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minraise blog

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/Dez/2008

Up Up we go

Von: minraise @ 19:57 (CET) / 6425 / Kommentar ( 50 )

Auch von mir gibt es zum Abschluss des Jahres noch einmal eine kurze Bilanz. Diese mag ein bisschen langweirig/-weilig ausfallen für manche, aber ich hoffe die Essenz meines Posts sollte herauskommen. Es geht mir hauptsächlich um das Thema Motivation, Psyche und Entwicklung im Kampf gegen die Stagnation. Achtung! Philosophischer Content! ;) Also, los gehts...

Januar - März

Viele Dinge, Ereignisse und Neuerungen in 2008 haben mich immer wieder aufs Neue in Sachen Poker motiviert: Zunächst war da von Januar bis März meine explosive Winrate auf NL100, die mich seit meinem Neustart gegen Ende 2007 mit einer noch recht kleinen Bankroll gegen Ende März dazu befähigte, bankrolltechnisch die Midstakes (NL400 bis NL1000) zu spielen, würde ich denn so wollen. Damals fand ich das Spielen auf den Small Stakes aber so angenehm und vor allem erfolgreich für meinen Spielstil, dass ich partout nicht aufsteigen wollte. Es lief alles viel zu gut, und ich konnte monatelang höhere Gewinne einfahren auf den kleineren Stakes, als die mittelgute Regulars auf den Midstakes. Nicht zuletzt, weil ich exzessiv Unmengen von Tischen spielte, und das stundenweise pro Tag. Es beruhigte meine Psyche auch einfach beim Spiel selbst, kleine Stakes zu spielen, konstant zu gewinnen und Spass dabei zu haben, frei von jeglichem Tilt selbst wenn ich einmal 5-10 Stacks in Folge verliere. Das ging weiter gut so.

Bis ich dann merkte, dass mein Spiel darunter litt. Ich stagnierte schlicht und ergreifend. Das Ziel eines jeden Pokerspielers sollte langfristig eigentlich immer in der Entwicklung und stetigen Verbesserung seines Spiels, seiner Handreading Fähigkeiten, seiner emotionalen Stabilität und seiner Tiltresistenz liegen. Denn irgendwann haben einen die anderen überrundet, und man kommt nicht mehr mit. Dann sieht man auf einmal Schüler, die man noch vor Monaten selbst trainiert hat, auf den Midstakes abräumen, und schlägt vielleicht irgendwann nicht mal mehr das eigene Limit.

April - Oktober 

So kamen also der April mit der Motivation für mich, endlich aufzusteigen. Auch der Aufstieg verlief prima. Meine Winrate war nicht mehr so hoch wie auf NL100, aber dennoch mehr als halb so groß, was einen gleichermaßen höheren, konstanten Gewinn auf NL200 bedeutete. Das einzige, was mir Sorgen machte, war meine mangelnde Tiltresistenz, wenn ich einen der auf diesem Limit durch erhöhte Varianz bedingten 10 Stack Downs hatte. Auf einmal waren 2000$ futsch. Für viele Menschen mehr oder gleich viel wie ein ganzes Monatsgehalt. Von den Downs, die sich noch über mehr als nur 10 Stacks erstreckten, wollen wir gar nicht reden. Nunja, lange Rede kurzer Sinn: Ich grindete mir auf Deutsch gesagt einfach den "Arsch ab". Ohne Rücksicht auf Downs immer weiter und weiter. Während dessen versuchte ich, mein Spiel durch persönliche Trainings durch Mid- und Highstakes Spielern, das Anschauen von Videos von diesen Spielern, Bewerten von Händen und der ständigen Diskussion mit anderen 6 Max Cashgame Grindern. Diese Phase erstreckte sich dann bis Ende Oktober, wo ich nach einer endlich wieder erfolgreichen Zeit auf NL200 in die bereits "ver"bloggte Breakeven Phase über fast 60.000 Hände eintrat. Erneut stagnierte mein Spiel. Und hier setzt dann Operation Phoenix an, aber dazu erzähle ich Euch im neuen Jahr ein bisschen mehr, es sei nur so viel verraten: Ich habe meinen ersten erfolgreichen NL200 Shot getätigt. Über den werde ich direkt zu Beginn von 2009 ein bisschen detaillierter berichten. Immerhin habe ich mein Ziel, mit der Operation von Ende Oktober bis Ende Dezember den Weg von NL50 nach NL200 zu gehen, nun erreicht.

Public und privates Training

Einen weiteren Motivationsschub in Sachen Poker gab mir das Training. Denn neben dem Grinden hat mir  in diesem Jahr das Training mit einer Vielzahl von Euch jede Woche aufs Neue Spaß gemacht. Ich hoffe Ihr konntet dieses Jahr so einiges aus den Sessions für Euer Spiel gewinnen und Eure NLHE 6 Max Erfolge mehren sich. Ich hoffe auch, dass wir weiterhin so anregende, produktive und mitunter lustige Sessions haben werden wie zwischen Oktober und Jetzt. Danke für Eure Einsendungen der Hand Histories für die Review Sessions, für Eure Teilnahme und für die ganzen bereichernden Diskussionen. Das bringt jeden einzelnen von uns weiter. Gegen Ende diesen Jahres durfte ich eine Hand voll sehr netter, cleverer und vor allem lernwilliger "Studenten" in Sachen 6 Max NLHE unterrichten, die sich bei mir private Trainingseinheiten gebucht haben. Auch ein dickes Danke an die Jungs, denn in den Stunden mit Ihnen sind sie nicht die einzigen gewesen, die ihr Spiel (hoffentlich) verbessern und Leaks fixen konnten. Jede einzelne Stunde als Trainer ist für mich mindestens genauso lehrreich und produktiv wie für den Studenten, denn sie bringen mich dazu, auch permanent über mein eigenes Spiel nachzudenken, reden und argumentieren zu müssen. So freue ich mich auf die vielen, kommenden Stunden 6 Max im Jahr 2009 mit Euch!

OK, nun hat mein Vortrag ein Ende. Was ich sagen will ist eigentlich nur: Keep up the good work (und vor allem keep the Hand Histories coming ;) ), grindet, lernt, arbeitet an Eurem Spiel, entwickelt Euch weiter. Stagnation ist Rückschritt.

Ich wünsche allen Lesern, Grindern, Turnierspielern, Schülern, Trainern und Bloggern einen guten Rutsch und einen guten Pokerstart in 2009!

P.S: Ich möchte noch einmal kurz auf die Hand History Threads im Forum aufmerksam machen. Die Trainings leben natürlich immer auch von Euren Einsendungen! Postet, was Ihr könnt hier (nur Pot Control Hände) und hier (alle Hände)!

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