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/Nov/2009

Tombola auf Portugiesisch?

Von: ivodonev @ 20:48 (CET) / 6499 / Kommentar ( 10 )

Hallo alle miteinander,

hier ist wieder einmal der Chess Master mit seinem heißen Bericht aus dem warmen Portugal.

Die EPT findet zum ersten Mal in Vilamoura statt, einem wunderschönen Kurort am Strand der Südküste Portugals.

Ich bin das erste Mal in meinem Leben in diesem Land und zum Glück habe ich die Amigos – Jan und George (der fließend Portugiesisch spricht!) – am Flughafen getroffen, die mich freundlicherweise mit ihrem Taxi zum Hotel mitgenommen haben.


 

              
Das Hotel Ampalius (siehe Foto oben) mit Spa, Schwimmbad und Sauna kostet nur 37 Euro pro Nacht! Im Vergleich zum Hotel Hyatt bei der EPT in Warschau mit 210 Euro ist das hier ein Paradies! Das Hotel ist nur zwei Minuten vom Casino (siehe Foto unten) entfernt und liegt direkt am Strand, wirklich super! Ich bin voll des Lobes!
           


 

                     
Zum Cashgame:

Es standen zwei NL-5/10- und 10/20-Tische zur Verfügung. Ich bekam schnell einen Platz an dem kleinen Tisch, weil dieser nicht voll besetzt war, und versuchte, auf einen günstigen Platz hinter dem großen Stack zu kommen, leider jedoch erfolglos! Hier gelten die portugiesischen Tombola-Regeln, bevor man am Tisch Platz nehmen kann. Man zieht ein Los und muss unbedingt bis zum Ende des Abends dort sitzenbleiben. Es ist also kein Platzwechsel möglich! Okay, so weit, so gut.

Dann wollte ich beim Dealer Spielchips kaufen, aber der hatte keine zur Verfügung! Jeder, der seine Chips verlor und welche nachkaufen wollte, musste vom Tisch aufstehen und sich in die Warteschlange bei der Hauptkasse einreihen. Sogar für jedes Side-Event konnte man die Tickets nicht im Voraus bezahlen, sondern nur am gleichen Tag des Spiels, und zwar zwei Stunden vor Turnierbeginn. Man musste sich logischerweise täglich in der riesigen Schlange zum Warten anstellen!

Nach circa zehn Minuten saß ich endlich mit den gekauften Chips am ausgelosten Platz am Tisch. Jetzt kam die nächste Überraschung: Die Small Blinds lagen auf dem Button und dieser bekam sogar die erste Karte gedealt. Hm, wirklich eigenartig! Offensichtlich leidet das Pokerspiel am Mangel eines internationalen Regelbuches, das wie in anderen Sportarten, wie beispielsweise beim Schach oder Golfspiel, für alle Länder gültig ist! Das Lobenswerte war jedoch die günstige Gebühr zum Spiel, nämlich nur 20 Euro pro Stunde Time-Collection! Noch ein komisches Gesetz: Beim Turnier musste man unabhängig von der Teilnehmerzahl im Minimum acht Preisplätze vergeben. So wurden beim Omaha trotz der kleinen Teilnehmerzahl fast 20 % belohnt!

Aber genug des Drumherumgeredes, jetzt etwas über die Arbeit!

Tag 1B, mein Tisch war voll mit bunten, unbekannten Gegnern.

Level 2, Blinds: 75/150. Ich bekam erst einmal und raiste Standard auf 450. Nur ein Portugiese unterstützte freundlich meine Tätigkeit. Der Flop war nicht besonders freundlich: . Ich prüfte das Wasser mit einem Contibet von 600, er ging mit. Turn: , ich checkte, er ebenfalls.

Wow, was für ein Papagei, er machte alles nach! River, eine unbedeutende Zwei, das Board war Rainbow und das führte mich zu dem Gedanken, dass ich die Katze im Sack haben könnte. Bet um 1.000. Mein Gegner war extrem unfreundlich und verlangte 3.000. Ich hatte das Gefühl, dass die Katze im Sack schwarz war, fand aber keinen Grund, mein Overpair zu folden, und bezahlte die 2.000 nach. Mein Gegner grinste: „La Strada“ und deckte stolz auf.

Level 3, Blinds: 100/200. Links von mir raiste ein kanadischer Pro, Sorel Mizzi, UTG um 600 und ein Opa aus Spanien (über 70 Jahre alt!) callte. Ich fand im Big Blind und war glücklich mit diesen Potodds (400 für 1.500), um den Flop so günstig wie möglich zu sehen, callte ich 400 mehr.

Der Flop war atombombengleich: . Ich wettete gegen meinen aggressiven Preflop-Raiser 450, weil ich fast sicher war, dass er so niemals denken würde, nämlich, dass ich die getroffen hatte. Der Haifisch biss sofort an und erhöhte auf 1.400. So weit, so gut, ich hoffte, ich würde im Heads-up gegen ein Overpair von Mizzi spielen. Ohne mit der Wimper zu zucken callte aber der spanische Senior schamlos. Jetzt fragte ich mich, womit konnte er wohl callen? Vielleicht mit der letzten mit besserem Kicker als meine Acht? Okay, mal sehen.  Ich callte ruhig mit.
Turn: . Mizzi und ich checkten, aber der Opi war nicht zu bremsen: 3.000. Wow, jetzt war ich fast sicher, dass er eine hatte. Also den Pot out-of-position klein halten und wenn er bluffte, würde ich ihn weiterbluffen lassen, also Call. Mizzi hatte das faule Ei scheinbar gerochen und verschwand schnell.
River: . Ich checkte sofort und hoffte auf einen kostenlosen Showdown, aber der spanische Aggressor feuerte eine neue Bombe ab: 6.300.Wow! Es lagen jetzt plötzlich drei Pik in der Mitte, was einen Flush möglich machte. Was konnte meinen -Drilling schlagen? Nach der Spielweise meines Gegners konnten es logischerweise nur ein mit besserem Kicker oder ein Full House sein. Ich schwitzte und mit brutalem Bauchkneifen wollte ich diesen Monsterpot dennoch nicht ohne Kampf aufgeben. Call. Der Opa deckte schnell seine zwei Karten auf: , und so hatte er mich mit seinem Backdoor-Flush in die Pfanne gehauen!
Ich war kurz erstarrt, ja fast gelähmt, konnte nicht sprechen, biss mir auf meine Zunge und holte tief Luft. Brutal, der spanische Senior hatte Bet und Raise am Flop bezahlt, um sich eine Bauchschuss-Straße mit einer Acht einzufangen, in diesem Fall hätte ich allerdings ein Full House vervollständigt. Theoretisch war er am Flop „fast“ drawing-dead! Der Pot war so groß, über 22.000, und meine Hand ein so großer Favorit am Flop mit 97 % zu 3 %, aber Poker ist oft grausam.
Man spricht von einem großen Vorteil beim Poker, wenn man AA gegen andere Paare wie KK hat, und die Asse waren hier 4 zu 1 vorn. Was soll man sagen, wenn man 33 zu 1 Favorit ist und einen Monsterpot verliert?


Okay, ich weiß, dass kann jedem passieren, das Leben geht weiter ...

Fortsetzung folgt ...

Jetzt die Antwort zu meiner Aufgabe vom vorigen Beitrag:

Es ist offensichtlich, dass gegen ein Topset zu dritt der Flushdraw immer besser abschneidet als der Straßen-Draw, da der Flushdraw zwei Straight-outs wegnimmt. Im Heads-up sieht die Sache etwas anders aus. Nur beim Flop mit drei Pik hat der Flushdraw (neun Outs) bessere Chancen gegenüber dem Straßen-Draw (acht Outs). Gibt es aber einen Flop mit , dann sind die Chancen von beiden Draws gegen das Topset fast gleich. Warum? Weil hier der Flushdraw auch nur acht Outs hat (falls am Turn oder am River eine kommt und das Topset ein Full House macht). Der Leser Eisi hat diese Situation wunderbar erfasst und erklärt! Danke Eisi!


Euer Ivo „The Chess Master“ Donev

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