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Nee, das wird nix mit dir und Poker....

Aufzeichnungen über einen Versuch, vom Pokern leben zu können....
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Hallo Community

Es geht voran, aber erst mal nicht ganz so, wie ich mir das vorgestellt habe. Eigentlich wollte ich mich die letzten Tage wieder vermehrt mit Pokerspielen beschäftigen, habe mir aber selbst immer wieder Steine in den Weg gelegt, indem ich bei Recherchen als Dankeschön für gefundene Antworten, immer gleich eine neue noch kompliziertere Frage ausgrabe. Auch nicht neu, ich weiss, aber da muss man eben durch.

Eine der Fragen, die mich gerade beschäftigen, ist die der PreFlop-Startrange. Daran arbeite ich intensiv, ohne schon ganz konkrete Ranges im Kopf zu haben. Natürlich gibt es hier kein Allheilmittel und diese Range ist auch abhängig von Position, Art des Games, Einsatzhöhe, Setzstruktur und Gegner. Was mir aber noch fehlt, ist das Gespür dafür, welche Range wann und gegen welchen Gegner zum Einsatz kommen soll. Da helfen neben dem weiteren Studium der vorhandenen Lerninhalte halt einfach nur die Praxis und die damit wachsende Erfahrung. Eine Subkategorie dieses Themas ist auch die Anpassung der entsprechenden Range während MTT’s, wo ich den schleichenden Übergang von einer anfänglich doch vorwiegend tighten, zu einer den steigenden Antes angepassten, looseren Spielweise regelmässig verpasse. Entweder bleibe ich zu tight, um dann von den Blinds gefressen zu werden, oder ich werde in Müll-Hände verwickelt, in denen ich nichts zu suchen habe, weil ich zu loose agiere. Dasselbe gilt für die jeweiligen Ranges meiner Gegner oder die Ranges auf dem Turn und dem River. Da darf ich mich ja noch auf Tonnen von Wissen freuen, welches ich noch nicht habe.

Ebenfalls so ein Buch mit Sieben Siegeln ist für mich noch alles rund um Wahrscheinlichkeiten, Odds and Outs, Pot-Odds und die damit verbundenen Berechnungen. Ich weiss, für einen durchschnittlich intelligenten Menschen sollte dies ein nicht allzu grosses Problem darstellen. Nun, entweder bin ich unterdurchschnittlich intelligent, oder meine Annahme, dass es dafür nur durchschnittliche Intelligenz benötigt, war falsch. Wie dem auch sei, daran arbeite ich noch. Natürlich gibt es dafür sowohl statische, als auch elektronische Hilfsmittel und es ist angesagt, diese Werte einfach auswendig zu lernen. Zeugs auswendig zu lernen kann ich zwar nicht besonders gut, aber dafür wird’s wohl reichen. Eigentlich will ich hier aber versuchen, meine Fähigkeiten dahingehend weiter zu entwickeln, dass es mir gelingt, die Situation schnell, korrekt und ohne Hilfsmittel richtig einzuschätzen und dann Sklansky’s Theorem folgend die richtige Entscheidung zu treffen. Auch hier wartet viel Arbeit auf mich. Ich habe beschlossen, aus diesem Grund vorerst auf die HUD’s zu verzichten, damit ich die Fertigkeiten selbst entwickle. Möglicherweise kann man darüber streiten, ob es sinnvoll ist, dafür Zeit zu opfern, wo es doch die HUD’s gibt, aber ich werde für den Moment dabei bleiben und dafür die gespielten Turniere und Hände danach umso intensiver analysieren.

Nochmals kurz zu Sklansky. Die von ihm auf das Pokerspiel und andere Casino-Formen angewandte Game-Theory ist eine etablierte wissenschaftliche Disziplin und nicht nur obskurer Nonsens, wie ich zunächst irrtümlich angenommen hatte. Nach etwas Lektüre zum Thema, habe ich Feuer gefangen und ich will nun versuchen, mich weiter in die Game-Theory als solche, auch über deren Anwendung im Poker hinaus, einzulesen. Sklansky’s Anwendung der Spieltheorie und die daraus abgeleiteten Entscheidungsfindungsprozesse sind der Grund, weshalb ich mich entgegen der Empfehlung vieler schlauer Köpfe vorerst nicht von meinem Vorhaben, dies beruflich zu tun, abbringen lasse. Weshalb? Nun, Sklansky offenbart ein Konzept, welches bei korrekter Anwendung, mathematischen Gesetzen folgend, zu einem positiven Ergebnis führen muss. Ja MUSS. Der Clou der Aussage ist aber „bei korrekter Anwendung“, dann ist es definitiv so, dass man wissenschaftlich fundiert von einer berechtigten Erwartung eines positiven Ergebnisses ausgehen kann. Nun gilt es, dies weiter zu verinnerlichen, die Konzepte weiter zu verfolgen und möglichst wenig Fehler zu begehen. Dies im Sinne der Theorie jeweils korrekt anzuwenden, dürfte wohl ein Lebenswerk werden. Auch im Pokern lernt man nie aus.

Neben Theorie und Strategie habe ich aber auch noch praktischere Dinge in Arbeit. So bin ich gerade dabei, weitere Pokerräume abzuklappern. Damit verbunden auch die jeweiligen Bonus und Rakeback Angebote anzuschauen und ich sehe mich auch nach verfügbaren Tracking Diensten um, über welche ich allenfalls zusätzliche Rakeback-Anteile erspielen kann. So etwas wie bei pokerstrategy.com für deren Inhalte, aber eben gegen Bargeld oder Tickets. Vielleicht hat da ja jemand einen guten Tip.

Last but not least will ich auch viel spielen, dieses Wochenende. Insbesondere meine schändliche Platzierung in der Open Skill League muss sich verbessern und ich will auch mal bei den HomeGames des GrindingItUp Homegame Clubs und des Intellipoker Community Clubs reinschauen. An dieser Stelle herzlichen Dank für die prompte Aufnahme, ich freue mich darauf, mit Euch zu spielen.

Für nächste Woche nehme ich mir nicht zuviel vor, da es vermutlich ausserhalb der Pokerwelt eher stressig werden dürfte. A bisserl was geht aber immer…..

Wünsche Euch allzeit gute Beats!

Markus

Zeit: Freitag, 29.01.2016, 16:31
Liga: Open Skill
Rang: 14‘781
Ergebnis: 1579

Aktuelle Trainings:
IntelliPoker-Kurse, cardrunners.com, pokerstrategy.com

Aktuelle-Bücher: Lee Nelson – Let’s play Poker / The Psychology of Poker – Alan N. Schoonmaker

Aktuelle Pokerziele:
Open Skill League Rank-Up, Low Buy-In Satellites to Majors, Handrange erarbeiten und verdichten

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