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/Okt/2008

Strassmann London - EPT Report Part 1

Von: shootingstars @ 04:58 (CEST) / 7952 / Kommentar ( 67 )

Wovor ich auf den Final Table der EPT in London zusprechen komme, möchte ich euch erstmal von meiner Reise nach London insgesamt berichten. Für mich ging die Reise am Freitag los, als ich mit einem sehr guten Freund aus Berlin zur EPT Siegesfeier nach Hamburg von Sebastian Ruthenberg aufgebrochen bin. Die Party fand in einem netten Club am Kiez statt und die Getränke gingen alle auf Sebastian! Ich denke er kann es sich wohl jetzt grade so leisten das eine oder andere Bier auszugeben =) Dort war die creme de la creme der deutschen Pokerszene versammelt von Benjamin Kang, Klaus Hausmann, Martin Kläser bis George Danzer versammelt. Ich traf einige alte Bekannte wieder und führte einige interessante Gespräche. Danke nochmal an Sebastian für den schönen Abend! Danach flogen wir leicht verkatert von Hamburg nach London. Unser Flug hatte sage und schreibe über 4 Stunden Verspätung, das war Rekord bei Inlandsflügen für mich. Den Sonntag haben wir uns erstmal regeneriert und entspannt. Nicht nur die Hauptpreise der Turniere waren rekordverdächtig, sondern auch die Preise in London. Essen und Hotel waren so teuer wie in noch keiner europäischen Hauptstadt die ich zuvor besucht habe. Alles in allem kann ich London nicht so sehr für einen Wochenendtrip empfehlen, dann würde ich eher nach Barcelona fliegen. Gleich am Montag war es dann soweit und die WSOPE ging los. Das Teilnehmerfeld war unglaublich stark besetzt von Phil Ivey bis Patrik Antonius, 10.000 pounds war bisher auch der höchste Buyin, den ich für ein Turnier geleistet habe. Die Struktur war absolut genial und ich hätte auf meinem besten Spiel wohl noch mehr herausholen können. Leider habe ich aber leicht ungeduldig gespielt und dann war am zweiten Tag auch Endstation. Ich war leider in keiner Lage wirklich viele Chips zu akkumulieren aufgrund schlechter Karten und hatte recht schwere Tische erwischt mit vielen Profis. Allerdings hätte ich auch wirklich noch besser spielen können! Ein interessantes Spiel, dass ich gemacht habe war bei 150-300 blinds, 25 ante. Mein image war recht tight und solide. UTG (guter Internetspieler) eröffnet zu 800, CO callt (älterer Herr, aber zu moves fähig) ich calle im BU mit 33. Flop kommt K 7 4 r. Jetzt setzt UTG zu 2100 an und der CO min reraist auf 4200. Der CO hat diesen Raise schon zuvor in einer Hand gemacht um zu sehen wo er ist. Ich reraise auf 8400$ (habe 18k Chips insgesamt). Beide passen und ich nehme den Pot gerne =) Sie können eigentlich nur beide mit einem Set weiterspielen, weil ich ein Set hier repräsentiere und es hier schon einen ganz besonderen Read braucht um nochmal over the top zu gehen. Two pair existiert auf diesem Board nicht und ich hatte ein gutes Gefühl, was den Ausschlag gegeben hat. Dann ging die EPT London los. Ich hatte den Anspruch an mich hier absolut perfekt zu spielen und mein Bestes zu geben, da ich nicht vollkommen zufrieden mit meinem Spiel bei der WSOPE war. Ich konnte früh am ersten Tag meinen Stack aufbauen und es lief wirklich gut. Ich spielte wirklich mein bestes Game seit langem und die Karten fielen richtig. Ich liebe die EPT Struktur im Vergleich zur WSOP, wir begannen mit 10.000 Chips und 25-50 Blinds. Ein besonders schönes Spiel machte ich am Anfang. Die blind waren bei 150-300. Ich eröffne mit 66 UTG zu 800, tighte Spielerin in UTG+2 callt mich, CO callt auch. Flop kommt 9d 3c 4cm ich spiele 1875 an. Tighte Spielerin callt, CO passt. Turn: 9h ich checke und setzte sie höchstwahrscheinlich auf 77-AA. Sie bestätigt mich indem sie c/b spielt. River kommt dann die 8s. Ich checke und sie spielt 3,1k an. Ich überlege kurz und reraise sie allin auf 10,500k. Sie überlegt länger und passt verärgert. Es ist schwierig für sie hier zu callen, da ich zuvor bei einem River c/r die nuts hatte und ich auch mit 33,44 oder 88 häufig genauso spielen würde. Am Ende des zweiten Tages machte ich einen Spielzug über den ich mich länger geärgert habe. Ich hatte einen aggressiven Spieler zu meiner linken, einen jungen Schweden. Er hatte mich bisher noch nie reraist. Es ist die letzte Hand des Tages und ich raise von MP mit ATo auf 2,2k bei 400-800 blinds mit 100 ante. Der Schwede reraist mich auf 6k ohne zu überlegen. Ich sage „ I know you are bluffing, but I fold“ und folde meine Hand, er zeigt K6o. Sehr schlecht von mir hier nicht meinen Instinkten zu folgen und das starke Spiel zu machen. Ich habe gemerkt, dass er der Spielertyp war der gerne den Mega Move macht und die Selbstbestätigung braucht gegen andere gute Spieler konstant zurück zu spielen. Es ist wichtig, dass ich aus solchen Situationen lerne und meinen Instinkten vertraue! Den zweiten Tag begann ich mit einem Chip Stack von 38k, der über Average lag. Ich kam an einen sehr soften Tisch mit kaum guten Spielern, was für ein Glück! Der Chipleader aus Schweden war auch an meinem Tisch. Gleich am Anfang konnte ich einen großen Pot gegen ihn gewinnen, wo er gegen mich bluffte und so hatte ich Momentum am Tisch. Einer der Welt besten und erfolgreichsten Sportwetter aus Italien war auch an meinem Tisch. Für ihn gehört es zur Tagesordnung Millionen zu gewinnen oder zu verlieren. Er spielt auf Betfair regelmässig die Headsup Partien 250-500$ gegen die besten Spieler der Welt und hat absolut keine Furcht Geld zu setzen bzw. Chips im Turnier. Ich kannte ihn also schon etwas und wusste, dass er kein schlechter Spieler war aber auch sehr verrückt ! Ich hatte glücklicherweise Position auf ihn, was ihn angenehm zu spielen machte. Des Weiteren hatte ich einen Deutschen bei mir am Tisch, der wohl ein Internet Qualifikant war. Bald konnte ich einen riesigen Pot gewinne. Mein image am Tisch ist sehr LAG, ich habe 70k chips und die anderen covered, Blinds sind 600-1200 100 ante, ich raise AcAd in UTG zu 3,6k, der deutsche Internet Qualifikant callt im BU, jetzt reraist der Italiener auf 15k. Ich entschliesse mich hier nur zu callen und eine Falle zu stellen. Ich kann mein Glück kaum fassen als der deutsche Internet Qualifikant im CO sich nach längerem Überlegen auch dazu entschliesst zu callen. Er wirkte allerdings nicht sonderlich stark. FLOP kommt 7c7s2s. Italiener checkt nur, ich habe ihn jetzt nicht mehr auf einem Overpair, weil er dies wohl meistens betten würde. Ich stelle die Falle weiter und checke auch nur. Jetzt spielt der Deutsche 20k an in einen riesigen Pot. Der Italiener passt. Ich überlege nicht lange und stelle ihn ALL IN für ca. 30k mehr. Er callt und zeigt AsTs. Kein Spade kommt mehr und ich erringe den Chip Lead! Es tat mir wirklich Leid für den sympatischen Deutschen, aber er nahm die Niederlage sehr ehrenvoll und wird bestimmt bald wieder eine Chance bekommen. Den Chiplead halte ich nun für fast den Rest des Tages aufrecht. Es hilft auch, dass ich den Italiener auch noch vom Tisch nehmen kann. Er raist auf 3,6k von MP, ich calle mit Ts9s im BU. Flop kommt 9d 5c 2c er bettet 6k die ich auf 14k reraise, er überlegt nicht lange und pusht mit A8o den Rest seiner Chips rein! Turn und River verbessert er sich nicht und ich bekomme weitere Chips hinzu. Die Bubble konnte ich dann aufgrund eines schwachen Tischs optimal nutzen und meinen Chiplead weiterausbauen. In dieser Phase konnte ich fast any two cards raisen, weil niemand den Mut hatte gegen mich zurück zu spielen. Es ist auch wichtig in Turnieren schwache Tische zu bekommen, dies gehört mit zu dem Glück was man braucht und ist fast genauso wichtig wie die Karten. Der zweite Teil meines Bericht vom dritten Tag bis zum Final Table kommt dann in den nächsten Tagen! Viel Glück bis dahin, Johannes Strassmann

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