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Skys Blog

Hier geht es um Themen den den sky4u2 beschäftigen
Von: sky4u2
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Ich bin ganz froh, dass ich mir vor der Chellange nochmal den guten Jared Tendler zu Gemüte geführt habe. Sein Process Model gibt mir – konsequent genutzt – das richtig Rüstzeug für das dauernde auf und ab während der Challenge. Ich sehe ich mich inzwischen als Marathon-Läufer und habe zu seinem Prozess-Modell meine eigenen Analogien gefunden:

 

 

1. Vorbereitung: Jeder Läufer muss sich vor dem einem Warm-up unterziehen.  Es gibt viele Pokerspieler die legen gerne mal einen Kaltstart hin. Zoom ist ja schnell geöffnet und schon geht es los. Schon mal darüber nachgedacht warum ihr gerade am Anfang einer Session so Tilt-anfällig seid? Den ersten Stack schon nach 5 Minuten drin gehabt? Der Satz "Gerade am Anfang laufe ich immer Lossings hinterher" kommt Euch bekannt vor? Mal darüber nachgedacht? Ihr wärmt Euch quasi in der Session auf. Euer Pokerhirn ist noch gar nicht im "flow"


Hier einige Tipps die ich jedes Mal mache,  bevor ich nur eine einzige Hand spiele:

#1 Ich gehe nochmal 2-3 Hände durch die ich in der letzten Session falsch gespielt habe.


#2 Ich sehe mir meine mentale Handhistory an und gehe allerlei Dinge durch. Stimmen meine Ziele noch? Was sind meine größten Fehler im Spiel? Welche Leitsätze habe ich daraus entwickelt (Nein, ich calle keine kleinen Pockets OOP gegen die 3bet spielstarker Gegner, Ich limpe nicht vom Button,…) Ich wende Injektionslogik an um mich auf einen schlechten Lauf vorzubereiten: Ich lasse nicht zu, dass die Varianz mich besiegt indem ich schlecht Spiele oder Es ist nicht möglich jede Hand zu gewinnen – Mein Fokus muss darauf liegen jede Hand gut zu spielen oder Fehler werden passieren – Der größte Fehler ist, aus einem Fehler noch mehr zu machen.


#3 Ich spiele 5-10 Minuten Zoom NL2


Wer absolut nicht warten kann die Tische zu rocken, dem kann ich einen weiteren Tipp geben: Spielt auf jeden Fall 10 Minuten Zoom auf einem Limit weit unterhalb Eures Stammlimits;  NL2 z.B.  Wer nicht "hören" kann (also sich nicht aufwärmt) der muss wenigstens nicht "fühlen" (weil die Loosings im Vergleich lächerlich sind)


2. Ausführen: Spielen halt! Wie ein Marthonläufer der zum Trainieren Kilometer schrubben muss, so muss ein Pokerspieler viele Hände spielen. Pokerspieler sind ausnahmslos Autodidakten und lernen durch Erfahrung! Das Schlimmste ist nicht genug zu spielen und einen zu großen Teil in die Theorie zu legen. Ich kenne viele Spieler die einfach zu Overskilled in Ihrem Grundwissen sind, die zu viele Bücher immer und immer wieder gelesen haben und bleiben doch Theorietrottel

3. Das Ergebnis: Das spricht wohl für sich

4. Auswerten: Ein Rückblick auf das Spiel, sofort nach dem Spiel. Ich schaue sofort meine markierten Hände an und Werte diese erst jetzt aus (und nicht in der Session). Was war gut, was war schlecht. Habe ich gut gespielt und trotzdem verloren? Habe ich mich an meine Leitsätze gehalten? Kann ich etwas in die mentale Handhistory schreiben das ich mir beim nächsten Warum-up anschauen sollte? Fühl ich mich gerade wie ein König weil ich Tische gerockt habe? Oh, ein Blick auf die EV-Kurve zeigt mir, dass ich gerade 3 Stacks 'drüber laufe… ich hatte wohl Glück, rede Dir hier nicht ein das Du "Gottes Geschenk" an die Pokerwelt bist.

5. Analyse: Das mache ich den Tag später, wenn ich nicht Poker spiele. Oder wenn alle meine Sessions vorbei sind und ich noch nicht den PC für heute ausmachen möchte. Eine eher passive Phase bei mir (muss nicht bei jedem so sein). Ich schaue mir Pokervideos vom lieben Flixx hier auf Intellipoker oder in Youtube an. Streamt gerade jemand bei Twitch dem im ich zuschauen und lernen kann? Vllt. lasse ich mir von Pokersnowie einige Hände kalkulieren oder schau nach ob es einen Comment im Handanalyse Forum gibt.


Ich hoffe ich konnte den ein oder anderen Neugierig auf das Process Model machen. Ich könnte mir vorstellen, demnächst mehr aus dem Bereich Mindset zu schreiben. Aber jetzt back to topic. Wo stehe ich den jetzt nach 20K Händen?

Was war negativ:


- Wie man sehen kann, laufe ich derbe über EV. Nicht das mir das peinlich wäre. Zeigt es aber im Grunde auf, dasa ich in vielen Händen nicht die optimale Entscheidung getroffen habe. Ich warte also auf den Hammer der jetzt kommen muss. Die Varianz kann man long-term nicht betrügen. Na los Varianz, come-on: Ich bin bereit, zeigt mir wo der Hammer hängt (...und zwar nicht beim Dorf-Schreiner)


- Die etwas größeren Tische bei Zoom laufen überhaupt nicht. Ich sage bis auf NL2 (mein Aufwärmlimit + ich mag Pokerspielen und habe aber gerade nicht das richtige Mindset-Limit) den Zoom-Tische Lebewohl. Ich schlage Zoom nicht!!! Ich habe ca. 300K Zoom Hände in den letzten 2 Jahren gespielt und war immer Fett im Minus. Nur auf meine Verteidigungslinie NL5 klappt Zoom gerade hervorragend. Wenn jmd. den Schlüssel für mich bei Zoom hat ---> Please coach me!


Was war positiv:
- Wie eben besprochen ist mein Mindset viel stabiler und ich komme viel besser klar auf das Auf und Ab in den Limits. Von NL25 runter auf NL5 und wieder auf NL25, da dann in der ersten Hand AKo als TPTK reingebracht und gegen das Set verloren und sofort wieder auf NL10 absteigen müssen… da muss man drauf klar kommen können!


- Ich bin im Plus und stehe derzeit bei ca.100$ plus und somit spiele ich NL25. Ab 275$ geht es hoch, ab 150$ geht es wieder runter auf NL10

 

So, das wars. Mal sehen wie es weiter geht mit der Challenge, auf die nächsten 10K-Hände.

 

Der Sky

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