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/Apr/2008

Onlinepoker – einige Tipps – Teil 1

Von: ivodonev @ 11:31 (CEST) / 9608 / Kommentar ( 343 )

Hallo, alle zusammen!

Bevor ich etwas schreibe, brauche ich mehrere Tage, um meine Gedanken zu einem Thema zu ordnen und zu analysieren.

Das Thema Onlinepoker ist für viele sehr interessant, weil fast jeder aktive Pokerspieler ab und zu (manche sogar professionell) über das Internet Poker spielt. Seit einigen Jahren habe ich mich systematisch mit Onlinepoker beschäftigt, und nun möchte ich einige meiner Überlegungen mitteilen, die sicherlich vielen Spielern hilfreich sein können.

Es gibt mehrere Unterschiede zwischen Live- und Onlinepoker.

 

- Es gibt immer ein Spiel – 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr, Onlinepoker schläft nie! So hat man die Gelegenheit, mehrere Tage und Nächte nonstop spielen zu können. Besonders gefährdet sind dabei einsame Menschen – weil die Gefahr besteht, dass sie in einer virtuellen Welt versinken. Sie denken so: Wenn ich in einer Gewinnphase bin, spiele ich weiter. Logisch, denn jeder will so viel wie möglich gewinnen! Wenn ich in einer Verlustphase bin, spiele ich weiter, denn das muss sich ja irgendwann ändern, ich spiele so lange, bis ich meine Verluste wieder gut gemacht habe. (!?) Oder ich spiele noch „ein wenig“, bis ich einen großen Pot gewinne. Und somit landen diese Spieler in einen Teufelskreis und spielen ohne Ende weiter.
Letzte Woche habe ich einen Freund getroffen, der eine Woche Urlaub hatte. Er erzählte mir, dass er in dieser Woche 120 Stunden Onlinepoker gespielt hatte!!! Das ist natürlich viel zu viel, es bleibt kaum Zeit für andere Dinge wie Familie, Erholung und andere Hobbys. Darum empfehle ich solchen Spielern, einen Plan zu machen, z. B.: 16 Stunden pro Woche Onlinepoker bei einer guten zeitlichen Verteilung. Ich denke, dass nach drei bis vier Stunden Onlinepoker die optimale Konzentration sowieso nachlässt und damit die Qualität des Spiels nicht mehr dieselbe ist wie am Anfang. Es entstehen geistige und körperliche Müdigkeit und Nervosität, begleitet von geröteten Augen, nicht zu reden von Rückenschmerzen vom ständigen Sitzen, die zu einem Dauerproblem werden können.

 

- Eine große Gefahr besteht darin, dass man zu viel verlieren kann. Es ist einfach und schnell, per Kreditkarte zu bezahlen. Darum empfehle ich jedem Spieler, sich ein Limit pro Woche oder pro Tag zu setzen. Außerdem ist es viel besser, Geld mit einer paysafe-Karte (http://www.paysafecard.com/) einzuzahlen (hier ist das Maximum pro Karte €100, aber man kann für mehrere Karten hintereinander einbezahlen).
Hier möchte ich noch für Spieler, die kleine Limits spielen und kleine Bankrolls haben, eine Idee vorstellen. In NL- oder PL-Spielen kann man aus einem Tisch mit Gewinn aussteigen und an einem anderen mit Minimum-Buy-in einsteigen. Da die Unterschiede zwischen einem Onlinecasino und einem Livecasino auf der Hand liegen, gilt zu bedenken: Live ist es fast unmöglich, ständig die Tische zu wechseln, online hingegen schon!
Die Idee von mir ist, mit $100 einzusteigen und falls wir verlieren, ein zweites Buy-in mit $150 zu machen. Falls wir noch einmal verlieren, tätigen wir ein drittes Buy-in mit $250, also immer eine schrittweise Form der Progression. Auf diese Weise gebe ich mir die Möglichkeit, ein- von dreimal einen großen Pot zu gewinnen, um ein Minimum an finanziellem Gleichgewicht zu halten.
Und wenn ich noch mit dem ersten Buy-in verdopple, kann ich aus diesem Tisch aussteigen und bei einem anderen mit einem Minimum-Buy-in wieder einsteigen. So hat man ein reduziertes Risiko.

 

- Die beste Zeit für Onlinepoker ist früh am Morgen zwischen sechs und zehn Uhr. Denn wie alle wissen, kommt der überwiegende Teil der Onlinepokerspieler aus den USA. Durch die Zeitverschiebung ist in den USA Nacht, wenn wir Morgen haben. Ein frisch ausgeschlafener Mensch hat einen offensichtlichen Vorteil gegenüber einem ermüdeten Spieler, der vielleicht schon mehrere Stunden gepokert hat oder gar, vom Alkohol beeinflusst, zu emotionalen Fehlern neigt.

 

- Man kann mehrere Tische gleichzeitig spielen, denn dadurch spielt man viel mehr Hände pro Stunde als beim Livepoker im Casino. Bedeutet das mehr Gewinn? Ja – wenn man gut genug ist. Meine Empfehlung ist, nicht mehr als zwei oder drei Tische gleichzeitig zu spielen, da die Fehlerquote durch die geforderte, erhöhte Konzentration gesteigert wird. Außerdem wird man mit Sicherheit viele Feinheiten verpassen und kann die Ideen der Gegner nicht so leicht erkennen.

 

- Man muss eine absolut sichere Internetverbindung und -Security haben, denn bei einer plötzlich getrennten Internetverbindung kann man nicht mehr setzen (ich war sogar schon einmal mit Nuts in so einer Situation!). Falls man nicht einen Unterbrechungsschutz hat, kann man sogar den Pot verlieren. Darum habe ich eine doppelte Internetverbindung: eine von der ADSL-Festnetzleitung und eine mit externem USB-Modem von einem anderen Provider.
Eine sichere Internet-Security-Suite (z. B. Kaspersky 7 – http://www.kaspersky.com/de/) ist auch sehr wichtig. Denn es gibt PC-Spezialisten, die durch ein sogenanntes Trojanisches Pferd (oder andere Methoden) den Account-Namen und das Passwort bei der Onlinepokerseite aufspüren können. Bei einem Pokerfreund von mir ist so etwas schon einmal passiert. Danach war sein Onlinekonto bei einem bekannten Onlinecasino leer!!!

 

- Man kann während des Spiels einige Pokerprogramme verwenden (natürlich nur welche, die erlaubt sind!), denn diese liefern Informationen und Statistiken über die anderen Spieler am Tisch oder helfen bei der Verbesserung des eigenen Spiels. Ich empfehle für Profis PokerTracker und für leicht Fortgeschrittene PokerOffice oder Poker-Spy. Hier ein Link zu PokerStars, wo Listen mit erlaubten und verbotenen Programmen einsehbar sind: http://www.pokerstars.com/de/poker/room/prohibited/

 

Bonus: Sehr interessant sind die Statistiken über Onlinepokerspieler, z. B. http://www.officialpokerrankings.com/, und Onlinepokercasinos: http://www.pokerlistings.com/

 

Schlussfolgerung: Onlinepoker ist für undisziplinierte Spieler absolut nicht zu empfehlen, weil es besonders beim Onlinepoker schwierig ist, sich im richtigen Maße zu kontrollieren!

 

Euer Ivo Donev – The Chess Master  www.ivodonev.com

Liebe Leser,

Ich bin immer offen für konstruktive Kritik, denn auf diese Weise kann ich mich besser auf die Bedürfnisse der Leser einstellen. Ich habe große Freude an Pokern und der Vermittlung des Pokerspiels, weil für mich Poker eine Kunst ist bei der man nie ausgelernt hat. Ich versuche weiterhin mein Bestes zu geben!


 

 

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