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shootingstars blog

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/Sep/2008

EPT Barcelona und die letzte Woche

Von: shootingstars @ 02:07 (CEST) / 6616 / Kommentar ( 93 )

Erstmal lasse ich die letzte Woche kurz Revüe passieren. Trond Eidsvig war mit seiner Freundin von Mi. – So. in Berlin zu Besuch und wir haben einiges voneinander lernen können und uns vor allem auch noch besser kennen gerlernt. Ansonsten habe ich das Westspiel Sonntags-Turnier mit 500 Euro Buyin gespielt, dort war auf meinen Kopf eine Bounty ausgesetzt, im Wert von einem Ticket zum Westspiel Final. Die Organisation schien tadellos und die Lokation ist echt sehr schön in der obersten Etage des Park Inn Hotels am Alexanderplatz mit einem Ausblick über ganz Berlin! Jeder wollte mich busten um das Kopfgeld zu kassieren. So kam es zu dieser verrückten Hand: 60-120 Blinds, Button raist zu 240, Ich reraise mit JJ auf 820 und habe insgesamt etwa 4,5k. Er geht sofort ohne zu zögern All In. Ich calle sofort. Er zeigt Ac9s und der Flop kommt 9d 9s 2c, ich stehe schon auf um ihm die Hand zu schütteln, da kommt am Turn doch tatsächlich ein Jack! Allerdings habe ich mich zu früh gefreut, denn unglaublich aber wahr, trifft er am River einen ein-outer und die 9h kommt. Ich habe mich trotzdem für das sympatische Intellipoker Mitglied gefreut, den ich davor bei einem 1-stündigen Coaching kurz kennen gelernt habe. Danach habe ich dann noch mit Trond zusammen die WCOOP Events am Sonntag gespielt. Es war wohl der Tag der ein-outer, denn kurioserweise hat Trond Shannon Shorr auch mit einem ein-outer bad beatet. Situation: 25-50, Stacksizes 25.000, die ersten 20 Hände des Turniers, Shannon raist von MP 150, Trond callt im SB mit 77. Flop kommt Jd 7s 4s. Trond checkt, Shannon setzt 325$, Trond check-raist auf 975$, Shannon raist auf 3125$, Trond reraist auf 9475$, Shannon geht all In. Wir haben bestimmt 2 min. überlegt, ob wir nicht folden können. Wenn wir gewusst hätten, dass es sich um Shannon Shorr handelt, hätten wir sehr wahrscheinlich gefoldet. Leider oder zu unserem Glück kannten wir seinen Pokerstars Account nicht, also mussten wir vom Durchschnittsspieler ausgehen, wir gaben ihm eine Range von: JJ, 44, 6s5s gegen die wir 57,8% haben. Es gibt vielleicht auch sehr mutige Spieler die dort mit AsJs pushen oder anderen gutshot-flush möglichkeiten wie 6s8s. Allerdings ist dies so eine Situation in der Spieler von der Klasse eines Shorr uns auf 77 oder JJ haben und die Hand mit 6s5s oder 44 langsamer spielen oder sogar folden und sich nicht mehr am flop commiten. Schliesslich ist Trond Allin gegangen und natürlich hatte der Gegner JJ, allerdings kam am Turn dann eine rettende 7 und die Freude war groß. Leider hatten wir im späteren Turnieverlauf kein weiteres Glück mehr. Seit Dienstag Abend bin ich jetzt für die EPT in Barcelona. Die EPT Awards wurden verliehen und ich gratuliere allen Gewinnern! Es gab einige Überraschungen, so hätte ich z.B. einiges Geld darauf gewettet, dass Trond den Player of The Year Award abräumt nach der Leistung die Rekorde für die meisten Cashs in einer Saison (5) und die meisten Final Table in einer Saison (3) aufzustellen, obwohl das Teilnehmerfeld ja noch größer geworden ist als bei den vorherigen EPT Seasons! Dafür hat er den Newcomer Award abgeräumt. Mike MacDonald konnte verdienterweise zwei Awards abräumen (best overseas player und public choice), er ist ein großartiger Spieler und super netter Typ, der eine rosige Zukunft in der Pokerwelt vor sich hat. Weiter geht’s mit dem Tag 1A an dem ich gespielt habe. Ich hatte eine sehr gute Augangsposition, mit einem Tisch voller spanischer Amateure, so konnte ich auch innerhalb der ersten Stunde meinen Stack auf 20.000 verdoppeln, als ich mit 88 ein Set gegen AK flopte auf einem KJ8 Board. Leider war mir mein Glück nicht hold und ich musste die ganzen Chips in zwei Händen zurück geben an einen spanischen Spieler, der grade neu an den Tisch gekommen war. Zuerst limpen zwei schwache Spieler vor mir bei 75-150 Blinds. Ich entscheide mich mit Th8h dahinter zu limpen, Co limpt auch. SB completet, BB checkt. Flop kommt Ac Tc 8s. Alle checken zu mir und ich spiele 800 an. Alle folden zum Limper in erster Postion der lange überlegt. Obwohl der andere noch überlegt, geht der Spieler hinter ihm All In für 4,5k. Dies lies mich tendenziell vermuten, dass er eine Hand hat die wohl kein absolutes Monster ist und er auch gut auf einem Draw sein könnte oder eine Hand wie AJ,A9 hat mit der er keine Draws im Pot haben möchte. Der Spieler in erste Postion hat dann gefoldet und ich habe die 3,7k sofort gecalled. Leider hat er mir dann AhTs gezeigt und ich treffe keine 8. Drei Hände danach kommt es zur erneuten Konfrontation gegen den Spielern den ich soeben verdoppelt habe. Blinds 75-150, er limpt im CO, Bu callt. Ich bin im SB und raise mit AsQc auf 775. Er callt im CO. Ich habe ein preflop Monster jetzt erst einmal kategorisch ausgeschlossen, da die wenigsten Spieler in dieser Positon mit Händen wie AK,AA-99 preflop nur limpen würden und dann nur einen raise callen. Der Flop ist sehr gut für mich Ac 9s 2s. Ich bette 1275 und hoffe auf auf Aktion von schwächeren Assen. Er raist auf 4000. Ich pushe für 9000 und er callt sofort. Er zeigt AK und es hält. Nach der Pause wurde der Tisch leider aufgelöst und ich bin an einen echten Monster Tisch gekommen. Ilari „Ziigmund“ Sahemis, Jason Mercier, Mike MacDonald, Erica Schönberg und ein sehr starker niederländischer Internetspieler. Mike MacDonald und ich sind mittlerweile recht gut befreundet und kennen unser Spiel sehr gut. Ich liebe es gegen Mike zu spielen, weil es einfach immer sehr aufregend ist und wir auch aufgrund unserer Historie wissen, dass der Andere zu allem in der Lage ist. Es ist eine freundschaftliche Rivalität. Es ging dann auch recht schnell los. Blinds sind 150-300. Ich habe 15k, er covered. Mike eröffnet in UTG+1 zu 900 ich reraise von MP1 zu 2475 mit AK, er open foldet AJ. Ich zeige nicht und sage ihm auch nicht was ich hier habe. Er weiss, dass ich auch teilweise in der Lage dazu bin mit nichts ihn hier zu raisen und ich möchte ihm nicht die Befriedigung verschaffen einen guten Fold zu machen. Er sagt, er ist sich nicht sicher den richtigen Fold gemacht zu haben. Direkt die Hand danach habe ich QcQd und raise von UTG+2 zu 800$. Mike callt im BB. Flop kommt Js5d6c. Mike checkt und ich spiele 1475$ an. Mike überlegt lange und wir müssen beide unvermeidlich anfangen zu lachen. Mike callt nach kurzem überlegen. Turn kommt eine 5d. Er checkt und ich spiele 4k an nach einigem Überlegen. Mike überlegt ebenso länger und sagt „I can’t fold this against you“ und callt mit KJ. River blankt und ich gewinne einen großen Pot. Die nächste Hand habe ich wieder Glück gegen Mike. Ich raise TT zu 800$ preflop und er shoved vom SB mit AQo für 5,5k. Ich calle sofort und gewinne wieder. An dieser Situation sieht wieder wie wichtig Timing in Turnieren ist und Kartenverteilung. Mike konnte einfach in den Situationen gegen mich als aggressiven Gegner kaum anders spielen. Danach war ich leider vollkommen Kartentod und habe den Tag sehr short mit nur 8,7k beendet. Aber davon habe ich mich nicht entmutigen lassen. „A Chip and a Chair“ solange kann man immer noch gewinnen. Leider lief es dann am 2 Tag auch mies. Ich hatte leider keine Hände und bin dann durch einen Coinflip mit KJ vs 88 heraus geflogen. Wünsche noch Sebastian Ruthenberg ganz viel Glück für die EPT Barcelona, er hat ja einen grandiosen Start vorgelegt. Viel Glück euch allen an den Tischen, Johannes

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