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ivodonev blog

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<font size="2" face="Verdana">Hallo alle miteinander,</font>

<font size="2" face="Verdana">zuerst einmal wünsche ich allen Lesern einen guten Rutsch und einen tollen Start in das Jahr 2009!! </font>

<font size="2" face="Verdana">Nach 20 Minuten in Level zwei (50/100) bekam ich UTG und machte einen Standard-Raise von 300, hinter mir callte ein junger Holländer (mit Everest-Poker-Logo auf der Kleidung, also offensichtlich ein Internet-Kid). So sahen wir im Heads-up den Flop mit . Ich machte einen Conti-Bet um 400, er raiste auf 1.200, ich gab ihm kein großes Paar, da er mich dann wahrscheinlich vor dem Flop gereraist hätte. Sonst macht es keinen Sinn, nur zu callen und den anderen Spielern zu erlauben, den Flop billig zu sehen, dazu hatte er noch eine zu schlechte Position. Ich vermutete, dass er zwei Arten von Händen haben könnte, entweder einen Flushdraw mit irgendwelchen Suited Connectors oder er hatte ein Toppaar getroffen. Ich gebe meistens mit der besseren Hand keine freie Karten, darum machte ich jetzt ein Reraise von 4.000. Leider hat er mein Raise als Einladung verstanden und callte sofort. Jetzt musste ich mich warm anziehen! Der Turn brachte eine . Ich checkte sofort. Er überlegte lange und ... checkte schließlich auch. Was sagt uns nun seine letzte Aktion? Wahrscheinlich war mein Gegner auf einem Draw und wollte sich eine freie Karte nehmen. Jetzt war ich mir sicher, dass ich im Moment die beste Hand hatte. Der River brachte , leider eine unangenehme Karte. Falls mein Gegner jetzt einen Nutflushdraw hatte, hatte er sich entscheidend verbessert und eine größere Chance, mich zu schlagen. Mir blieb praktisch keine Wahl, Check am River war für mich die einzige vernünftige Möglichkeit. </font>

<font size="2" face="Verdana">Plötzlich begann mein Gegner, mehrere tausend Chips zum Reinschmeißen vorzubereiten. Und tatsächlich schoss er wie mit schwerer Artillerie 6.000 in den Pot.</font>

<font size="2" face="Verdana">Für mich hatte dieser Riverbet zwei Bedeutungen: </font>

<font size="2" face="Verdana">a) Er hatte einen geplatzten Flushdraw und durch meinen Check am Turn und River versuchte er jetzt, den Pot in eine (für mich!) falsche Richtung zu leiten. </font>

<font size="2" face="Verdana">b) Das As hatte ihm geholfen und er machte auf diese Weise ein Paar Asse. </font>

<font size="2" face="Verdana">Mein inneres Gefühl riet mir zu callen, weil die Wahrscheinlichkeit, dass er einen geplatzten Flushdraw hatte (ich erinnere nur an sein Setzmuster – Raise am Flop und Check am Turn) größer war. </font>

<font size="2" face="Verdana">Und so sagte ich laut: „Und jetzt hast du deinen Flush verpasst?“. Schließlich callte ich. Er zeigte für einen geplatzten Flush. Das Schöne an dieser Geschichte war, dass ich nicht nur den großen Pot gewonnen hatte, sondern ab jetzt alle Spieler am Tisch Respekt von meinem Read hatten. Bis zur Auflösung dieses Tisches hat niemand mehr versucht, mich zu bluffen! </font>

<font size="2" face="Verdana">So konnte ich den ersten Tag in ausgezeichneter Position auf Rang drei mit fast 70.000 beenden und ging optimistisch, aber auch extrem müde, gegen 4:00 Uhr schlafen. </font>

<font size="2" face="Verdana"> 
                                    
Am nächsten Morgen war ich eine Stunde schwimmen und saß pünktlich um 16 Uhr an meinem neuen Tisch. Da die Tische hier jeden Tag neu ausgelost wurden, kannte ich meine neuen Gegner kaum. Es gab da einen sehr aktiven und aggressiven, aber guten Spieler aus Norwegen – Orjan, ein Freund von Johnny Lodden. Johnny hat mir in der Pause gesagt, dass sein Freund ein großer Cashgame-Gewinner sei, aber nicht so sehr erfahren im Turnierbereich. Diese kleine Info half mir, einen Plan gegen ihn zu schmieden. Die gute Nachricht war, er saß rechts von mir auf Platz drei, die schlechte Nachricht, ich saß auf Platz fünf, und das bedeutete, dass jedes Mal, wenn ich im Big Blind war, er am Button war – was bedeutete, dass er zu 99 % meine Blinds angreifen würde! </font>

<font size="2" face="Verdana">In Level sieben (Blinds: 200/400, Ante: 50) foldeten alle bis zum Cut-off, der auf 1.100 raiste, nach ihm reraiste Orjan am Button aggressiv auf 2.650, der Small Blind foldete sofort und jetzt war ich im Big Blind dran. </font>

<font size="2" face="Verdana">Meine Karten waren , zu gut, um zu folden. Es konnte sein, dass einer der beiden Spieler wirklich eine starke Hand hielt, darum schloss ich schnell ein Reraise aus. Die dritte Alternative, ein simpler Call, gefiel mir am besten! Der Flop brachte x. „Wow“, Bingo! Jetzt suchte ich schnell den besten Weg, ein Maximum zu gewinnen. Der einfachste Weg war, gegen die Raiser vor dem Flop zu checken, da hier bei dem aggressiven Spieler die Wahrscheinlichkeit, einen Conti-Bet zu bekommen, um die 90 % lag. So checkte ich und es folgte ein Bet von 1.800 vom Cut-off und ein Raise vom Button auf 7.000. Na wunderbar! Jetzt war es das Beste, nur zu callen und bis zum River passiv (Slowplay) meine Full House zu spielen. Der Cut-off ahnte wahrscheinlich meinen Plan und foldete sofort. Der Turn brachte , eine sehr gute Karte, die hoffentlich meinem Gegner zur zweitbesten Hand verhelfen würde. Ich checkte und auch er checkte. Nicht zu vergessen, dass der Norweger ein guter Spieler war und er sich nach meinem Call am Flop absolut vorsichtig bewegen würde! </font>

<font size="2" face="Verdana">Der River brachte die . Ich checkte wieder, leider bemerkte er meine Absichten und checkte auch. Der Showdown – er: , ich . Jetzt wurde mir klar, dass ich etwas mehr verdienen konnte, falls er am River seinen Backdoor-Flush (in Karo) vervollständigen konnte. </font>

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<font size="2" face="Verdana">Jetzt sollte ich abbremsen und auf ein solides Spiel umschalten, da die Levels sehr langsam (90 min) stiegen und ich später sah, dass einige Spieler mit kleinen Stacks den Finaltisch erreichten. </font>

<font size="2" face="Verdana"><font color="#0000ff">http://www.spanishpokertour.es/inicio.php</font></font>

<font size="2" face="Verdana">Im neunten Level begann meine Talfahrt. Ich war mit am Button, alle foldeten zu Orjan, der in später Position auf 2.000 raiste. Ich reraiste ohne zu überlegen (ich hatte eine vernünftige Hand gegen mögliche Blind-Diebe), um den Pot sicher sofort zu gewinnen, auf 9.000. Die beiden Blinds verschwanden sofort. Und jetzt erwischte mich eine böse Überraschung. Denn Orjan schob, statt wie erwartet und einige Male vorher geschehen zu folden, seinen gesamten Stack (über 40.000) in die Mitte. All-in! Das war wie eine kalte Dusche für mich und nach langer Überlegung foldete ich. </font>

<font size="2" face="Verdana">In Level zehn war ich mit am Button, alle foldeten zu mir, ich raiste auf 2.500, nur der Big Blind (ein junger loose-aggressiver Spieler aus Ungarn) callte. Der Flop brachte . Er checkte wie erwartet, ich setzte 4.000, er callte. Der Turn brachte die . Er checkte und … leider machte ich genau das, was die meisten Spieler mit einem fertigen Flush machen: eine kräftige Wette um die 10.000 … und er foldete. Der einzige Grund, einen so großen Einsatz zu machen (fast 40 % von seinem restlichen Stack) ist, den River teuer zu machen, falls er einen A- oder K-high-Flushdraw hatte. </font>

<font size="2" face="Verdana">Ich sollte mit meinem Flush checken, weil: </font>

<font size="2" face="Verdana">A) meine Hand stark genug war, um eine freie Karte zu geben. </font>

<font size="2" face="Verdana">B) er aggressiv war und sich am River verbessern oder bluffen konnte. </font>

<font size="2" face="Verdana">In Level 11, 800/1.600 Ante: 300, raiste ich in früherer Position mit auf 4.100, nach mir callte der Spieler mit dem kleinsten Stack am Tisch (10.000). So waren wir im Heads-up. Der Flop brachte , ich war der Erste und setzte 5.800, er callte all-in und zeigte mir stolz . So verlor ich 10.000 von meinem Stack und musste Tag 2 mit enttäuschenden 57.100 beenden. An Tag drei hatte ich leider keine Chance. Es waren nur noch 18 (nur neun Preise!) Spieler (Blinds: 800/1.600) geblieben und ich war mit am Button mit rund 42 000. Alle foldeten bis zu Chip Leader Pietro Palomba, </font><font size="2" face="Verdana">der zu diesem Zeitpunkt um die 240.000 hatte.</font><font size="2" face="Verdana">                  
                                    
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<font size="2" face="Verdana">Er raiste auf 3.900. Ich dachte, ohne starke Hand ist es nicht zu empfehlen, gegen den Chipleader zu spielen. Darum schloss ich ein Reraise vor dem Flop aus. Andererseits war meine Hand zu gut, in bester Position gegen den Cut-off-Raiser zu folden. </font><font size="2" face="Verdana">Darum callte ich mit dem Plan, falls ich nicht treffen würde, kein Geld mehr zu verlieren. </font>

<font size="2" face="Verdana">Der Flop brachte . Mein Gegner wettete 7.000. Jetzt hatte ich endlich ein Toppaar mit vernünftigem Kicker getroffen. Ich wusste nicht, ob er einen Conti-Bet machen würde oder wirklich stark war. Falls ich raiste, egal wie hoch, wäre ich pot-committed gewesen. Falls ich callte, wäre der Pot schon um die 25.000 gewesen, in diesem Fall wäre ich also fast pot-committed gewesen. Ich dachte, mit meinem Stack wäre es das Beste, ein Reraise-All-in zu spielen. Falls mein Gegner kein Toppaar traf (z. B. AQ), hätte mir das die besten Chancen gegeben, zu gewinnen. Und so setzte ich all-in! Mein italienischer Gegner callte sofort. Das war ein ganz schlechtes Zeichen für mich. Er drehte … um. Ich war auf verlorenem Posten … So konnte ich meinen Urlaub auf der schönen Insel fortsetzen.</font>

<font size="2" face="Verdana">Das erfreuliche am Ende dieses Turnier war, dass ein deutscher Spieler, Alexander Jung, der an meinem Tisch sehr gutes Poker gespielt hatte, gewonnen hat. Herzliche Gratulation! </font>

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<font size="2" face="Verdana">1. Alexander Jung (Deutschland) </font><font size="2" face="Verdana">–</font><font size="2" face="Verdana"> 55.800 €
2. Pietro Palomba (Italien) </font><font size="2" face="Verdana">–</font><font size="2" face="Verdana"> 45.000 €
3. Rolf Slotboom (Holland) </font><font size="2" face="Verdana">–</font><font size="2" face="Verdana"> 25.700 €
4. Christian Debeil (Frankreich) </font><font size="2" face="Verdana">–</font><font size="2" face="Verdana"> 19.800 €
5. Joan Company (Spanien) </font><font size="2" face="Verdana">–</font><font size="2" face="Verdana"> 15.800 €
6. Johnny Lodden (Norwegen) </font><font size="2" face="Verdana">– </font><font size="2" face="Verdana">11.900 €
7. Alex Longobardi (Italien) </font><font size="2" face="Verdana">–</font><font size="2" face="Verdana"> 9.900 €
8. Manuel Baena (Spanien) </font><font size="2" face="Verdana">–</font><font size="2" face="Verdana"> 7.900 €
9. Javier Dominguez (Spanien) </font><font size="2" face="Verdana">–</font><font size="2" face="Verdana"> 6.000 €</font>

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<font size="2" face="Verdana">Euer Ivo – The Chess Master
                                 
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<font size="2" face="Verdana">Fragen und Antworten: </font>

<font size="2" face="Verdana">von Süsskind:</font><font size="2" face="Verdana"> </font><font size="2" face="Verdana">Nur noch eine Frage, wie hältst Du eigentlich Deine Konzentration über das Turnier hinweg? Hast Du Tipps? </font>

<font size="2" face="Verdana">Antwort: hier einige Tipps, wie ich meine Konzentration für ein Turnier und während eines Turniers fördere: </font>

<font size="2" face="Verdana">Ich trinke nur Wasser – keinen Kaffee und keine koffeinhaltigen Getränke wie Cola, Red Bull usw. – und dies im Besonderen während des Turniers. In den Turnierpausen tanke ich regelmäßig frische Luft. Und zum Abendessen nehme ich nur leichte und eiweißhaltige Nahrung zu mir. </font>

<font size="2" face="Verdana">Ich treibe regelmäßig Sport und achte darauf, regelmäßig und ausreichend zu schlafen. </font>

<font size="2" face="Verdana">In den Stunden vor dem Turnier (oder Cashgame) versuche ich, mich nur mit ruhigen Tätigkeiten zu befassen. </font>

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