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ivodonev blog

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Liebe Leser, ich bin immer offen für konstruktive Kritik, denn auf diese Weise kann ich mich besser auf die Bedürfnisse der Leser einstellen. Ich habe große Freude am Pokerspiel und der Vermittlung des Pokerspiels, weil für mich Poker eine Kunst ist, bei der man nie ausgelernt hat. Ich versuche weiterhin, mein Bestes zu geben! Ich hoffe, jeder findet etwas Neues für sich in meinen Beiträgen und diejenigen, für die meine Beiträge gänzlich uninteressant sind, sind nicht gezwungen, weiterzulesen.

<font size="3">Onlinepoker – einige Tipps – Teil 2 + Strategien gegen loose Spieler</font>
Fortsetzung

Kein Rauch für Nichtraucher

Ich als Nichtraucher habe es immer vermieden, neben einem Raucher zu sitzen. Ich habe immer mit einem kleinen Ventilator gearbeitet, der mich teilweise gegen die unangenehmen Rauchwolken schützen konnte. In der  letzten Zeit bevorzuge ich nur Nichtraucherturniere, wie z. B. in den USA. Beim Onlinepoker stören die Raucher die Nichtraucher dagegen glücklicherweise nicht.

Tells und Notizen

Natürlich gibt es auch beim Onlinepoker Tells, wobei diese hier seltener auftreten als beim Livepoker und auch etwas anders aussehen. Bekannte Tells beim Onlinepoker sind:

Wie lange braucht dein Gegner, um zu antworten, wenn er am Zug ist? In der Regel, wenn ein Gegner sofort checkt (manche tun das mit Hilfe des Auto-Buttons), bedeutet das, dass dieser Spieler eine schwache Hand hat. Umgekehrt benutzt ein Spieler oft zum Sofort-Raise den Auto-Button, wenn er eine starke Hand hat.  
Ich kann mir eigene Notizen für die Spieler machen, meistens mit der rechten Maustaste: Es öffnet sich ein Fenster, wo man zum Beispiel Fisch, starker Spieler, Maniac usw. eintragen kann. So weiß man auf Dauer mehr über die eigenen Gegner. Man kann sich so mit der Zeit eine eigene Datenbank aufbauen, um die eigenen Ergebnisse zu verbessern.

Leider kann man das gewonnene Geld nicht sofort bekommen

Ein sehr angenehmer Teil des Livepokers ist, dass man am Ende eines Turniers das gewonnene Geld sofort ausbezahlt bekommt. Leider ist das nur im Livecasino möglich. Im Gegenteil dazu sind die Auszahlungen beim Onlinepoker mit Gebühren und langen Wartezeiten, bis das Geld überwiesen ist, verbunden. 

Onlinepoker ist eine optimale Übungsmöglichkeit ...

  • ... für Anfänger mit Spielgeld oder kleinen Limits, was für Livecasinos unwirtschaftlich ist.
  •   ... für Fortgeschrittene, die ihre Kenntnisse in Heads-up- oder Shorthanded-Spiel festigen oder weitere Spielarten testen wollen, die in Livecasinos nicht angeboten werden.

Onlinepoker hat Vorteile und Nachteile z.B.:

Vorteile: 

  • Man spart sich die Fahrtkosten zum Casino.
  • Das Rake ist in der Regel im Onlinecasino niedriger als im Livecasino.
  • Man hat immer die Potgröße, die jeweilige Chipmenge der Spieler und natürlich die eigenen Spieldaten sichtbar vor sich.
  • Reload-Bonus
  • Das Spiel an mehreren Tischen gleichzeitig ist möglich.

Nachteile:

  • Jeder, der einen grausamen Bad Beat bekommt, denkt, dass Onlinepoker Betrug ist! Viele denken dann sofort an eine Manipulation seitens des Betreibers. Dies ist logisch, weil man im Livecasino jede Bewegung des Dealers und der Mitspieler am Tisch sieht! Im Internetcasino wird viel schneller gespielt (man bekommt viel mehr Hände pro Stunde) als an einem Tisch im Livecasino, somit hat man natürlich auch mehr Bad Beats. Dazu kommt oft noch, dass im Internet viel looser gespielt wird.
  • Es fehlt die akustische und visuelle Kommunikation zwischen den Menschen.

Tischauswahl

Die richtige Tischauswahl ist von großer Bedeutung beim Onlinepoker. Es ist selbstverständlich, dass wir für uns vorteilhafte Tische suchen, an denen unsere Gegner möglichst schwächer spielen als wir selbst. Für die aggressiven Spieler empfehle ich Shorthanded-Tische und für solide Spieler die Full-Table-Games. Es ist logisch, dass die Blinds im Shorthanded schnell kommen und man aggressiv und sogar ein wenig lockerer spielen muss. Beim Full Table kommen mehrere Hände vor dem Big Blind, dadurch kann man solider spielen.

Bonus: Strategien gegen loose Spieler

Es gibt mehrere Typen von Onlinespielern z.B.: tight-agressiv, tight-passiv, loose-passiv, loose- aggressiv ohne Bremse, loose-aggressiv mit Bremse und die Spieler auf „Tilt“.

Hiermit möchte ich die schwierigste aller Spielerarten vorstellen: die loosen Spieler.

Wir kennen drei Typen von loosen Spielern:

loose-passiv: Sie raisen selten und callen zu oft, und zwar nicht nur vor dem Flop, sondern auch auf  jedem Straßen-Flop, dem Turn, dem River ... (sie werden auch oft „Calling Stations“ genannt).
loose-aggressiv ohne Bremse: Sie raisen und rereraisen häufig, sowohl vor dem Flop als auch auf jeder Straße, ohne Bremse, oft mit Hand oder ohne Hand (meistens sogenannte Maniacs). Sie bluffen sehr oft.
loose-aggressiv mit Bremse: Sie spielen sehr viele Hände vor dem Flop, betten und  raisen häufig, um Gegner auszuschalten und Blinds zu gewinnen, agieren aber mit Bremse. Ist der Pot groß geworden und trefen diese Spielertypen auf Widerstand, schalten sie um und spielen mit guten  Händen sehr vorsichtig weiter. Das sind dann Experten, wie zum Beispiel Gus Hansen und Sam Farha. Sie haben einen interessanten Stil, der oft Erfolg in großen Turnieren mit vielen Teilnehmern bringt.
Mit den ersten beiden oben genannten Spielarten investiert man zu viel Geld in schwache Hände mit negativer Aussicht.
Die dritte Spielart kann in den erfahrenen Händen eines Profispielers äußerst gefährlich sein.
Es empfiehlt sich, loose Spieler solange nicht wie schlechte Spieler zu behandeln, bis man gesehen hat, wie diese mit einem (oder zwei) groben Fehlern viel Geld verloren haben!
Man gewinnt am meisten von den loose-passiven Spielern, aber gegenüber guten loose-passiven Spielern (also Experten!) ist man verwundbar. Falls man versehentlich einen starken Gegner für einen schwachen Spieler hält, könnte das Spiel auf Dauer sehr teuer werden.

Wie man sich an loose Spieler anpasst:

  1. Man sollte um viele Pots spielen, solange die Einsätze klein sind. Wenn sich loose Gegner im Pot befinden, bietet es sich an, vor dem Flop looser zu spielen, vor allem, wenn man Position hat und die Stacks groß (Implied Odds!) sind.
  2. Große Pots vor dem Flop mit großen Händen (z. B.: , , ). Diese sollten jedoch mit oder vermieden werden.
  3. Es empfiehlt sich, Hände wie Top Pair oder Overpair zu valuebetten, weil sich dies gegen loose-passive Spieler gut auszahlen kann.
  4. Bluffen gegen Gegner, die viel callen, sollte vermieden werden.

Fazit

Mit kleinen Ausnahmen: Erfolgreiche Spieler im Livecasino gewinnen auch im Internetpoker, die Verlierer im Livecasino sind auch die Verlierer im Internet!

Zum Schluss möchte ich eine besondere Story erzählen, die ich beim letzten Wochenturnier erlebt habe.
Wie ich schon früher erwähnt habe, spiele ich sehr oft die Wochen-Rebuy-Turniere im Casino in Bregenz. Ich hatte wieder den Final Table erreicht, aber wie fast immer gab es wieder nur sechs Geldpreise. Ich habe mit einem wenig unterdurchschnittlichen Stack geduldig auf gute Startblätter gewartet. Die Blinds und Antes waren sehr hoch und das hat natürlich meinen Stack wie einen Schneeball unter der Sonne dahinschmelzen lassen, bis ich endlich „fast“ ein paar Könige in früher Position bekam. Ich sage „fast“, weil bei der Ausgabe des zweiten Königs der Spieler Vito Branciforte (der zu dieser Zeit Chipleader war) zum Dealer rief: „Ich habe die zweite Karte von Ivo gesehen, es war eine Dame“. Der junge Dealer, der manchmal die Karten zu hoch angehoben gegeben hatte, deckte ohne Überlegung sofort meine zweite Karte auf – Pik-König (der Dealer hätte die Karte geschützt, nur für ihn einsichtig aufdecken sollen!), und so musste ich eine neue Karte bekommen (weil eine offene Karte tot ist) – das war dann eine Zwei.
In diesem Spiel hat Vito mit all-in geraist und mit einem anderen Spieler, der auch hatte, den Pot geteilt (es waren nur kleine Karten am Board!). Das war meine einzige Chance am Final Table. Nach noch einigen Setzrunden bin ich als Shortstack mit 14.000 bei Blinds von 2.000/4.000 und Ante von 500 am Cut-off mit all-in gegangen. Nun callte mich Vito aus dem Big Blind mit . Leider bekam er eine Straße am River und somit bin ich wieder zwei Plätze kurz vor dem Preisgeld  ausgeschieden.

Euer Ivo Donev – The Chess Master  www.ivodonev.com

 

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