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/Jul/2009

WSOP 2009 - Das berühmte Main Event! (Teil 1)

Von: ivodonev @ 18:39 (CEST) / 1 / Kommentar ( 19 )

Hallo liebe Leser, 

ja, ich habe mich kurzfristig dazu entschieden, einfach einmal Tag 1A zu spielen. Falls ich ausscheiden sollte, hätte ich ja dann sofort nach Hause fliegen können, also kein großes Drama und kein Aufbauen von Stress. Ich war nun ja fast fünf Wochen hier und es war nicht einfach für mich, so lange entfernt von meiner Familie in der "Wüste" Poker zu spielen.

 

Sogar der Mann von Celine Dion hat am beliebten Main Event teilgenommen!

Die Struktur war wunderbar, 30 000 Chips, das erste Level 50/100 und 120-min.-Levels, also meiner Meinung nach alle Voraussetzungen, um den Glücksfaktor zu minimieren (ich denke um die 20 % in den ersten paar Levels)!

Meine Auslosung fiel auf Tisch 74, Platz 4 im Amazon Room. Der einzige bekannte Spieler an meinem Tisch war Raymond Rahme (Dritter bei der WSOP 2007), er saß auf Platz 6.

In den ersten 2 Levels habe ich sehr konservativ gespielt und konnte meinen Stack leicht vergrößern, den ersten großen Pot habe ich erst im dritten Level gewinnen können.

Jetzt möchte ich euch folgende interessante Hand schildern, die ich in Level 3 (Blinds: 150/300, mein Stack: 41.275) erlebt habe. Ein junger Spieler in früher Position raiste auf drei BB (900), der Cut-off callte, und ich sah am Button – eine trickreiche Hand, die Position verlangte. Warum? Mit einer solchen Hand floppt man meistens einen Flushdraw, Straightdraw oder ein Paar, darum spielt man solche Hände am besten in Position. Ich war einverstanden mit dem kleinen Raise, um den Flop billig zu sehen. Freundlicherweise waren links von mir die beiden Blinds solidarisch mit meiner Entscheidung und beide callten. So sahen wir zu fünft folgenden wunderbaren Flop: - Bingo!
Ich war sogar, falls mein Gegner ein As mit einem besseren Kicker haben würde, Favorit mit meinem Straight- und Flushdraw! Überaschenderweise checkten alle vier Gegner zu mir. Na ja, einen Gratis-Turn gibt es nicht, ich setzte einen vernünftigen Betrag, aber nicht zu hoch um Action zu provozieren: 2.500. Die beiden Blinds und der Cut-off akzeptierten mein Angebot, nur der Initial-Raiser löste sich in Staub auf.
Oho, ich befürchtete sofort, dass irgendjemand von meinen Gegnern einen Flushdraw hatte. Der Turn brachte ein , jetzt checkten wieder alle drei zu mir. Ich fand keinen Grund, eine freie Karte nicht zu geben. Falls jemand auf einem Flushdraw war und ich am Turn kräftig wettete, würde er wahrscheinlich folden, da es am Bord extrem gefährlich aussah mit den gepaarten Assen. So würde ein Spieler mit Flushdraw aufgegeben, falls der ursprüngliche Wetter am Turn wieder wetten würde. Ich checkte und der River brachte . Der Small Blind checkte, aber der Big Blind, Rahme, war vom River begeistert und wettete kräftig mit 7.000 gegen drei Gegner. Nach langem Überlegen foldete der Cut-off und ich stand vor einem Dilemma: callen oder raisen? Aus Sicherheitsgründen entschied ich mich für den Call, denn es war erst der Anfang der Weltmeisterschaft. Ich wollte nicht das ganze Turnier riskieren, falls Rahme ein Full House gemeistert hatte. Und so machte ich einen simplen Call. Auf diese Weise gab ich dem Small Blind wunderbare Potodds, der sehr schnell auch callte und stolz seine umdrehte, Flush. Raymond Rahme drehte seine Karten noch stolzer um: und jetzt war ich an der Reihe, meine Karten () aufzudecken und so hatte ich den Pot in die von mir gewünschte Richtung, nämlich zu mir gelenkt!

So konnte ich Tag 1A mit 51.650 erfolgreich beenden. Die Spannung stieg nun, weil ich einen Stack über Average hatte. An Tag 2A wurde dann ein neuer Tisch für mich ausgelost. Es war ein Tisch voller unbekannter Gegner. Trotzdem war es mir gelungen, einige wenige Infos über meine Gegner im Internet zu finden. So wusste ich im Voraus, wer von meinen Gegnern Turniererfolge hatte und wer schon lange in der Pokerszene aktiv war und mehr oder weniger agierte.

*** Fortsetzung folgt ***

 

 

Bryan Berg - "The Cardstacker" und seine Kunst im WSOP-Vorraum!

Der alte Hase und seine Tricks!

Eine interessante Geschichte rund um Poker: Im Jahr 2000, als ich in Las Vegas mein Bracelet gewann, war meine Brieftasche mit ziemlich viel Bargeld aufgepolstert. Im Casino Binion's Horseshoe traf ich T. J. Er fragte mich, ob ich ihm $500 ausborgen könnte. Na ja, dachte ich, T. J. ist einer der weltbesten Turnierpokerspieler aller Zeiten, und ich gab ihm das Geld, ohne mir dabei Gedanken zu machen. Bald aber stellte sich heraus, dass er Craps ohne Notbremse spielte und oft trotz über neun Millionen Preisgeldgewinnen ohne Geld ins Casino kam! Ich traf ihn einige Male und fragte ihn nach den ausgeliehenen $500, aber er hatte nie Geld bei sich. Erst nach einigen Wochen, am letzten Tag vor meinem Abflug, schaffte ich es, mein Geld von ihm zu bekommen. Er borgte sich das Geld von einem Schiedsrichter, um mich zu bezahlen.

Nun zur die Fortsetzung dieser Story: Ende Juni 2009 sah ich im Amazon Room Marcel Luske und T. J. vor der Kasse im Amazon Room. T .J. sprang, als er mich sah, sofort zu mir und sagte: "Ivo, ich gebe dir eine Chance! Du kannst dich jetzt sofort mit 5 % an meinem Gewinn beim Main Event beteiligen. Du musst nur $500 bezahlen. Ich dachte: Wow, super, 5 % bei diesem Monsterspieler sind eine gute Investition! Sofort gab ich ihm das Geld und er unterschrieb mir ein Stück Papier als Bestätigung. Ich war froh, eine gute Investition gemacht zu haben.  Und dasselbe hörte ich auch noch von einigen anderen Spielern. Später erzählte mir auch Michael Keiner, dass ihm T. J. 10 % angeboten hatte, aber Michael lehnte vernünftigerweise ab.

Beim Start des WSOP-Tages des Main Events war T. J. nirgends zu sehen. Aus der Presse erfuhr ich, dass einige bekannte Spieler wie P. Antonius oder eben T. J. keine Tickets für das Main Event mehr kaufen konnten.

Na ja, wer weiß, wie viele Prozentpakete T. J. vor seinem "Main Event" verkauft hatte, das Geld hat er mir jedenfalls bis jetzt noch nicht zurückgegeben. Ich bin gespannt, was daraus wird ...

Auf alle Fälle war das für mich schon ein kleiner Schock, denn ich hatte stets großen Respekt vor diesem alten Meister!

FAZIT: Es gibt immer wieder Neues und Unerwartetes am Pokertisch sowie auch im Geschehen um den Pokertisch - man lernt nie aus!

Hier noch ein interessantes Foto von der WSOP:
                 

 

Wie fühlt sich Chris Ferguson wohl neben dem Indianerhäuptling? 

 

 

Euer Ivo- The Chess Master 

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