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ivodonev blog

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Viele Pokerspieler fahren ohne Plan zur WSOP. Sie suchen vor Ort ein Hotel oder mieten sich ein Haus, sie haben eine Bankroll für den gesamten Aufenthalt in Las Vegas und spielen spontan Turniere und Cashgames solange die Bankroll eben reicht. Mit einer solchen Einstellung ging auch ich in meinem ersten Jahr (2000) nach Vegas zur WSOP.
Damals habe ich mein allererstes WSOP-Turnier, das Limit Omaha, sogar gewonnen! Am Ende dieses Omaha-Events hatte ich ein spannendes Heads-up mit einem der bekanntesten Poker-Pros, Thor Hansen (http://www.pokerpages.com/players/profiles/57152/thor-hansen.htm.) Für mich war dieses Turnier an den letzten beiden Tischen eine Mischung aus einem super Lauf, während dem ich vom Shortstack zum Second Chipleader wurde, und Können! Ehrlich gesagt: Damals und sogar direkt am Tag nach dem Turnier hatte ich noch nicht gespürt, was ein Sieg und der Gewinn eines Bracelets bei der WSOP bedeuten! Im Laufe der letzten Jahre habe ich einige Kleinigkeiten bei der Vorbereitung zu Turnieren entdeckt und dazugelernt, die manchmal einen großen Einfluss auf die Tagesform haben können. Das Ziel ist es ja, eine optimale Tagesform zu erreichen, um mehrere Turniere spielen zu können. Die meisten WSOP-Turniere gehen über je drei Tage und jeden Tag um die 12 bis 13 Stunden, falls man nicht früher ausgeschieden ist.

Hier ein paar Tipps zur optimalen Vorbereitung auf die WSOP: 

  • Eine sehr große und positive Auswirkung auf mein "Turnierleben" während der WSOP hat eine totale Pokerpause von mindestens einer Woche (Onlinepoker ebenso wie Livepoker), bevor ich mein erstes WSOP-Turnier spiele! Das mag für einige unverständlich klingen, aber so eine Pause ist wunderbar erholsam für das Gehirn und bringt mir noch dazu einen großen "Pokerappetit"!
  • Auch eine frühe Anreise zur Akklimatisierung vor dem Turnier ist besonders wichtig. Die Anreise sollte mindestens drei Tage vor dem ersten Turnier erfolgen. Es ist logisch, dass man einen guten Schlaf benötigt, um eine gute Leistung beim Pokermarathon zu zeigen.
  • Wenn ich ein Haus in Las Vegas miete, ist natürlich das Preis-Leistungs-Verhältnis sehr günstig im Vergleich mit einem Hotel, aber dann muss ich auch ein Auto mieten. Eigentlich möchte ich mir vor dem Turnier nicht den Stress auferlegen, mit einem Auto oder Taxi fahren zu müssen (zumal auch eine gewisse Staugefahr gegeben ist, die die Gefahr einer Verspätung birgt).
  • Ich nehme in meinem Koffer immer eine Pokerbrille, eine Mütze, einen Sony-UMPC und eine Jacke für das Rio mit, weil dort die Klimaanlage ziemlich stark ist. Auch nicht zu unterschätzen sind die Bose-Quiet-Comfort-3-Kopfhörer, denn sie helfen besonders gut beim Geräuscheunterdrücken. Vor allem ist das  nützlich bei dem langen Flug nach Las Vegas (ca. 14 Stunden) und bei den WSOP-Turnieren, da ich dort stundenlang in einem riesigen Saal mit tausenden von Spielern zusammensitze und ein großer Teil von den Pokerspielern süchtig danach ist, unentwegt mit den Chips zu spielen, was sogar manchmal zu Kopfschmerzen führen kann. Darum sollte man sich mit diesen hochkarätigen Kopfhörern gegen diese unangenehmen Geräusche schützen. Natürlich höhre ich nicht unentwegt Musik, bei sehr wichtigen Händen und Entscheidungen konzentriere ich mich vor allem auf das Spiel. ( und stoppe die Musik)
  •  Sobald ich ankomme, werden alle geplanten Turniere im Voraus bezahlt. Es ist unglaublich, aber für manche Events muss man manchmal stundenlang, bevor das Turnier beginnt, in einer Warteschlange von manchmal über tausend Spielern stehen und warten! Und in seltenen Fällen sind die Turniere mit niedrigem Buy-in (z. B. $1.500) sogar ausverkauft!
  • Ich persönlich habe mein erstes Turnier (NL Hold'em) am 11. Juni um 12 Uhr eingeplant. Bei der WSOP starten täglich zwei Events, das erste um 12 Uhr mittags und das zweite um 17 Uhr am Spätnachmittag. Für mich ist klar, dass ich nur die Turniere, die um 12 Uhr beginnen, spielen werde! Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Turniere, die um 17 Uhr starten, enden in den frühen Morgenstunden, Schlafmangel ist quasi vorprogrammiert, die Turniere, die um 12 Uhr starten, enden jedoch um circa 24 bis 2 Uhr in der Nacht (abhängig von der Turnierfeldgröße), sodass man am nächsten Morgen halbwegs frisch aus den Federn kommt.
  • Zum täglichen Programm neben den Turnieren gehören jeden Vormittag ein einstündiges Fitnesstraining und Schwimmen, vor den wichtigsten Turnieren auch Massage.

Man muss überhaupt das tun, was dem eigenen Körper zur optimalen Tagesform verhilft, um diese lange geistige Belastung optimal überstehen zu können!

Vermutlich ist vielen Lesern aufgefallen, dass bei der WSOP mehrere Pokerspieler einen MP3-Player mit Kopfhörern dabei haben. Auch ich habe meinen iPod classic mit 160GB mit meiner Lieblingsmusik vollgeladen und dabei. Auf diese Weise kann ich während der langen Turnierstrecken angenehme Musik zur Entspannung oder Erfrischung hören.

Musik zum Pokern - wie sie mir persönlich entspricht

Musik werden die unterschiedlichsten emotionalen und psychologischen Wirkungen zugeschrieben; das Spektrum reicht von einer heilenden Wirkung bis hin zur „destruktiven“ Wirkung, die alle durchaus beabsichtigt sein können. Grundsätzlich höre ich New Age (teilweise auch Meditation) und Smooth Jazz.
Der Begriff New Age als Bezeichnung für ein Musikgenre entstand gegen Ende der 1970er Jahre und ist bis heute nicht eindeutig abgegrenzt. „New-Age-Musik“ ist synonym für „Meditationsmusik“, „spirituelle Musik“ und ähnliche Begriffe zu verwenden.
New Age entspricht mir und unterstützt mich in den ersten Levels bei Turnieren am besten, denn in dieser Phase spiele ich meistens solides und ruhiges Poker, weil die Blinds noch viel zu klein im Vergleich zu den Stacks sind.

Typische Vertreter dieser New-Age-Richtung, die ich gern höre, sind Künstler wie: Enigma,Enya, Deep Forest, Cusco sowie Teile der Musik von Kitaro, Mike Oldfield, Rick Wakeman.

Hier möchte ich noch ein paar meiner Lieblings-New-Age-Musiker vorstellen, die für mich nach einem schweren langen Turniertag ganz besonders hilfreich ist, um wieder zur Ruhe zu kommen  und besonders vor dem einschlafen förderlich für mich ist.

Gandalf (aus Österreich: http://www.gandalf.at/)
Oystein Sevag (aus Norwegen: http://www.sevag.com/)
Gentle Thunder (aus den USA: http://www.gentlethunder.com/)
Tony O' Connor (aus Australien: http://www.tonyoconnor.com.au/)
Deuter (aus Deutschland: http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Deuter)

Wenn jemand ständig New-Age-Musik hören will, kann er/sie einfach den kostenlosen Winamp-Player downloaden (http://de.winamp.com/) und dort bei den Radiosendern die Station "New Age" suchen.

Fortsetzung folgt.

Euer Ivo Donev – The Chess Master  www.ivodonev.com

 

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