen größeren Chip-Vorsprung, der am Schluss auch zum Turniergewinn führte. Gratulation Julian!
Das Main Event
– 17.Juli, 2000€ Buy in, 1h Levels, 15 000 Start Chips, 213 Spieler. Wie immer in einer Turnierwoche ist der höchste Genuss für mich das Main Event, es hat: A) Die beste Turnier-Struktur B) Die größere Teilnehmerzahl C) Das höchste Buy- in und somit den größten Preisspool
  An meinem Tisch waren rechts von mir das Geburtstags Kind Mark Gork (zum Glück) und der bekannte Besim Hot. Ich hatte das Turnier ganz solide begonnen und bei den wenigen Pots, die ich gespielt hatte,  fast immer gewonnen. Auf diese Weise hatte sich mein Stack langsam bis zu Level 4 um die 40.000 hinauf entwickelt, dann passierte dies im Level 4. Die Blinds waren 150/300, ein unbekannter Spieler, der fast so viele Chips wie ich hatte, raiste auf 750. Alle foldeten bis zu mir, und ich sah am Button meine Karten . Weil ich meinen Gegner nicht kannte und er UTG geraist hatte, gab ich ihm den notwendigen Respekt und beschränkte mich auf zwei Entscheidungen: folden oder callen. Schlussendlich entschied ich mich, den Flop in Position billig zu sehen! Call. Der Small Blind foldete, aber der Big Blind wollte mit uns an der Party teilnehmen und callte die restlichen 450 nach. Der Flop brachte . Der Big Blind hatte offensichtlich Pokerbücher gelesen und gewusst, dass man ,,normalerweise" gegen preflop Raiser checken sollte, er verlangte 1600, um den Turn zu sehen. Ich hatte nur ein mittleres Paar und ein Gut Shot Straight Draw. Konnte es sein, dass der Aggressor ein Overpaar, zwei Overkarten oder sogar ein Set getroffen hatte? Es ist sehr schwer, bei einem unbekannten Gegner die Stärke seiner Hand zu schätzen. Ich callte ruhig, um den Turn in Position zu sehen. Der Bigi war aber nicht mit dem Turn-Preis einverstanden und foldete sofort. Der Turn brachte die . Mein Gegner war nicht zu bremsen und feuerte eine neue Kanonade - 3600. Wow, was hatte ihm auf diesem Board so gefallen, dachte ich. Vermutlich hatte er ein Overpaar und wollte sich vor allen möglichen Draws schützen. Ich dachte, ein Raise könnte eine Antwort auf alle meine Fragen sein. Also Raise auf 9800. Jetzt hatte mein Gegner seine schwere Artillerie ausgepackt – All-in auf über 35.000. Wow! Und das auch noch im Level 4, wo ich so einen riesen Pot spielen musste mit dem Ergebnis: entweder Chipleader oder extrem short zu werden. Nach kurzer Überlegung fand ich keinen Grund zu folden und schob meine restlichen Chips in der Mitte. Jetzt war die Überraschung sehr groß, nachdem mein Gegner ein Paar mit öffnete. Er sagte zu dem Dealer er wolle bitte eine 9 mit der Absicht auf eine Straße und hat dabei aber nicht erkannt, dass ich mit meinen Buben eine größere Straße machte. Der River brachte eine 2, so konnte ich diesen großen Pot ihn Level 4 einstreichen.
  Die nächste Schlüsselhand passierte im Level 10, 800/1600 + Ante 200. Ich mit rund 80.000 fand in mittlerer Position und es wurde zu mir gefoldet. Der Preis, um der Flop zu sehen, war auf 4000 gesetzt. Niemand außer dem Bigi (Bülent Uzun) war einverstanden. So standen wir zu zweit vor dem Flop . Er checkte schnell und ich war nicht irgendwie auf Conti Bet Welle eingestellt. Eine innere Stimme hatte mir geraten zu cheken und den Turn billig mit meinem Under-Paar zu sehen. Meiner Meinung nach ist es nicht immer Pflicht - wenn dein Gegner checkt - in Position Conti Bet zu setzen. Manchmal gewinnst du den Pot sofort, manchmal wirst du geraist, dies ist von vielen Faktoren abhängig. Der Turn brachte eine - Bingo! Ich hatte jetzt fast sicher die beste Hand. Mein Gegner checkte, und ich wollte den Pot vergrößern, 4000 war mein Preis für den River. Er callte schnell. Aha, dachte ich, wenn er callte hatte etwas getroffen, also hier gab es etwas mehr Chips zu holen. Der River brachte eine . Jetzt hatte ich Full House und ich überlegte, wie ich Maximum Value aus meiner Hand heraus holen könnte. Ich dachte, hier könnte eine ziemlich große Wette wie ein Bluff aussehen. Gedacht getan, ich schob 15.000 in die Mitte. Plötzlich hatte mein Gegner großes Interesse an diesem Pot gezeigt und raiste mich auf 30.000. Ich bekam Bauchschmerzen und meine erste Reaktion war, na ja, wenn er irgendwelches Full gebastelt hatte, wäre ich am Boden! Warum? Weil jedes Full würde mein Baby Full 555 77 schlagen. Und wenn er ein Full hatte, wäre dieses Full besser als meines, weil es wahrscheinlich eine 7 + eine andere Board Karte beinhalten würde! Die andere Variante war, dass er Drilling 7 am River zurechtgebastelt hatte. Nach langem Nachdenken hatte sich alles in meinem Kopf zurückgespielt, die Action vor und nach dem Flop, Turn, River… Ich war fast sicher, dass er Drilling 7 hatte und reraiste auf 70.000. Seine Antwort war wie aus einer Pistole geschossen - call, und drehte off um. So hatte ich diesen riesen Pot gewonnen und konnte bald als Chipleader mit 248.000 (vor Matthias Kurtz 148.000, Herbert Steiner 131.000 u.s.w.) diesen Tag 1 gegen 4h am Morgen beenden.
  Man kann sagen: Ende gut alles gut. Nur ein kleines Detail muss ich noch erwähnen. Weil es geplant war, das Main Event in zwei Tagen zu beenden, mussten wir bis 4h in der Früh spielen. Und trotzdem: Nach hartem 12-Stunden-Kampf waren noch 43 Spieler für Tag 2 übrig geblieben. Die Preisgelder mit 20 Preisen waren noch ein Stück entfernt, und somit müssten noch mehr als die Hälfte der Spieler ausscheiden, bevor man etwas verdienen konnte.
Fortsetzung folgt…

Euer Ivo:,,The Chess Master"
 

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