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/Jun/2010

Grinding up through the Micros Wrap Up 2

Von: minraise @ 21:12 (CEST) / 18 / Kommentar ( 4 )

Wie mir neulich erst beim Rückblick auf meine bisherigen Challenge Posts aufgefallen ist, habe ich in meinen Eröffnungspost für die Grinding Up through the Micros Challenge versprochen, einmal monatlich einen Wrap Up zu schreiben. Im April habe ich einen Grind FAQ zur Challenge geschrieben, aber im Mai gabs leider keinen Challenge Update Post. Um mein Versäumnis nachzuholen, wähle ich einfach mal einen guten Zeitpunkt, wie ich denke, um über den Verlauf der Challenge und den aktuellen Stand zu berichten. Zudem möchte ich auch noch mal eindringlich auf das Thema Bankroll Management eingehen.

Die Challenge - Eckdaten

Ganz kurz für alle, die gar nicht wissen, worum es in diesem Blogeintrag überhaupt geht:

Das Ziel:
Ich möchte zeigen, dass es aktuell mit Hilfe des Intellipoker Contents (Artikel, Trainings, Forum, Blogs) sowie eigener Arbeit und Disziplin (Bankroll Management) möglich ist, ein $80 Startkapital zu verhundertfachen und von den NL2 6-Max Tischen auf die NL200 6-Max Tische aufzusteigen. Die Motivation zu diesem Projekt kommt hauptsächlich durch meine Tätigkeit als Trainer und privater Coach, um auch weiterhin genau zu wissen, wie der aktuelle Stand der Games auf den verschiedenen 6-Max Limits ist. Vielleicht motiviere ich ja auch den ein oder andern von Euch, einen solchen Versuch zu starten. Viele Intellipoker User haben das bereits getan!

Weitere Motivation gaben mir aber auch die ständigen Fragen oder Bemerkungen von Spielern, die bisher erfolglos, sehr wenig oder auch gar kein Online Poker spielten: Wie kann es denn sein, dass du mit nur $50 Startkapital angefangen hast? Ich glaube, das ist nicht möglich!

Es ist möglich. Ich habe in 2005 mit einer Einlage von $50 angefangen und meine Bankroll von da aus immer weiter ausgebaut. Am Anfang hat es viel Zeit und vor allem Disziplin gekostet, die kleinen, "unbedeutsamen" Limits durch zu spielen. Auch ein Aspekt des ganzen, den ich immer wieder in den verschiedensten Blogs oder Beiträgen von Spielern lese, die sich einfach nicht dazu aufraffen können, die Beträge der Micros ernst zu nehmen und gutes Poker abzuleisten. Ich für meinen Teil kann Euch sagen: Die Anstrengungen haben sich gelohnt, sie haben mich viel Demut gelehrt und mir immer wieder aufs neue Erfolgserlebnisse verschafft.

Details:
Am 15. März habe ich mit $80 Startkapital auf den PokerStars 6-Max NL Hold 'Em Tischen angefangen, eine neue Bankroll aufzubauen. Alle weiteren Details zum Thema Bankroll Management, den Limits, gespielten Händen, strategischen Konzepten und dem allgemeinen Verlauf könnt Ihr regelmäßig den folgenden Quellen entnehmen:

Aktueller Stand: Ich befinde mich kurz vor meinem ersten Meilenstein, der 100.000 Hand.
  • Anzahl gespielter Hände: 97618
  • Aktuelle Bankroll: $1518
  • Aktuelles Limit: NL50 (Shot)
Die Challenge verlief bisher sehr glatt und ich bin sehr zufrieden mit dem Ausmaß der Swings - rauf wie runter. Die folgenden Limits habe ich in der angegebenen Zeit mit angegebener Winrate "durchgespielt":
  • NL2 - 6166 Hände, 35bb/100 Hände
  • NL5 - 16258 Hände, 12bb/100 Hände
  • NL10 - 12404 Hände, 27bb/100 Hände
  • NL25 - 52966 Hände, 4.55bb/100 Hände
  • NL50 - 9824 Hände, 7.33bb/100 Hände (aktuell)
Ich kann nur immer und immer wieder betonen, wie eminent wichtig Bankroll Management ist. Der beste Pokerspieler der Welt kann mir nichts dir nichts pleite gehen, auch wenn er stets die richtigen Entscheidungen trifft, aber kurzfristig von der negativen Seite der Varianz geplagt wird. ist. Ich habe selbst immer wieder aggressiv nach oben geshotted, sobald meine Bankroll die minimale Anforderung von 40 Stacks für das aktuell niedrigere Limit übersteigen hatte. Bisher ist mir glücklicherweise jeder der Shots geglückt, aber auch aktuell befinde ich mich eben "noch" nur auf einem NL50 Shot. Wenn der schief geht, muss ich in den sauren Apfel beissen und weiter fleissig NL25 grinden.

Failure

Das größte Problem, das sich ergeben kann, ist der eigene Unwille oder das Sträuben dagegen, in den Limits wieder abzusteigen, wenn der Shot misslingt - denn genau dann bedroht man seine gesamte Bankroll. Einmal an die höheren Beträge gewöhnt, fällt es dem Kopf nicht mehr so leicht, sich ein Scheitern auf dem höheren Limit einzugestehen. Dann sieht man auf einmal, dass man von nun an doppelt so viel ackern muss, um die ganzen verlorenen Stacks des höheren Limits wieder rein zu holen. Frustration, Motivationslosigkeit und Tilt sind damit quasi vorprogrammiert.

Wenn man genau weiss, dass ein missglückter Shot genau solche Folgen haben kann, sollte man vom aggressiven Shotten absehen und einfach das aktuelle Limit "komplett" durchspielen. Auch wenn das eben etwas mehr Zeit benötigt.

Swongs are one thing...

Ich habe während der Challenge mehrfache 10 Stack Down und Upswings erlebt. Teilweise ereigneten diese sich sogar in einer Handspanne von unter 500!

In einer der letzten Challenge Trainingsstunden habe ich meinen eigenen Graphen (zu diesem Zeitpunkt bis NL25) ein wenig auseinander genommen, um zu verdeutlichen, welches Ausmaß Swings auf die Bankroll haben können - und warum es so wichtig ist gerade im 6-Max mit den geforderten 40 Stacks zu arbeiten:


Durch die aggressive, marginale Natur der 6-Max Spots sind noch weitaus schlimmere Down und natürlich umgekehrt auch dickere Up-Swings möglich. Erwischt man mehr von den ersteren als den letzteren und arbeitet dabei nur mit 30 oder 20 Stacks, so wird unter Umständen einfach mal ein Drittel oder sogar die Hälfte der Bankroll geschrottet.

Was zählt ist letztlich immer nur der Long Run - langfristig Gewinne zu erzielen, und nicht mit kurzfristigen Resultaten oder schlechten Läufen zu hadern. Wie man auch anhand des Graphen sehr schön sieht, geht eine Diagonale des Profits durch die ganzen Ups und Downs straightt nach oben. Mal gewinnt man nur 1 Stack pro Session, mal verliert man 11 (siehe oben), dafür gewinnt man ein weiteres mal 13 - im Schnitt macht das aber nach Adam Riese immer noch einen Stack plus pro Session. Also kein Grund zur Sorge...solang man mit einem guten Bankroll Puffer spielt! Ich weiss, ich wedele hier immer mit dem virtuellen Zeigefinger, aber ich denke, Bankroll Management ist einfach eine der am meisten unterschätzten Grundlage für eine erfolgreiche Poker-Karriere.

Genug davon, zu guter Letzt gibt es noch ein kleines Best of 100.000 Hands Microstakes:

Platz 3 geht an den sinnlosesten Bluff...


  Platz 2 an einen versuchten Move, der erst gut aussah, aber dann doch schlecht ausging...



Platz 1: Endlich mal ein Play, das funktioniert gegen den Herrn mit Bottom Pair!



 
Falls Ihr an der Challenge teilnehmen wollt, meldet Euch doch einfach in diesem Blog bei riodita und den anderen Challenge Teilnehmern - oder startet einen eigenen User Blog im Forum! Ich wünsche allen Grindern weiterhin dicke Upswings und milde Downs.

Bis zum Wrap Up Nr.3 im Juli!
Euer Flix

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