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minraise blog

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/Dez/2008

Win small to lose big

Von: minraise @ 13:08 (CET) / 6573 / Kommentar ( 89 )

Das fasst den gestrigen Abend recht treffend zusammen. Es war mal wieder Homegame Time, quasi unsere Homegame Weihnachtsfeiher. Zahlreiches Erscheinen aller üblichen Verdächtigen war vorprogrammiert, und somit wurde das ganze "leider" zu einer Fullring Partie mit um die 9 Leuten. Ich kann mich nicht wehren, Fullring fühle ich mich nicht wohl, weil ich ganz einfach scharf auf Action bin und nicht gern auf Hände warte.

<h3>Fullring games and deep stacks... 
</h3>

Der Vorteil eines Fullring Homegames ist natürlich auf der anderen Seite der soziale Aspekt: Man hat viel Diskussionsstoff, kann sich genügend mit den anderen unterhalten während man nicht in einer Hand involviert ist, und das bringt natürlich auch eine Menge Spass mit sich. Das strategische, actionreiche 6-max Holdem hab ich zwar online zu Genüge, sei es beim Grinden oder im Training mit Euch. Ist eben anders, aber aufgehen in meinem Element tu ich im 6-Max. 

Grundsätzlich ist mein Problem, über das ich heute ein wenig schreiben möchte, aber nicht das Format, sondern ein ganz anderes, das eher mit der Natur der Livespiele zusammenhängt. Wichtig zu wissen ist vielleicht für Euch noch, dass es eine ungeschrieben Hausregel in unserem Spiel gibt. Jeder Spieler darf sich einkaufen mit dem größten Stack, der zur Zeit am Tisch sitzt. Keiner hat was dagegen, denn tiefe Stacks versprechen in der Regel gute Action und viel Spielbereitschaft. Auf einmal wird ganz einfach jedes wegen guter Implied Odds gespielt usw. ;) Üblicherweise verläuft ein typischer Dienstagabend demnach wie folgt: Ich mausere mir nach und nach, sei es durch wirkliche Hände, Bluffs oder Semibluffs einen großen Stack zusammen, oder verliere direkt zu Beginn meinen Stack und kaufe mich daher mit dem doppelten neu ein, denn der, an den ich meinen ersten soeben verloren hab, sitzt nun mit 200 BB da. So kommt es, dass gegen Ende des Abends auch die bisherigen Verlierer sehr tief am Tisch sitzen, und die Pötte werden natürlich auch größer. Man kann es einfach nicht vermeiden, und zugegeben: es macht auch einfach ungemeinen Spass, immer und immer wieder viele Chips vor sich aufzutürmen und tief in den Stack reinzugreifen, wenn man einen Bet machen will. 

<h3>Big hands are not for winners only...
</h3>

Jetzt spielt man den Abend über solides Poker, erblufft sich hier und da ein paar Pötte, spielt aggressiv, foldet mittelstarke Hände mit einem guten und korrekten Read, und dann freut man sich gegen Ende des Abends über das lang ersehnte, endlich gefloppte Set. Passiert ja live nicht so oft. Ein aggressives Image und entsprechende History ist nun vorhanden, manche Gegner sind schon etwas angetrunken, die Stacks sind tief und die Stimmung ist gelassen. Optimal für einen riesen Pot! Ja, und Ihr seht es kommen...gut reinstellen heisst im Poker nicht gut rauskommen. Und der ganze dicke tiefe Stack wandert zum Gegner. 

Versteht mich nicht falsch. Das soll kein Jammerpost über dicke Bad Beats werden, aber ich möchte gern ein wenig über dieses Phänomen sinnieren, und habe mich ganz einfach dazu ermutigt gefühlt, darüber zu bloggen. Und die gestrige Homegame Session, die wie immer Spass gemacht hat, liefert den entsprechenden Stoff dazu. Eure Meinungen zu und Erfahrungen mit diesem Phänomen würde ich auf jedenfall gern hören, genau wie Kommentare zu der entscheidenden Hand, die ich Euch nun präsentieren werde.

<h3>The Hand...</h3>

Die Tischkonstellation habe ich euch mal aufgezeichnet:

Vielleicht kennt Ihr den ein oder anderen aus der Runde ja. Eigentlich sind alle tight aggressie Spieler, nur Jörg ist ein crazy LAG, und Mad Arne natürlich. Man kennt ihn aus Episoden wie "Mit dem Gewinn vom $2000 Hold Em Event hast du dir dann das Buyin für das Main Event finanziert?" (ein kleiner Insider, vielleicht wisst Ihr, was gemeint ist), oder aus meinen vergangenen Blog Posts. Weizen-Benny heisst Weizen-Benny, weil vor jeder Entscheidung, die man gegen Ihn trifft, nicht nur die Stacktiefen, sondern auch die Weizen-Tiefe betrachtet werden muss. Ist er 4 Weizen tief, kann preflop die Nuts sein, bei 0 Weizen würde ich nur noch + gegen ihn pushen.

Villain in dieser Hand ist nun ein Neuzugang bei uns. Er ist zwar tight, aber auch recht aggressiv, und durchaus fähig zu bluffen. 

In dieser Hand eröffnet Weizen-Benny auf $6, Villain callt $6, Hero callt $6 mit , Jörg callt $5 und Quadzilla3 callt $4 nach.

Der Flop (Pot: $30):

Checks zum Villain, der setzt $25, Hero callt $25, alle anderen folden.

Turn (Pot: $80)

Villain setzt $80, Hero raist auf $210, Villain raist All-In für insgesamt $289 mehr, Hero callt

Was Villain zeigt, lasse ich mal für diesen Post offen. Könnt ihr gern drüber spekulieren, löse ich dann im nächsten Post auf :) Der Pot schiffte nicht an mich, passend zum oben beschriebenen Phänomen. Interessieren würden mich wie immer natürlich auch eure Gedanken zu jeder Strasse der Hand, und auf welche Hand Ihr den Gegner setzt. Und wenn Ihr ähnliche Erfahruhngen gemacht habt mit dem "Win small to lose big" Phänomen gehört das natürlich auch hierher. Bis zum nächsten Post,

Flix

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