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/Jun/2009

Las Vegas – Hotel "Under The Sky"

Von: ivodonev @ 11:29 (CEST) / 6139 / Kommentar ( 49 )

Hallo alle zusammen,

wie geplant bin ich am 07.06. erfolgreich (zum Glück) mit Condor von Frankfurt losgeflogen und in Las Vegas gelandet.
                                             

                                                 
Ich hatte zwei Tage bis zum ersten WSOP-Turnier Zeit, um mich zu aklimatisieren. Dies war auch nötig, da ich mich untertags nur mit größter Mühe wachhalten konnte und somit hatte ich zu Turnierbeginn den Jetlag auch hinter mir. Vorher nutzte ich die morgendlichen Stunden aber für ein paar herrliche Aufnahmen der imposanten Wüstenstadt Las Vegas.                                                                             

                                                    
Schon nach einem kurzen Spaziergang auf dem Strip (die Hauptstraße in Las Vegas, siehe Foto oben) war ich erstaunt und ein wenig schockiert über die zahlreichen Gäste des Hotels "Under the Sky". Die Nächte sind sehr günstig, es ist auch schön warm, vielleicht ist dies einer der Gründe für den Standort des "Hotels" in Las Vegas. Aber keine Sorge, es waren keine abgebrannten WSOP-Spieler, sondern Südamerikaner (siehe Fotos unten), die hier offenbar ihr Glück anderweitig suchen.
                         

 

                                     
So, nun aber zum Turnierverlauf. Bei dieser WSOP sind die $1.500-NL-Hold’em-Turniere die günstigsten und somit auch die mit ca. 2.500 bis 3.000 und mehr Teilnehmern beliebtesten Turniere. Bei diesen Events treten sehr viele unerfahrene Spieler an, die natürlich auch ihre Bad Beats erleiden, und somit erhöht sich für einen routinierten Spieler der Glücksfaktor, ein solches Turnier für sich zu entscheiden, ganz enorm. Bei den Limit-Turnieren habe ich sehr viel Erfahrung und die Teilnehmerzahl ist nicht so hoch wie bei den NL-Turnieren. Somit habe ich entschieden, mich überwiegend auf die Limit-Turniere zu konzentrieren.

Das erste Turnier, ein $3.000-H.O.R.S.E. (452 Spieler – 48 im Geld) mit 9.000 Startchips und 460 Spielern, hat mir extrem viel Spaß gemacht. Das Los hat mich auch sofort an einen Hammertisch gebracht. Rechts von mir saß Tod Brunson und links Phil Ivey, der in der letzten Hand von Tag 1 ausschied. Ohne größere Mühe und Schwankungen beendete ich Tag 1 auf dem 21. Platz mit 35.000 Chips und 197 verbliebenen Spielern.

Tag 2 war für mich eine große Überraschung, da Markus Golser (mit über 55.000 Chips Zweiter in Chips), der – neben mir – einzige verbliebene Österreicher, genau links an meiner Seite saß, und somit begann die Achterbahnfahrt. Nach ca. zwei Stunden Spielzeit kam es zu folgender erster Schlüsselhand, von der ich euch nun erzählen möchte:

Wir spielten Stud High und ich erhielt eine offene Acht mit zwei verdeckten Königen. Alle foldeten bis zu mir und somit raiste ich in der Hoffnung, die Antes zu gewinnen. Markus war offensichtlich nicht einverstanden und reraiste mich mit einer offenen Dame. Das Bring-in machte sich sofort aus dem Staub, ich callte nur, da ich die Stärke meiner Hand verschleiern wollte. Als nächste Karte erhielt ich einen Buben, Markus eine Acht, er bettete und ich callte. Die fünfte Karte war eine Sechs für mich und Markus hatte eine Zehn, woraufhin er erneut bettete. Ich raiste ihn in der Hoffnung, den Pot hier direkt zu gewinnen. Daraus wurde jedoch nichts, denn er callte. Die sechste Karte war ein As für mich und eine kleine Karte für Markus. Somit habe ich sofort gesetzt und Markus raiste mich erneut, was mich wie ein Blitz traf. Zu diesem Zeitpunkt hätte ich meine Hand aufgeben müssen, aber mein Hirn war vielleicht von der Klimaanlage noch ein bisschen eingefroren und so zahlte ich – angezogen von dem Riesenpot wie ein Fisch – weiter. Beim Showdown zeigte mir Markus sein verdecktes Paar Zehnen und somit einen Drilling und ich kassierte die verdiente "Watsche".
Bei dieser Hand hätte ich mir zwei große Bets sparen können und somit seht ihr, dass und wie auch ich meine Fehler begehe. Das einzig Positive an dieser Hand war, dass ein Österreicher den Pot gewann. Für meinen Stack bedeutete dies mehr als eine Halbierung und nach kurzer Zeit war ich Shortstack. Dann folgte meine Abschiedshand im Stud H/L.
In später Position, mit einem Paar Siebenen in der Lade und offener Drei, foldeten alle zu mir und ich hatte folgende Gründe für einen Raise:

  1. Ich war Shortstack mit ca 5.000 Chips bei Limits von 1.000/2.000.
  2. Alle Karten lebten und bis zu mir wurde gefoldet.
  3. Hinter mir waren nur Spieler mit einem offenen König und einem offenen As.

Nach meinem Complete auf 1.000 raiste der Spieler mit dem König auf 2.000. Dies callte der Spieler mit dem As und ich kam nicht mehr raus aus der Partie (Potodds von über 1:6 ). Die vierte und fünfte Karte waren ein Traum für mich – zweimal die Drei – und somit hatte ich mit der fünften Karte ein Full House!
                              

                                      
Der Spieler mit dem offenen As hatte ein Low gebastelt und zu meinem Schrecken baute sich der Teilnehmer mit dem König das höhere Full House ohne offenes Paar zusammen. Schlussendlich teilten sich die zwei Bastler im wahrsten Sinne des Wortes meinen hart erspielten Stack. Somit bin ich nach zwei harten Tagen als 99. ausgeschieden und habe leider nur an Erfahrung gewonnen.

Fazit der Geschichte :

In Limit-Turnieren geht es nicht nur um das Gewinnen von Pots, sondern sogar um jeden einzelnen Bet.

Erst in den späteren Turnierphasen wandelt sich Limit in Richtung No-Limit, da die Blinds (Antes) im Vergleich zum Stack dann enorm angestiegen sind.

Somit will ich noch einige Limit-Turniere spielen, aber mein Hauptziel bleibt das Main Event.

 

Viele Grüße aus dem heißen Las Vegas!

Euer Ivo – The Chess Master

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