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minraise blog

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/Nov/2008

Spaßbremsen und selbsternannte Highroller

Von: minraise @ 18:37 (CET) / 7483 / Kommentar ( 106 )

Poker ist ein Gesellschaftsspiel. Oder etwa nicht? Behaupte zumindest ich, wenn ich an unsere wöchentliche Homegame-Runde denke. Hier treffen sich jeden Dienstag 6-12 Spieler, die sich schon längere Zeit kennen und Spaß daran haben in entspannter Atmosphäre Poker zu spielen. Die Frage, die sich mir nun stellt, ist Folgende: Was macht ein gutes Homegame aus? Sind es die Superfische, die mir mit ihren Verlusten den nächsten Urlaub finanzieren? Ist es der Spaß und die Kurzweiligkeit, die mich den Alltag vergessen lassen? Oder ist es schlicht und einfach die Möglichkeit mein Können an anderen Spielern zu messen? Zu diesem Thema wurden in meinem Umfeld zuletzt verschiedene Meinungen vertreten. 1. Da gibt es zum einen die Fraktion derer, die gerne Livepoker spielen und denen es in erster Linie um das Spiel selbst geht. Sie haben vor allem dann Spaß, wenn jeder Spieler sein Bestes gibt. Reine Gambler, die jede Hand preflop AllIn sind und am River den Suckout feiern, sind ihnen zuwider. Deshalb wollen sie auch immer um genau so viel Geld spielen, dass den Gamblern das Gambeln zu teuer ist. 2. Die zweite Gruppe hat zumindest in meinem Homegame die meisten Mitglieder. Die Spieler, die ich hier zusammenfasse, wollen nur eins: Unterhaltung und davon bitte reichlich. Unverzichtbare Bestandteile sind für sie der Alkohol(an dieser Stelle einen Gruß an Weizen-Benni :) ), schmutzige Witze und ein Lautstärkepegel, der an das Oktoberfest erinnert. Alles was die Stimmung hebt ist erwünscht, alles Kontraproduktive verpönt. 3. Zuletzt gibt es jedoch auch Spieler, die weder wegen dem Wettbewerb noch wegen dem Spaß den Weg in ein Homegame finden. Ihr Antrieb ist so banal wie unsympathisch: Sie wollen mein Geld! Diesen Leuten ist es scheinbar völlig egal gegen wen sie spielen, solange die Gegner nur immer schön „donaten“. Aus diesem Grund macht es für sie auch keinen Sinn, um kleine Beträge zu spielen. Ein spaßiges Homegame mit kleinen Einsätzen ist für sie vertane Zeit, die sie besser dafür nutzen könnten um zu Hause alleine abzuhängen. Mit welchen Spielern man in seiner eigenen Runde gerne zusammensitzt, kann ja jeder für sich selbst entscheiden. Zum Glück. Und deshalb hab ich mich dazu entschlossen, dass ich auf Spaßbremsen und selbsternannte Möchtegern-Highroller sehr gut verzichten kann. Wenn ich aus meinem Pokerspiel Kapital schlagen möchte, dann spiele ich Online oder im Casino, aber nicht da, wo man sich im privatem Rahmen wöchentlich mit den gleichen Leuten und Freunden trifft. Da sich in unserem Homegame jedoch nur Spieler einfinden, die mehr oder weniger eindeutig in die ersten beiden Gruppen einzuordnen sind, ist es auch nicht sonderlich verwunderlich, dass die spaßaversen Highroller auf kurz oder lang selbst unserer Runde fernbleiben. Und aus meiner Sicht ist das auch nicht besonders Schade. Was für Euch ein gutes Homegame ausmacht, könnt Ihr ja in den Kommentaren hinterlassen. Bis dahin Euer Thomas

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