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ivodonev blog

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/Mai/2010

Pokern auf einer "warmen" Insel !

Von: ivodonev @ 13:18 (CEST) / 7 / Kommentar ( 23 )

Hallo alle miteinander,   Es kommen nun die schönen Sommertage und viele von Euch werden Urlaub machen. Hier ein mögliches Ziel für reiselustige Pokerspieler.   <i>Rund um das Turnier</i> Das  5 Sterne Casino-Hotel Merit lag direkt am Strand im Norden Zypern (Cypros).
 
Hier kann man sogar ganz bequem mit dem Lift zum Strand
Als Pokerspieler kann man während dem Turnier  für circa 60 Euro (all inklusive) pro Tag wohnen. Der schönste Teil des ganzen Hotels war das Buffet, das von morgens bis am abends fast nonstop viele östliche Köstlichkeiten anbot. Und in diesem Restaurant konnte jeder, der im Hotel wohnte, so lange und so viel essen wie er wollte - GRATIS!
 
  Ja, ohne Spaß! Sogar im Pokerraum war ein zusätzliches kleineres Buffet eingerichtet, das 24h offen war für die hungrigen Pokerspieler. Rund um die Uhr Poker spielen? Somit kein Problem!   <i>Die Organisation:</i>   Die Brüder Robert und Mike Peltekci, wohnhaft in den USA, aber türkischer Abstammung, hatten sich extrem bemüht, ein tolles Main Event durchzuführen. Als Ergebnis zahlten 174 Teilnehmer das Buy in von 2750 USD; 20 000 Start Chips + 1h- Levels! Sogar aus USA kam der bekannte Bellagio Tournament Direktor Jack McCllean!
    <i> </i> <i>Das Cash Game:</i> Jeden Tag waren mehrere Tische NL Holdem zwischen 5/10 und 25/50 geöffnet, leider mit 3% Rake ohne Cap. Trotzdem, die Tische waren sehr attraktiv, weil überwiegend Spieler mit arabische Stammung (Libanesen, Israelis...) teilnahmen. Und es ist ja bekannt, dass die südländischen Spieler ziemlich loose spielen.   Auch waren täglich ein bis zwei Tische Pot Limit Omaha 5/10 überraschenderweise mit ,,nur“ 2% Rake geöffnet. Beim Omaha waren leider mehrere gute Spieler aus den ex Russischen Republiken, die die arabischen Gambler regelmäßig rasierten. Eine einheimische Regel für Poker Spieler: Beim Geldwechsel wurde seine Name notiert und auf diese weise konnte der Floorman jederzeit wissen, ob ein Spieler gewann oder verlor. Der Clou: Falls man in Gewinnzone kam, durfte man nicht vor zwei Stunden aufstehen! So hatte ein deutscher Spieler eine Stunde vor dem 1000 Buy In Turnier Turnier Cash Game zu spielen angefangen und war bald im Plus, somit durfte er nicht aufstehen und hatte damit das Turnier verpasst.   Leider gibt  es keinen internationalen Poker Kodex, der für jedes Casino beim Poker einheitlich gültig ist. Beim Schach beispielsweise gibt es einen Schach Kodex, der für alle Länder gilt, genau wie beim Golfspiel, bei dem auf allen Plätzen dieser Welt die Regeln gleich sind. Und hier etwas Unübliches: Wenn man im Casino beim Table Game verlor, konnte man bis zu 20% von seinem Verlust von Casino zurück bekommen…   Das Main Event

So wird in der Türkei mein Name (Ivo Boxev) geschrieben.(Lol!)
  Mein Tisch beim Main Event: Eine bunte Mischung aus arabisch und russisch sprechenden Spielern und ein junger Poker Star aus Dänemark: Soren Kongsgaard.
    Ivo: Hallo Soren Soren: Hi Ivo: Ich habe dich schon lange nicht mehr in der europäischen Poker Szene gesehen. Wo lebst du überhaupt? Soren: Na ja,  ich lebe auf dieser Insel Cypros in Nikosia, weil in Dänemark die Bedingungen für Poker Spieler sehr schwer sind. Dort muss man circa 60 bis 70% Steuer von seinem Profit zahlen und hier nicht. Darum lebe ich auf Zypern, fliege aber fast jeden Monat nach Dänemark, um meine Freundin zu sehen. Ivo: Alles klar   Level 3 100/200   Alle foldeten zu mir am Cut off und ich fand ein dunkelhäutiges Ehepaar unter meinen Karten, . Klare Sache, musste man spielen und zwar mit Raise, um die Blinds zu ergattern. Der Button, Libanese, hatte meinen Preis, um den Flop zu sehen, akzeptiert. Für den Small Blind war es zu teuer, aber der Biggi (so nenne ich es, wenn im Big Blind starke Spieler wie Soren sitzen) hatte ohne zu zögern den notwendigen Betrag gebracht. So hatten wir zu dritt den Flop gesehen. Na super, dachte ich, Top Paar mit second Nut-Flush-Draw, eine reine Atom Bombe. Der Biggi- Soren wettete ohne mit der Wimper zu zucken 1300 out of Position gegen zwei Gegner. Es war klar, dass ich meine Hand nicht folden würde, aber es war gut zu überlegen, auf welche Weise ich spielen würde: a) falls ich raiste, wird der dritte Spieler wahrscheinlich folden, und Soren kann das faule Ei riechen und den Kampf aufgeben b) falls ich calle gebe keine Info über die Stärke meiner Hand und bleibe in Position gegen die aktiven Spieler c) Man kann sagen, dass ich in Variante b) risikoreich spiele, weil ich dem Button Spieler gute Pot Odds gebe und dem aktiven Spieler eine frei Karte am Turn erlaube? Meiner Meinung nach bekommt man während eines Turniers wenige solch vorteilhafte Situationen und man muss so etwas optimal ausnutzen. Klar muss man oft eine freie Karte geben, um die eigene Hand zu verschleiern und sogar um manchmal einige Suck-Outs einzustecken, aber so ist es beim Poker- ohne Risiko ist kein Turnier zu gewinnen!   Nach meinem Call am Flop hatte der Button sofort gefoldet und ich blieb wie geplant im Heads-Up gegen den jungen dänischen Pokerstar. Turn , offensichtlich hatte mein Gegner meinen Call als Schwäche interpretiert und wettete jetzt noch kräftiger mit 3700. Mir wurde plötzlich heiß und mehrere Fragen hatten mein Gehirn in Wallung gebracht: Er hatte vor dem Flop nicht erhöht, so sah ich es als unwahrscheinlich an, dass er Hände wie  , , hatte. Da wäre noch die Gefahr, dass er hält, aber mit so einer starke Hand hätte er wahrscheinlich nicht so hoch am Flop und Turn gewettet. Dasselbe galt auch für Set .   Also dachte ich, dass er eine Draw-Hand halten würde und versuchte, mit seinem Semi Bluff mich zu verscheuchen. Aber was für eine Draw-Hand? a) Straßen-Draw: ist die einzige vernünftige Hand auf dieser Ebene. b) Flush-Draw - Ich spürte, dass seine Spielweise hier am besten passen könnte. Es gab mehrere suited Kreuz-Connectors, mit denen er seine Blinds verteidigen konnte. Natürlich konnte er auch suited Ass im Kreuz wie ; u.s.w. haben, was die schlimmste Konstellation, falls noch ein Kreuz kommen würde, für mich gewesen wäre. c) Mein Gegner hatte noch um die 15 000 Chips, hatte also nicht viel Spielraum, falls ich ihn raisen würde. Nach diesen Überlegungen dachte ich, dass hier zu raisen nicht profitabel wäre, weil ich nur einen Call bekommen würde von einer Hand, die mich schlägt. So callte ich ruhig mit Absicht, nicht meine Hand aufzugeben. Offensichtlich hatte Soren meine Hand vorkommen gerochen, und nach dem am River checkte er friedlich. Was blieb nun zu tun? Falls ich wetten würde, bekäme ich keinen Cent von meinem Gegner, falls er wirklich am Draw war. Und dazu  vervollständigte die den Strassen Draw. Die einzige Hand die eventuell möglich wäre so zu spielen wäre (mit hätte er am Turn gecheckt).   Nach langer Grübelei checkte ich auch, mit großer Spannung erwartete ich sein Showdown - ob meine Analyse wohl richtig war? Mein Gegner drehte und verpasste Flush Draw. Ich war innerlich sehr zufrieden, dass ich hier mit meine Analyse richtig lag. Man kann sagen: Viel Lärm um Nichts! Fast jeder hätte so diese einfache Hand gespielt. Ich meine sogar in einer solchen auf den ersten Blick einfachen Situation, man kann etwas dazu lernen! <i>FAZIT:</i> Bei Pokerturnieren und im Fernsehen sieht man viele Hände, die einfach oder schwer zu spielen sind, aber wenige Spieler erkennen die Gedanken und die tiefe Analysen, die während der ganze Hand durch den Kopf des Poker-Pros gehen.   Nach vier fast ,,trockenen“ Levels war ich unter dem Average von ca. 15 000 und bekam in später Position ein Baby Paar . Alle foldeten zu mir, ich raiste Standard auf 3 BB, weil die kleinen Paare schlecht waren, falls drei bis vier Gegner im Pot wären. Optimal für kleine Paare sind ein Gegner oder mehr als sechs Gegner (Multiway Pots sind ganz selten im NL Turnieren). Es ist leicht zu merken, dass die Odds für ein Set 3 gegen 1 zu 8 liegen, was beim Multiway Pot das kleine Paar braucht. Im Unterschied dazu sind  im Heads Up die Chancen für alle Paare gegenüber zwei Random Karten allgemein gut. Nur der Small Blind, ein Ire mit einem riesigen Chip-Stack um die 70 000 callte. So sahen wir zu Zweit den Flop . Der Ire chekte, ich wette um die 2000 und dachte: a) ich habe ein Monster und will dem Pot aufbauen b) ich darf meinem Gegner keine freie Turn Karte geben, weil jedes Karo könnte leichter den Karo Flush offensichtlich machen. Mein Gegner packte den Hammer aus: Reraise All-in. Was wusste ich von meinem Gegner bis jetzt? Er hatte ab und zu große Overbets gemacht und sehr aggressiv gespielt. Also kein Zufall, mit solcher Spielweise den ganzen Tisch zu dominieren und terrorisieren. Hm. Das passte mir gar nicht! Was für Hände konnte er haben? a) Wahrscheinlich , um sein Top Paar zu schützen b) Sehr wahrscheinlich ,,nackte"   für Nuts Flush Draw, ich war fast sicher, dass er eine ähnliche Hand haben würde c) Weniger wahrscheinlich: Eine hohe Wette mit fertigem Flush hatte nur Sinn, wenn er kleine Suited Connectors hatte, um sich von anderem Karo am Turn um River zu schützen, weil so sein Flush  entwertet würde. Es hatte nicht lange gedauert, und alle meine Chips landeten in der Mitte. Mein Gegner drehte das, was ich nicht sehen wollte, nämlich für einen fertigen Flush. Am Turn und River dann no Help und ich war raus. Selber Schuld, mein Fehler… verdammt…leider schlecht gelesen!   Es gibt so viele Turniere in dieser Welt...irgendwann und irgendwo wird es klappen!   <i>Story</i> Am Ende eine interessante Story über den Haptsponsor von Ivan Demidov -(Sergey Rybachenko AKA  ,,gipsy74"), er war bei der WSOP 2008 von Sergey gestackt! Am letzten Abend am 3. Mai hatte ich Sergey in der Hotel-Lobby getroffen. Er spielte - leider war nur in der Hotel Lobby eine gute Internet Verbindung – gerade SCOOP 50$ mit Rebuys. Er sagte mir (ich spreche fließend russisch), dass er morgen Vormittag nach Hause fliegen würde und hoffe, dass bis dann das Turnier beendet sein würde. So weit so gut. Am nächsten Morgen ging ich zum Frühstück und sah Sergey, der immer noch in der Lobby das SCOOP Turnier spielte, er war sogar Chipleader! Er sagte mir stolz, egal dass er den Flug verpassen würde, denn mit dieser Chip Position erreiche er wahrscheinlich den Final Table und die verpassten Flugtickets wären wieder gutgemacht. Wie in einem schlechten Traum wurde er als 30ter von 4444 Spielern ausgeschieden für 2679$ Preisgeld. Na ja, es hatte sich fast rentiert, den Flug zu verpassen...   Ich habe eine Frage an die Leser, weil sehr wenig von Euch bei mir Ihre Kommentare abgeben: Soll ich in Zukunft mehr über Turniere selbst schreiben, oder mehr über Turnier Hände oder über ein Mix aus beiden Komponenten? Falls Sie fragen haben können Sie ruhig bei mir Kommentaren abgeben, dies hilft ja dann allen Beteiligten weiter. Ich lese alle Kommentare gerne, und wenn die Fragen nicht zu umfangreich sind, bemühe ich mich auf jede zu antworten.   Am Schluss noch eine Info für die Schachspieler: Mein Schach Freund V. Topalov  (ich hatte ihn 1990 bei einigen Schach Turnieren gecoacht) spielt gegen V. Anand um den Weltmeistertitel.Der Gewinner erhält 1,2 Millionen Euro, was die höchste Siegprämie einer Schach-WM überhaupt darstellt! Es gibt eine Live (bis 12 Mai) Übertragung: http://www.anand-topalov.com/en/results.html  
   Ein Foto von mir und Topalov, das vor 15 Jahren bei mir zu Hause gemacht wurde.   Euer Ivo, “The Chess Master

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