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ivodonev blog

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Hallo alle miteinander,

Wie immer spiele ich gerne die CAPT Turniere und besonders die  mit höheren buy in, weil diese eine deutlich bessere Struktur haben als die niedrigen Buy-in Turniere.

So hatte ich  <i>das 1000€ Buy-in Turnier</i> erfolgreich gestartet und hatte mich von Anfang an bis zu dem letzten 23. Spieler immer mit einem komfortablen Stack über Average bewegen können. Irgendwann spät in der Nacht war ich an meinem Tisch Chipleader mit ungefähr gleichem Chipstand mit Heinz Kamuzki. Bei einer Hand hatte ich mich von ihm brutal bluffen lassen um einen Pot von über 40 000, nachdem ich foldete zeigte Heinz  stolz offsuit für Ass hoch. Die Spielweise dieser Hand finde ich nicht so wichtig wie die Folgen: Ich war leicht am Tilt und mein Stack war runter auf circa Average gefallen. Dann passierte folgendes: Level 10, Blinds 800-1600, Ante 200. Mein Stack war ca. 60 000. Ich raiste (zum dritten Mal in Folge) mit  einem Paar UTG auf 4600. Alle foldeten bis zum Blind - Johan Brolenius. Er schaute auf meinen Stack und seinen. Er konnte sich sehr lange nicht entscheiden etwas zu tun.  Johan und ich sind ziemlich gute Freunde und so sagte ich ihm: ,,Johan, ich habe starke Hand. Wenn du foldest, zeige ich sie dir.“ Schlussendlich foldete Johan ,,ungerne“ und ich drehte schnell mein Paar  um mit der Erwartung, dass ich schon den Pot einstreichen konnte. In dieser Sekunde hatte ich gemerkt, dass der Big Blind mit einem Chip Stack gegen 50 000 noch nicht gefoldet hatte. Blitzschnell drehte ich meine Karten instinktiv zu (leider zu spät) und hatte zum Dealer aufgeschaut. Dieser forderte zum Weiterspiel auf, und mein Gegner callte logischerweise sofort. Was nun? In so eine nachteilige Lage war ich noch nie geraten. Ich hatte überhaupt keine Ahnung, was mein Gegner für Karten haben konnte und er im Gegensatz dazu kannte  meine Karten. Naja, dachte ich, hoffentlich kommen keine oder Maximum nur eine der Overkarten, dann bestand natürlich die gute Chance, dass mein mittleres Paar immer noch die beste Hand war. Falls er ein besseres Paar in der Hand halten würde ( bis ), hätte er  wahrscheinlich vor dem Flop  ein Reraise gebracht, um mir keinen freien Flop zu erlauben. Der war dann Flop . Mein Gegner checkte schnell. So gab es nur eine Overkarte und Flush
Draw. Ich war voll in der Dunkelheit, ob mein Gegner getroffen hat oder nicht! Die Gedanken in meinem Kopf
 
kochten chaotisch wie eine verdorbene Suppe und angelockt von anscheinender Schwäche (check) von meinem Gegner und von oben erwähnten Plan pushte ich ohne lange zu zögern All-in für 55 000 in einen Pot von 10800?!? Das war natürlich wie ein  gefundenes Fressen für meinen hungrigen Gegner, der dann sofort callte. Er drehte um für Top Paar, und damit hatte ich diesen riesigen Pot verloren – Turn River . Naja, im Nachhinein hatte ich die Größe meines Fehler begriffen.
Hier meine Frage an den Leser: Wie wären Sie an meiner Stelle in dieser Situation  vorgegangen? a)      Weil mein Gegner meine Kartenkannte, durfte ich mich auf keinen Fall mehr bewegen, sondern checken auf jede Strasse und folden, falls er wettet. b)      Der  Check von meinen Gegnern war ein sehr starker Zug in dieser Situation, egal ob er getroffen oder verpasst hätte! So hielt er mich in Schach. Man könnte eine Wette machen, aber in welcher Höhe? Vielleicht hat jemand von euch eine so ähnliche Situation erlebt, wo der Gegner deine Karten aus irgendwelchem Grund wusste?   FAZIT<i>: Ich muss zugeben, schlussendlich war ich selber schuld! Hätte ich meine Karten nicht gezeigt, so hätte höchst wahrscheinlich der Big Blind vor dem Flop </i><i></i><i> gefoldet. Mit kleinen Ausnahmen ist es grundsätzlich immer nachteilig, wenn man die eigenen Karten ungezwungen zeigt, auf diese Weise gibt man dem Gegner gratis Information.

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Für die erfahrenden Turnierspieler ist es offensichtlich, dass man mit off nicht gegen den UTG Raiser die Blinds verteidigen muss wegen: a)     a) off ist meistens dominiert und liegt  weit hinten gegen die Hand Range von einem UTG Raiser. b)     b) Dazu kommt auch die schlechte Position, die der Big Blind gegenüber dem Raiser hat.   Während dem Spiel war ich innerlich auf meinen Gegner sehr sauer, der gnadenlos seinen Vorteil ausgenützt hatte. Aber nachher hatte ich erkannt:  <i>„Für solche Fehler bin nur ich und niemand anderer  schuld!“

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Genau in der nächsten Hand, als extremer Short Stack mit circa 10 000 war ich im Big Blind 1600 mit Alle foldeten bis zum Button, der auf 4000 raiste, ich pushte logischerweise All in und stand weit hinten mit meinen Damen gegen Johans Brolenius . Das Bord war keine Hilfe, so war ich ausgeschieden.Es gibt aber auch eine schöne Seite von diese Geschichte:zu meiner Beruhigung hatte ich mir gesagt, dass ich wenn nicht mit  dem Paar ein Eigentor geschossen hätte, wäre mein Stack sowieso in der nächsten Hand verloren gegangen… 

<i>Das Main Event</i><i> – Ganz anders ist es dort gelaufen:</i> Im Level 6, 200/400 + Ante 50. Mein Stack gegen 12 000 war unter Average, der bei circa 22 000 lag. Zur diesem Zeitpunkt war ich der kürzeste Stack an einem ziemlich aggressiven Tisch. Alle foldeten bis zum Chipleader (cut - off) am Tisch (mit circa 70 000), der freundlicherweise auf "nur“  900 raiste, was mir sehr verdächtigt schien. Meine Intuition wies darauf hin, dass er ein Monster hatte wie oder . Der Button foldete, und ich fand keinen Grund, im Small Blind zu folden. Na ja mit Suited Connectors hatte ich die besten Chancen, ein Big Paar zu knacken, aber zuerst  wollte ich den Flop billig sehen und gut treffen, also Call. Der Big Blind Wilhelm Führer brauchte nicht viel, um mit diesem ausgezeichneten Pot Odds zu callen. So sahen wir zu Dritt den Flop . Bingo, dachte ich,  jetzt könnte mich verdoppeln. Ich checkte mit Absicht zu check raisen, weil ich sicher war, dass der Chipleader als pre Flop Aggressor eine Conti bet machen würde. Wilhelm war mit meine Idee einverstanden und checkte mit.  Erwartungsgemäß  "warf der Feind aus seinem Bunker die erste Granate“ nämlich zweitausend Chips in die Mitte.
Wie geplant raiste ich kräftig auf 8500, um  große Stärke zu zeigen. Das hatte aber überhaupt nicht meine beiden Gegner erschreckt, weil   wie ein Blitz aus heiterem Himmel waren nach mir Willi  mit 35 000 und der Aggressor mit 70 000 All in gegangen. Wow, was für eine schwere Situation für mich! Falls jemand von den Beiden einen fertigen Flush hätte, wäre ich drawing dead, außer der Big Blind hielt – der einzige mögliche Flush den ich schlagen könnte. Viel wahrscheinlicher sah es aber so aus, dass der Willi 2 Paare und der Aggressor Set oder ein Paar mit höherem Flush draw hatte. Na ja, jetzt stand ich vor Dilemma: A) zu folden und als extremer Short stack (mit nur circa 3500) zu spielen B) zu callen und das Risiko einzugehen, dass ich drawing dead war, aber wenn ich richtig läge, könnte ich mich verdreifachen! Nach langer Überlegung entschied mich für Option a) und callte. Der Aggressor drehte um für Overpaar und Nut flush draw und Wili für 2 Paare. So weit so gut..nur die Karten müssen in so einem wichtigen Moment halten: Turn , jetzt war mein Vorteil größer, aber für den Side pot hatten die Asse, Willis 2 Paar überholt. River , und die schlechteste Hand am Turn hatte gewonnen. Durch diesen riesigen Pot hatte Willi als Chipleader ab Level 6 bis zum Finaltisch, das Main Event dominiert und sogar am nächsten Tag  54 500€ für den ersten Platz gewonnen! Herzliche Gratulation Willi! Ich dagegen war ausgeschieden und Richtung Cash Game gegangen. 

<i>Die EPT Bilanz für Saison 6</i> Auf Wunsch des Lesers ,,Bimbo1985“ mache ich die EPT Bilanz für Saison 6. In der EPT (2009/2010) hatte ich 7 von durchgeführten 13 EPTs spielen können. Hier die Statistik:
1.) Oktober 2009 –London-Buy-in 5775€ (5250£) –Teilnehmer 730  Tag 4 Ausgeschieden mit (31%) gegen off(69%) .<i>14. Platz -23 000£ ( 25 300€)</i>
2.) Oktober 2009 –Warsaw – Buy in 6000€ ( 25 000PLN)-Teilnehmer 203 Tag 1 ausgeschieden mit (50%) gegen (50%) 
3.) November 2009-Vilamoura – buy in 5300€- Teilnehmer 322 Tag 2 ausgeschieden mit (87%) gegen (13%)
4.) Januar 2010- Deauville – Buy in 5300€ – Teilnehmer 768 Tag 1 ausgeschieden mit (84%) gegen off (16%)
5.) März 2010 – Berlin – Buy In 5300€ -Teilnehmer 945  Tag 2 ausgeschieden mit (56%) gegen (44%) als 155 Platz bei 144 Preise!
6.) März 2010 – Snowfest –Buy in – 3750€ -Teilnehmer 546
Tag 3
 ausgeschieden mit (55%) gegen (45%) <i>34. Platz- 7400€</i>
7.) April 2010-San Remo – Buy in 5300€ -Teilnehmer 1240
Tag 1 ausgeschieden mit (8%) gegen (92%)

Achtung die % sind gerundet! Als Schlussfolgerung kann ich sagen: Durch mein schlechtes Spiel bei den Schlüsselhänden bei der EPT London und EPT San Remo, war ich absolut selber schuld für das Ausscheiden! Viel Pech hatte ich gehabt beim EPT Vilamoura und EPT Deauville (genau gesagt nach dem Verlust von gegen war ich extrem short und bald ausgeschieden) und besonders weh getan hat die Ausscheidung mit der Favoritenhand in Berlin kurz vor dem Geld. Bei der EPT Warschaw und Snowfest konnte ich nicht in den entscheidenden Momenten den Coin Flip gewinnen,  das sehe ich als normale Schwankungen an.       
Die finanzielle Ergebnis
Das ist der Punkt, für den sich die vielen Pokerspieler interessieren. Das Problem liegt hier darin, dass die Medien hauptsächlich die Preisgelder der erfolgreichen Spieler veröffentlichen, aber es ist schwer nachzuvollziehen, wer wie viele Turniere mitspielt, ohne je das Preisgeld zu erreichen! Ich bin durch die zwei Cashes (14. Platz bei der EPT London und 34. Platz bei der EPT Snowfest) nur  leicht im Minus, wenn ich die Buy-ins abziehe. Die Buy-ins (Ausgaben) betragen  € 36.725 und das gesamte Cash-out ( Einnahmen) beträgt €32.700.   Fazit: Im Turnier Poker ist es sehr schwer, dauerhaft Profite zu machen!

Euer Ivo ,,The Chessmaster"   P.S. Vor einige Tagen habe ich mein Homepage www.ivodonev.com neu überarbeitet. Würde mich freuen, wenn von euch Meinungen zurück kämen, was euch dort gefällt oder was nicht. Ich bin immer für Verbesserungsvorschläge zu haben!  

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