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/Nov/2008

Das Homegame – Eine Anleitung

Von: minraise @ 15:00 (CET) / 62 / Kommentar ( 111 )

Nachdem in den Kommentaren zu meinem letzten Blogeintrag deutlich wurde, welch großer Beliebtheit sich die Homegames erfreuen, liefere ich hier eine „kleine“ Anleitung nach, wie jedes Homegame zu einem Erfolg werden sollte. Die folgende Anleitung gilt für NL Hold´em Cashgames.

    Anzahl und Zusammensetzung der Spieler:
Zuerst müsst ihr Euch natürlich überlegen, wie viele Spieler am Homegame teilnehmen sollen. Ideal sind hier Gruppengrößen von 5-9 Spielern. Hat man sich darüber keine Gedanken gemacht, kann es schnell zu ungünstigen Konstellationen kommen; denn es gibt nichts Schlimmeres als mit 10-11 Mann an einem Tisch zu sitzen. Abgesehen von der räumlichen Situation leidet nämlich natürlicher Weise auch das Spiel darunter, denn je mehr Spieler am Tisch sitzen, desto langweiliger wird es in den ersten Positionen. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass die teilnehmenden Spieler zu einander passen. Wenn sich z.B. die finanziellen Möglichkeiten der einzelnen Spieler zu stark unterscheiden oder Konflikte zwischen einige Personen schon im Vorfeld bestehen, kann es schnell zu Problemen kommen.
    Ausrüstung:
Tisch Geeignet ist so ziemlich jeder Tisch, der genügend Platz für die teilnehmenden Spieler bietet. Jedoch steigt der Spielspass enorm, wenn man einen richtigen Pokertisch bespielt. Da aber oft der Platz für solche Pokertische einfach nicht vorhanden ist oder diese aufgrund ständig wechselnder Spielorte unpraktisch wären, bietet sich eine Tischauflage an. Diese ist handlich, macht optisch mehr her als ein gewöhnlicher Esstisch und es gibt sie z.B. auf ebay schon für 35€. Chips und Dealerbutton Hierzu gibt’s wohl nicht mehr viel zu sagen, da die meisten von euch eh einen Chipkoffer unterm Bett liegen haben. Es gilt deshalb nur darauf zu achten, dass genügend Chips in geeigneter Stückelung vorhanden sind. Spielkarten Hier sind unbedingt vernünftige Plastikkarten zu empfehlen. Diese müssen auch nicht teuer sein. Hauptsache ihr spielt nicht mit Karten, die ihr aus dem alten Romméspiel aus eurer Kellerkiste aussortiert habt.
    Allgemeines:
Wohlfühllimit finden Die zentralste Frage eines jeden Homegames lautet: Welches Limit spielen wir. Ob man überhaupt um Geld spielt oder lieber nur um die Ehre, sollte jeder für sich selbst im Vorfeld beantworten und nicht erst am Tisch damit anfangen. Aus spieltechnischer Sicht bietet sich jedoch ein kleiner Spieleinsatz an. Die Höhe dieses Einsatzes(Buy-In) sollte dabei so gewählt sein, dass man problemlos 5 Buy-Ins verlieren kann, ohne sich über die Höhe des Betrages Gedanken machen zu müssen. Ein gesundes Verhältnis zu Geld wird hierbei natürlich vorausgesetzt. Weichen die Vermögenslagen der einzelnen Spieler voneinander ab, richtet man sich natürlich nach „unten“ aus. Dies sollte auch meistens problemlos möglich sein, wenn ihr die Anregungen unter „Spielerzusammensetzung“ bedacht habt. Stack-Blind-Verhältnis Oft höre ich von Freunden und Bekannten, die in anderen Homegames spielen: „Wir spielen NL 50 mit Blinds von 0.25/0.50€ und alle kaufen sich mit 30€ ein.“ Dies macht jedoch nur wenig Sinn(Wer nicht weiß, warum dies so ist, guckt mal ins Ausbildungscenter, da ist es bestimmt erklärt.)Wenn Ihr also nur 30€ einsetzen wollt, spielt lieber NL25! Empfehlenswert wäre deshalb, dass man zu Beginn des Spiels immer 100 mal den BigBlind vor sich liegen hat(bei Blinds von 0.05/0.10€ also 10 €). Cashier Nicht unwichtig ist, wer die Spielchips ausgibt und die Kasse verwaltet. Hierzu solltet ihr euch vor Spielbeginn darauf einigen, wer diesen Job übernimmt. Dieser Spieler gibt dann die Chips aus und tauscht sie am Ende des Abends auch wieder ein. Fingert jeder selber in Chips und Geld rum, fehlt am Ende irgendwo sicher etwas. Spielregeln Sprecht über die Regeln! Darf man zu jedem Zeitpunkt nachkaufen. Gibt es einen maximalen Buy-In? Darf gestraddelt werden(ein 3.Blind)? Was passiert, wenn der Dealer die Karten falsch austeilt? Wir haben zu allen erdenklichen Punkten Regeln abgesprochen(Hausregeln), sodass es eigentlich in keiner Situation Unklarheiten darüber gibt, was zu tun ist.
    Tipps und Etikette:
Das Verlassen der Runde rechtzeitig ankündigen Es ist schon spät und Du musst morgen früh raus? Du wolltest gerade gehen, bekommst in der letzten Hand AA und zieht den größten Pot des Abends. Die Freude ist groß. Du springst auf und erklärst, dass dein Wecker schon in ein paar Stunden klingelt? Kann ja alles so sein, ist aber trotzdem nicht elegant. Kündige dein Verlassen 1-2 Runden vor deiner deadline an und du kannst dich problemlos über den Pot aus der letzten Hand freuen! Bedenkzeit zugestehen Auch in einem Homegame kann es zu Händen kommen, die ziemlich knifflig sind. Fangt also nicht nach 1 Minute an die „Clock zu callen“. Gesteht euren Mitspielern Bedenkzeit zu. Chips verkaufen Vereinzelt habe ich mitbekommen, wie in fremden Anfängerrunden immer wieder Chips außerhalb einer Spielhand den Besitzer wechseln. Meistens sind die Fälle so gelagert dass es einen massiven Chipleader gibt, der seine gewonnen Chips an andere Spieler gegen Bargeld verkauft, die gerade alles verloren haben. Dies ist ein absolutes NO GO! Chips können nur auf eine einzige Weise wieder gegen Geld getauscht werden; nämlich beim Cashout am Ende! Hier wird der komplette Stack zurückgegeben und der Spieler verlässt anschließend die Runde. Auch sollte es nicht möglich sein, dass man während des Spiels beim „Kassenwart“ einen Teil seines Stacks zurücktauscht. Dies hat einen einfachen Grund: Wenn ein Spieler viel gewonnen hat, hat ein Anderer Geld verloren. Diesem Spieler muss es möglich sein, seinen ganzen Verlust wieder zurück zu gewinnen. Werden Chips nun jedoch vorzeitig an andere Spieler oder die Bank verkauft, verschwinden die Verluste des Verlierers in der Hosentasche des Gewinners. Im Poker werden Gewinne jedoch nicht gesichert, sie werden verteidigt! ;) Zumindest in Homegames. Spiel beschleunigen Spielt mit 2 Kartendecks und achtet dabei auf verschiedene Kartenrücken. Während mit dem ersten Deck gedealt wird, kann der Small Blind schon mal das zweite Deck mischen und im Anschluss direkt die nächste Hand geben. Falls ihr mit festem Dealer spielt, gibt der SB die gemischten Karten eben entsprechend weiter. Viel Spass beim nächsten Homegame Euer Thomas

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