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shootingstars blog

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/Jun/2009

"A game of brutality and brilliance...

Von: shootingstars @ 01:18 (CEST) / 2 / Kommentar ( 22 )

 ... where strong players made fortunes, and weak players lost their cars, homes, companies and their families"

Diese Beschreibung der heutzutage sehr seltenen Pokervariante No-Limit 2-7 single draw übte damals, als ich vor mittlerweile schon über drei Jahren eines meiner ersten Pokerbücher, Super System, überflog, eine besondere Faszination auf mich aus.

Da dieses Spiel jedoch heutzutage kaum noch gespielt wird, schon gar nicht ausserhalb von Amerika, kam ich nie gross dazu, mich näher damit zu beschäftigen. Bis vor etwa zwei Monaten, als ich beschloss, bei der diesjährigen WSOP einige Events mehr zu spielen als in den letzten zwei Jahren.

Ich bin seit zwei Wochen in Las Vegas und vorgestern im 10k No-Limit 2-7 Event kurz vor Ende des zweiten Tages auf Platz 21 ausgeschieden. Obwohl mein Resultat auf dem Papier nach nichts Weltbewegendem aussieht und zweifellos bald in Vergessenheit geraten sein wird, betrachte ich mein Spiel in diesem Event als vielleicht die stärkste Leistung, die ich bisher in einem Pokerturnier gebracht habe (ob das bei meiner eher mittelmässigen Turnierbilanz so schwierig ist, ist eine andere Frage).

Die Kombination meiner ungewohnten Aussenseiterrolle (in einem Spiel, bei dem ich praktisch keine Erfahrung habe), dem extrem starken Feld, der angesichts der niedrigen Teilnehmerzahl realistischen Chance ein Bracelet zu gewinnen und nicht zuletzt der sportlichen Herausforderung, führte auch dazu, dass ich so motiviert war, wie selten zuvor bei einem Turnier und sogar eine gewisse Aufrgeung verspürte.

Detaillierte Handanalysen machen hier wohl wenig Sinn, da die meisten meiner Leser das Spiel vermutlich noch nie gespielt haben (evtl. poste ich später aber noch eine spezielle Hand, da die speziellen Umstände dieser Hand sie ziemlich einzigartig macht).

Kurze Zusammenfassung: Ich spielte sehr fokussiert (beobachte praktisch jede Hand, denke jede Hand sehr genau durch, etc, was man zwar an sich immer tun sollte, wnn man Poker spielt, aber Ihr wisst ja sicher aus eigener  Erfahrung, dass es viel Professionalität und Disziplin benötigt, nicht manchmal in den Auto-Pilot-Modus zu fallen...)und war sehr gut dabei nach Day 1 (8. in Chips).

Es kann sein, dass ein oder zwei meiner Moves "etwas übertrieben" waren, schwer zu sagen, aber weitestgehend lief alles sehr gut.

Nach einigen Schwankungen war ich gegen Einde des zweiten Tages wieder zumindest in den Top 10 im Chipcount, doch dann kam meine Nemesis-Hand: Ich am BU drawe ein Monster, Nick Schulmann im BB drawt ein Ultra-Monster, er check-raist all-in, ich folde nach langem Überlegen zwar zum grossen Erstaunen des Tisches offen meine Hand, einerseits wegen der speziellen Dynamik zwischen uns, andererseits glaubte ich, einen guten Live-Read zu haben (und Nick zeigt mir 76432, die zweitstärkste Hand, die in diesem Spiel möglich ist), verbleibe somit im Rennen, bin aber nach dieser Hand unter Average. Eine Halbe Stunde später scheide ich in einer eher normalen Situation dann aus.

Ich muss auch schon gleich wieder los, in knapp einer Stunde geht der 10k No Limit Hold'em Heads-Up Event los. Verglichen mit dem Thrill des 2-7 Events eher wieder Business as usual.

Cheers.

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