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/Mai/2008

Goldstrand - Der Main Event

Von: ivodonev @ 09:12 (CEST) / 9 / Kommentar ( 380 )

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<font size="2">Von links: der Main-Event-Finaltisch: Dealer, Alex aka Valuepapzt, Ivo, Fred, Marco aka Expekter</font>
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Wie alle von Expekters Blog wissen, wurde die Pokernews Challenge auf Mitte Juli verschoben.
Nach Angaben des Pokermanagers Miro hat das Casino Anfang Mai leider aufgrund einer Gesetzesänderung die Lizenz für 16 weitere Tische für die Turnierwoche nicht genehmigt bekommen und somit musste die große Turnierwoche abgesagt werden.
Die Pokerroom- und Hotelleitung hat sich aber außerordentlich gut um die Gäste gekümmert, die schon einen Flug nach Varna gebucht hatten und nicht mehr absagen konnten.
Es wurde für jeden ein kostenloses Shuttle vom Flughafen zum Hotel angeboten.
Der normale Hotelpreis von etwa €90 wurde auf €21 für ein Einzelzimmer und €33 für ein Doppelzimmer gesenkt.

Des Weiteren kann man bei solch einem Liveturnier neue Pokerspieler kennenlernen und dadurch sind einige neue Freundschaften entstanden (Alex aka Valuepapzt, Marco aka Expekter, Nils, Richie usw.)

Das Frühstück war im Hotelpreis inklusive und für das Mittag- und Abendessen musste man lediglich eine Servicegebühr von einem Euro bezahlen und hat dafür sogar noch kostenlose Getränke erhalten.
Auch während des gesamten Turniers oder der Cashgames wurde man mit kostenlosen Getränken und Snacks versorgt.

Es wurde an jedem Tag an etwa drei bis vier Turniertischen und an einem bis zwei Cashgametischen gespielt.
Für Leute, die im Urlaub etwas Pokern wollen, ist es der perfekte Ort.

Der Main Event begann mit 10.000 Chips und wurde mit 45-Minuten-Levels gespielt. Das Buy-in betrug €500. An meinem Tisch saßen zu 80 % unerfahrene Spieler, die manchmal sehr fahrlässige Fehler machten.

Am Anfang des Turniers spielte ich sehr tight und im dritten Level (Blinds: 75/150) kam es zu folgender Hand: Ich fand UTG und nun hatte ich zwei Optionen (Raisen oder Limpen)<font color="#000000">. </font><font color="#000000">Ich veränderte nun meinen Spielstil, um von meinen Gegnern nicht richtig gelesen zu werden.</font>

Plan A: Wenn ich auf 500 geraist und einen Reraise bekommen hätte, hätte ich noch einmal gereraist und somit meine Hand eigentlich komplett preisgegeben.

Plan B: Wenn ich gelimpt hätte und ein unerfahrener Spieler mit einer spielbaren Hand hätte auf 600 geraist, dann hätte ich auf 1.800 gereraist und der unerfahrene Spieler mich dann nicht direkt auf oder gesetzt.

Für mich kam also nur der Limp in Frage. Des Weiteren hatte ich mich zum Limpen entschieden, da der Spieler links von mir schon Chips in der Hand hatte und wohl raisen wollte. Ich limpte also und der Spieler raiste auf 600. Zu meiner Überraschung callten drei weitere Leute und als ich wieder an der Reihe war, reraiste ich auf 3.500. Da ich meine Könige nicht gegen drei Leute out of position spielen wollte, musste ich an dieser Stelle einen großen Raise anbringen, bei dem ich im besten Fall nur gegen einen Spieler spielte.
Der ursprüngliche Raiser pushte daraufhin sofort all-in. Alle foldeten direkt und ich überlegte noch kurz, callte dann aber doch recht schnell. Er zeigte und meine Könige hielten.
Somit war ich Chipleader an meinem Tisch.

Im vierten Level (100/200) limpte ich mit , ein älterer Herr overlimpte und wir sahen zusammen mit den Blinds den -Flop. Der SB checkte, der BB bettete 600, die ich callte, und der ältere Herr pushte für 4.500 all-in. Die Blinds foldeten und ich hatte einmal mehr eine schwere Entscheidung zu treffen. Ich hätte nämlich 3.800 nachzahlen müssen, um einen Pot von 6.400 zu gewinnen. Weil er so schnell gepusht und vor dem Flop nicht geraist hatte, gab ich meinem Gegner an dieser Stelle einen Draw. Ich callte und er drehte um. Zwei Blanks am Turn und am River und somit hatte ich einen massiven Chiplead an meinem Tisch.

Nach neun Stunden Spielen wurde der erste Tag mit den letzten fünf Leuten beendet. Ab jetzt befanden sich alle im Geld. Der Ersteplatzierte erhielt €5.550, der Fünfte erhielt €700. Ab diesem Zeitpunkt war es für mich eine richtige Achterbahnfahrt. Der Chipleader zu diesem Zeitpunkt war Fred aus Norwegen mit 83.000 und ich mit Marco aka Expekter mit 53.500 Zweiter in Chips. In Level zwölf (Blinds: 1.000/2.000, Ante: 200) raiste ich UTG mit auf 6.000 und Nick (ein Bulgare mit US-Pass, der schon viele in Jahre in Las Vegas wohnt) überlegte lange, bevor er dann nach etwa einer Minute für 23.000 all-in pushte. Alex aka Valuepapzt foldete im BB und ich stand wiederum vor einer Entscheidung.

Ich hätte nun 17.000 nachzahlen müssen, um einen 31.000er-Pot zu gewinnen. Da er so lange überlegt hatte und ich ihn schon lange kenne, konnte ich ein Monster bei ihm ausschließen. Falls ich callte und verlor, würden mir immer noch 64.000 Chips bleiben. Nach langem Nachdenken entschloss ich mich zu dem Call und Nick zeigte . Der Flop war – Der Turn brachte dann den Flushdraw und somit waren wir nur noch zu viert am Tisch.

 Die Achterbahnfahrt ging weiter und es ereignete sich eine Hand zwischen Alex und Freddie. Alex raiste am Button auf 6.000, Freddie reraiste im BB auf 13.000 und Alex instapushte all-in für 37.500. Freddie überlegte nun ganz lange, callte dann letztendlich mit und lag gegen Alexs hinten. Später ist er dann als Vierter ausgeschieden.

In Level 13, bei Blinds von 1.500/3.000 und 300er-Ante, foldete Alex, ich raiste am Button mit mit 8.000 und Expekter pushte sofort für 27.000 all-in. In diesem Moment war ich Chipleader und hätte mir eigentlich den Call leisten können, jedoch war ich mir sicher, dass Marco, der am Finaltisch tight spielte, hier eine bessere Hand hielt. Somit foldete ich und zeigte das .

Nachdem wir nur noch zu dritt waren, pushte ich Expekter vom SB aus mit all-in und er callte mit . Der König kam auf dem Turn und somit war ich mit 175.000 zu 75.000 Chipleader. Im Heads-up haben wir uns dann auf einen Deal geeinigt: Ich bekam €5.150 und er €4.000.
Somit habe ich das Main Event in meiner früheren Heimat gewonnen.

Fazit: Am Finaltisch konnte ich einige Coinflips gewinnen und genau diesen Lauf braucht man im entscheidenden Moment, um solch ein Turnier zu gewinnen. Meiner Meinung nach beläuft sich der Glücksfaktor bei einem Deepstack-Turnier am Anfang auf ein Minimum, am Finaltisch erhöht sich dieser jedoch meist stark und dort braucht man in den entscheidenden Situationen dann ein glückliches Händchen.  :-)

Euer Ivo Donev – The Chess Master  www.ivodonev.com

P.S. Im Monat  September (12-21.09.2008) werden in Bulgarien - Grand Hotel International (Goldstrand – nähe Varna) mehrere Poker Turniere stattfinden. Interessierte können sich beim Poker Manager M. Malchev(miro.malchev@abv.bg) unverbindlich Info (auf englisch) holen.

Hier noch ein paar Bilder vom Goldstrand

 

 

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