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/Sep/2009

Sind elektronische Pokertische die Zukunft?

Von: ivodonev @ 16:01 (CEST) / 59 / Kommentar ( 36 )

<font size="4">Oder sind elektronische Pokertische die perfekte Synthese zwischen Live- und Onlinepoker? </font>

 

Hallo liebe Leser,

heute möchte ich kurz über die mögliche Zukunft des Pokerspiels berichten.

In den letzten Jahren bin ich viel um die Welt gereist und habe bei Pokerturnieren und Ausstellungen (Messen) vieles gesehen. Eines hat bei mir große Aufmerksamkeit erregt, nämlich die Pokermaschinen. Ich  meine hiermit nicht die Pokerautomaten, mit denen man Drawpoker mit negativer Erwartung spielt, sondern normale elektronische Tische ohne Croupier, wobei man gegen andere Gegner echtes Poker spielen kann. Hauptsächlich gibt es zwei Arten von elektronischen Tischen:


 

a) für Heads-up - siehe hier kurzes Video

b) für Fullring-Table - für Cashgame oder Turniere- siehe hier Video

Die elektronischen Heads-up-Tische sind die populärsten Geräte. Ich habe solche Automaten überall gesehen: bei der WSOP im Rio, bei der WSOPE in London, am Kurort Varna am Schwarzen Meer und sogar bei den Swiss Poker Masters. Alle Geräte waren fast immer von begeisterten Spielern besetzt. Ich persönlich habe in den Turnierpausen manchmal gegen andere Pokerspieler ein Heads-up gespielt. Es kostet nur einen Münzeinwurf, so beispielsweise in der Schweiz zwei Franken.

Die Vorteile eines elektronischen Pokertisches liegen auf der Hand:

a) Man benötigt keinen Dealer, also keine Kosten für die Angestellten, nur Strom wird benötigt.

b) Man braucht kein Trinkgeld zu geben.

c) Es passieren keine Fehler beim Showdown.

d) Die Verteilung der Hände ist so schnell wie beim Onlinepoker.

e) Man sieht trotz des "Onlinegefühls" seine Gegner, also spielen die Tells hier eine größere Rolle als beim Onlinepoker.

f) Es gibt weitere Vor- und Nachteile, die man gar nicht alle aufzählen kann.

Es gibt sogar Turniere an elektronischen Pokertischen! Ein solches Turnier habe ich in Varna in einem Pokerclub erlebt. Das Ganze wurde von nur einem Poker-Floorman und zwei bis drei weiteren Angestellten im ganzen Casino durchgeführt!

Alles lief sehr flott und fast fehlerfrei und für die Casinobesitzer war das Turnier sehr günstig, denn es wurde viel weniger Personal als bei normalen Livepokerturnieren in den Casinos benötigt.

Ich  wundere mich, warum die elektronischen Tische in den Livecasinos noch nicht populärer sind. Dadurch würden natürlich viele Casinoangestellte arbeitslos. Seit kurzer Zeit ist sogar im Casino Bregenz ein Roulette-Automat aufgestellt. Der Tisch sieht aus wie ein normaler Roulette-Tisch, nur ist alles elektronisch gesteuert und man kann ihn durch Touchscreen gut bedienen. Dies ist einfach, schnell, komfortabel und funktioniert fehlerfrei.

 

Was meint ihr zu dieser Automatisierung, liebe Leser? Habt ihr in eurer Umgebung schon elektronische Pokertische gesehen? Habt ihr Erfahrung damit? Was für Vorteile und Nachteile seht ihr? Ich freue mich auf eure Antworten, damit wir dieses Thema, besonders was Pokerautomaten betrifft, weiter diskutieren könnten!

 

Themawechsel und damit eine Frage: Hat derjenige, der beim Showdown zuerst seine Karten aufdeckt, einen Vor- oder Nachteil?

Was meint ihr dazu? Hier ein frisches Beispiel: eine kuriose Hand aus meiner Pokerpraxis, die etwas Licht auf den Schatten wirft.

Wir spielten im Casino Bregenz Cashgame an einem vollen Tisch. Der Tisch war ziemlich loose, ich starte oft an solchen Tischen mit einem Shortstack (ca. 25 Big Blinds), um aggressiver spielen zu können.

Ich saß im Big Blind, sechs Spieler limpten und ich fand im Big Blind , also eine gute Möglichkeit zu squeezen. Ich entschied mich, zehn BB zu raisen. Einerseits war das hoch genug, um Spieler mit verdächtigen Händen zu verjagen, andererseits fühlte ich mich pot-committed, denn falls mich jemand reraiste, bekam ich zum Callen  Potodds von circa 3 zu 1. Langsam begann sich das Feld auszudünnen. Der Erste foldete und danach foldeten alle anderen Spieler wie eine Herde von Schafen, die dem führenden Schaf folgen, bis zum letzten Spieler am Button, der mich nach langer Überlegung all-in setzte. Na ja, was bedeutet das, wenn jemand nach so vielen Limpern auch limpt? Auf keinen Fall ein großes Paar. Ich callte. Der Flop brachte .

Jetzt war ich fast sicher, dass ich die Gewinnerhand hielt. Der Dealer betonte den Showdown. Ich hätte gern gesehen, mit welcher Hand mich mein junger Gegner all-in geschossen hatte. Ich wartete, aber er auch. Der Dealer war sich nicht sicher, wer zuerst aufdecken musste. Jemand am Tisch erklärte, dass der, der die letzte Action vor dem Flop gesetzt hatte (da waren wir beide all-in und es war keine Action mehr möglich), zuerst aufdecken muss. Mein Gegner sagte offensichtlich ungern "As-hoch" und machte Gesten, seine Hand zu folden. Mir war klar, dass ich gewinnen würde, aber leider war ich stur und wollte unbedingt seinen Kicker sehen. Informationen sind immer nützlich, nicht wahr? Er sagte wieder: "As-hoch, no Kicker". "Okay, ich will sehen", sagte ich mit Freude. So wurde er vom Dealer gezwungen, seine Karten zu folden oder zu öffnen. Am Schluss deckte der Bursche seine Karten auf wie jemand, dem beim Zahnarzt ein fauler Zahn ausgerissen wird. Auch ich öffnete grinsend meine Karten. Und was musste ich sehen? Der Pot ging in die andere Richtung, nämlich zu meinem Gegner. Beim Öffnen stellte der Dealer fest, dass mein Gegner nicht As-hoch, sondern A3 offsuit und mit seinem verdammten Kicker einen Drilling getroffen hatte. Mein Gegner entschuldigte sich mehrmals und betonte, dass er nicht gemerkt hätte, was für einen Kicker er gehabt hatte.

Fazit: Wenn ich meine Karten beim Showdown zuerst aufgemacht hätte, hätte ich zu 99 % den Pot gewonnen. Zuerst hat mein Gegner zwei Fehler gemacht. Er hat mich vor den Flop mit einer schwachen Hand, A3 (offsuit), all-in gesetzt, wobei ich zu 100 % callen musste. Der zweite Fehler war, dass er sich seine Karten nicht gemerkt hatte. Im Poker gibt es eine ungeschriebene Regel: Nicht wer mehr Fehler, sondern wer den letzten Fehler macht, das ist entscheidend!

Hat jemand von euch auch schon einmal solche "faulen" Situationen im Poker erlebt?

 

Euer Ivo - "The Chess Master"

 

PS: Hier die Antwort an die Leser "11tholer11" und "sas4" ("Ich hätte noch eine andere Frage, und zwar findet Anfang Oktober in Salzburg (CCC) ein Turnier statt, spielst du da auch mit?") aus Salzburg: Ich kann leider bei dem Turnier Anfang Oktober in Salzburg nicht teilnehmen, wobei die Struktur sehr interessant ist, aber ich werde zuerst die EPT London (Tag 1B) spielen und anschließend die ganze Turnierwoche in Baden bei Wien (6. bis 15. Oktober) dabei sein. 

 

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