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ivodonev blog

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<font size="3" face="Calibri">Hallo alle miteinander,</font>

<font size="3" face="Calibri">wie meinen Berichten bereits zu entnehmen war, wähle ich „meine“ Pokerturniere sehr sorgfältig aus. Die wichtigsten Kriterien bei meiner Turnierauswahl sind folgende:</font>

<font size="3" face="Calibri">-</font> <font size="3" face="Calibri">Das Turnier muss früh genug beginnen (ca. um 14 Uhr und ca. gegen Mitternacht enden), denn nur so werde ich in der Nacht schlafen können, um für den nächsten Tag erholt zu sein.</font> <font size="3"><font face="Calibri">Viele Turniere beginnen oft erst am Abend und dauern bis in den frühen Morgen. Das Ergebnis ist, dass es sehr schwer ist, sich in den frühen Morgenstunden, wenn der Finaltisch dann startet, noch voll zu konzentrieren. Außerdem bin ich am nächsten Tag todmüde, weil es für mich sehr schwer ist, den Schlafrhythmus ständig umzustellen! Schlussfolgerung: Für mich sind nachts oder über Nacht stattfindende Pokerturniere unspielbar.</font></font>

<font size="3" face="Calibri">-</font> <font size="3" face="Calibri">Das Turnier muss im Deepstack-Format sein - das bedeutet, die Pokerturniere müssen mit einem M von 100 oder mehr starten, wie z. B. das Poker-Royale-Turnier. Im ersten Level (50/100) bei Startchips von 50.000 ist M = 333. Die EPT-Struktur: Im ersten Level (25/50) bei Startchips von 10.000 ist M = 133.</font>

<font size="3" face="Calibri">-</font> <font size="3" face="Calibri">Die Dauer eines Levels muss mindestens eine Stunde betragen und die Levels sollen nicht sehr schnell steigen.</font>

<font size="3" face="Calibri">Tatort: Wiener Neustadt im Poker-Royale-Casino, eines der größten Casinos in Europa</font>

<font size="3" face="Calibri">Buy- in: €2.500, Preispool: garantiert €250.000 (leider nur ab 100 Teilnehmern …)</font>

<font size="3" face="Calibri">Die Teilnehmerzahl betrug 41, Turnierstart war um 14:00. Und noch eine Besonderheit! Es war ein Nichtraucherturnier. Der Preispool war auf 111.000 geschrumpft …</font>

<font size="3"><font face="Calibri">Startchips: 50.000, 1. Level: 50/1.000. Ein Level dauerte eine Stunde.</font></font>

<font size="3" face="Calibri">Also waren für mich persönlich alle Voraussetzungen für ein perfektes Deepstack-Turnier erfüllt.</font>

<font size="3" face="Calibri">                                                    Eine Foto von dem wunderbaren Büfett, das für alle Turnierteilnehmer gratis war!</font>

<font size="3" face="Calibri"> </font>

<font size="3" face="Calibri">Ich möchte drei Schlüsselhände, die eine große Bedeutung bei meiner Endqualifizierung in diesem Turnier hatten, näher erläutern.</font>

<font size="3" face="Calibri">Hier die erste wichtige Hand:</font>

<font size="3" face="Calibri">Es war in Level neun mit den letzten 19 Spielern, Blinds: 1.000/2.000, Ante: 200. Mein Stack war um die 160.000, meine Position war am Cut-off. Alle foldeten zu mir, ich schaute meine Karten an: . Na ja, im Pot waren 5.000 (1.000 + 2.000 + 9 x 200) und jemand musste dieses Geld ja abholen. Darum entschied ich mich für ein Standardraise von 5.000. Der Shortstack hinter mir, Jan Heitmann am Button, reraiste mit außerordentlicher Schnelligkeit auf 25.500. Das war sehr überzeugend für den Small Blind Felix, der sofort foldete. Der Big Blind, Benjamin Kang, hatte offensichtlich etwas Gutes in seinen Karten gefunden, denn er begann nachzudenken. Schließlich entschied er sich, nur zu callen. </font>

<font size="3" face="Calibri">Im ersten Moment kam mir der Gedanke, meine schwache Hand einfach zu folden und die 5.000 Chips zu vergessen. Denn offensichtlich bedeutete das Reraise von Jan, dass er eine bessere Hand als ich hatte. Aber nach diesem Call vom Big Blind hatte sich die Lage für mich drastisch verändert! In dieser Situation hörte ich in mir zwei verschiedene Stimmen, die eine gebot Vorsicht, die andere gebot Mut. Die Vorsicht sagte: „Ivo, deine Hand ist viel zu schwach, folde und spare dein Chips“. Der Mut sagte: „Nein, Ivo, auf keinen Fall darfst du folden, schau dir einmal die Potodds und deine Position an“. Und wirklich, als ich genauer nachdachte, kam ich zu folgenden Überlegungen:</font>

<font size="3" face="Calibri">A)</font> <font size="3" face="Calibri">Ich sollte 20.500 nachzahlen, in einen Pot von 58.800.  Also, in diesem Fall waren meine Potodds fast 1 zu 3.</font>

<font size="3" face="Calibri">B)</font> <font size="3" face="Calibri">Ich hatte auch gute Implied Odds, denn sowohl Benjamin Kang als auch ich hatten noch um die 140.000 hinten. </font>

<font size="3" face="Calibri">C)</font> <font size="3" face="Calibri">Ich hatte Position gegenüber dem einzigen aktiven Spieler im Pot. Da es kein Sidepot war, vermutete ich, dass Benjamin nicht setzen würde, wenn er nicht eine starke Hand hatte. </font>

<font size="3" face="Calibri">D)</font> <font size="3"><font face="Calibri">Ich gab Benjamin keine sehr starke Hand wie A A, K K oder Q Q, weil er mit diesen Händen vermutlich vor dem Flop gereraist hätte, um mich aus dem Pot zu drängen.     </font></font>

<font size="3" face="Calibri">E)</font> <font size="3"><font face="Calibri">Meine Karten waren gegen zwei große Karten (z. B. A K, K Q) fast mit 2 zu 1 Underdog. Und gegen J J, T T  war ich mit circa 4 zu 1 Underdog. Die schlimmste Variante wäre gewesen, wenn er zwei Neunen in der Hand gehalten hätte, nur in diesem Fall wäre ein klares Folden die richtige Entscheidung gewesen.       </font></font>

<font size="3" face="Calibri">Der Flop brachte . Wow, gar nicht so schlecht für mich, ich hatte mich mit einem Flushdraw ziemlich verbessert. Benjamin checkte, das war für mich ein Signal, dass ihm etwas an diesem Flop nicht gefallen hatte. Ich checkte natürlich auch und so nahm ich die freie Karte am Turn. Achtung, es gibt keinen Sidepot, darum darf man in der Regel nicht bluffen oder semibluffen!</font>

<font size="3" face="Calibri">Der Turn bracht , Benjamin checkte wieder. Ich setzte diesmal 40.000, Benjamin foldete sofort, ich machte meinen Flush auf, Jan drehte um. Ich gewann einen großen Pot und Jan schied aus. In diesem Moment hörte ich jemanden am Tisch murmeln: „Ivo braucht einen Psychiater“. Von außen betrachtet mag meine Spielweise manchmal diesen Eindruck vermitteln, aber oft verändert sich dieser Eindruck nach genauerem Betrachten und Hinterfragen. </font>

<font size="3" face="Calibri">In diesem Jahr hat sich meine Spielweise sehr verändert, sicherlich beeinflusst von Phil Ivey, Gus Hansen und Carlos Mortensen, mit deren Spielweisen ich mich in diesem Jahr sehr stark befasst habe.</font>

<font size="3" face="Calibri">Hier die zweite wichtige Hand: </font>

Der Sieger - Wolfgang Simperl

Level 12, ich hatte einen großen Chipstack um die 270.000 und ich war im Big Blind mit . Es waren noch elf Leute geblieben und an meinem Tisch waren wir zu sechst. Wolfgang Simperl limpte UTG mit 4.000, alle foldeten bis zum Small Blind, er füllte nach und ich checkte. Der Flop brachte . Der Small Blind checkte, ich spielte 6.000 (da ich zwei Overcards und eine Gutshot-Straight hatte), Wolfgang zahlte nach, der Small Blinde foldete. Der Turn brachte eine Zehn. Super! Jetzt hatte ich die Second-Nuts-Straße, ich setzte meine Strategie fort und setzte 30.000, in diesem Moment schrie Wolfgang wie von einer Biene gestochen „all-in!!“ und schob einen sehr großen Stack von 150.000 in die Mitte. Was mag er wohl gehabt haben? Ich war mir in diesem Moment sicher, er hatte ebenfalls eine Straße, die Frage war: hatte er J Q oder J mit einem anderen Kicker, z.B. .? Falls er J Q hatte, war offensichtlich, dass ich folden musste, aber ich dachte mir, man spielt die absoluten Nuts nicht unbedingt auf diese Weise. Ich glaubte an den Buben mit einem anderen Kicker und in diesem Fall musste ich callen, weil ich in diesem Fall im Minimum eine Teilung des Pottes hatte. So callte ich und was sah ich? Er hatte wirklich J Q. So hatte ich mehr als die Hälfte meiner Chips verloren und mit recht wenig Chips den Finaltisch erreicht.

<font size="3" face="Calibri">Vor dem Finaltisch wurden alle Teilnehmer einzeln mit den beiden hübschen Masseusen fotografiert.</font>

<font size="3" face="Calibri"> </font>

<font size="3" face="Calibri">Hier die dritte wichtige Hand: </font>

<font size="3" face="Calibri">          
</font>

Der Final Table

<font size="3" face="Calibri">Am nächsten Tag begann um 14 Uhr das Finale. Ich startete mit 125.000 bei Blinds von 3.000/6.000. Nach rund sechs Stunden des Spiels, die Blinds waren bei 8.000/16.000, die Ante bei 1.500, waren noch sieben Spieler geblieben. Jede Runde kostete 34.500. Ich hatte leider keine Möglichkeit, meinen Stack zu entwickeln, und so stand ich da im Small Blind mit 140.000 Chips und in der Hand. Alle bis zum Button, Werner Eder, foldeten, der ein Standardraise von 35.000 machte. In solchen Situationen gegen ein Buttonraise out-of-position hatte ich zwei vernünftige Optionen: Reraise-All-in oder folden. Ich entschied mich leider zu schnell für ein Reraise-All-in. Es war ein Fehler, der Big Blind foldete direkt, aber der Button callte sofort. Ich sah die schlimmste Konstellation: meine gegen K K, so wurde ich voll dominiert. Das Board brachte mir keine Hilfe und so war ich als siebter Spieler ausgeschieden mit einem Preisgeld von €4.110, ein kleiner Trost für die dreitägige Arbeit. </font>

   

<font size="3"> </font>

<font size="3"><font face="Calibri">Hier die glückliche Soenje Lange aus Deutschland, wie sie mit ihren K K die A A besiegen konnte und beim Endergebnis sogar den vierten Platz erreicht hat. Herzliche Gratulation!</font></font>

<font size="3">Fragen und Antworten:</font>

<font size="3" face="Calibri">Einige Leser haben mich gefragt, wie ich in den Turnieren in der letzten Zeit abschneide. Hier eine Tabelle mit den Turnieren und meinem Abschneiden aus den letzten drei Monaten.</font>

<font size="3" face="Calibri">17.09. – Goldstrand, NL Hold'em, 1. Platz + 8.000 ; Buy-in + Rebuys  - 450</font>

<font size="3" face="Calibri">20.09. – Goldstrand, NL Hold'em, 4. Platz + 3.400 ; Buy-in  -1.000</font>

<font size="3"><font face="Calibri">25.09. – London, WSOPE H.O.R.S.E., 2. Platz + 48.000 ; Buy-in  -2.600 </font></font>

<font size="3" face="Calibri">3.10. </font><font size="3"><font face="Calibri">–</font></font><font size="3" face="Calibri"> Baden bei Wien, NL Hold'em, ausgeschieden ; Buy-in: -500 </font>

<font size="3" face="Calibri">5.10. </font><font size="3"><font face="Calibri">–</font></font><font size="3" face="Calibri"> Baden bei Wien, NL Hold'em, ausgeschieden ; Buy-in: -2.000 </font>

<font size="3" face="Calibri">7.10. </font><font size="3"><font face="Calibri">–</font></font><font size="3" face="Calibri"> Baden bei Wien, 7 Card Stud, ausgeschieden ; Buy-in: -2.500 </font>

<font size="3" face="Calibri">12.10. </font><font size="3"><font face="Calibri">– </font></font><font size="3" face="Calibri">Baden bei Wien, NL Hold'em, 6. Platz + 32.400 ; Buy-in  - 4.000</font>

<font size="3" face="Calibri">17.10. </font><font size="3"><font face="Calibri">–</font></font><font size="3" face="Calibri"> Bregenz, NL Hold'em, 1. Platz + 6.200 ; Buy-in + Rebuys  - 450</font>

<font size="3" face="Calibri">31.10. </font><font size="3"><font face="Calibri">–</font></font><font size="3" face="Calibri"> Budapest, NL Hold'em, 9. Platz + 32.900 ; Buy-in - 4.350</font>

<font size="3" face="Calibri">7.11. </font><font size="3"><font face="Calibri">–</font></font><font size="3" face="Calibri"> Amsterdam, NL Hold'em, ausgeschieden ; Buy-in: -1.100</font>

<font size="3" face="Calibri">11.11. </font><font size="3"><font face="Calibri">– </font></font><font size="3" face="Calibri">Amsterdam, NL Hold'em, ausgeschieden ; Buy-in: - 6.200 (Tickets beim Satellite gewonnen)</font>

<font size="3" face="Calibri">13.11. </font><font size="3"><font face="Calibri">–</font></font><font size="3" face="Calibri"> Amsterdam, NL Hold'em, 28. Platz + 2.500 ; Buy-in  -2.500</font>

<font size="3" face="Calibri">23.11. </font><font size="3"><font face="Calibri">–</font></font><font size="3" face="Calibri"> Wiener Neustadt, NL Hold'em, 7. Platz + 4.110 ; Buy-in  -2.700</font>

<font size="3" face="Calibri"> </font>

<font size="3" face="Calibri">Ich freue mich auf die Turnierwoche im Casino Bregenz, wo ich im Team-Event für das Team Austria mit Markus Golser und Oliver Bösch zusammenspielen werde. </font>

<font size="3"><font face="Calibri">Ich werde auch im Dezember das EPT Prag spielen und versuchen, dort eine gute Leistung zu erbringen.           </font></font>

<font size="3" face="Calibri"> </font>

<font size="3" face="Calibri">Euer Ivo </font><font size="3"><font face="Calibri">–</font></font><font size="3" face="Calibri"> The Chess Master</font>

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