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/Apr/2009

Operation Phoenix: Setbacks

Von: minraise @ 14:52 (CEST) / 221 / Kommentar ( 75 )

Bevor es mit der Reihe 6-Max Talk weitergeht, wollte ich einmal wieder etwas persönliches aus meiner eigenen Pokerkarriere posten, sonst verkommt ja ein bisschen der Blog Charakter :) - Außerdem hatten mich viele von Euch Intellis während der letzten Training Sessions auf meine im Oktober letzten Jahres gestartete Challenge Operation Phoenix angesprochen, und ich möchte Euch berichten, wie es mir in den letzten Monaten ergangen ist.

***

Da ich aufgrund der Trainings, öffentlich und privat, sowie der Arbeit an weiterem 6-Max Content für Intelli (ja, ihr könnt Euch auf fortführenden Content im 6 Max Bereich freuen :) ) in den Monaten vor März nicht wirklich zum Spielen gekommen bin, habe ich seit Anfang März die Challenge wieder aufgenommen und mich immerhin wie Ihr sehen könnt, sogar von Bronze Star auf Platinum Star hoch gegrindet. Ziel ist natürlich Supernova noch dieses Jahr. 

Als ich aus zeitlichen Gründen meinen Spielfluß unterbrochen hatte, war ich mit der Challenge bei einer Bankroll von 6800$, und damit 31 Stacks für NL200 angekommen. Eigentlich kein schlechtes Ergebnis, insgesamt sind es, soweit meine Datenbanken mir sagen, auch nur 80.000 Hände total, in denen ich mich von NL50 mit der Startroll von 2000$ auf NL200 hochgegrindet habe. Die 14 NL200 Stacks, die ich über einer empfohlenen Roll von 40 Stacks für NL100 übrig hatte, habe ich also weiterhin für meine Shots auf NL200 verwendet. Soweit lief alles ganz gut, bis ich gegen Ende März dann einen herben Rückschlag erlitt. Im Prinzip lief alles wie immer, 4 Standard Spots wie und sogar preflop gegen in einer typischen Steal/Resteal Situation, in denen der Stack eben reinwandert und man einfach nur zusehen kann, wie die Chips zum Gegner wandern. Hinzu kamen aber auch ein paar unglückliche Hände - in meiner Datenbank konnte ich ca. 8 in den letzten 20.000 Händen im März ausmachen. Diese will ich Euch natürlich ersparen, damit das hier nicht zu einem Bad Beat/Rumheul Post ausartet, und diese Hände auch keinerlei Lerneffekt bieten (abgesehen von der Möglichkeit, sich psychisch mit Bad Beats auseinanderzusetzen bzw. eher diese abzuschüttlen).

Tja, und dann kam noch der Tilt dazu. Der hat mich die restlichen 3 Stacks wortwörtlich "verzocken" lassen, Details seien erspart - aber nur, damit Ihr sehen könnt, dass auch ich als Trainer mich nicht einmal im entferntesten von Fehlern freisprechen kann.Jeder Pokerspieler hat jährlich, monatlich, ja sogar tagtäglich mit Rückschlägen fertig zu werden. Dieser Rückschlag von minus ca. 14 Stacks hat mich nun also wieder ein Limit nach unten geschmissen. Um das ganze auf den Punkt zu bringen:

Zwischenstand der Operation Phoenix: 

Bankroll: ~$4000

Aktuelles Limit: NL100

In meiner Karriere habe ich bisher viele Downs erleben müssen, und jedesmal dachte ich "Schlimmer kann es nicht werden." - Und zumeist wurde es das auch nicht, daher beruhigte sich auch mein innerlicher Tilt wieder. Kein Grund sich weiter damit auseinander zu setzen. Ich glaube, seit dem Mai letzten Jahres 08 habe ich keinen Downswing mehr erlebt, der die 10 Stack Marke überschritten hat. Vielleicht kann ich mich da glücklich schätzen, oder eher glücklicher als mancher anderer Spieler, aber mein Spielstil ist auch im Gegensatz zu denen relativ varianz-arm. Christopher aka "Gefallener" bezeichnet mich immer liebevoll als Nit (Poker Lingo für einen risikoaversen Spieler), und wie Ihr ja auch live in meinem letzten NL200 Training sehen konntet, haben Gefallener und ich angeregte Diskussionen über die verschiedenen Spielstile geführt. Da ich also ein hohes Maß an Varianz nicht gewohnt bin, konnte sich der Tilt diesmal so unterschwellig und plötzlich manifestieren. Ich habe ihm einfach nachgegeben, und habe mehrfach Calls am River getätigt mit dem Wissen darum, dass ich geschlagen bin - in einer Art "selfulfilling prophecy", nur um zu sehen, dass ich Recht hatte .

Nun ist es also an mir, mich mit diesem Widerling auseinanderzusetzen, mich innerlich zu beruhigen, ein bisschen Theorie zu pauken und vielleicht mehr Trainings geben als sonst, einfach um mich auch ein bisschen vom eigenen Spiel zu distanzieren. Heute morgen habe ich einen Poker Buddy mein Spielen zugeschaut und mit ihm seine Spielweise diskutiert, anstatt selber zu spielen; außerdem arbeite ich wie bereits oben erwähnt, an fortführendem 6 Max Content für das Ausbildungscenter (Viele Grüße an User und regelmäßigen Trainingsteilnehmer Jehor, der im Forum nach mehr Content geschriehen hat :) ). Im Fitness Studio werde ich mich zusammen mit meiner Freundin diese Woche auch wieder anmelden nach 1 Jahr sportlicher Abstinenz, außerdem habe ich uns eine Nintendo Wii + Spiele von den ganzen FPPs geordert. Und wenn ich mich doch nach ein bisschen Poker fühle, probiere ich mich an einer bei mir längst in Vergessenheit geratenen Variante, Fixed Limit, der ich aber eigentlich meinen ersten Tausender im Poker zu verdanken habe. All das soll mir helfen, wieder zu meinem alten Selbstbewusstsein zurück zu finden, um mich wieder neuen Mutes und vor allem TILT-frei an die Tische setzen zu können. Soviel von mir dazu, die Challenge und damit die Blogeinträge darüber beginnen bald wieder - denn das ursprüngliche Ziel, NL400, ist noch lange nicht erreicht.

Heute abend gibts ein 6 Max NL10 Live Training von mir, und morgen um die selbe Zeit gibt es erstmalig ein Intelli Training Special: Ich bin zu Gast bei einer Session von Nils aka "peekon" und Hanno aka "jjacky", und werde beratend Rede und Antwort stehen.

Bis dahin, oder zum nächsten Blogeintrag - es geht dann weiter mit 6 Max Talk und Alphaflip, oder ein paar neuen Händen von mir.

Viel Glück und ein tiltfreies Spiel,

Euer Flix

***

Abschliessend gibts noch eine kleine Portion Strategie, weil ich es eben nicht lassen kann :)

[replayer hand=114435]

In einer der letzten Hände meines langen Losing Streaks treffe ich auf einen Regular, sputnik, von dem ich aber noch nicht viele Daten gesammelt habe. Ich calle in Position mit einer soliden Hand, die sich gegen seine Eröffnungsrange aus dem SB ganz gut spielt. Man könnte hier sicherlich reraisen. Am Flop höre ich mich selbst bei meinem eigenen Training sagen: Felix, hier hast du viel zu wenig am Flop geraist. Dadurch schützt du deine Hand nicht ausreichend, und baust den Pot nicht gross genug aus. Genau so schauts mit der Turnbet aus, und am River sehe ich nichts, was ich schlage, außer einen Bluff. Zeit für einen Herocall?

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