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minraise blog

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/Aug/2010

Halbzeit!

Von: minraise @ 19:13 (CEST) / 4619 / Kommentar ( 2 )

Einmal verschnaufen, Luft holen, neue Kraft tanken. Die Hälfte des Ziels meiner aktuellen Challenge "Grinding up through the Micros" ist nun erreicht und die Bankroll für NL100 6-max erspielt. Damit gibt es heute auch ein neues Blog Update mit einem kleinen Rückblick und einem Ausblick auf das Bevorstehende. Für neu hinzu gekommene Leser, die nicht wissen, worum es geht, trage ich nochmal kurz zusammen:

Fakten, Posts und Links

Das Ziel der Challenge ist es, aus einem Deposit von $80 eine Bankroll von $8000 ausschliesslich mit NL Hold Em 6-max Cashgame zu erspielen. Das ganze Projekt ist als Motivation und Anleitung gedacht für alle IntelliPoker User, die Fans dieses Formates sind. Während des Aufbaus der Bankroll gelten stets die Rahmenbedingungen des Ausbildungscenters zum Thema 6-Max Bankroll Management und Pre- bzw. Postflop Strategien. Näheres hierzu findet Ihr direkt in den Artikeln des Ausbildungscenters.

Fakten

  • Start der Challenge: 15. März 2010
  • Startkapital: $80
  • Einstieg: NL2 ($0.01/$0.02 NL) 6-max
  • Anzahl gespielter Hände: 149022
  • Aktuelles Limit: NL100 ($0.50/$1 NL) 6-max
  • Aktuelle Bankroll: $4000.44
  • Ende der Challenge: 31. Dezember 2010

Bisherige Blogeinträge:

Tägliche Updates:
Wenn Ihr Euch auch der Challenge anschliessen möchtet, so wie das verschiedene User bereits getan haben, meldet Euch einfach bei riodita, er wird Euch gern in die Liste der Teilnehmer mit aufnehmen!

Rückblick und Ausblick

Gerade eben sass ich noch an den NL50 Tischen und konnte ich mich für den letzten benötigten Stack über die Halbzeit-Marke der Challenge mit AK vs 33 preflop flippen. Rückblickend auf die gespielten Hände und die einzelnen Limits kann ich Euch nur motivieren, es ebenfalls zu versuchen! Die Mircostakes bis NL50 sind schlagbar, und den Content, den Ihr dazu benötigt, bekommt Ihr bei IntelliPoker für lau im Ausbildungscenter, in den Trainings, den No Limit Handbewertungsbereichen und den User-Blogs im Forum. Langfristig erfolgreiches Grinden verlangt einem natürlich Disziplin, Geduld in Durststrecken und ständige Arbeit am eigenen Spiel ab - das darf man nicht unterschätzen. Viele spielen Poker aus Spaß am Spiel, und wollen in ihrer Freizeit nicht unbedingt auch ähnliche Leistungen bringen, wie es in einem Job üblich ist. Dennoch kann ich versichern, ein solches Projekt ist auch als Hobby durchführbar - ich habe mich zeitlich auch nur ausserhalb meiner normalen Arbeiten mit dem Grinden der Challenge Hände beschäftigt. Wer dazu Fragen hat, kann mich gern auch per PM oder in meinem User-Blog kontaktieren. Für einen detaillierteren Rückblick meine Statistik und der gesamter Challenge Verlaufsgraph nach dem Start am 15. März:

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Stats:
 

Graph:


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Die aktuelle Bankroll liegt mit dem Startkapital von $80 damit nun bei $4000. Einige Sachen fallen direkt auf, zu denen ich ein paar Erklärungen geben möchte:
  • Ich laufe sehr stark über dem eigentlichen Erwartungswert (EV) auf NL50, habe also etwas mehr gewonnen, als mir eigentlich zustände. Ich gewinne gefühlt auch sehr viele Coinflips in typischen Blind Battle Situationen oder gegen Shorties/Midstacks. Ansonsten stelle ich mein Geld aber eher selten schlecht in die Mitte, dafür sorgen die anderen Spieler auf NL50 immer noch oft genug. Es sind in der Tat wohl zum größten Teil die Races wie starke Pairs gegen Combodraws nach dem Flop, Pocket Pairs vs Overcards vor dem Flop usw. bei denen ich aktuell öfter als Gewinner hervorgehe als sonst. Dass ich dafür irgendwann auch wieder bluten muss ist sehr gut möglich - ich möchte aber hoffen, dass dies nicht direkt zu Beginn auf NL100 passiert. Dass ein solch "guter Lauf" sich natürlich günstig und effektiv auf das Bankroll Buidling auswirkt, ist klar und sicher nicht der Standard. Das muss man einfach betonen und sich auch immer wieder bewusst machen: Die Varianz kann viele Haken in jede Richtung schlagen, und dementsprechend kann der Aufbau der Roll auch weitaus mehr Hände in Anspruch nehmen. Viele Spieler, die noch nicht über umfassende Erfahrung im 6-Max Cashgame verfügen, hier und da noch Fehler begehen und gleichzeitig einen schlechteren Lauf durchmachen müssen, können umgekehrt in genau diesen schlechten Phasen den Mut und die Lust am Grinden verlieren. Gebt aber nicht auf! Wenn Ihr an Eurem Spiel arbeitet und die Resourcen, die Euch hier zur Verfügung stehen, gut nutzen bzw. umsetzen könnt, wird sich Eure Winrate langfristig manifestieren.
  • Auf NL25 hatte ich die kleinste Winrate. Das erklärt sich durch viele extreme Multitabling Sessions, in denen ich VPPs für den Supernova Status gesammelt und somit ein wenig Winrate für Volumen plus "Status halten" getauscht habe. Muss manchmal auch sein. Ich denke aber nicht, dasss NL25 schwieriger zu schlagen ist als NL50.
  • In den Mikros habe ich sehr aggressiv Shots nach oben genommen. Das ist gut möglich, weil die Spieler auf diesen Levels im Durchschnitt sehr schwach spielen und starke Hände so gut wie immer auszahlen werden. Dies puffert die Varianz enorm. Ab 4 Stacks oberhalb der Bankroll bin ich jeweils auf das nächst höhere Limit aufgestiegen. Ab NL25 habe ich mich allerdings zurückgehalten, und das kann ich nur weiter empfehlen. Auch wenn die letzten paar Hände eher ein "Abgrinden" waren: Es macht sehr viel Sinn, in dieser Beziehung die Geduld zu üben. Ab den Levels NL25/NL50 nimmt die Zahl der regulären Grinder Gegner zu. Im Spiel gegen diese Leute steigt die Varianz im 6-max häufig durch aggressive Spiel-Dynamiken wie Blind vs Blind Battles oder mögliche Bluffs. Um auch immer das richtige Play auspacken zu können, wenn der Read und der Spot stimmt, sollte man sich einfach mit seiner Bankroll wohl fühlen können. Manchmal ist die Gelegenheit günstig, auch einen Preflop Bluff mit durch zu ziehen. Der Stack, den man dafür investiert, sollte aber absolut entbehrlich sein.
Ab morgen werde ich dann auf den NL100 6-Max Tischen anzutreffen sein. Das schöne daran ist, dass ich mir nun mehr Zeit für weniger Tische nehmen kann, weil ich auf NL100 schneller VPPs für das Erhalten des Supernova Status generiere. Zum Thema Tischzahl werde ich auch immer wieder befragt. Manchmal habe ich bis zu 12 Tische auf, aber ich spiele nie an mehr als 6 Tischen gleichzeitig. Die offenen Tische stehen nur als Nachschub zur Tableselection bereit, falls einer meiner aktiven Tische zusammenbricht. Wenn ich in meinen Holdem Manager schaue, stelle ich sogar eindeutig fest: Die ertragreichsten Sessions waren diejenigen mit nur 4 Tischen. Genau das empfehle ich jedem von Euch, der die Challenge spielt. Lasst Euch nicht verleiten durch die "kleinen Beträge", viele Tische zu spielen. In diesem Fall hilft viel nicht auch viel. Von guten, starken Winning Sessions zehrt sowohl Euer strategisches Spiel als auch Eure Bankroll mehr als von zu langen Sessions, die Breakeven oder leicht im Plus enden.

Das war's von mir zur Halbzeit, ich gebe wieder ab ins IntelliPoker Forum.

Wir sehen uns dort oder morgen abend im 6-Max Training!
Euer Flix


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