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/Aug/2009

Mehr Poker bei den Römern (Minraise Vegas Recap 4)

Von: minraise @ 12:53 (CEST) / 6 / Kommentar ( 20 )

Letzte Woche waren wir ja bei den Römern stehengeblieben, und beim zweiten Minraise Hand-Rätsel -Das wurde nun gelöst, und der richtige Tipp ist sogar mehrfach gefallen, allerdings wurde die exakte Hand nicht getippt - . Mein Gegner hatte sich also tatsächlich auf dem Turn noch eine Straight gebastelt, die ich so nicht identifizieren konnte. Ein Overpair konnte ich ihm einfach nicht geben, weil er den Flop nicht gebettet hatte. Ich wähle deshalb nun einfach den ersten User, der die Hand suited benannt hat, als Sieger des Gewinnspiels aus. Das war IntelliPoker User chaissa als Gewinner(in) einer kostenlosen privaten 6 Max Trainingsstunde! Herzlichen Glückwunsch. Du bekommst von mir eine PM mit allen Details. Vielleicht werde ich interessante Hände oder Strategien, die wir in dieser Stunde ausarbeiten, auch hier im Blog veröffentlichen, wenn chaissa damit einverstanden ist.Die Stunde ist natürlich auch übertragbar, oder falls sie nicht wahrgenommen wird, kann sie auch an den nächsten, "richtigen Tipper" weitergegeben werden.

In meinen Vegas Geschichten gelange ich nun immer mehr zum Ende meiner Reise. Im Caesar's Palace hatten ich es mir ja hauptsächlich gemütlich gemacht aus Bequemlichkeitsgründen, weil Arne noch im Caesar's Main Event aktiv war, und Thomas ebenfalls nebenher an einem anderen Tisch Cashgame spielte. So konnte man immerhin in kartentoten Phasen ein Päuschen machen und quatschen. (Nebenstehend übrigens ein Foto von einer der zwei stündlich gezeigten Licht- und Puppenshows in den Forum Shops vom Caesar's Palace) Am zweiten Tag meiner Session im Caesar's war Arne nun in der heißen Phase des Turniers, und bereits ITM (bisher eine gute Verdopplung seines Buyins). Ich bekam einen Platz an einem relativ toughen 1/3 NL Tisch mit einigen Online Spielern, die recht solide zu sein schienen. Zumindest einer von ihnen war ständig involviert, raiste eine Menge Hände, nutzte seine Position optimal, und baute seinen Stack kontinuierlich auf über 1000$ aus. Er wirkte aber recht ungeduldig, und fragte den Dealer die ganze Zeit, ob denn nicht endlich auch mal ein 5/10 NL oder ein PLO 2/5 Tisch eröffnet würde. Der 5/10 NL sollte kurze Zeit später aufmachen, war die Antwort. Zumindest war ich mir durch seine Frage nun recht sicher, dass er an diesem Tisch nur aus reiner Langeweile spielte bzw. um Zeit zu überbrücken, und daher womöglich looser und vielleicht auch unkontrollierter spielte. Rechts von mir saßen ein paar enstpanntere Touristen, alle Bier trinkend, die sich, wie man das aus loosen Livegames gewöhnt ist, gern günstig den Flop angucken wollten. Wenn der ungeduldige Online-Spieler den Pot raiste, wurden erst einmal aus Prinzip die Augen verdreht. Wenig später schaffte er es auch noch, einen großen Teil seines Stacks zu verbluffen. Und direkt im Anschluss hatte ich auch eine Hand mit ihm:

  • 2 Limps zu mir in MP, ich raise auf $20 mit . Der Online-Spieler callt am Button, was mir schonmal gar nicht gefiel, da es sich out of position gegen einen aggressiven, kompetenten Spieler nie gut spielen lässt. Zu meiner Verwunderung folden die anderen Limper und haben das Interesse verloren. Wir sind also Heads Up am Flop: . Kein allzu schlechter Flop. Womöglich hat er in seiner Preflop Range einige Suited Connectors und Paare, die diesen Flop absolut verpasst haben. Eine starke Hand hat er, wie ich glaube, nicht, denn ich war bisher auch recht aktiv und er würde mich sicherlich vor dem Flop reraisen. Somit überlegte ich mir, wie ich das Maximum aus dieser Hand bekommen könnte. Wer meine Trainings besucht hat, weiss, dass es eigentlich niemals gut sein sollte, out of Position die Initiative abzugeben und einen Gegner einfach nur herunter zu callen, weil man so nur schwere Entscheidungen bekommt und womöglich auch noch schlechte Calls oder Folds macht. Hier dachte ich mir aber, dass der Flop seine Range dermaßen verfehlt hat, so daß ich ihn in seiner aktuellen Ungedulds-Phase bluffen lassen wollte. Ich checke also den Flop, und er bettet $30, die ich relativ zügig calle. So sieht es für ihn vielleicht auch aus, als ob ich ein Paar Könige oder Damen spielte. Der Turn war die . Bringt einen Backdoorflushdraw und ist angekommen. Naja, weiter mit dem Plan. Ich checke erneut, er setzt nochmals $55, die ich calle. Der River paired mit der . Eigentlich eine gute Karte. Ich checke nochmal, und er checkt hinterher, und muckt seine Karten, nachdem ich mein Ass zeige. Dann schüttelt der den Kopf und meint "I shoud have moved in on you."

Recht hat er. Das ist nochmal gut gegangen. So eine Line würde ich keinem empfehlen, online zu spielen, und ich selbst bin natürlich auch ein erhebliches Risiko eingegangen, meine Hand so zu spielen - ich gebe ihm freie Karten, mit denen er sich wer-weiss-was basteln kann und ich zahle ihn aus, oder aber ich lasse mich nachher noch von der besseren Hand bluffen, wenn das Board sich eklig entwickelt. Es ist immer besser, out of Position seine Hand zu definieren und Initiative zu behalten. Hier war ich mir aber sicher, dass er aufgrund seiner etwas aufgedrehten, ungeduldigen Spielweise öfter bluffen würde. Kurze Zeit später lege ich mich noch einmal mit ihm an, diesmal gehr das ganze nicht so glimpflich aus:

  • Der Online Spieler eröffnet diesmal aus MP auf $15, ich calle dahinter mit . Der Big Blind steigt noch ein, und wir sehen den Flop: . Mein Top Pair ist hier extrem schwach, da ich kaum Hände schlage ausser , o.ä. Underpairs und selbst Draws haben enorm gute Equity gegen mich, vor allem wenn noch eine Overcard dabei ist. Immerhin habe ich Position, und ich weiss, dass er mehrfache Salven abfeuern kann. Der Big Blind checkt, er setzt $30, ich calle dahinter und der Big Blind foldet. Der Turn ist die . Eher eine eklige Karte. Draws sind angekommen, es liegt ein weiterer Flushdraw, und ich schlage immer weniger Zehnen :). Ich habe aber noch einen Gutshot dabei. Er feuert nochmal von vorne mit $75, die ich ebenfalls nochmal calle. Allerdings überlege ich mir nun folgendes: Er feuert bestimmt alle Overpairs, Top Pairs mit besserem Kicker und Sets bzw. Two Pair oder Straights nochmal. Er hat mich schonmal versucht zu bluffen, und könnte jetzt klar für Value gehen. Somit ist es unwahrscheinlicher, dass er blufft, weil die Turnkarte meine drawenden Hände gut getroffen haben könnte. Also muss ich mir nun vornehmen, wie ich den River spiele, wenn ich den Turn calle. Im Prinzip ist meine Zehn selten für den Showdown geeignet. Der River kommt nun mit der und dem Backdoor Flush. Er checkt sofort, als die Karte umgedeckt wird, und sieht nunmehr extrem uninteressiert am Pot aus. Jetzt die Frage an Euch: Würdet Ihr hier nochmal setzen? Oder checkt ihr Eure Zehn einfach hinterher? Und wenn setzen, wieviel? Im Pot liegen ~$240. Er covert mich und ich habe noch ~480$ übrig im Stack.

Diese Woche gibt es mit der Frage vorerst nichts zu gewinnen, aber wenn das Training mit chaissa gut ankommt, dann werde ich das sicherlich nochmal wiederholen :). Bin trotzdem gespannt auf Eure Meinung!

Am Dienstag gebe ich übrigens ein Heads Up Sepcial Training auf NL50. Ihr könnt mir live beim Heads Up No Limit Cashgame spielen gegen einen unbekannten Gegner zuschauen und mir Eure Fragen zum Thema Heads Up im Chat stellen. Ich hoffe, dass ich Euch zahlreich begrüßen kann! (Damit ich die Atmosphäre aus dem Caesar's Palace rüberbringe und meine restlichen Fotos aus dem Caesar's Palace auch noch unterbringen kann, hier noch eins aus den Forum Shops)

Bis dahin viel Glück an den Tischen,

Euer Flix

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