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/Okt/2010

Vegas Cashgame Guide 2

Von: minraise @ 11:43 (CEST) / 20 / Kommentar ( 0 )

Diese Woche geht es weiter mit dem zweiten Teil meines kleinen Vegas Cashgame Guides. Im ersten Teil, den ihr hier nachlesen könnt, habe ich mich hauptsächlich mit den verschiedenen Poker Rooms am Las Vegas Strip beschäftigt. Heute gibt es Details rund ums Live Pokern in Sin City: Bankroll Management, Rake, Tip, Comps, Besonderheiten und Verhalten am Tisch.

Der Vegas Cashgame Guide - Teil 2

***
Bankroll Management


Die Frage, die mir in diesem Zusammenhang bislang mit Abstand am häufigsten gestellt wurde, lautet: "Wieviel nimmst du denn mit? Was braucht man so vor Ort?". Zunächst mal sollten natürlich alle Reisekosten abgedeckt sein. Flug hat man ja bereits bezahlt, dann kommen als nächstes diverse Reisekosten auf einen zu. Da wären neben Essen und Logie auch Mietwagen Kosten zu nennen. Bemerkung am Rande; Ich würde niemandem empfehlen, nach Vegas zu reisen, ohne sich einen Mietwagen zu nehmen - glaubt mir, was ihr alles an Taxi/Tram/Bus Kosten und vor allem Zeitaufwand und Stress spart, kann man in den eher geringen Kosten eines Mietwagens kaum bemessen. Jedes Casino verfügt über eigene Parkhäuser, in denen man kostenfrei parken kann. Von hier ist es auch immer nur ein Katzensprung bis in den Pokerroom.

Wie gross sollte nun aber die Bankroll sein, damit ihr auch anständig und sorgenfrei an die Tische gehen könnt, ohne fürchten zu müssen, dass nach dem nächsten Bad Beat nur noch Sight Seeing angesagt ist? Ich halte in einer Live Cashgame Umgebung 20 Stacks eines Limits für sehr konservativ, und 10 Stacks eher für sinnvoll. Zunächst spielen sich die Games allesamt im Fullring No Limit Hold Em Format mit 9 bis 10 Spielern. Im Live Poker lässt sich der Faktor Varianz doch noch um einiges reduzieren. Was ich damit meine ist: Bad Beats wird es auch geben, aber im Gegensatz zu Online Games werdet ihr allein durch die Bonus Informationen wie Live Tells und Reads, sowie das bessere, intensivere "Feeling" der Tischdynamik in der Lage sein, die Varianz auf ein Minimum zu reduzieren. Folds fallen halt einfach leichter, wenn der Gegner den Oreo Keks beim Knacken ans Ohr hält.

Wenn Ihr nur einen kurzen Grinder Urlaub plant, und nicht von jetzt auf gleich euren Lebensunterhalt in Vegas verdienen müsst oder mehrere Monate durchgrindet, sind 10 Stacks mehr als ausreichend. Man könnte ggfs. sogar mit viel weniger durch kommen. Bislang haben beispielsweise bei meinen drei letzten Trips die ersten 3 Stacks, die ich investiert habe, immer ausgereicht und ich musste nicht auf weitere Puffer aus meiner Roll zurückgreifen.

Getting a Seat

Jeder Pokerroom hat meist am Eingang einen Counter, an dem das Floor Personal die Wartelisten verwaltet. Man nennt einfach nur seinen Vornamen und lässt sich eintragen für das angebotene Limit der Wahl. Der eigene Name erscheint dann auf einer der Computerscreens, die alle Wartelisten anzeigen. Sobald ein Seat frei wird, ruft der Floor Mann euren Namen per Mikro aus. Verlasst also möglichst nicht den Bereich um den Pokerroom, während ihr auf einen Seat wartet.

Getting Chips

Chips könnt ihr bereits vorher am Cashier Desk kaufen und in einem Plastik Trey herumtragen, oder aber direkt am Tisch beim Dealer. ich empfehle ersteres, um den Spielfluss nicht zu unterbrechen. Chips werden in den verschiedenen Limits immer nur in 2 Denominations ausgegeben. Auf NL200 und NL500 spielt man fast nur mit $1 und $5 Chips. Das resultiert in größere Stacks am Tisch, aber trägt in meinen Augen auch im wesentlichen zum besseren Spielgefühl bei. Zudem zählen $100 Noten, sofern man sie am Tisch vor, hinter oder unter den Chips hat, zum Stack und können auch gesetzt werden ("Cash Plays"). Vorsicht aber: Wirklich nur $100 Bills zählen! Alles andere Geld wird nicht gewertet. In jedem Fall auch ein weiterer Punkt, der das Spielgefühl positiv beeinflusst - High Stakes Poker lässt grüssen. Auf NL300 gibt es zusätzlich noch ein paar lustige $2 Chips, mit denen man aber ausser Blinds posten nicht viel anfangen kann.

Playing Cards

Bevor ihr loslegt, übergebt dem Dealer immer erst eure Player's Card sonst gibt es keine Comps, und die Poker Room Rate wird ebenfalls nicht gezählt (Details dazu in Teil 1). Ein paar Punkte in loser Reihenfolge:

  • String Bets: Im Gegensatz zu den Regeln hierzulande wird eine String Bet nicht so hart bewertet. In den Vegas Casinos konnte man bislang immer auch aus einem Zug heraus mehrere Chiptürme platzieren, die dann gemeinsam als Bet gewertet werden.
  • Pot/Chip Count: Der Dealer muss keinen Potcount durchführen, die Spieler genauso wenig einen Chipcount ihres Stacks. Wenn ihr also wissen wollt, wieviel Geld im Pot liegt, fragt den Dealer "to spread the pot", sodass ihr den Betrag in etwa schätzen könnt.
  • Rake: Bis NL500 haben fast immer alle Tische ein Maximum Rake von $4 pro Pot (manchmal auch nur $3). Spielt ihr 6-handed oder mit noch weniger Gegnern, lässt euch das Floorpersonal oft sogar zu einer discountet Rake Rate spielen ($2 Cap usw.) und manchmal auch rakefree. Fragt einfach den Dealer, sobald der Tisch 6-handed oder noch leerer wird.
  • Tip (Trinkgeld): Man sollte bei Pötten, die über den Flop und über einen gewissen Mindestbetrag hinaus gehen, schon immer mindestens $1 tippen. Die $1 Chips sind im Grunde auch genau für solche Dinge eingeplant - ansonsten könnte man auch am NL500 Tisch exklusiv mit $5 Chips auskommen. Bei großen Pötten kann man entsprechend mehr tippen. Die meisten Dealer in Vegas sind sehr gut in ihrem Job - fix, on Spot, haben immer einen guten Überblick. Manche sind etwas langsamer (meist die älteren), andere wiederum extrem schnell. Im Wynn hatte ich letztes Jahr einen Dealer, dem ich jeden Orbit $1 getippt habe, wenn ich im BB sass - er hat aus dem Dealen quasi eine kleine Showeinlage gemacht, Kartentricks, ultra-schnelles Austeilen der Karten sowie gute Sprüche hier und da. Manchmal kann Dealen auch eine kleine Kunst sein, die sich etwas mehr verdient hat. Das Geld kommt, nicht wie hierzulande, in einen Dealer Tronc, sondern geht direkt in die Tasche des Dealers. Die Vegas Dealer haben meist alle recht weite, luftige Klamotten an, die eine große Brusttasche besitzen extra für ihre Trinkgelder.
  • Drinks: Getränke sind während des Spielens am Tisch umsonst. Ungeschriebenes Gesetz: Pro Drink solltet ihr der Bedienung aber dennoch immer mind. einen $1 Chip aufs Tablett legen.
Das waren die wichtigsten Punkte und Aspekte, die mir zum Thema Live Cashgame in Las Vegas eingefallen sind. Ich hoffe, der kleine Guide hat euch gefallen und konnte euch ein wenig Einblick geben. Falls Ihr allerdings noch Fragen haben solltet, die mit diesem zweiteiligen Cashgame Guide noch nicht beantwortet wurden, so teilt mir diese doch bitte in den Kommentaren mit. Wenn es genügend weiterführendes über bestimmte Punkte zu berichten gibt, so werde ich gern auch noch einen dritten Teil anfertigen. Ansonsten werde ich ab dem 4. November auch hier und auf bluffcatcher.de mit einer kleinen Coverage aufwarten - in Blog, Video und/oder Podcast Form.

Bis dahin,
xflixx

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