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ivodonev blog

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Hallo liebe Poker Freunde, viele Spieler denken, dass, wenn jemand in der Endphase eines Turniers Chipleader ist, er im Minimum auf den ersten drei Plätzen landen muss. Diese Vorstellung stimmt nicht ganz, und dies kann  ich aus eigener Erfahrung behaupten. Dabei  muss man unbedingt auch betrachten, dass der Chipleader in der Anfangsturnierphase einen größeren Vorteil hat als der Chipleader in der späteren Turnierphase. Warum ist das so? Weil am Anfang der Turnierphase: a) Die Blinds viel kleiner im Vergleich zu den meisten Stacks sind. b) Die Fehler und die Bad Beats nicht so große Bedeutung haben. c) Der  Verlust von Chips kann eventuell mit einem guten Spiel oder Lauf nachgeholt werden, weil die Blinds im Vergleich mit dem Stack noch relativ klein sind und die Spieler weit weg von der Gamble-Phase sind d) Der Glücksfaktor eines Deep Stack Turniers in früheren Turnierphasen ist kleiner wegen des größeren Spielraums (große Stacks + kleine Blinds)
e) Tummeln sich viele schwasche Spieler.
Am Ende der Turnierphase: a) sind die Blinds viel grösser im Vergleich mit den Stacks, und darum sind viele Spieler  mit short Stack gezwungen zu Gamblen. b) Jeder eigene Fehler oder ein Bad Bead sind in später Turnierphase viel teurer. Besonders schmerzlich sind die Fehler und Bad Beats in der Bubble Phase oder gar ein Paar Plätze vor dem Geld. c) Der Verlust von Chips hat hier größere und oft auch entscheidende Bedeutung d) Der Glücksfaktor ist am Ende jedes Turniers am höchsten, besonders wenn das Average Stack unter M-6 fällt. Dann ergibst sich oft ein  all-in Festival.
e) Die schwache Spieler werden in den Endphasen immer weniger,weil die starken Spieler sich zum ende des Turnier besser behalten <i>Ich mache mir viele Gedanken beim Pokern und besonders bei Situationen, mit negativem Ausgang und mehrmaligen Wiederholungen.</i>  Aber Zuerst ein wenig Historie: <i>Wien 16. März 2010 Concord Casino, 3000€ Buy in,  Main Event</i>-8. Platz Ich bin großer Chipleader am Final Table. Zuerst verliere ich einen riesigen Pot mit (ich pushe All-in vor dem Flop) gegen Nasr El Nasr mit . Wenig später  beim Flop bin ich endgültig gekillt  wieder mit gegen Hila Dan . Schlussendlich beendete ich mit dem 8. Platz. <i>Velden 17. </i><i>Juli 2010, CAPT, 2000€ buy in, Main Event-13. Platz</i> Wieder bin ich  großer Chipleader an Tag 2 und finde nicht den richtigen Weg nach oben! An Tag 2 war ich nicht in guter Form, spiele passiv und mache einen sehr, sehr schlechten Call mit gegen meines Gegners. Als Ergebnis - Ich scheide als 13. aus, kurz vor dem Final Tisch. <i>Bregenz 16.September, Side Event 500€ buy in, 19. Platz</i> Mit den restlichen 21 Spielern bin ich klarer Chipleader und beende ... als 19. kurz vor dem Geld. Wie habe ich so ein Kunststück fertig gebracht? Einfach, ich konnte die Notbremse nicht  ziehen und habe einen Unfall gebaut. Bei den letzten zwei Tischen habe ich im Big Blind bekommen und alle foldeten bis zum second Chipleader, der vom Small Blind callte. Ich checkte vorsichtig,  denn das war der einzige Spieler im Turnier der mir ernsten Schaden zufügen konnte. Der Flop: , super, dachte ich - ein Paar und Flush Drow. Es gab bei diesem Flop eine kurze und kräftige Raiserei, die mit All in von mir endete. Leider  war es  unmöglich, meinen Gegner zum Fold zu bewegen, weil er einfach  für die Nuts-Straße hatte. Trotz des am Turn und eine Menge Outs verliere ich diesen Schlüsselpot und wurde dann bald mit leeren Händen nach Hause geschickt. Als Beruhigung dachte ich: sogar wenn ich am Flop calle könnte ich am Turn die all in Schlacht nicht vermeiden! <i>Bregenz 18. </i><i>September, Main Event 1500  Buy in, 5. Platz</i> Ich bin wieder großer Chipleader am Final Tisch und wieder spiele ich einen  gigantischen Pot gegen den Second Chipleader Vito Branciforte. Ich verliere mit Pech die Hand, die mit 70% zu 30% Favorit war. Trotzdem schaffte ich es mit meinem Short Stack bis zum 5. Platz zu krabbeln. Wenn ich darüber nachdenke habe ich  in den  vergangenen Jahren leider viele solche Beispiele, die mit Bad Beats oder ,,Black Outs" vor dem Final Tisch beendet wurden. Was möchte ich mit diesen Beispielen betonen? Das Hauptproblem des Chipleaders  in der Endphase eines Turniers. a) Durch solides Spiel erreicht man sicher eine  bessere Platzierung, aber man kommt nicht in die Top Plätze, denn  durch die Vermeidung von Risikosituationen und steigenden Blinds wirst  du bald überholt von anderen Spielern b) Spielst du loose/aggressiv und risikoreich musst du jede Situation sehr, sehr  gut einschätzen, ansonsten könnte es sein, dass jeder falsche Schritt (oder das Pech) dich aus dem Money Boat raus wirft. c) Natürlich auch hier hat der Glücksfaktor mehrere Gesichter wie beispielsweise ob der Tisch passiv ist, weil jeder Spieler nach oben will, oder aggressiv ist, weil für mache Spieler das Geld keine große Bedeutung hat. Auch spielt es eine Rolle, ob die großen Stacks und die aggressiven Spieler rechts von dir sitzen usw. Ich gebe zu, dass ich noch viel an der Verbesserung meines Spiels bezüglich der Turnierendphase arbeiten muss, aber eines ist sicher: Es gibt immer wieder ein neues Turnier und die Hoffnung bleibt, dass irgendwann mein Boot als Chipleader an seinem Ziel ankommt.
Am 3. Oktober werde ich zur Poker EM (Baden bei Wien) fahren, dann folgt Montessino und wahrscheinlich die EPT in Wien. Also der Oktober ist voll mit interresanten Turnieren! Call oder Fold. In Turnieren kommt man oft in Situationen, wo jemand all in geht und man weiß nicht genau, ob es richtig ist zu callen oder zu folden. Hier ein Beispiel aus meiner Praxis, das ein wenig Licht in solche Konfrontationen bringt. Es ist die frühere Turnierphase bei einem 250€ Buy in Bounty Turnier im Casino Bregenz. Ich bin Chipleader mit circa 21 000 und dominiere meinen Tisch. Was meine ich damit? Ich spiele mehr Hände erfolgreich als meine Gegner und bekomme kaum Widerstand. Irgendwann in Level 5 (200/400+Ante 50) bekomme ich in späterer Position und raise auf Standard 1000. Der Button, ein Italiener mit riesiger Sonnenbrille, war offensichtlich mit meiner Aggression nicht einverstanden und reraiste All In für etwa 4000. Die anderen Spieler foldeten und ich stand vor einer Entscheidung die ich bei Turnieren oft erlebte: Call oder Fold? In solchen Situationen kann man mit Hilfe von Mathematik und der Theorie der Wahrscheinlichkeit gut berechnen, was vorteilhaft ist. a) wenn ein Spieler  vor dem Flop All in ist, dann gibt es keine Implied Odds und somit wird es leichter die Situation zu berechnen!
b) Pot Odds: Ich muss 3000 bezahlen um 6100 zu gewinnen. Also meine Pot Odds sind ein wenig besser als 1 zu 2 oder in Prozenten gesagt circa 33%. So haben wir die Grenze für die Gewinnerwartung meiner Hand festgestellt. c) Falls ich diesen Pot verliere, kostet es mir weniger als 20% von meinem Stack. Falls mein Gegner verliert ist er vom Turnier ausgeschieden. d) Jetzt muss ich ausrechnen: Wie schneidet meine Hand gegen die Ränge der Hände meines Gegners ab? Wenn er: a) 2 große Karten hat wie ;; , ... hat meine circa 40% (1,5 zu 1 underdog) Gewinnerwartung b)  bei einem großen Paar - hat meine circa 20% (4 zu 1 underdog) Gewinnerwartung c) Meine Pot Odds geben mir  33% (2 zu 1) also dazwischen a) 40% und b) 20% d) Mathematisch gesehen: Falls mein Gegner 2 große Karten hat, kann man callen, aber wenn er ein großes Paar hat, muss man folden! Ich möchte dazu sagen: Die oben genanten Range-Karten sind die Hauptgruppen von Karten, die ich rechnen muss. Natürlich kann er auch andere Kartenkombinationen wie ein kleines Paar bis oder ein mittleres Paar wie , , oder sogar   usw. haben. Man kann seinen Gegner  fast nie genau auf bestimmte Hände setzen, sondern nur ungefähr auf bestimmte Handränge auf der Basis der Beobachtungen seiner Spielweise. In meinem Fall, wenn mein Gegner ein großes Paar hat, habe ich (20%) Gewinnchancen, was weniger als die Pot Odds ist (33%). Falls aber mein Gegner zwei große Karten hat, habe ich circa  (40%) Gewinnerwartung, was höher als die Pot Odds (33%) ist, um mir eine positive Erwartung für meinen Call zu geben. Was nun? Ich rechnete und schaute meinen Gegner hilflos an, um mehr Information zu erhalten, der ungeduldig auf meine Entscheidung wartete und  gleichzeitig  ,,Time Please!" sagte. Wow ! Das war ein heißer Hinweis. Denken wir logisch nach. Wenn ein Spieler unruhig ist und Zeit verlangt, das bedeutet in den meisten Fällen, dass er nicht sehr stark ist. Also gebe ich ihm in diesem Fall kein großes Paar sondern zwei große Karten. Und darum calle ich. Mein Gegner drehte off um und ich meinerseits . Er war nicht zufrieden mit meinem Call und wurde besonders wütend nach dem River, als ich ein Paar gemacht hatte und den Pot einstreichen konnte. Schlussendlich konnte ich letzten Freitag dieses Turnier im Casino Bregenz gewinnen.   Euer Ivo,,The Chessmaster"  

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