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/Nov/2009

Tombola auf Portugiesisch? (Teil 2)

Von: ivodonev @ 12:22 (CET) / 5331 / Kommentar ( 2 )

Hallo alle miteinander,

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okay, ich weiß, das kann jedem passieren, das Leben geht weiter ...

Und ich kämpfte erfolgreich weiter, verdoppelte mit KK gegen 88 (ein Geschenk von einem anderen Portugiesen) und baute bis Level 8 meinen Stack auf 50.000 aus. Der kanadische Pro Mizzi flog in Level 8 raus, auf seinen Platz kam ein unberechenbarer Ire, Andy Black (fünfter Platz beim WSOP-Main-Event 2005!). Nach einigen für mich erfolgreichen kurzen Auseinandersetzungen (wenn alle zu mir foldeten, gewann ich oft das Duell Small Blind gegen Big Blind) kam es in Level 8 zu folgender kritischer Situation.

Level 8, Blinds: 400/800, Ante: 75. Ein unglaublich junger Skandinavier (man sah, dass dieser Bursche noch überhaupt keinen Bart hatte!) raiste in mittlerer Position auf 2.500. Ich saß zwischen ihm und Andy und fand in diesem Moment . Ohne lange zu überlegen reraiste ich kräftig auf 10.000 mit der Hoffnung, den Pot sofort zu gewinnen, weil der Skandinavier mit seinen 18.000 Chips nicht gefährlich war. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel schob Andy in Sekundenschnelle seinen gesamten Stack in die Mitte - Rereraise-All-in! Wow! Andy, Andy, Andy, was machst du mit mir? Alle foldeten sofort bis zu mir. Ich betrachtete verzweifelt seine über 60.000 Chips und stand von einer die schwierigsten Situationen bei dieser EPT.

a) Falls ich damit richtig lag, dass Andy einen Move machen und ich callen und gewinnen würde, hätte ich über 100.000 Chips gehabt und wäre zwischen den Chipleadern gewesen.

b) Falls ich falsch lag, er wirklich AA oder KK hatte und verlieren würde, dann wäre ich aus dem Turnier ausgeschieden.

 

Ich begann die Situation zu analysieren. Einerseits wirkte Andy ein wenig unglücklich, da ich ihm einige Male beim Kampf Blind gegen Blind eine Menge Chips abgenommen hatte.

Andererseits signalisierte sein Rereraise-All-in enorme Stärke wie AA, KK, QQ oder AK.

Hatte Andy wirklich eine sehr starke Hand oder machte er einen Move mit einer schwächeren Hand als mein ? Über drei Minuten dachte ich nach und in diesem Moment versammelten sich Nikolai Senninger und viele andere Zuschauer rund um den Tisch. Ehrlich gesagt waren meine erste Gedanken: Call! Je mehr ich nachdachte, umso stärker wurde der Sicherheitsinstinkt. Es kamen plötzlich Gedanken wie: Warum sollte ich das ganze Turnier jetzt riskieren? Bestimmt werde ich irgendwann eine bessere Situation bekommen, wo ich verdoppeln kann. Schlussendlich hob ich die weiße Fahne und foldete offen . Ich hatte die Hoffnung, dass Andy ebenfalls seine Karten zeigen würde, aber dieser Wunsch wurde mir leider nicht erfüllt. Andy foldete seine Karten verdeckt. 

Später erzählte mir Niko Senninger, dass Andy Black den größten Teil seines riesigen Stacks mit einem ähnlichen All-in-Move verloren hatte, als er mit versuchte, einen anderen Spieler mit einem riesigen Preflop-Reraise aus cem Pot zu verjagen. Dieses Mal callte der andere Spieler mit AK und gewann.

 

So beendete ich Tag 1 mit bescheidenden 36.000.

Am nächsten Tag bekam ich einen neuen Tisch zugelost und hatte natürlich auch neue Hoffnung.

Level 10, Blinds: 600/1.200, Ante: 100. Rechts von mir saß Anthony Lellouche, der Chipleader. Ich war der Shortstack am Tisch und musste tight spielen, um eine Gelegenheit zum Verdoppeln zu finden.

Nach circa einer Stunde des Spiels war mein Stack auf 25.000 geschrumpft. Anthony raiste UTG auf 3.000, ich sah in meine Karten: . Schwierige Situation.

a) Mit 25 k zu pushen scheint ein zu hohes Risiko zu sein. Der UTG-Chipleader könnte eine große Hand haben und mich locker callen.

b) Call. Ich müsste unbedingt die Sieben treffen und hätte selbst dann keine guten Implied Odds.

Nach langer Überlegung foldete ich, aber der Big Blind callte.

Der Flop war h und Anthony feuerte eine große Wette ab, nachdem der Big Blind gecheckt hatte. Der weitere Verlauf ist uninteressant, außer dem Fakt, dass ich in diesem Spot hätte verdoppeln können! Also schlechtes Timing!

 

Nach kurzer Zeit in Level 10 hatte ich endlich in früher Position (die sogenannten Amerikan Airlines) bekommen. Es war selbstverständlich mein Wunsch, nicht nur die Blinds zu gewinnen, sondern auch etwas Action von einem Spieler zu bekommen. Also raiste ich auf 3.200, nur der Small Blind, ein unbekannter Spanier, war mit meinem Betrag einverstanden. Also Heads-up mit den Assen in Position, ein Traum für einen Shortstack. Flop: . Mein Gegner checkte wie üblich und ich setzte 6.000, sozusagen war ich nun pot-comitted. Mein Gegner raiste mich all-in, weil er mehr als das Doppelte meines Stacks hatte.

Ich brachte natürlich meine restlichen 8.000 in die Mitte und hoffte, dass mein Gegner nur ein Paar (vermutlich ) getroffen hatte. Er öffnete schnell . Wow! Am Turn und River tauchten und auf und ich war als 120. ausgeschieden. Nach dem Spiel hat sich der Spanier wie ein schuldiges Kind vor dem Lehrer verteidigt. Ich hatte sehr gute Potodds mit -off, um meinen Small Blind zu verteidigen. Es ist vermutlich allen bekannt, dass gegen um die 89 % zu 11 % (8 zu 1) Favorit ist. In diesem Fall sollte der Spanier 2.600 für 6.000 (im Pot) für Potodds von 2,3 zu 1 nachzahlen, also eine klare negative Erwartung. Das Problem war nur, er wusste nicht, dass ich mit AA raiste ...

 

FAZIT: Erst jetzt begriff ich, dass ich gegen Andy Black mit meinen hätte callen sollen und dass dies meine größte Chance im dieser EPT gewesen war.

 

Beim Poker gilt immer wieder der Satz: Maybe next time!

Euer Ivo - "The Chess Master"

 

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