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shootingstars blog

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Hallo Intelli-Gemeinde,

Das zweite von vier Major-Turnieren stand auf den Programm. Heimspiel - EPT Berlin !!!



Los gings am Montag, 1. März 2010:

Es fing Alles so relaxed an. Nach 3 Stunden Autofahrt ausgeruht im Hyatt am Marlene-Dietrich-Platz angekommen
wurden bereits beim Check-In die Pokeramigos und andere bekannte deutsche und internationale Gesichter vom PCA
begrüßt. Das Hotelzimmer war top und die Hotelangestellten äußerst hilfsbereit (vor allem bzgl. Schlüssel fürs Fenster ;)
Da ich erst an Tag 1 B (Mittwoch) ins MainEvent startete, hatte ich genug Zeit, mich über die Registrierungsformalitäten
zu kümmern. Dass hier Alles etwas anders als beim PCA laufen würde, musste ich auch schnell feststellen:

- Check-in für Tag 1B ist frühestens am Abend vorher von 22.00 bis 0.00 Uhr oder von 10.00 bis 12.00 Uhr des Starttags
- Es gibt keine Pokerstars-Kasse. D.h. Das Buy-in für alle Side-Events muss Bar oder mit Casinochips entrichtet werden
- Die Kasse für die Sideevents öffnet erst eine Stunde vor Turnierbeginn
- Alle Player-Bags sind bereits vor Starttag 1A vergriffen

Take it easy - Ich bin ja schließlich im Urlaub ;) und will hier keinesfalls nur negative Dinge bzgl.Organisation aufzählen.
Die Spielbank Berlin bzw. die EPT musste nunmal kurzfristig umplanen, nachdem feststand, dass der "Glaspalast"
nicht gebaut werden konnte.
Berlin wird gelernt haben und falls es nächstes Jahr wieder einen EPT-Stop in der Hauptstadt gibt, bin ich mir sicher,
dass sich das Veranstaltungsteam auf den Ansturm, den es nunmal auf ein Pokerturnier, welches in sämtlichen
Medien promotet wird, richtig einstellen wird. Bis auf das erste 300€ Turbo-Turnier und Tag 1B vom MainEvent wurde 
meines Wissens auch kein Spieler aufgrund von Platzmangel im Saal abgewiesen. (cashgame ausgenommen)

Die Pokerstarsparty am Abend war der absolute Knaller und nicht zu vergleichen mit der PCA - Party.
Leckeres Essen, keine Anstehzeiten an der Bar, interessante Location und feurige Showeinlagen.
Nette Leute wiedergetroffen und kennengelernt - Robin(se), Bandit, V. Coren, Charlotte und Martin Roche.
Der Umstand, dass es hier keinen extra Vip-Bereich gab und alle Pro´s äußerst kontaktfreudig waren,
rundete die ganze Veranstaltung ab.

Dienstag, 2. März 2010

Katerbekämpfung, Nutzen des hoteleigenen Wellnessbereichs, Relaxen und ein abendlicher Besuch im
Casino war angesagt.
Platz 40 auf der Warteliste beim Cashgame fürs kleinste Limit (2€/5€) im Casino war leider ernüchternd
und so blieb es bei einemkurzen Rundgang durch die Spielhalle.

Mittwoch, 3. März 2010



Es sollte ein langer Pokertag im Ballroom des Grand Hyatt werden.
Nach einem ausgiebigem gesunden Früstück gings dann auch schon los.
Mit knapper Verspätung startete der Tag 1B des MainEvents. Ich war längst nicht mehr so aufgeregt wie beim PCA und
das Spielplätscherte so vor sich hin. Anders als auf den Bahamas wurden in den ersten 2 Levels keine großen Pötte
gespielt. Mein Stack bewegte sich zwischen 28k und 32k Chips. Bis auf die Tatsache, dass ein Spieler, der gegen
Alexia Portal bei der EPT eine Prop-Bet verloren hatte und in Frauenkleidern spielen musste -->
viele Fotografen, gab es keine besonderen Vorkommnisse.
Nach 4-5 Level nahm das Spiel langsam Fahrt auf. Wie beim PCA wurden 75% aller Preflop-Raises mit Reraises
beantwortet und aus der tighten Runde zu Beginn wurde ein tougher MainEvent-Table.
So flogen die Spieler Reihenweise vom Tisch und das heitereTable switchen begann. Ein abendliches Sideevent
benötigte Platz und langsam wurde klar, dass wohl mind. bis zur Dinnerbreak 10 handed gespielt wird.
Es gibt einfach keine Hände für diesen Blog, da ich mich davor gehütet habe, mit meinen besten Händen
(kleine Pockets oder mittlere SuitedConnectors) preflop Rereraises zu beantworten.
Seltame endstandene Draws bei Battle of Blind oder Pflicht-Odds-Preflopcalls bei FamilyPots kamen nicht an
und so blindete ich langsam auf 20k Chips runter, ohne die geringeste Chance, mal einen Spot zu finden.
Auch das Spielen mit den bekannten Pro´s war interessant ;)
Sandra Naujoks, Johnny Lodden und A. Alleman waren die mir bekannten Gesichter, die im Laufe
des Tages direkt neben mir saßen.
Der letzte Tisch an den ich knapp 1 Stunde vor Ende von Tag 1B geseatet wurde, war überschaubar.
8 Spieler - 4 Bigstacks mit mind. doppeltem Average und 4 Smallstack mit 10-15 BB (darunter auch ich).
Ich sitze kurz vor Ende des Tages als Smallstack am Tisch und darf mir überlegen, ob ich mich mit 10-15 BB in
Tag 2 retten will oder .Lange musste ich nicht überlegen.
Ich bekomme in Middle Position AK und eine Shorty pusht All-IN. Ich schieb meine 12 BB in die Mitte und hoffe
aufs HU. Der Big Blind wacht mit AA auf und nimmt uns Beide vom Tisch - Das wars. Müde und erschöpft
verlasse ich den Turniersaal.

Bis Samstag vergingen die Tage mit dem Treffen einiger Pokerfreunde einer Pokercommunity
(wäre mir lieber gewesen, sie hätten mich am 3ten oder 4ten Tag im ME gerailt) und wäre es nicht zum gleich
beschriebenen "Vorfall" gekommen, wäre der Sonntag mit der Teilnahme im letzten Side-Event der Abschluss
einer tollen Pokerreise geworden.

Samstag: 14.00 Uhr

Ich komme in den Turniersaal, um einer Freundin (Sterntaler07) im LadiesEvent die Daumen zu drücken. Plötzlich kommt
Johannes Strassmann in den Turniersaal und und ein paar Leute stehen langsam auf und bewegen sich Richtung Gang.
Auch "Sterni" kommt langsam auf mich zu und ich gucke so fragend an - Ausgeschieden? Nein!
Lärm an der Tür zum Ausgang und vorgelagerten Kassenbereich.
15-20 Leute laufen zum Ausgang, um zu sehen, woher der Lärm kommt. Ich sehe auch den Kameramann
von Pokertoday. Plötzlichstürzen die meisten dieser Personen wieder in den Saal zurück und als würde eine Druckwelle
durch den Saal schwappen, brach Panik aus.
Alle stürzten Richtung Hinterausgang in der Küche bzw. unter die Tische. Auch wir liefen weg von Eingang.
Nach ein paar Schritten bin ich dann über einen Stuhl geflogen und landete genau unter einem Pokertisch.
In diesem moment ging das Licht aus und eine stämmiger Typ betritt dem Raum. Ruhig bleiben - Ruhig bleiben  - 
Gut oder böse konnte wohl keiner erkennen. Jetzt hörte man plötzlich keinen Lärm mehr.
Immer mehr Personen krochen schnell unter den Tischen hervor und liefen Richtung Notausgang. Auch ich
nahm irgendwann meine Beine in die Hand und bin ab Richtung Ausgang. Keiner im Saal wusste, was passieren würde.
Terroranschlag, Amoklauf, Geiselnahme? Ich bin mir vorgekommen, wie in einem schlechten Film.
Fassungslosigkeit dann auf der Straße vorm Hotel. Sterni wiedergefunden. ihr gehts gut.
Viele Leute weinten oder telefonierten mit Angehörigen.
Das war also eine Massenpanik. Eine Situation, die man nicht erleben will.

Seit gestern bin ich wieder zu Hause. Ich muss die ganzen Vorkommnisse noch bisserl verarbeiten.
Glück im Unglück.
Ich will nicht wissen, was passiert wäre, wenn die Polizei früher gekommen wäre und die Täter nur den Weg durch
den Turniersaal als letzten Fluchtweg gesehen hätten

Richig viele Fotos gibts dann wieder aus Monaco, Ende April, meinem nächsten großen Live-Event.
Das wars soweit von mir.
Gutes Blatt
Gruß Martin  






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